Was kann ich mir leisten / Vorgehen

Diskutiere Was kann ich mir leisten / Vorgehen im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, derzeit sind wir dabei, unseren Hausbau zu planen. Wir haben bisher weder Grundstück noch ein Haus fix, haben allerdings schon...

  1. mick77

    mick77

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    Hallo zusammen,

    derzeit sind wir dabei, unseren Hausbau zu planen. Wir haben bisher weder Grundstück noch ein Haus fix, haben allerdings schon gewisse Preisvorstellungen. Die Frage ist allerdings ob / wie wir uns das leisten können.

    Folgenden Annahmen / Wünsche zu unserem Bauvorhaben:
    Großraum Bremen, massiv gebaut, ca. 165 qm Wohnfläche auf ca. 750 - 1000 qm Grundstück.

    Grundstück ca. 90 TEUR inkl. NK
    Haus ca. 195 TEUR
    BNK + Außenanlagen + kleine Reserve ca. 45 TEUR

    Eigenkapital:
    Wir haben einen 100 TEUR BSV mit 50 TEUR bespart. Er wird zuteilungsreif im Sommer nächsten Jahres. Dazu derzeit ca. 3,5 TEUR bar. (Sparen im Monat derzeit ca. 1200 - 1500 Eur hinzu)

    Einkommen:
    (Er 31J / Sie 30J,verheiratet, noch keine Kinder - aber geplant)
    Er netto ca. 2700 EUR (ziemlich sicher)
    Sie netto ca. 600 EUR (gerade erst mit Studium fertig, unsicher / befristet / Kinderplanung - in 5 Jahren ca. 8TEUR Bafög-Rückzahlung fällig)

    Wir hatten mal kurz mit 2 Finanzberatern gesprochen - die "zufällig" ihre Büros bei ansässigen Bauunternehmen hatten. Die hatten beide gesagt das "sei alles gar kein Problem". Das erschien uns allerdings viel zu sorglos / "verkaufsorientiert" gedacht.

    Auf dem ersten Blick erscheint mir die Finanzierung eigentlich nicht sonderlich komfortabel. Die Frage ist also, können wir uns das wirklich leisten, oder müssen wir definitiv Abstriche machen? Wenn ich das Gehalt meiner Frau wegdenke, sollte die monatliche Belastung wohl 1300 Eur nicht übersteigen.

    Wir wohnen derzeit zu 400 Eur Kaltmiete und haben keinen Zeitdruck. Würden natürlich aber schon ganz gerne bald ein Haus haben.

    Wir könnte man eine Finanzierung sinnvoll aufziehen? Einfach jetzt alles auf einmal in Angriff nehmen und die niedrigen Zinsen nutzen und die Kaltmiete sparen? Oder wäre es sinnvoll vielleicht erstmal ein Grundstück zu kaufen und später erst zu bauen?

    Was sind "Meilensteine" die wir erreichen müssten, um die Finanzierung sicher zu machen? Wieviel EK sollten wir mindestens haben? Lohnt es sich eigentlich wirklich das BSV Darlehen zu nutzen?

    Viele Fragen :o

    mick
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ohne groß nachzudenken:

    300T€ abzgl. 50T€ EK wären 250T€ zu finanzierende Summe
    Davon 50T€ abhängig von den BSV Konditionen (Tarif?).

    Ich komme auf eine monatlichen Belastung zwischen etwa 1.200,- € und 1.700,- €. Das kommt auf die Gestaltung der Darlehen insbesondere des BSV an.

    Deine "Grenze" von 1.300,- € an monatlicher Belastung finde ich vernünftig. Das sollte passen.

    Wie man die Finanzierun jetzt aufzieht, und wie (bzw. ob ) man das BSV Darlehen einbindet, das müsste man einmal durchrechnen.
    Wie hoch wäre die Rate bei Inanspruchnahme des BSV Darlehens? Liegt Dir bereits eine Berechnung vor?

    Gruß
    Ralf
     
  4. th_viper

    th_viper

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    Hallo !

