Warum zieht aus dem Steckdosenbohrung einer T18 Hohlloch-Ziegelwand

Diskutiere Warum zieht aus dem Steckdosenbohrung einer T18 Hohlloch-Ziegelwand im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Ich habe gestern mit dem Hersteller von T18 Hohlloch-Ziegeln gesprochen und ihm erzählt, dass es aus einer damit gemörtelten Außenwand wie...

  1. #1 Schwipp2, 28.07.2023
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    Ich habe gestern mit dem Hersteller von T18 Hohlloch-Ziegeln gesprochen und ihm erzählt, dass es aus einer damit gemörtelten Außenwand wie Hechtsuppe aus einer Steckdosenbohrung zieht, wenn ich also die Steckdose entferne. Er meinte, das sei klar, denn durch die Hohlochziegel sei eine durchgehende Luftverbindung von der Decke bis zum Boden gegeben.

    Für mich ist das nicht klar, denn damit die Luft aus der Steckdosebohrung heraus pfeifen kann, muss ja von irgendwo Luft nachkommen können. Die Wand ist von außen mit 8 cm Steinwolle gedämmt, nach außen hin folgt dann eine Luftschicht und eine Klinkerwand.
     
  2. artibi

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    Na ja, wenn da keine luftdichte Ebene ist (oder diese durch die Steckdosenbohrung gekillt wurde) dann zieht es da rein, ja. Von wann ist denn das Haus, wie ist der Wandaufbau?
     
  3. #3 Tilo, 28.07.2023
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2023
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    Hallo schwipp2
    Es zieht auch bei Aussenwänden aus einem anderen Baustoff gern mal durch die Dose. Ganz typisch Schalter für Licht und Steckdosen auf der Terasse ....
    Da musst du luftdichte Unterputzdosen verwenden, dann geht es ...
     
  4. #4 Schwipp2, 28.07.2023
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    Das Haus ist von 1991, noch vor der Erfindung des Internets.
    Innengipsputz, naß aufgetragen, 17,5 cm T19 Hohlloch-Ziegelstein von Unipor, plan auf Stoß gesetzt, man konnte fast immer durch diese Schlitze durchschauen, 80mm gelbe Faserdämm-Platte, 3 cm Luftschicht mit Schlitzen nach außen, 12 cm Klinker
     
  5. #5 Schwipp2, 28.07.2023
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2023
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    Aber mit solchen luftdichten Unterputzdosen ist doch nur die Dichtheit des Wandinnenlebens gegenüber dem Innenraum gegeben,
    im Innern der Hohllochsteine saust die Luft dennoch herum, und kühlt diese im Winter....

    Wobei ich mich dann frage, was der Wärmeleitwert der Ziegel dann überhaupt noch an Aussagekraft hat,
    wenn der Wind außen auf die Wand und dieses Gerippe in den Ziegeln drückt und diese gut belüftet, denn dieses Gerippe würde bei einem DoorBl Test "von außen" bestimmt nicht als nach außen abgedichtet gelten.
     
  6. Tilo

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    Wienerberger schreibt hierzu;

    Wichtig:
    Um die Anforderungen an die Luft- bzw. Winddichtheit gemäß DIN 4108 und Energieeinsparverordnung einzuhalten, sollten Schlitze und Aussparungen sorgsam abgedichtet werden. Dies kann z.B. bei Steckdosen durch sattes Eingipsen oder Spezialeinsätze erfolgen.
     
  7. profil

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    1991... da wurde das erste Passivhaus gebaut... soweit mir bekannt war Luftdichtheit/... im heutigen sin noch nicht so wirklich ein Thema.
     
  8. #8 chillig80, 28.07.2023
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    Richtig. Und jetzt kannst mal versuchen hinter der Klinkerwand nachzusehen und herauszufinden wo das ist…

    Wie auch immer, bei einem gut gemachten Mauerwerk sollte es auch bei BJ 1991 nicht durchziehen „wie Hechtsuppe“. Aber:

    Was Du damit genau meinst weiß ich nicht, aber wenn man da „überall durchschauen“ konnte und dann nur einseitig ein Putz drauf kam, dann ist das wohl nicht sehr dicht. Es ist auch sonst ungewöhnlich, 1991 war noch eine Generation am Werk die es gewohnt war alle Fugen zu vermörteln, dass man da „überall durschauen“ konnte, klingt eher nach den ungelernten Subunternehmer-Stümpern die erst ca. 10-15 Jahre später massenhaft aufschlugen…

    Ob Du eine echte energetische Ruine besitzt, oder ob das gemessen am Baujahr insgesamt alles noch im Rahmen ist kann man aufgrund der Steckdose nicht bewerten, Wohnfläche und Energieverbrauch wären mal ein Anfang, aber man kann sich auch über eine Steckdose aufregen und dann erst nicht mehr wissen als zuvor, das geht auch…
     
  9. #9 Schwipp2, 28.07.2023
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    Hallo Chillig80,
    Geheizte Fläche so etwa 280m², Hausform ist T -förmig, also viel Oberfläche. Heizbedarf ca. 30 000 KWh im Jahr, wenn sparsam geheizt wird 24 000, bei 18000 war schon einiges an Zimmern abgestellt.

