Wasser war im Keller, Estrichtrocknung

Diskutiere Wasser war im Keller, Estrichtrocknung im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hai, wir hatten in unserem (neuen) Keller einige undichte Stellen, die jetzt verpresst worden sind. Wasser ist an den Fussdichtungen...

  1. Birdie

    Birdie

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    Hai,

    wir hatten in unserem (neuen) Keller einige undichte Stellen, die jetzt verpresst worden sind.

    Wasser ist an den Fussdichtungen zwischen Betonwänden und der Kellerplatte eingedrungen und hat sich zwischen Kellerplatte und Estrich verteilt.
    Es wurde rings herum der Fuss dieser Wände freigelegt, um die undichtigkeiten lokalisieren zu können und um beim Trocknen eine bessere Luftzirkulation zu haben.

    Als nächster Schritt wurden jetzt Trocknungsgeräte aufgestellt und etwa in der Raummitte Löcher gebohrt (ca 5cm) und die Schläuche des Gerätes dort provisorisch einzementiert. (die sind zwar noch nicht alle richtig dicht, aber das lassen wir noch richten, sonst machts wohl wenig Sinn, oder?)

    Das Gerät pustet jetzt warme Luft in diese Löcher.
    Parallel wurde ein Raumtrocknungsgerät im Keller aufgestellt, um die (dann feuchte) Luft zu trocknen.

    Frage1:
    Ist das so ok vom Verfahren her, oder gibt es andere, bessere Methoden?

    Frage2:
    Wie lange lässt man solcher Geräte laufen, damit es wirklich trocken ist?

    Frage 3:
    Wie wird festgestellt, ob es wirklich trocken ist unter dem Estrich?


    TSchau
    Stefan
     
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  3. #2 T9-Liebhaber, 25. März 2007
    T9-Liebhaber

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    Grundsätzlich wären Bilder zum Aufbau der Trocknung sehr hilfreich. Bitte eventuell noch reinstellen.

    Frage 1:
    Wurde nur ein Loch in der Mitte gebohrt? Wenn ja, gibts bestimmt eine sinnvollere Art eine Trocknungsmaßnahme aufzubauen. Bilder!

    "und um beim Trocknen eine bessere Luftzirkulation zu haben.

    Als nächster Schritt wurden jetzt Trocknungsgeräte aufgestellt und etwa in der Raummitte Löcher gebohrt (ca 5cm) und die Schläuche des Gerätes dort provisorisch einzementiert. (die sind zwar noch nicht alle richtig dicht, aber das lassen wir noch richten, sonst machts wohl wenig Sinn, oder?)"
    :irre :irre
    Ich seh schon, der da trocknet hat von der Materie keine Ahnung.

    Frage 2:
    So lange bis trocken ist! Messbar trocken!! Die Firma muß ja die Gewährleistung übernehmen. Ich vermute daß es wohl keine Messpunkte gibt, an denen das kontrolliert werden kann. Normal bei optimalen Aufbau 2-3 Wochen - ich lege die Betonung auf optimal!!
    Sag bloß die Baufirma hat die Sache aufgebaut?!

    Frage 3:
    Anhand von Messpunkten (Tabellen, Anemometer und Hygrometer) an denen die Feuchtigkeit in gewissen Abständen kontrolliert werden kann. Sonst siehe 2.
     
  4. Birdie

    Birdie

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    Hai,

    aktuell sind in der Tat jeweils ein Schlauch pro Zimmer (etwa in der Raummitte) angeschlossen.
    Hat nicht die Baufirma gemacht, aber die Firma, die das abgedichtet hat und auch trocknet, wurde natürlich von der Firma beauftragt, die den Keller "verbrochen" hat.

    In einem Kellerraum steht ein "Warmluftpuster" von Trotec, Typ VE4 und daneben ein Raumtrocknungsgerät, um die Luft zu trocknen.
    Von diesem "Warmluftpuster" (s. Foto, der gelbe Kasten) gehen Schläuche in alle 5 Zimmer im Keller. (siehe Beispielbild)

    Was wäre denn z.B. eine bessere Methode, das zu trocknen? Wir hatten hier einen (staatl. gepr.) Sachverständigen, uns das so beschrieben hat. (Der hat die installierte Trocknungsmaschinerie aber noch nicht gesehen, kommt noch.)

    Wie geht das eigentlich mit diesen Trocknungsgeräten?
    Nach meinem Eindruck pustet man da zwar Luft rein, aber der Estrich und die darunter liegenden Schichten (Folien/Syropor/...) liegen ja eigentlich schon sehr dicht am Boden auf. Geht da überhaupt genug von der warmen Luft durch, um das überall unter dem Estrich zu trocknen?

    TSchau
    Stefan
     
  5. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Im Prinzip

    übliche Methode (wenns richtig gemacht wird und die Geschichte der Raumgröße angepasst wurde)

    Aha... ein staatlich geprüfter Bau SV? Ist mir neu, denn eigentlich übernehmen staatlich geprüfte SV lediglich Hoheitliche Aufgaben im Präventivbereich... (z.B. KFZ Überwachung, Öffentliche Hand, bei Brandschutz, Prüfstatik...)

