Wasser im Keller: Bitumenabdichtung? Kiesaufschüttung? Bodenvergelung?

Diskutiere Wasser im Keller: Bitumenabdichtung? Kiesaufschüttung? Bodenvergelung? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, in unserem Mehrfamilienhaus (BJ 72) tritt seit ca 2-3 Jahren Wasser im 60 cm tiefer gelegten Heizungskeller auf. Im letzten Jahr zur...

  1. #1 Kirsten Laie, 20.02.2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.02.2009
    Kirsten Laie

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    Hallo,

    in unserem Mehrfamilienhaus (BJ 72) tritt seit ca 2-3 Jahren Wasser im 60 cm tiefer gelegten Heizungskeller auf. Im letzten Jahr zur Eigentümerversammlung konnte ich nach eurem Hinweis ein Stelzlager mit Betonplatte verhindern, weil es das Problem nicht löst. In diesem Jahr steht das Thema wieder an.
    Nach eurem Vorschlag hatte ich eine Bodenvergelung angeregt. Es wurde ein Gutachten erstellt (s. Anhang), darin heißt es, eine Bodenvergelung würde nicht ausreichen.
    Es wird
    1.) eine Bitumenbahnenabdichtung mit Auflast bestehend aus einer 10 cm dicken Estrichplatte, bzw 10cm dicken Kiesschüttung mit Zementverfestigung und Steinplattenbelag
    oder
    2.) Kiesaufschüttung mit Trennfolie und Plattenbelag ohne Abdichtung (Modergerüche?)
    empfohlen.

    Sind diese Maßnahmen sinnvol, sind Probleme vorhersehbar, gibt es bessere Möglichkeiten?

    Vielen Dank für Eure Hilfe, Kirsten.
     
  2. #2 Ralf Dühlmeyer, 20.02.2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn überhaupt, dann Negativabdichtung.
    ABER:
    So wie Gutachten beschrieben ist das Mist.
    Wasserstand lt Senatsauskunft: Der Senat führt sehr grobe Wasserkarten. Ausserdem nur für Grundwasser, nicht für Schichtenwasser.
    Einen Bemessungswasserstand gibts nur mit einer Untersuchung.
    Der anzunehmende Höchstwasserstand + 30 cm ist dann OK Abdichtung!!!

    Und die an den Wänden hochgeführte Abdichtung ist (z.B. durch eine Vormauerung) vor Beschädigung zu schützen und gegen den Wasserdruck abzustützen.

    Die Auflast ist zu berechnen!!!
     
  3. #3 Kirsten Laie, 20.02.2009
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    Hallo Ralf,

    Danke für die schnelle Antwort!
    Was ist ein Negativabdichtung? - Entschuldige, bin nicht vom Fach.

    Wir hatten zeitgleich vor 2-3 Jahren 2 Grundstücke weiter eine Großbaustelle (Schulneubau). Könnte der plötzliche Wassereinbruch damit zusammenhängen?

    Gruß, Kirsten.
     
  4. #4 Herr Nilsson, 20.02.2009
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    Eine Negativabdichtung ist eine Abdichtung, die auf der wasserabgewandten Seite eines Bauteils aufgebracht wird (hier also von innen).
     
  5. #5 pauline10, 20.02.2009
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also ob der Senat die Grundwasserstände vor Ort so genau kennt, kennen kann, möchte ich mal mit einem riesigen Fragezeichen versehen.

    Auch scheint mir der "Sachverständige" doch etwas fragwürdige Vorstellungen zu haben.

    Aber ich würde sowieso das selbst in die Hand nehmen. Vieleicht bin ich da zu kritisch.

    Warum(!) eine Gelabdichtung nicht ausreichend oder zweckmäßig sein soll, ist nicht erläutert!!! Möglicherweise ist es die Abneigung in Berlin gegen Wasserglas. Das ist wohl inzwischen dort verboten.

    Wenn man gegen ein 60cm hohes Grundwasser oder was immer das ist nicht aufschwimmen will muß man eine 25 cm starke Betonplatte als Gewicht haben. Da bleibt von der Grube nicht mehr viel übrig.

    Man sollte vor Ort erst mal wirklich klären ob das Grundwasser ist und nicht eine undichte Abwasserleitung oder Regenleitung.

    Das ist wohl nicht so genau untersucht. Warum kommt da jetzt (erst) Waser??

    pauline
     
  6. #6 Kirsten Laie, 20.02.2009
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    Danke Herr Nielsson und Pauline10,

    der Hausverwalter ist leider nicht so engagiert, insofern weiß ich nicht, wie gut der Sachverständige ist, den er beauftragt. Den Vorschlag im letzten Jahr mit dem Stelzlager hat er uns erst sehr angepriesen, dann nach Kritik wieder sehr schnell fallen lassen.

    Warum das Grundwasser auf einmal nach 30 Jahren ansteigen soll ist mir auch nicht klar.
    Darum noch einmal die Frage

    - kommt soetwas häufiger vor?
    - ist eine Unterbodenvergelung nicht ausreichend?
    - kommt es bei einer Kiesaufschüttung ohne Abdichtung zu Modergerüchen?

    Pauline, danke für dein kritisches hinterfragen, du bestätigst meine Zweifel!

    Kirsten.
     
  7. #7 Carden. Mark, 20.02.2009
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    Liegt das an meinen PC - oder ist das doc Dokument so verschoben?
    Das lese ich so nicht!
     