    Also ich meine mit "durchschauen", dass man "zwischen zwei aneinander stoßenden Zielgelsteinen durchschauen" konnte, weil die Ziegel voneinander einen gewissen Abstand hatte und auch noch nicht diese Nut und Feder Verzahnung besaßen.
    Meine Frage zielt auch ab auf den Grund für die Verzahnung, warum hat man die eingeführt, was ist an der Verzahnung besser?
     
  10. #10 Schwipp2, 28.07.2023
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  11. #11 Schwipp2, 28.07.2023
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    Ich frage mich, ob man theoretisch noch Löcher in die Ziegel bohren könnte, durch die ich dann Perlite oder 2mm Neopor-Kügelchen einblasen könnte.
    Damit könnte ich doch die Luftzirkulation durch die Kammern der Zielsteine ausbremsen.

    *) Solche Kügelchen habe ich noch ca. 1,5 m³.
    Damit habe ich mal den Zwischenraum zwischen der PE-Folie unter den Dachsparren, und über der drunter angebrachten Konterlattung und der Fichtenholz-Decke (11cm breite Nut und Feder Bretter) unter der Konterlattung durch einblasen gefüllt. Blasmaschine Marke Eigenbau mit Holzoberfräsenantriebsmotor und Kobold-Staubsauger-Flügelrad. Hat Wunder bewirkt an Dämmwirkung im OG, da solche Nut-und-Feder-Bretter doch jede Menge an Luftspalten enthalten.
     
  12. #12 chillig80, 28.07.2023
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    Das ist bei BJ 1991 vollkommen unauffällig.

    Da hat man einen Grund erfunden, wegen dem man behaupten konnte, auf den Mörtel in den Stoßfugen verzichten zu können.

    Es ist so, der Übergang vom klassisch gemauerten Mauerwerk zum „geklebten“ Mauerwerk war ein mehrjähriger Prozess in dem auch viel ausprobiert und wieder bleiben gelassen wurde. Es ging da auch um Standsicherheit, dynamische Belastungen/Erdbebensicherheit, etc… Dann kam irgendwann noch die Forderung nach beidseitigem Verputz für die Luft-/Winddichtigkeit dazu, usw…

    1991 war übrigens noch die Wärmeschutzverordnung 1984 in Kraft, die Normung war auch noch auf dem Stand der 1980er, usw… Diese Steckdose, samt der offenen Stege im Mauerwerk, das ist alles einfach nur „normal“, das wundert mich bei dem BJ nicht.

    Das stimmt nicht ganz.
    WorldWideWeb – Wikipedia
     
  13. #13 chillig80, 28.07.2023
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    Theoretisch geht das bestimmt. Praktisch dauerts wohl mehrere Menschenleben lang bis Du damit fertig bist. Verstehstschon.
     
  14. #14 Schwipp2, 28.07.2023
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    Na ja, im Kellerbereich fehlt die 8 cm starke Styrodur-Außendämmung auf ca. 10 m² Außenwandfläche vor den Hohllochziegeln,
    da könnte ich das machen.
    Der übrige Bereich hat Stahlbetonwände mit 8 cm Styrodur und zusätzlich Styropor-Drainplatten davor.
    Ich habe die Vermutung, dass das viel bringen könnte,
    wenn die Luft darin nicht mehr strömen kann.
     
  15. #15 chillig80, 28.07.2023
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    Es wäre schon fast ein echtes Wunder wenn das bei 30.000kWh/a wirklich „viel“ bringen würde. Aber wenn es dir gefällt dann mach es halt, es gibt viel albernere Hobbys, von dem her geht’s schon…
     
    Fred Astair gefällt das.
  16. #16 Schwipp2, 28.07.2023
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    Also in den letzten Jahren haben wir um die 24 000 KWh gebraucht davor, 34 000 bis 30 000, aber vor allem: Vor dem Verfüllen hat es im OG richtig gezogen, bei Sturm draußen bewegten sich manchmal offen stehende
    Türen im OG
    durch den Windzug. Das ist nun vorbei, die Türen bewegen sich nicht mehr. Allerdings ist nun die Luftfeuchtigkeit im Haus spürbar höher, ist ja logo.
     
  17. #17 Schwipp2, 28.07.2023
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    also genauer: kein Internet für Jedermann, nur für die Cern Leute, die das HTML Protokoll entwickelt hatten
     
  18. #18 petra345, 28.07.2023
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    Ganz normale up-Dosen kann man so in Gipsmörtel einsetzen, daß sie luftdicht sind.
    Man muß nur ausreichend Gips in die Bohrung bringen und verteilen und dann die Dose in den frischen Gips drücken.
     
  19. #19 chillig80, 28.07.2023
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    Jo, und jetzt hast an den nach deiner Einblasaktion noch verbleibenden Undichtigkeiten plötzlich massiven Eintrag von Luftfeuchte…
     
  20. #20 Schwipp, 28.07.2023
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    Umgekehrt:
    jetzt wird nicht mehr soviel der im Haus produzierten Feuchtigkeit abtransportiert, eben weil das Haus dichter ist. Dagegen habe ich aber eine dezentrale Belüftung mit Wärmerückgewinnung von Bayernluft eingebaut, hilft nur nicht viel, da Luftwechselmenge nur 20m³ / Stunde, gemessen mit einem Anenometer.
     
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