Was kann noch auf uns zukommen?

Diskutiere Was kann noch auf uns zukommen? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo an alle, Wir stehen derzeit vor der Entscheidung, uns einen Altbau zu kaufen. Das Haus ist knapp über 100 Jahre alt, Denkmalschutz...

  1. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Hallo an alle,

    Wir stehen derzeit vor der Entscheidung, uns einen Altbau zu kaufen. Das Haus ist knapp über 100 Jahre alt, Denkmalschutz besteht jedoch nicht, da das Haus seinerzeit woanders stand, abgetragen wurde und am jetzigen Standort wieder aufgebaut wurde.
    Das Dach besteht aus Naturschiefer.
    Grundstücksgröße liegt bei nicht ganz 800 qm.

    Die Wohnfläche im unteren Teil beträgt 180 qm und wurde vor 4 Jahren komplett saniert und modernisiert, sprich Elektro, Heizung, Badezimmer, Dämmung etc.
    Zusätzlich wurden Anschlüsse für einen wasserdurchströmenden Ofen und Solaranlage gelegt, den Ofen würden wir auch direkt einbauen lassen um die Nebenkosten zu senken.

    Im oberen Bereich ist eine Einliegerwohnung von rund 65 - 70 qm im Rohbauzustand. Hier muss wirklich noch alles gemacht werden, inklusive neuer Fenster, Leitungen, eben wortwörtlich alles.
    Diese Wohnung müssen wir eben auch fertig machen, da meine Mutter mit einziehen wird.
    Wir können alles bis auf Elektro selber in Eigenleistung erledigen.

    Zusätzlich bestehen noch Ausbaumöglichkeiten im Boden und Spitzbodenbereich sowie im ehemaligen Stallgebäude, dass von unserer Wohnung zu betreten ist.

    Sprich, unser Wohntrakt wäre einzugsbereit und fertig so wie er ist, nur die 70 qm oben müssen wir sanieren.

    Das Haus als solches kostet uns 155000 Euro, für die Sanierung haben wir, zusammen mit einem Gutachter, 30.000 veranschlagt.

    Das Haus ist ein absoluter Traum, nur habe ich Sorge, dass mich irgendwelche Mängel erwarten, die weder ich noch der Gutachter sehen konnten.

    Hat irgendjemand Erfahrungswerte, die er mit mir teilen kann und ist der Kaufpreis/Kosten für Sanierung wirklich realistisch?

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

    LG Purity
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Neutal

    Neutal

    Dabei seit:
    12. Dezember 2011
    Beiträge:
    4.181
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Zimmermeister
    Ort:
    Lüneburg
    Benutzertitelzusatz:
    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Ich denke 30000 sind recht optimistisch gerechnet. Vielleicht nochmal schreiben was ihr unter sanierung versteht. Kompltter Ausbau des Dachgeschosses mit Wärmedämmung, Fußboden, Heizung, Wänden und eventuell einem Bad? Wir nichts werden...
     
  4. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Sind das 30T€ für die untere Wohnung, oder die Wohnung im OG die sich noch im Rohbauzustand befindet? Oder für den Ausbau des Spitzbodens?

    Zuerst mal klingt es so, dass es nur für die Wohnung im OG ist. Dann können 30T€ ganz schnell versenkt werden, trotz Eigenleistung. Ich würde hier nicht mit pauschalen Zahlen rechnen, sondern mich hinsetzen und genau planen was erforderlich ist. Es würde mich nicht wundern, wenn dafür auch 50T€ nicht ausreichen. Es kommt natürlich auch darauf an, welche Ansprüche umgesetzt werden soll. Genügt der Billiglaminat für 5,- € vom Discounter, oder soll ein Boden für 50,- €/m2 rein, aber vor allen Dingen das Thema Sanitär und Heizung würde ich nicht unterschätzen.

    Ich hoffe Ihr habt ausreichend Zeit für die erforderliche Eigenleistung. In so einer Wohnung kann man schnell viele Hundert Arbeitsstunden versenken. Rechnet man das auf Wochenenden und Urlaubszeiten hoch, dann sind ruckzuck 2 Jahre vorüber bis die Wohnung bezogen werden kann.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Das ging ja fix, danke euch :)

    Alsooo, die 30000 sind für die obere Wohnung gemeint.
    Dämmung lassen wir erstmal außen vor, wir würden 1 Jahr drauf eine Außendämmung vornehmen (kalkulieren dafür 90 € pro qm ein - in Ordnung?).