    1300 € ist nicht viel.
    Kleineres Haus, kleineres Grundstück. Man braucht weder 165 m² Wohnfläche noch 750 m² Grundtück, um sehr gut zu leben. Versucht halt, die Kosten erstmal niedrig zu halten. Bad/Küche kann man auch in 15 Jahren noch veredeln.

    bezgl. BaFöG:
    Es gab da mal eine Regelung, dass bei vorhandenen Kindern die Raten nicht weiter gezahlt werden müssen, und sich dennoch das Darlehen entsprechend reduziert. Bitte informieren, es könnte sich lohnen.
     
  5. #4 derengelfrank, 17. Juni 2008
    derengelfrank

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    ich komme zwar auf 330TEUR, kann aber an meiner Art der Berechnung liegen.
    Die evtl. Belastung wurde bereits genannt; dazu kommen zw. 150 und 250 EUR Nebenkosten / Monat (Müll, Grundsteuer, Straßenreinigung, Wasser, Strom, evtl. Gas etc), sollte nicht vergessen werden.
    BTW: Ist eigentlich "ca. 165" inzwischen eine Mindestgröße beim Hausbau? Oder reichen evtl. 140qm und ein 600 qm-Grundstück? Oder ist das in Bremen bereits Substandard?
     
  6. mick77

    mick77

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    Erstmal vielen Dank für die sehr schnellen Antworten!

    Mir ist schon bewußt, dass unsere Ansprüche / Preise nicht unbedingt niedrig sind. Aber wir sind ja auch noch erst in der Phase, einen Plan zu entwickeln.

    Vielleicht dazu mal unsere Gedanken: Bei dem Grundstück haben wir die Wahl, sehr weit auf's Land zu ziehen (ca. 50 km einfacher Arbeitsweg) - da wären wir was Preis und Größe angeht flexibel. Je näher ich an die Stadt komme, desto kleiner werden die Grundstücke - sie werden aber nicht billiger, sondern würden noch immer in etwa den genannten Preis kosten. Wenn man (wie wir) in das "nähere Umland" schaut, gibt es leider oftmals vorgeschriebene Mindestgrößen. Zwar ist also der QM-Preis günstiger, der Gesamtpreis aber nicht wirklich.

    Im Haus könnte man langfristig (wenn die Kinder, die es noch nicht gibt, groß sind und ausziehen) auch eine Einliegerwohnung realisieren. Gerade wenn ich irgendwann mal an Vermietung / Verkauf denke, stellt sich mir die Frage, welche Lagen / Ausstattungen / Größen einen günstigen Werterhalt bieten.

    Das Haus ist in der Tat derzeit großzügig dimensioniert. Dafür würde es aber auch 100% unseren Wünschen entsprechen. Sicherlich gibt es noch Sparpotential. Zunächst möchte ich aber versuchen für diese Gegebenheiten eine Finanzierung zu schaffen - wenn dies auf jeden Fall nicht funktioniert, werden wir Abstriche machen.

    Beim Bauspardarlehen sagt mir ein freundlicher Fuchs, dass es binnen 8 Jahren zu 4,09% eff. Zins zurück zu zahlen sei.

    Wenn ich die genannten Preise nicht reduzieren kann, wieviel EK sollte dann vorhanden sein, um es sicherer zu gestalten? Wie beurteilt Ihr die steigenden Zinsen / steigende Baukosten, wenn wir jetzt vielleicht noch 1 Jahr warten, dafür aber 10-15 TEUR mehr EK hätten?
     
