Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl bzw. SD-Wert von Multiplexplatten?

Diskutiere Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl bzw. SD-Wert von Multiplexplatten? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Kann mir jemand verraten, wie hoch in etwa die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl für Multiplexplatten ist und inwieweit dieser etwa niedriger...

  1. Baumaxe24

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    Kann mir jemand verraten, wie hoch in etwa die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl für Multiplexplatten ist
    und inwieweit dieser etwa niedriger ist, als bei OSB-Platten.

    Es geht darum, dass außen an der Gaube 22mm Multiplex verbaut ist und von innen 18mm OSB als Dampfbremse draufkommen soll.
    In den technischen Daten der Hersteller konnte ich keine brauchbaren Wert finden.

    Leider sind im U-Wert Rechner keine Multiplex-Platten als Werkstoff auszuwählen.

    Danke im Voraus für eure Tipps. :28:
     
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  3. Skeptiker

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    Sind die Muötiplexplatten hinterlüftet oder bilden sie eine luftdichte Ebene?
     
  4. Baumaxe24

    Baumaxe24

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    Nein, die Multiplexplatten bilden die Seitenverleidung der Gauben, darauf ist Integra ZUB (USB) und dann von außen geschiefert.
    Der Rahmen ist aus 16 x 8cm KVH und soll mit Glaswolle gedämmt werden und anschließend soll mit OSB die Luftdichtigkeitsebene ausgebildet werden.
    Der Zwischenraum zwischen Multiplex und OSB soll voll gedämmt werden, keine Hinterlüftung.
     
  5. #4 gunther1948, 15. Oktober 2012
    gunther1948

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    hallo
    hab da schöne bilder von so einem aufbau aus de letzten winter. vereisung der schieferplatten und rolladenkasten.

    gruss aus de pfalz
     
  6. #5 gunther1948, 15. Oktober 2012
    gunther1948

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    hallo
    achso hier ein link http://www.gutex.de/downloads/pdf/de/tm/GUTEX_DE_TM_Multiplex-top_2012-08.pdf

    gruss aus de pfalz
     
  7. Baumaxe24

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    Habe jetzt die genauen Daten der Platte - Es handelt sich um Nadelsperrholz BFU100 21mm, lt. Netz soll der SD-Wert ca. 50/400 betragen, also je nach
    Feuchte höher als bei OSB. (200/300)

    Bleibt wohl nichts anderes übrig, als die 18mm OSB Platten wohl zusätzlich mit einer PE-Dampfsperre (blau 0,2mm) zu versehen, um den SD-Wert auf der Innenseite der Wand zu erhöhen.

    Was hält ihr vom folgenden Aufbau?

    Wichtig, der Außenaufbau mit Schiefer, USB, Nadelsperrholzplatte steht bereits.

    http://www.u-wert.net/berechnung/u-...=80&outside=0&name=Gaubenwand&time=1350323468



    Schimmelschutz

    Die Oberflächentemperatur der Innenseite beträgt 19,4 °C was zu einer relativen Luftfeuchtigkeit von 52 % an der Oberfläche führt.

    Unter diesen Bedingungen sollte nicht mit Schimmelbildung zu rechnen sein.
    Feuchteschutz

    Während der winterlichen Tauperiode von 60 Tagen fallen in diesem Bauteil insgesamt 0.029 kg Tauwasser pro Quadratmeter an. Diese Menge trocknet im Sommer innerhalb von 31 Tagen ab (bei 12°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70% - innen wie außen).
    # Material sd-Wert Tauwasser Trocknungsdauer Gewicht
    m kg/m² % Tage kg/m²
    1 1,25 cm Fermacell Gipsfaser-Platte 12,5mm 0,16 - 0,0 14,4
    2 4 cm Glaswolle WLG032 0,04 - 0,0 0,8
    3 0,02 cm Folie, PE 20,00 - 0,0 0,2
    4 1,8 cm OSB-Platte (OSB/3) 3,60 - 0,0 11,7
    5 16 cm Glaswolle WLG032 0,16 0.029 0,9 3,2
    ... auf Außenseite 0.029
    6 2,1 cm OSB-Platte (OSB/3) 6,30 0.029 0,2 13,7
    ... auf Innenseite 0.029 31
    7 0,072 cm PAVATEX LDB 0.02 0,02 - 0,0 0,2
    8 0,5 cm Schiefer 4,00 - 0,0 12,0
    25,742 cm Gesamtes Bauteil 34,28 0,029 31 56,1

    Es bildet sich Tauwasser

    auf der Außenseite von Schicht 5 (Glaswolle WLG032). Maximal anfallende Tauwassermenge in dieser Schicht: 0.9 Gewichts-%.
    auf der Innenseite von Schicht 6 (OSB-Platte (OSB/3)). Maximal anfallende Tauwassermenge in dieser Schicht: 0.2 Gewichts-%.

