Wasser in der Dämmung - wie weiter vorgehen?

Diskutiere Wasser in der Dämmung - wie weiter vorgehen? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin auf der Suche nach Infos zu meinem Problem auf dieses Forum gestoßen, vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. :o Ich habe...

  1. #1 ChristianWB79, 11. März 2011
    ChristianWB79

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    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach Infos zu meinem Problem auf dieses Forum gestoßen, vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. :o

    Ich habe im Wohnzimmer einen Wasserschaden durch austretendes Aquarienwasser. Das Wasser ist langsam aus einem defekten Filter ausgetreten. Ich weiß weder wie lange, noch in welcher Menge, da das Aquarium über eine Nachfüllautomatik verfügt.

    Als ich das Übel bemerkte, habe ich den Bodenbelag (Laminat) oberflächlich trockengelegt. Zunächst war nichts weiter zu erkennen und ich dachte "Glück gehabt". Etwa zwei Wochen später breitete sich ein eigenartiger Geruch im Wohnzimmer aus. Nachdem ich daraufhin das Laminat aufgenommen habe, zeigte sich der Wasserschaden deutlicher. Unter dem Laminat liegen 19mm starke Verlegeplatten (Pressspan) auf dem Estrich, die im betroffenen Bereich nass und gestockt/geschimmelt waren.

    Also zunächst das Laminat im halben Raum entfernt und die Platten zur Abtrocknung angehoben (Ecke hochgehebelt). Eine Kernbohrung hat nun ergeben, dass auch Wasser in die Dämmung gelaufen sein muss. Auf der Schweißbahn unter der Isolierung (100 mm Styropor unter dem Estrich) zeigt sich ganz leichte Feuchtigkeit. Es steht dort kein Wasser, aber die Bahn ist benetzt. Am Styropor, welches der Kernbohrung entnommen wurde, war keine Feuchtigkeit festzustellen. Diese zeigte sich erst, nachdem das Loch mehrere Stunden geöffnet war.

    Nun bin ich etwas unsicher, wie der Schaden zu beheben ist. Kann das bei geringer Wassermenge selbst ausdampfen, oder muss die Feuchte restlos aus der Dämmung geholt werden (ich nehme an, per Überdruckverfahren?)?

    Wie gehe ich am besten mit der Versicherung vor, sollte man das ganze selbst über eine Fachfirma prüfen lassen oder lieber die Versicherung jemanden schicken lassen?

    Ich freue mich über jeden Tip. Falls ich mein Thema in ein falsches Unterforum gesetzt habe, bitte verschieben.

    viele Grüße
    Christian
     
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  3. Maxpower

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    Du kannst das vielleicht über die Gebäudeversicherung machen lassen. Aber die werden sich das Geld wieder zurückholen.
    Ich nehme mal an das das Aquarium mehr als 52 Liter fasst? Denn viele Privathaftpflichtversicherungen haben da so in etwa die Grenze. Aber dazu muss man glaub ich auch Mieter sein.
    Evtl. hast du es ja extra versichert???

    Und nein, das Wasser wird wohl eher nicht von allein wieder verschwinden.
     
  4. #3 ChristianWB79, 12. März 2011
    ChristianWB79

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    Das Geld wieder zurückholen? Nun ja, Gebäude- und Haftpflichtversicherung sind bei dem selben Versicherungsunternehmen. Es ist ein Eigenheim. Das wäre dann unter dem Strich wohl nur eine Umschichtung innerhalb des Versicherungunternehmens. Es wäre wohl etwas widersinnig, wenn der Schaden über die Gebäudeversicherung reguliert würde, man mich dann aber im Umkehrschluss wieder in Regress nehmen will?

    Das Aquarium selbst hat ein Bruttovolumen von 2000 l, zuzüglich 400 l Bruttovolumen der Filteranlage.

    Die Versicherung hat grundsätzlich eine Regulierung des Schadens in Aussicht gestellt. Es war nur bisher das Schadensausmaß unklar.

    Wenn also in jedem Fall die fachmännische Trocknung erforderlich ist, macht es wohl Sinn, direkt über die Versicherung einen Gutachter bzw. eine Firma schicken zu lassen, bevor ich selbst jemanden beauftrage?
     
  5. Maxpower

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    kommt drauf an.
    Man möchte ja nicht den Teufel an die Wand malen (obwohl ich das sogar können müsste :mega_lol: ), aber Firmen haben für Versicherungen nen höheren Preis, allein schon der Verwaltungskosten wegen. Soll aber nicht bedeuten, das du es unbedingt günstiger bekommst, wenn du ne Firma privat engagierst.
     