    Heizung Sani ist wahrscheinlich nicht das Ding, verhandeln noch mit dem Verkäufer aus, das er das übernimmt (Selbständig in dem Bereich).
    Wir müssen den Boden hochnehmen wg Trittschutz. Badezimmer kalkulieren wir mit 5000 ein, Küche 2500. Bei der Elektrik würden wir schon mal selbst "schlitzen", so dass wirklich nur noch Kabel durch müssen und angeschlossen werden müssen etc..
    Wir werden nicht das teuerste vom teuersten einbauen, aber klar auch keinen Plunder.
    Das Gute ist, wir haben circa ein halbes Jahr Zeit bis wir einziehen können, viel Kleinkram kann man also schon vorher kaufen damit man nicht so viel von den 30' für sowas verschwendet werden ms.

    Das meiste der Arbeit wird Familienintern erledigt. Da haben wir so unseBauexperten, (Frührentner) die sich im wahrsten Sinne nichts schöneres vorstellen können, als den ganzen Tag in der Wohnung rumzureißen.

    Sorry wenn ich viele Fragen schon von vornherein vergesse zu erläutern, habe nicht so die Erfahrung mit Foren...

    VG
     
  6. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Das kann passen. Kommt halt darauf an, was an WDVS umgesetzt werden soll bzw. umgesetzt werden kann. Hier gibt die EnEV schon mal die Richtung vor. In den meisten Fällen bedeutet das dann ab 14cm Dämmung aufwärts. Das liest sich erst so leicht, aber der Teufel steckt im Detail. Kritisch sind dann oftmals Anschlüsse an Fenster etc. und das kann einem das Leben schwer machen (und Kosten produzieren).
    Hier gilt, wie bei vielen Gewerken, dass die Materialkosten nur eine Position auf der Rechnung sind.

    Wie wird das Haus beheizt?

    Na ja, wenn die das auch fachgerecht machen können, dann ist gut. Wenn nicht......

    Gruß
    Ralf
     
  7. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Das mit der Außendämmung haben wir von einem Bauunternehmer checken lassen von dem wir es auch ausführen lassen würden.

    Das Haus wird zum einen mit einer Gasheizung von 2008 beheizt, dazu noch ein Ofen im unteren Bereich.

    In der oberen Wohnung würde auch noch ein Ofen eingebaut werden und ein wasserdurchstömender Ofen würde wie gesagt unten noch hinkommen, Anschlüsse dafür sind ja schon gelegt.

    Und die Helfer haben ihr Leben lang auf Hausbaustellen gearbeitet, zum Glück müssen wir uns da wohl nicht so große Gedanken machen. (... Hoffe ich ;) )

    Ich bin für jeden Anstoß und Hinweis dankbar, ist ja doch ein großer Schritt so ein Hauskauf und so viel zu beachten wo man selber gar nicht so dran denkt...

    VG
     
  8. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Das ist gut. Ich hoffe er hat das auch richtig gemacht. Nach EnEV 2009 ist ein U-Wert von 0,24W/m2K zu erreichen bzw. zu unterbieten.

    Wenn eine Gastherme eingesetzt wird, und sehr wahrscheinlich Heizkörper, dann dürfte auch das Thema Bodenaufbau (darauf wollte ich hinaus) nicht so schwierig werden.

    Elektroinstallation dürfte keine Herausforderung sein. Ich würde auf jeden Fall vom Zählerschrank eine Leitung in die obere Wohnung ziehen lassen, und dort eine Unterverteilung aufbauen. Von da kann man dann die einzelnen Räume versorgen. Später lässt sich dann auch einfach ein weiterer (Unter)Zähler installieren, sofern gewünscht.
    Das gilt in ähnlicher Form auch für die Wasserversorgung und Heizung. Hier würde ich so installieren lassen, dass man einfach Zähler nachrüsten kann. Mag sein, dass das heute nicht gebraucht wird, aber wer weiß was in xx Jahren notwendig wird.

    Bei einem wasserführenden Ofen sollte man ein sinnvolles Konzept ausarbeiten. Ich gehe mal davon aus, dass Holz in großen Mengen zur Verfügung steht.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Die Kabel und Leitungen wurden zum Glück bereits nach oben gelegt. Der Inhaber wollte die obere Wohnung eigentlich auch ausbauen und hat deswegen, als er den unteren Bereich saniert hat, bereits daran gedacht die Leitungen nach oben zu verlegen.

    Wir haben einen sehr guten Preis für Raummeter Holz die wir jetzt schon beziehen. Auch das haben wir bereits eingerechnet damit uns das nicht noch am Ende auffrisst.

    Wie viel würde es denn überhaupt einsparen wenn wir den wasserdurchstr. Ofen nutzen/einbauen? Macht es sich aufs Jahr gesehen arg bemerkbar? Oder ist das pauschal schlecht zu beantworten?
    Um ehrlich zu sein habe ich mich vordem noch nie mit dieser Methode beschäftigt und im Netz sind die Informationen auch noch recht spärlich besät...
     
