Wasser unter Bitumenschweißbahn

Diskutiere Wasser unter Bitumenschweißbahn im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Bauexperten, ich hätte eine Frage, bei der ich etwas unsicher bin. Wir haben folgende Ausgangssituation: Neubau, Keller in...

  1. #1 Hhgcalw, 17.05.2011
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    Hallo liebe Bauexperten,

    ich hätte eine Frage, bei der ich etwas unsicher bin.
    Wir haben folgende Ausgangssituation: Neubau, Keller in Betonfertigbauweise, wird als Wohnraum genutzt werden, da nur mit einer Wand voll im Erdreich stehend. In dem Keller wurde Bitumenbahn verlegt (Katja Sprint) und an den Wänden der Innenräume hochgezogen. Auf der Bahn liegen 10cm Dämmplatten und 5 cm Anhydritestrich.
    Nun das Problem: Durch einen Defekt der installierten Hebeanlage ist Kondenswasser aus der Wärmepumpe unter die Bitumenbahn geraten, schwer zu sagen wie viel. Oberhalb der Bahn scheint alles trocken zu sein. In einem Bereich ist der Estrich ausgespart, dort habe ich die Bahn an einer Stelle etwas aufgeschnitten. Drunter ist Nässe, aber jetzt nicht direkt stehendes Wasser. Eine Trockenlegungsfirma war da und meinte, da könne man nichts machen da unter der Bahn, es sei aber nicht weiter kritisch. Meine Frage ist jetzt: Kann ich mich darauf verlassen oder muss ich mit Spätschäden rechnen?

    Danke!
     
  2. R.B.

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    Ich frage mich, wie soll das Wasser unter die Bitumenbahn gekommen sein?
    Handelt es sich vielleicht um Feuchtigkeit die gar nichts mit der WP bzw. der defekten Hebeanlage zu tun hat?

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 Hhgcalw, 17.05.2011
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    Das Wasser kam vermutlich aus dem Bodenablauf der Dusche, anders kann ich mir das nicht erklären. Diese ist bodentief geplant, und zum Zeitpunkt des Defekts war da noch kein Gefälleestrich drin, so dass das Wasser, nachdem die Pumpe es nicht weggeschafft hat aus dem Rohranschluss in der Bodenplatte hochgestiegen ist. Dieser Anschluss endet etwas unter der Oberkante der Bodenplatte, da ist eine Aussparung ringsum, dort stand dann auch Wasser und ist sicherlich seitlich unter die Bahn gelaufen. Der Mann von der Trocknungsfirma hat mit einem Fühler an allen Wänden vor und hinter der hochgezogenen Bahn gemessen und Feuchtigkeit hinter der Bahn (=wandseitig), nicht aber davor (=raumseitig/estrichseitig) festgestellt.

    Potentiell gefährlich oder nur ein "Schönheitsfehler"?

    Gruß,


    Hhgcalw
     
  4. R.B.

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    Da warten wir mal weitere Meinungen ab, denn aus meiner Sicht wäre Feuchtigkeit an dieser Stelle nicht so kritisch, zumal ja nichts mehr nachkommt, ABER das ist nicht mein Fachgebiet.

    Gruß
    Ralf
     
  5. svjm

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    Dieser Frage schließe ich mich zunächst an. Denn mit Vermutungen kommen Sie nicht weiter.

    Wie ist denn die Abdichtung Ihres Kellers geplant und ausgeführt worden? Betonfertigteile und an diesen Wänden herauf gezogene Bitumenbahn?

    Vielleicht haben Sie ja eine Skizze u.a. zu diesem detail.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  6. #6 Hhgcalw, 17.05.2011
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    Der Keller hat folgende Bauteile:
    - Bodenplatte aus WU-Beton, gegossen auf Sauberkeitsschicht.
    - Seitenwände und Innenwände aus Betonfertigteilen, die direkt und trocken auf die Bodenplatte gestellt wurden.
    - Die Stoßfugen innen sind mit Mörtel geschlossen worden, das ist aber sicher nicht als Abdichtung gegen Feuchtigkeit gedacht oder geeignet.
    - Außenabdichtung der erdseitigen Stoßfugen wurde mit so einer Art Bitumenklebestreifen gemacht, wenn ich mich recht erinnere, irgend etwas mit 2 Komponenten was sich damals auch bei tiefen Temperaturen verarbeiten ließ. Der Kellerbauer meinte, das sei hochwertiger als die Abdichtung, die sonst gemacht wird.
    - In den Räumen wurde Bitumenbahn ausgerollt und an den Rändern überall hochgezogen, Stoßfugen verklebt.
    - Vor dem Ausrollen wurden Pfützen auf der Bodenplatte ausgefegt, der Boden war aber nicht ganz trocken.

    Ich bin kein Experte, ich hoffe das hilft weiter...
     
  7. svjm

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    Gibt es in Ihrer Baubeschreibung einen Hinweis auf einen Lastfall nach DIN 18195?

    So wie Sie es jetzt dargestellt haben.......,aber ich möchte mir nicht schon vorher:mauer, denn Sie können auch einiges vergessen haben.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  8. #8 Hhgcalw, 18.05.2011
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    Die Abdichtung ist nach DIN 18195 Teil 4 ausgeführt. Bergseitig liegt eine Drainage in dem Bereich, in dem der Keller nicht frei liegt. Dort wurde mit Schotter angefüllt. Die Abdichtung Nach DIN 18195 T4 in Verbindung mit einer Drainage wurde laut Bodengutachten so empfohlen. Die im Erdreich liegenden Wände haben eine vollflächig verklebte 80mm Perimeterdämmung, zum Erdreich hin liegt noch eine Noppenbahn davor. Der Keller steht nur mit einer Wand voll im Erdreich, an zwei Seiten gar nicht und an einer Wand zu ca. einem viertel der Wandfläche.

    Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass das Wasser von außen kommt, da es seit Verlegen der Bitumenbahn innen nicht nennenswert geregnet hat. Das Haus steht in Hanglage, da kann sich eigentlich auch kein Wasser sammeln und von unten hochdrücken.
     
  9. #9 svjm, 20.05.2011
    Zuletzt bearbeitet: 20.05.2011
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    Neugier!

    Findet sich das Wasser unter der "Katja" bevorzugt hinter der hangseitigen Wand?

    Bezüglich der "Behandlung der Stoßfugen" komme ich nicht klar. Wie sieht denn der Übergang Bopla/trocken draufgestellte Außenwand aus? Auch mit "Bitumenklebestreifen" bei niedrigen Temperaturen gemacht?

    Wenn eine "Schwarze Wanne" innerhalb des Kellers hergestellt wurde, kann die "Katja" im Nassen liegen.

    Vielleicht gibt es ja eine Skizze/Fotos, was da gemacht werden sollte/gemacht wurde.

    Ein schönes Wochenende
    svjm
     
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