  6. ThomasMD

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    Mal was Anderes:

    Warum macht man denn für ein Aquarium eine automatische Nachspeisung?
    Die Fische können ja nicht so großen Durst haben.

    Damit man Leckagen ja nicht bemerkt?

    2400 l und kein Feuchtesensor mit Alarmgeber?

    In meinen Augen ist das grobe Fahrlässigkeit.
     
  7. sniper

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    wegen der verdunstung
     
  8. ThomasMD

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    Und die Verdunstung ist so groß, dass eine manuelle Nachspeisung unzumutbar ist?
    Wie hoch ist dann die Luftfeuchtigkeit im Haus?

    In meiner Jugend waren die Aquarien immer abgedeckt und das Kondensat tropfte direkt zurück. Wie sich doch die Zeiten ändern...
     
  9. sniper

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    die welt ist im wandel ,seit frodo den ring in den schicksalsberg gepfeffert hat:D
     
  10. #9 ChristianWB79, 12. März 2011
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    Große Aquarien wecken irgendwie immer Kopfschütteln und Stirnrunzeln, daran habe ich mich und wahrscheinlich viele andere Großbeckenbesitzer bereits auch gewöhnt. ;)

    Nein, die Nachspeisung ist für einen automatischen (permanenten) Wasserwechsel. Täglich werden so rund 200 l Frischwasser eingespeist. Es gibt im Filterbecken einen Überlauf, über den das überschüssige Wasser dann wieder abfließt. Solche permanenten Wasserwechsel haben sich bei Großbecken inzwischen durchgesetzt und werden vielfach betrieben.

    Es ist nun leider Gottes passiert, dass sich das Filterbecken noch vor diesem Überlauf zugesetzt hat. Dadurch hat sich vorn am Einlauf das Wasser immer höher zurückgestaut, bis es dann ganz gemächlich übergeschwappt ist.
     
  11. ThomasMD

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    Ok, die Erklärung kann ich nachvollziehen.
    Dachte mir schon, dass die Verdunstungsthese Quatsch ist, ob da nun irgendjemand seinen Ring schmeißt...

    Ich nehme an, Du wirst jetzt entsprechende Sicherheitstechnik nachrüsten?

    Nun will ich aber nicht länger OT sein. Hatte mich nur mal interessiert, weil man heute bei nahezu jeder Billigspülmaschine automatische Wasserstopps etc. einbaut und da wo tausende von Litern bewegt werden, nichts tut...
     
  12. #11 ChristianWB79, 12. März 2011
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    Der Auslöser war binnen weniger Minuten beseitigt.

    Zum einen werde ich das Filterbecken mit "Notüberläufen" in den Kammern versehen, die ein Ansteigen des Wasserspiegels über einen bestimmten Punkt verhinden. Darüber kann dann ansteigendes Wasser weiter in den Kreislauf fließen und muss nicht die Filtermaterialien passieren.

    Wassermelder werde ich nun trotzdem nachrüsten.

    Ich könnte also nun erstmal einen Kostenvoranschlag einholen und schauen, was die Versicherung sagt?

    Kann denn jemand eine Preisspanne nennen, auf welche Zahl ich mich da einstellen darf? Sicher, wird abhängig vom Aufwand, aber von ... bis ... ?
     
  13. Lebski

    Lebski Gast

    Bei meiner Versicherung kam mal ein SV, mit dem habe ich alles durchgeprochen.

    Er hat angeboten alle nötigen Gewerke (versch. Firmen) zu suchen und zu beauftragen. Ich habe es dann aber selbst gemacht, paar Fotos und alle Belege dazu, Km aufgeschrieben usw.. Der SV hats geprüft, abgenickt und die Versicherung hat es bezahlt.

    Eigenen SV kann man immer noch holen, wenn der von der Versicherung eine Nullnummer ist.
     
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  15. sniper

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    es wäre noch zu klären, ob deine versicherung einen unterschied zwischen leitungswasser und aquarienwasser macht
     
  16. #14 ChristianWB79, 13. März 2011
    ChristianWB79

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    Laut Police ist ein Schaden durch Wasser aus Aquarien mit abgesichert. Es sind dort keine Unterschiede zu z.B. Leitungswasser beschrieben.

    Ich werde morgen nochmal die Versicherung kontaktieren.
     
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