  7. drulli

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    Beim auf's Land ziehen auch bedenken, dass wahrscheinlich 2 Autos finanziert werden müssen. Und die Kinder wollen später auch mobil sein. Und die demoskopische Entwicklung spricht nicht gerade dafür, dass auf dem Land die Immobilienpreise stabil bleiben, geschweige denn steigen.
    Wir standen vor der gleichen Entscheidung und haben uns für die Stadt entschieden. Dann blieb halt nur eine DHH auf einem kleinen Grundstück (ca. 350 m²). Aber der Rasen ist groß genug zum Badminton spielen. :)
    Und dazu zwei Terassen, Gartenhaus und PKW-Stellplatz. Das reicht uns.
    Grüße!
    Drulli
     
  8. drulli

    drulli

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    Darum bin ich auch für die Abschaffung der Pendlerpauschale :)
     
  9. th_viper

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    Wenn du wissen willst, welche Summe du dir leisten kannst oder willst, musst du dir diese Frage beantworten:

    Wieviel bin ich bereit für meine Finanzierung zu bezahlen? z.B. 57 % ,75 % oder gar 110 % des Darlehensbetrages (entspricht Tilgung 3% 2% oder 1% bei mal angenommen 5 % effektiv)

    1300 sind wohl erstmal fix.
    Bauspardarlehen in 8 Jahren zurückgezahlt ergibt aber auch schon ne ganz hohe Rate.
     
  10. #9 Niederbayer, 17. Juni 2008
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    Oba sunst gehts da scha nu guad oda ?? Wer sowos sogt is ned wert das a d' Welt dascheist.

    Gruß aus Niederbayern
     
  11. Thomas B

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    Hausgröße...

    Moin!
    .
    Einer meiner Vorredner hatte es ja schon geschrieben: Überdenke doch bitte die Hausgröße. 165 m² sind wirklich sehr ordentlich. Beispiel (letztes Jahr realisiert): Familie mit drei Kindern, Wohnfläche 140 m², 3 KiZi, Eltern SZ, Gästezimmer, Küche, Wohn-Eßzimmer.

    Fazit: Völlig ausreichend.

    Die deutsche "Standardgröße" für ein EFH liegt aus meiner Erfahrung bei 120 - 125 m²: Famlie mit zwei Kindern. Haut eigentlich platzmäßig auch immer hin.

    Insofern könntet Ihr also m.E. problemlos 25-30 m² Wfl. einsparen.

    Die Überlegung mit der ELW...tja...ein netter Gedanke, aber die Lebensrealität sieht zumeist anders aus, da -so habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht- Hausbesitzer, die 20 Jahre ihr Haus alleine haben nutzen können sich häufig sehr schwer tun dieses auf einmal mit jemandem teilen zu müssen. Im OG herumtrampelnde Kinder mögen Musik in den Ohren der Eltern sein....wenn es denn die eigenen sind.

    Daher würde ich diese Überlegung hintenan stellen. wer weiß was in 20 Jahren ist.

    Vielleicht überlegt Ihr Euch mal ein Raumprogramm und die dazugehörigen gewünschten Zimmergrößen.

    Gruß

    Thomas
     
  12. mick77

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    Ok, vielen Dank, ich denke ich habe die Einwände / Tendenz verstanden.

    Um wieviel Eur sollte ich den Gesamtpreis reduzieren, um die Finanzierung sinnvoll gestalten zu können? Oder andersherum - wieviel EK sollte wir mitbringen?

    Und ich möchte noch mal eine Eingangsfrage aufgreifen: was haltet Ihr davon zunächst nur das Grundstück zu kaufen - dann vielleicht 1-2 Jahre zu warten bevor man wirklich baut?
     
  13. #12 derengelfrank, 18. Juni 2008
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    Das Grundstück zuerst zu kaufen (= überschaubare Belastung) und später zu Bauen dürfte in Deinen Fall eine gangbare Lösung sein (steigen oder fallen die Grundstückspreise?).
    Rechnet einfach mal mit einem nach Abzug von Finanzierung und Warmmiete übrigbleibendem Netto von 1500 EUR, dann ergibt sich automatisch die max. Summe die ihr finanzieren könnt.
    Stellt euch auch mal die Frage, ob ihr wirklich selbst bauen wollt.
    wie wäre es damit?
     
  14. th_viper

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    Ihr wollt Kinder, das kostet halt. Ob und wieviel deine Frau dazuverdienen kann, ist fraglich. In dieser Situation würde ich mich nicht mit einem teureren "Wunschhaus" belasten, sondern ein eher kostenoptimiertes Objekt bauen. 120 m² Wohnraum auf einem tendenziell kleineren Grundstück dürfte auch für 4 Personen ausreichen. Raum wird oft überbewertet.

