Was nun???

Diskutiere Was nun??? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen! Folgender Sachverhalt: bereits vor einigen Wochen wurde bei uns der Estrich gelegt. Im Badezimmer hat der Estrichleger für die...

  1. #1 Fliesenanton, 28. Dezember 2005
    Fliesenanton

    Fliesenanton Gast

    Hallo zusammen!

    Folgender Sachverhalt: bereits vor einigen Wochen wurde bei uns der Estrich gelegt. Im Badezimmer hat der Estrichleger für die Badewanne (180x80cm) eine Aussparung vorgesehen. Diese war jedoch zu knapp bemessen. Die Sanitärfirma hat anschließend angezeichnet, wie groß die Aussparung tatsächlich (mindestens) sein muss, damit sie anschließend problemlos die Wanne einsetzen können. Hierauf haben wir dann nochmals den Estrichleger kommen lassen, der dann gem. der Anzeichnung der Sanitärfirma noch Teile vom Estrich weggeflext hat. Uns wurde gesagt (von Sanitärfirma und auch Estrichleger), dass nach dem Wanneneinbau die verbleibende Fuge vom Fliesenleger angearbeitet werden muss.
    Nun hat der Fliesenleger festgestellt, dass diese Fuge aber noch eine Breite von ca. 10cm haben wird. Und dies ist ihm einfach zu viel. Er hat nun bedenken, dass hier das Risiko nun wesentlich größer ist, dass evtl. mal eine Fliese reißt und er in diesem Fall dann haftbar gemacht wird. Daher möchte er nun nicht den Estrich anarbeiten und verlangt, dass dies der Estrichleger macht. Wenn ich den aber extra nochmal kommen lasse, wird das wesentlich teurer, als wenn´s der Fliesenleger machen würde.
    Der Fliesenleger sagt: klar kann ich euch die Fuge an der Wanne entsprechend anarbeiten und anschl. drüberfliesen; aber wenn dann irgendwann mal ´ne Fliese in diesem Bereich reißt, dann stehe ich dafür nicht gerade...!!!
    Was sollen wir denn nun machen???? Ist das Verhalten des Fliesenlegers korrekt??

    Bitte um eure Hilfe!

    Danke + Gruß,
    Fliesenanton
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 28. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Jaaaaaaaaa...

    der Fliesör verhält sich saugut. :respekt diesem Meister seines Fach - zumindest in diesem Punkt.
    Ich würde mal sagen, Bauherr und Sanitöter teilen sich die Kosten für das Anrbeiten des Estrichs incl. Fugenverdübelung.
    Der Bauherr, weil der dem Estrichleger kein korrektes Maß angegeben hat und die Maßangabe des Sanitöters stumpf und unkontrolliert dem Estrichleger vorgegeben hat. Wer Planungskosten spart, zahlt halt anderswo.
    Und der Klempner, weil er in seiner Bequemlichkeit und Überheblichkeit den Ausschnitt von zu klein (war er überhaupt WIRKLICH zu klein) auf arbeitserleichternd zu gross angezeichnet hat.
    Ausser, die Wanne wär in keinem Fall mit einem kleineren Ausschnitt reingegangen. Dann trägts der Bauherr alleine, weil sowieso-Kosten sind.
    MfG
     
  4. #3 Fliesenanton, 28. Dezember 2005
    Fliesenanton

    Fliesenanton Gast

    Ja, ich kann den Fliesenleger ja schon irgendwie verstehen, aber: mir geht´s jetzt primär nur um das Risiko der Fliesenbeschädigung: ist dies denn nicht in beiden Fällen gleich groß??? Oder ist der angearbeitete Estrich des Estrichlegers qualitativ besser? Grundsätzlich werden doch beide (Estrichleger + Fliesenleger) nach dem gleichen Verfahren arbeiten, oder etwa nicht....?
    Und wenn dann halt wirklich mal ´ne Fliese reißt (was ich nicht hoffe)....ja mann, dann muss ich sie eben austauschen! Aber so gesehen, könnten mir an der Wand doch auch Fliesen reißen; und da würde der Fliesenleger doch auch sagen: ja ne, mit meiner Arbeit kann das aber wohl kaum was zu tun haben. Da es sich ja um einen Neubau handelt, sind die Risse an der Wand sicherlich damit zu begründen, dass sich das Haus noch verschoben/gesetzt hat etc....und da kann ich ja wohl nix für!!
    Und dann haben wir ja auch noch eine Stelle im Bad, wo bereits vor Wochen mal der Estrich gerissen, ja sogar gebrochen ist, da der Fließestrich wohl unter die Rohre gelaufen ist...der Estrichleger kam natürlich sofort, und hat kostenlos verharzt; allerdings auf meine Nachfrage, was nun mit der leichten Höhendifferenz ist, geantwortet: die gleicht der Fliesenleger aus, da macht er halt ein bisserl mehr Kleber drunter und fertig. Und wenn nun genau in diesem Bereich ´ne Fliese reißt??? Was´n dann???
     
  5. Berni

    Berni

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    Tach Fliesenanton,

    wenn über dem verharzten Riss ne Fliese reißt, hat der Estrichleger die A.-Karte.

    Mit dem ausgesparten Estrich an der Wanne Sie.
    Dumm gelaufen.
    Der Fliesenleger ist sich eben sehr unsicher, wie er sich bei AFE verhalten soll.
    Anhydrit ist nicht das Material, welches er jeden Tag verarbeitet.
    Es ist ein großer Unterschied, ob ein Riß verharzt wird, der noch eine völlig intakte Vezahnung hat, oder ein Estrich als schmaler Streifen an eine Estrichplatte angearbeitet werden muß, welche eine völlig gerade und glatte Kante hat.
    Sowas ist mit Sicherheit nur durch Verbindungseisen zu bewerkstelligen.
    Ist natürlich schwer in einem dünnen Estrich.
    Nicht als Bauherr hinter her schreien, sondern sich vorher mal nen Kopf machen oder machen lassen. Dann hätte man spätestens beim aufstellen der Wanne ein paar Löcher für Verbindungseisen bohren können.
    So würde ich als Estrichleger nicht einmal eine Gewährleistung für das Verharzen übernehmen.

    Gruß Berni
     
  6. Rolf

    Rolf

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    Das sehe ich anders. Man kann nicht alles wissen. Dafür beauftragt man ja die Fachleute. :motz

    Daran kann es ja nicht scheitern. Wenn der Klemptner einsieht, dass er nicht ganz unschuldig ist, dann nimmt er die Wanne auch kostenlos nochmal hoch.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Fachleute...

    sind aber nur für ihr Gebiet Fachleute. Hier hat ja wohl das Oberfachleut gefehlt. Und der Klempner sieht bestimmt nix ein - sonst hätt er den Ausschnitt gar nicht erst zu gross gemalt.
    MfG
     
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