Wasser durch Kellerfenster - Trocknung

Diskutiere Wasser durch Kellerfenster - Trocknung im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo Experten Ich baue gerade mit einem Bauträger eine Doppelhaushälfte. Da er noch immer nicht die Lichtschächte an den Fenstern angebracht...

  1. #1 Torsten Flieger, 2. Juli 2011
    Torsten Flieger

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    Hallo Experten

    Ich baue gerade mit einem Bauträger eine Doppelhaushälfte. Da er noch immer nicht die Lichtschächte an den Fenstern angebracht hat aber schon den Estrich drin, ist bei einem starken Regen Wasser durch die Fenster gelaufen.
    Unter dem Estrich steht jetzt seit Wochen oder Monaten ca 2 cm hoch das Wasser und alle (verputzten) Wände im Keller ziehen bereits Wasser bis in eine Höhe von ca 20 cm.
    Als er endlich eingesehen hat, dass das keine "normale" Baufeuchte ist, hat er gesagt, er würde eine Spezialfirma beauftragen, die den Estrich an mehreren Stellen anbohrt und dann über 4 Wochen Luft zum Trocknen rein pustet.

    Jetzt meine Fragen:
    Ist dieser Schaden völlig ohne Wertminderung zu richten ?
    Reichen 4 Wochen hier wirklich aus (wir sind schon im Verzug) ?
    Von dem Bekannten eines Nachbarn habe ich gehört, dass hierbei Restfeuchte im Styropor verbleiben kann, die später für Muff im Keller sorgt.

    Mein Sachverständiger vom BSB kommt erst am Dienstag.
    Hoffe Ihr könnt mir vorher schon etwas sagen.
    Erfahrungen ?

    Danke
    Torsten
     
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  3. #2 Halbwissender, 2. Juli 2011
    Halbwissender

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    Wenn Wasser durch die Kellerfenster kommt und Lichtschächte fehlen, würde ich grundsätzlich mal über den Lastfall 6 der DIN 18195 nachdenken (oder Beanspruchungsklasse 1 der WU - Rili). Also drückendes oder zeitweise drückendes Wasser. Wenn ein jetzt ein ausreichender Versickerungsbeiwert vorliegt würde da eher weniger Wasser einlaufen, da auf versickerungsfähigem Boden nichts aufstaut und läuft (Es sei denn oberflächlich verschlammt). Somit müssten auch die angedachten Lichtschächte in Art und Ausführung geprüft werden.

    Je nachdem wieviel Wasser wie lange unter der Dämmschicht gestanden hat gehört entweder zur Trocknung eine Dämmstoffdesinfektion, gegebenenfalls ist sogar eine Teilentfernung des Wandputzes notwendig weil sich bei Betonwänden (wenn welche vorliegen) der Haftgrund verabschiedet haben könnte oder eine SPorenbelastung es Putzes vorliegt.

    Bei den "SV" des BSB aufpassen das die etwas schiftlich geben und auch dafür haften... den i.d.R. beauftragt man ÜBER den BSB jemanden und nicht den BSB. Die ziehen sich im Regelfall bei Haftungen in ihr Schneckenhaus der "Teilbeauftragung" zurück.
     
  4. svjm

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    Wie immer...

    ...die Frage nach dem Estrichaufbau und ob eine Trocknung tatsächlich möglich ist, um die vereinbarten Eigenschaften zu erreichen.

    Mit freundlichem Gruß
    svjm
     
  5. #4 Torsten Flieger, 3. Juli 2011
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    Es ist schwimmender Zementestrich, unter dem in einem Raum eine FBH liegt. Darunter Schweißbahnen. In den anderen Räumen im Keller nur schwimmender Estrich wegen gleichem Niveau.

    @Halbwissender:
    Was meinst Du mit "SV"
    Sind die Jungs vom BSB eher breiter aufgestellt und dafür nicht so gut im Detail ?
    Ich würde eh vom Bauträger ein Fach-Gutachten eines unabhängigen Gutchters verlangen, der dann auch haftet.
    Kann man den Putz auf Sporen prüfen ? Ich meine bevor er anfängt zu blühen.

    Die Außenwände sind aus Beton. Die Innenwände aus KS
    Warum löst sich der Haftgrund ?
     
  6. #5 susannede, 3. Juli 2011
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    Vorab - Bauträger !
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=7445

    weiterhin:

    1. Wieso läuft Wasser durch die Kellerfenster - staut es sich davor auf...daran würden auch die Lichtschächte nichts ändern, oder doch ?

    2. Wie lange steht das Wasser schon - je länger, desto verkeimter/versporter!

    3. Die Firma würde zuerst das Wasser absaugen und dann trocknen. 4 Wochen könnten reichen.

    4. Rechtsanwalt - Baufachrecht ! Siehe oben: vorab!

    5. Bei richtig und ausreichender Trocknung nein.
    Jedoch sind die KS-Wände, die jetzt im Fußbereich vollgesogen sind, enorme Wasserspeicher.

    Sporen und Keime (Bakterien) kann ein Baubiologe nachweisen. Probenentnahmen auch durch die Bohrlöcher des Estrichtrockners aus dem EPS und Untergrund.

    Aber bedenke: Du baust nicht - Du kaufst !!!

    Nachtrag: SV heißt Sachverständiger
     
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