    Finanzierung dann ausgelegt auf rund 20 Jahre. Das macht eine Darlehenssumme von ca. 200.000 €. Da mit sollte man ein kleines Haus bauen können. Bekommt ihr bei Euch für Euer Eigenkapital ein Grundstück?

    Ob sich 1-2 Jahre Warten lohnt ? Ich glaube eher nicht.
    Hätte ich 2 Jahre gewartet, wäre es für mich wesentlich teurer geworden.
     
  15. #14 bcolumbia, 28. Juni 2008
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    meine Empfehlung

    Lieber mick,

    machs doch so:
    a)du schaust zuerst mal was du in den letzten Jahren Monatlich gespart hast. Dazu zählst Du deine jetzigen Mietausgaben (ohne BK), das ganze ist die maximale Summe/Monat welche Du aufbringen kannst.

    b)du startest Excel, machst eine Tabelle auf in der du Zinssatz, Kredithöhe, Tilgung + Laufzeit abbildest und dann lässt du dich überraschen was da rauskommt.

    Ich empfehle Dir ferner zu überlegen in welcher Zeit du Schuldenfrei sein willst (wer weiss schon ob er seinen Job 15 Jahre oder länger Ortsnah erhalten kann ?)
    Also eine für dich beruhigend kurze Laufzeit annehmen und wieder von Excel "überraschen" lassen.

    Btw: Schau dir mal deinen Gesamtaufwand an bei langen Laufzeiten.

    So bekommst Du relativ rasch eine Vorstellung auf was Du dich einlässt, bzw. einlassen müsstest.

    Wenn du ein kleines Programm schreibst kannst Du ja noch so Gags wie vergünstigten KFW Kredit u.ä einbauen. Ist auch sehr Interessant mal unterm STrich zu ermitteln was dir das verbilligte Darlehen (50k€) über die Laufzeit an Ersparnis bringt.
     
  16. mick77

    mick77

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    Vielen Dank für Eure Hinweise bisher.

    Unserer Schlußfolgerung sieht eigentlich jetzt so aus:
    Sowohl beim Grundstück als auch beim Haus werden wir sparen. Insgesamt vermutlich ca. 30 - 35 TEUR, ohne "zu sehr" von unserem Ideal abzuweichen.

    Derzeit prüfen wir ein Angebot für ein konkretes Grundstück für 76 TEUR inkl. NK. Da wir wohl frühestens 2009 mit dem Bau beginnen werden, ergibt sich allein daraus die Möglichkeit mehr EK anzusammeln (bzw. in die Tilgung für das Grundstück zu stecken). Früher könnten wir vermutlich eh nicht bauen, da die eigentliche Hausplanung auch noch ansteht.

    Deutlich länger als "irgendwann in 2009" wollen wir nicht warten, da die Zins- Baupreisentwicklung / monatliche Kaltmiete den Effekt des höheren EK m.E. kaputt macht.

    Die "normale" Ratenhöhe wird allerdings weiterhin bei 1300 Eur liegen, da ohne Einkommen meiner Frau gerechnet. Solange sie Einkommen hat, freuen wir uns und werden sondertilgen. :)


    mick
     
  17. FlorianB

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    Kosten

    Hallo,

    ich plane ja auch grade den Bau, und habe da mal eine Frage zu Deinen Kosten, wenn Du ein Grundstück für 76T€ inkl. NK hast, bist Du Dir dann auch sicher das die folgenden Kosten alle drin sind? (stammen aus meiner Kostenliste)

    Diverse Nebenkosten:
    Grunderwerbssteuer
    Notar- /Gerichtskosten
    Erschließungsgebühren
    Baugenehmigungen
    Vermesser - Teilung
    Vermesser - amtlicher Lageplan
    Vermesser - Gebäudevermessung
    Vermesser - Abstecken für Baufirma, macht evtl. auch Polier
    Bodengutachten
    Bauwesenversicherung
    Baustrom/Bauwasser

    Macht bei uns zusammen 27.000EUR. Ohne Makler etc.