    Ich tippe mal eher auf einen staatlich geprüften Bautechniker
     
  6. Birdie

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    Hai,

    hab nochmal auf seien Schreiben nachgesehen. Hast Recht, ist ein "öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter".

    Wir werden jedenfalls morgen nochmal bei der Trocknungsfirma vorstellig werden. Ich habe jetzt mal im Internet nach dem Gerätetyp gesucht, und so wie ich das sehe, ist das bis zu max. 50qm Raumfläche möglich - unter idealen Bedingungen.
    Bei uns ist die gesamte Raumfläche im Keller aber rund 65qm... also wohl eher unterdimensioniert...
    Man, das nervt echt überhaupt nicht dieser ganze Sch***...! :motz

    Tschau und gute Nacht
    Stefan
     
  7. Robby

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    Ich denke

    öbuv Sachverständiger ... nicht Gutachter :konfusius

    Bei Fragen zur Trocknung einfach mal den Hersteller/Vertreiber der Geräte Trotec im Kreis Heinsberg/Rhld. anrufen, sind eigentlich sehr hilfsbereit
     
  8. #7 T9-Liebhaber, 26. März 2007
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    Genau so hab ich mir das vorgestellt...sieht echt interessant aus. :wow :wow

    Nur so als Richtung...ich würde bei etwa 20 m² ein Bohrschema von 4 Löchern im Quadrat bohren (in der Mitte natürlich eine Ausgleichsbohrung). Flurbereich könnte mit 1-2 Bohrungen auskommen. Da die Luft sich wie Wasser den einfachsten Weg sucht, kann es natürlich passieren das in Bereichen in denen die Dämmung undurchlässiger die trockene Luft gar nicht ankommt. Es sollten in jeder Ecke Messpunkte (Nummeriert mit Luftdurchsatz) vorhanden sein, um den Trocknungserfolg zu dokumentieren. Ich würde mal nachfragen, wie lange für die Trocknung gewährleistet wird (falls nach Abbau, wieder Feuchtigkeit aufzieht).

    Hier ist ganz klar sichtbar warum manche Firmen mit super Preisen einsteigen können.
    Schnell 5 Löcher bohren, Schläuche wild in den Raum geschmissen (ob der Kunde drüberfällt is ja eh wurscht), Geräte rein, in 2 Wochen ohne konkrete Feuchtigkeitsmessung abbauen - 1100,- Euro kassieren (gesamter Aufwand 6-7 Std incl. Angebot u. Rechung) - toll.
     
  9. Birdie

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    Hai,

    ich habe mal mit der Firma Trotec gesprochen, die meinen das könnte schon ok so sein. (Müssten die halt auch vor Ort sehen um definitiv was sagen zu können.)

    Abgebaut werden die Teile erst, nachdem an mehreren Stellen pro Raum punktuelle Messungen unter dem Estrich gemacht werden.

    Die Messpunkte können wir selbst bestimmen. Wo würdest Du die am besten platzieren?

    Tschau
    Stefan
     
  10. #9 T9-Liebhaber, 27. März 2007
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    wenn die das sagen!

    Weit weg von der Einblasöffnung. Am besten in den Ecken.
    Wie ist das zu verstehn: "Messungen unter dem Estrich"? Soll der Estrich geöffnet werden, oder was?
     
  11. Birdie

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    Ja, an einigen Stellen zum Messen halt.

    An den Fusspunkten der Wände ist ja eh schon ringsherum alles offen, und die Löcher für die Trocknung sind ja auch schon da. (Eigentlich könnten die den auch gleich ganz neu machen :p )

    TSchau
    Stefan
     
  12. #11 T9-Liebhaber, 27. März 2007
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    :eek:

    Ich hoffe die Trockner können dich mit Ihren Messungen überzeugen.
    Nur noch so als abschließenden Tip, die Einblasöffnung kannst du als Messpunkt vergessen.
     
  13. Birdie

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    Ich meine wir sind zwar unwissend, aber SO unwissend nun auch wieder nicht :biggthumpup:

    Danke jedenfalls für alle Antworten hier, mal sehen, was dann nächste Woche passiert.

    Tschau
    Stefan
     
  14. #13 T9-Liebhaber, 28. März 2007
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    :28: :28:
     
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  16. DerKlaus

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    Ich frage mich nur, wie die Feuchte von Styropor gemessen werden soll. Es stellt sich auch die Frage, ob das Material überhaupt Feuchte aufgenommen hat. Wenn ja, sollte auch auf Schimmel untersucht werden, da sollte eine Raumluftmessung reichen.
     
  17. #15 T9-Liebhaber, 29. März 2007
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    Durch die Luftzirkulation ist an vorher bestimmten Messpunkten (Randfuge) der Luftdurchsatz, die Feuchte und die Temperatur messbar. Daraus lässt sich ableiten ob die Dämmschicht trocken ist oder nicht.
    Wenn der Schaden nicht lange zurückliegt ist hier kein Schimmel entstanden.
     
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