  10. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Na hoffentlich hat er da nicht nach Sparfuchs Manier gebastelt. Alle Leitungen sollten an einem Punkt zusammenlaufen wo man später einen Zähler o.ä. setzen kann. Wenn das nicht der Fall ist, dann darfst Du später wenn wirklich getrennt werden soll wieder Leitungen ziehen.

    Das ist gut. Besser wäre wenn Du einen eigenen Wald hättest. Bei uns haben sich die Preise für Brennholz in den letzten Jahren fast verdoppelt. Nachdem jeder mit einer Kettensäge im Wald rumrennt sind auch da die Preise gewaltig gestiegen, und wenn man für ofenfertiges Holz erst einmal 80,- €/Ster auf den Tisch blättern muss macht´s keinen Spaß mehr.

    Das hängt davon ab wie intensiv der Ofen genutzt wird, und wie teuer das Holz ist. Die Arbeit müsste man zwar auch rechnen, aber das macht sowieso niemand.

    Gruß
    Ralf
     
  11. tanzbaer

    tanzbaer

    Dabei seit:
    14. August 2010
    Beiträge:
    667
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl-Ing
    Ort:
    Oberursel
    Bezüglich der Zähler. Warum später? Vermietung an Verwandte kann doch steuerlich interessant sein.
     
  12. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Also vielen Dank schon mal für die ganzen Antworten!

    Hmm das weiß ich gar nicht so genau mit den Kabeln. Aber ich hab gesehen, das in einem Raum ein "Loch" im Boden ist, aus dem ein ganzer Schwung Kabel rauskommt. Ist es das was du meinst?

    Mit einem eigenen Wald kann ich leider nicht aufwarten, aber ein Arbeitskollege, von dem wir es eben beziehen.

    Also wenn wir den Ofen schon haben, dann benutzen wir ihn auch will ich meinen :D Ich muss mich da glaub ich noch mal mehr mit befassen schätze ich.
     
  13. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Wie gesagt, der Preis ist entscheidend. Dann kommt die Nutzung hinzu. Wenn so ein Ofen mal intensiv genutzt wird, dann muss man auch einige Kilo Holz schleppen, und zwar täglich. Da vergeht Vielen nach einiger Zeit die Lust. Je nach Hausgröße und Nutzung gehen schnell mal 10 Ster pro Winter durch den Schornstein. Wenn man dann noch das Holz für viel Geld zukaufen muss, fragt man sich ganz schnell, wozu man überhaupt den Kram durch die Gegend schleppt.

    Deswegen genau überlegen und planen. Dann hat man auch Freude daran.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  15. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Unbedingt!
    Ich würde den Ofeneinbau erst einmal zurückstellen.
    Insbesondere, da ja schon ein nicht wasserführender Ofen vorhanden ist und ein weiterer für die Einliegerwohnung hinzukommen soll.

    Erst die obere Wohnung fertigmachen.
    Und dann einige Winter Erfahrung sammeln im DURCHGÄNGIGEN Holzzuheizen. Das ist etwas völlig anderes als ab und selten mal ein Gemütlichkeitsfeuerchen...

    Dabei die ELW bitte gleich mit separaten Zählern ausstatten. Für Strom (dort am besten ein eigener VNB-Zähler), Kalt- und Warmasser sowie Heizung. Zumindest die Vorrüstungen unbedingt gleich mitmachen!
     
  16. Purity

    Purity

    Dabei seit:
    16. Februar 2013
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellte
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Nene, unten ist nur ein Kaminofen, die Anschlüsse für den wasserführenden Ofen sind*nur schon gelegt. Und oben soll auch nur ein "normaler" Kaminofen hin.

    Sorry wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe.

    Das mit den Zählern werde ich auf jeden Fall berücksichtigen, danke dafür :)
     
Thema:

Was kann noch auf uns zukommen?

Die Seite wird geladen...

Was kann noch auf uns zukommen? - Ähnliche Themen

  1. Was könnte auf mich zukommen (Baulast/Kosten)?

    Was könnte auf mich zukommen (Baulast/Kosten)?: Hallo Leute, nach langer Zeit habe ich mal wieder ein kleines Anliegen. Ich habe vor mein Grundstück zu erweitern. Meine Grenze läuft...
  2. Dachgechoss im Rohbau, was denkt ihr was da an kosten auf uns zukommen.

    Dachgechoss im Rohbau, was denkt ihr was da an kosten auf uns zukommen.: Hallo ihr lieben :) Wie sind schon seit langem dabei ein Haus zu suchen und denken nun nach 2 Jahren auch das passende gefunden zu haben. Das...