    Haus rechne mal so mit 165.000€ (ohne Keller!) plus Küche (~7), plus Terasse (~2) plus Zaun(Kollege hat grade 10T ausgegeben) plus Außenanlagen (~5), plus Garage/Schuppen plus neue Möbel (wenigstens wenige), plus Lampen (habt ja vorher ne kleine Wohnung, danach ein riesen Haus zu beleuchten, plus plus....

    Hoffe Du hast eine vernünftige Kostenaufstellung gemacht und nix vergessen. Zumindest nicht so viel. Ich habe mal mit 200.000€ komplettpreis gerechnet, mitlerweile würde ich mich freuen wenn ich bei 260.000EUR rauskommen würde. Die Nebenkosten sind einfach nicht zu unterschätzen.

    Ansonsten denke ich sind 170m² nen bissel viel, aber nicht aus der Sicht der Steine, sondern der Ausstattung und Beheizung! Putzen muss man die übrigens auch. 750-1000m² Grund müssen auch gepflegt werden, ich weiß nicht ob Du das nicht unterschätzt. Meien Eltern haben 400m² Grundstück und gießen im Hochsommer täglich 1,5 Stunden mit den Gartenschlauch die ganzen Pflanzen (zugegeben, sie haben viele Planzen).

    Weiterhin muss ich sagen das ich ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen nie und nimmer 50km von meiner Arbeitsstätte (wenn sie denn sicher ist) wegziehen würde. Was das an Benzin bei 1.58 den Liter im Monat verballert...
    Rechnen wir mal. 7,5L auf 100km, macht bei 50 hin und 50km Rückweg täglich 11,85EUR an Spritkosten. multipliziert mit 220 Arbeitstagen im Jahr komme ich auf 2.607EUR Spritkosten. Ohne Spritpreissteigerung!

    Naja, muss jeder selber wissen.... (und bezahlen können)

    Good luck!

    Florian
     
  18. mick77

    mick77

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    Hallo Florian,
    danke für Deinen Beitrag.

    Also die 76 TEUR inkl. NK für das Grundstück! Dieses konkrete Grunstück ist voll erschlossen und bereits vermessen. Mit NK meinte ich in diesem Fall Notar / Gericht und die Grunderwerbssteuer. Courtage fällt keine an.

    Du hast viele wichtige Faktoren aufgezählt. Die gehören für mich allerdings zu den BAUnebenkosten. Die haben wir ZUSÄTZLICH noch mit 45TEUR kalkuliert.

    Und eine unserer Bedingungen war ja gerade, dass ich KEIN 50Km Weg zur Arbeit habe! Aus den von Dir genannten Gründen :biggthumpup:
     
  19. HolgerS

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    ...interessante Aufzählung von Einzelpunkten...Danke dafür.

    Aber: Woher wisst ihr alle so genau, dass euer Arbeitsplatz die kommenden 25...30 Jahre in der Nähe des Haues bleibt? Ich glaube, die Zeiten, wo man davon ausgehen konnte, sind vorbei...

    Grüße, Holger
     
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  21. FlorianB

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    mick77,

    na mensch, dann habt ihr ja günstige Grundstückspreise. Darf ich mal fragen was bei euch der m² kostet? Also ohne Erschließung, halt Bauland....

    Ansonsten, fein, fein, dann passt das ja. Wünsch Dir gutes Gelingen!
    bye
    Florian
     
  22. mick77

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    Günstige Grundstückspreise ist doch wohl immer relativ. Mein Schwager hat in der norddeutschen Prärie 35 Eur / m² gezahlt. :wow

    Im "näheren Bremer Umland" liegen wir jetzt bei ca. 100 Eur / m² und damit der Meinung meines Schwagers bereits fern ab von gut und böse! :mauer

    Bewege ich mich noch ca. 5 Km auf die Stadt zu in eine (Maklerdeutsch:) "begehrte Wohnlage" am Stadtrand liege ich schon mal bei 200 Eur / m².

    mick
     
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