  8. #8 JamesTKirk, 21.02.2009
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    Für eine Vergelung von Böden wird schon jahrzehntelang kein Wasserglas, also Alkalisilikate, mehr verwendet. Bei den aktuellen Produkten haben es sich um Gele auf Acrylat- bzw. Methacrylatbasis, die für die Umwelt unbedenklich sind.
     
  9. #9 Herr Nilsson, 21.02.2009
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    Nee Mark, dass liegt wohl an der OCR-Software von Kirsten, die das doc nicht als jpg oder pdf gescannt hat, sondern das Schreiben (war doch ein Brief, gell!?!?) vom SV mittels OCR in Word gescannt hat. Und bei mittelklassigen Programmen (bei meinem auch:frust) kommt dann sowas bei raus. Etwas müßig zu lesen.
    Mit Modergerüchen muss man schon rechnen, wenn etwas dauerhaft feucht ist. Ob die Vergelung ausreicht wage ich nicht zu beurteilen, da habe ich keinerlei eigene Erfahrung mit. Ich persönlich würde andere Abdichtungen vorziehen, ist aber ein reines Bauchgefühl. Hätten Vergelungen sich bewährt und würden die gleiche Sicherheit bieten wie andere Abdichtungen, dann wären sie evtl. auch normativ hinterlegt und für den Neubaueinsatz zugelassen. Es gibt allerdings ein Merkblatt dazu vom WTA.
    Eine kaputte Leitung? Denke häufiger als Grundwasser, was sich nach 35 Jahren des Wartens endlich entschließt euren Keller zu fluten.
     
  10. #10 Carden. Mark, 21.02.2009
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    Aber mal ehrlich.
    Wenn man hier Hilfe erwartet.
    Dann kann man doch die Info ein weinig besser darbringen.
    Insbesondere die Namen gehören dort nicht hin.
     
  11. #11 Herr Nilsson, 21.02.2009
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    Namen von Auftraggebern und/oder Sachverständigen sollten wirklich nicht so öffentlich präsentiert werden.
    :D!?
     
  12. #12 Kirsten Laie, 22.02.2009
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    Hallo Herr Nielsson und Mark Carden,

    es tut mir leid und stimmt, ich haette die Namen im Gutachten vorher loeschen sollen. Daran habe ich nicht gedacht und kriege ich hier aus Prag auch nicht nachtraeglich hin.

    Auch wenn das Gutachten nicht richtig lesbar ist tut es mir leid. Ich hatte hier im Hotel kein Problem, aber Herr Nielsson weiss hierueber scheinbar mehr, wie so etwas kommt.

    Zitat - kommt so etwas haeufiger vor - meinte ich eigentlich, ob sich bei Grossbauvorhaben der Grundwasserspiegel veraendern kann...

    Danke fuer eure Mithilfe und Kommentare! Gruss, Kirsten Laie.
     
  13. #13 Herr Nilsson, 22.02.2009
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    In der Regel nicht, weil der Grundwasserspiegel nicht abgesenkt werden darf. Eine spürbare Erhöhung des GWS durch eine Baumaßnahme in der Nachbarschaft ist sehr unwahrscheinlich.
     
  14. #14 Kirsten Laie, 25.02.2009
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    Danke Herr Nielsson,

    wegen des Gutachtens habe ich den Admin schon angeschrieben, ich habe zur Zeit keinen Button "ändern/löschen" zur Verfügung, kümmere mich aber.

    Ja, das Gutachten war ein Brief und wurde in word eingescannt. Es läßt sich im Nachhinein auch nicht mehr bearbeiten. - Ich hoffe, ich bin beim nächsten Mal technisch etwas fitter...:o

    Danke für Eure Kommentare und Hilfe! Grüße, Kirsten.
     
  15. #15 Carden. Mark, 25.02.2009
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    Ich haben die Namen aus dem Link gelöscht.
    Gelesen habe ich es trotzdem nicht :)
     
  16. juwido

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    Da fällt mir ein, daß ich in Berlin (Nordwesten) vor ein, zwei Jahren schon mal gehört habe, der Grundwasserspiegel sei anscheinend höher, wie in früheren Jahren.

    Grüsse juwido
     
  17. Stoni

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    Die Grundwasserstände in Berlin sind gegenüber den 70'er und 80'er Jahren
    definitiv gestiegen.

    Grund: wegen des erheblich geringeren Wasserverbrauch's wird weniger Wasser durch die Wasserbetriebe gefördert als früher.

    Deswegen müssen hier ja auch des öfteren die Schmutzwasserkanäle gespült werden.
    Die sind nämlich noch aus einer Zeit, als der Wasserverbrauch noch sehr viel höher war.
    :mauer:mauer:mauer

    Besonders betroffen hiervon der Süden Berlins und eben alle ehemaligen Wasserfördergebiete.
     
  18. #18 Herr Nilsson, 26.02.2009
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    Ja nun, scheinbar veränderte Bedingungen erfordern veränderte Maßnahmen......................
     
  19. #19 Kirsten Laie, 26.02.2009
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    Hallo Mark,

    vielen Dank für die Löschung der Namen!

    Ich frage mich aber, warum du meine Texte und Anhänge ändern kannst?!
    Bist Du Moderator...?

    Gruß, Kirsten.
     
  20. #20 Carden. Mark, 26.02.2009
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    Ja - bin ich.
     
Thema: Wasser im Keller: Bitumenabdichtung? Kiesaufschüttung? Bodenvergelung?
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