    Wie stark die betroffenen Schichten durch das Tauwasser beeinträchtigt werden, kann nur ein Fachmann beurteilen. Bitte holen Sie sich fachkundigen Rat.

    Um Feuchteschäden trotz Tauwasserausfall zu vermeiden, müsste sichergestellt werden, dass das Tauwasser durch kapillar leitende Baustoffe an die Oberfläche transportiert wird und dort schnell genug abtrocknen kann.

    RelativeFeuchte.jpg Temperaturverlauf(1).jpg
     
  8. Neutal

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    Die verwendeten Multiplexplatten kommen eher aus der Tischlerecke. Wer hat denn diesen Aufbau ersonnen?
    Die meisten Multiplexplatten sind nicht wirklich Wetterfest. Werden Sie feucht fangen die Funierschichten an sich zu wellen und abzulösen.
    Mit Multiplex tut man sich auch keinen Gefallen beim Schiefern. Nehmt doch einfach Raufspund in min. 24 mm Stärke
     
  9. H.PF

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    Das schönste fürs Schiefern ist immer noch einfache, sägerauhe Schalung... Die dranmachen, 2 Wochen hängen lassen, dann eindecken. Perfekt... Hält hier im Bergischen an Häusern über 100 Jahre (dann sind die Nägel weggerostet...)
     
  10. Baumaxe24

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    Danke für eure Tipps.

    Nein, sind doch keine Multiplex-Platten, sehen vom Aufbau ähnlich aus - Sind Nadelsperrholzplatten BU100, also witterungs- und feuchtefest verleimt, sind für den Einsatzzweck freigegeben.
    Kommt ja nicht wirklich Feuchtigkeit ran, die Beschieferung und die USB hält ja eigentlich alles ab - Genagelt wurde mit Edelstahlstiften, sollte also sogar über 100 Jahre halten. ;)

    Die Frage ist jetzt eher, ob man direkt auf die OSB-Platten die PE-Folie ziehen sollte - Oder ob das überhaupt keinen nennenswert negativen Einfluss mehr aufs Raumklima hat, wenn es absolut dicht ist. (die 12,5mm Fermacell und 4cm Installationsebenen-Dämmung sollte ja eigentlich ganz gut regulieren?)
     
  11. #10 gunther1948, 16. Oktober 2012
    gunther1948

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    hallo
    dadrum gehts nicht regen ist das geringste problem, schwitzwasser und kondensat heißt das hororwort.

    gruss aus de pfalz
     
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  13. mls

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    wenn der aufbau nach aussen nicht zu ändern ist, sollte
    wenigstens nach innen verbessert werden: das betrifft
    dämmung, dampf"bremse" und flächenbildner - aber
    auch die anschlüsse.
     
  14. Baumaxe24

    Baumaxe24

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    Genau, dass ist ja nun die Frage. ;)

    Der U-Wert Rechner sagt, dass ne Dampfbremse (PE-Folie) das Tauwasserproblem massiv eingrenzt - Also neige ich dazu diese zusätzlich auf die 18mm OSB zu verbauen.

    Ansonsten war der Giebelbereich, vorab schon 20 Jahre ohne Nadelsperrholz, Schiefer und die letzten 10 Jahre mit dem Aufbau versehen - Als Dampfbremse war nur eine mit GK beplankte Sperrholzplatte, Feuchtigkeit war nirgends drin - Lediglich an den Durchdringungen der Heizkörperhalter waren einige dunkle Verfärbungen zu sehen. Im Winter gab es keine Probleme.

    Werde jetzt wohl auf Nummer sicher gehen und zusätzlich zum OSB die PE-Folie aufbringen, vernünftig verarbeitet ist der Aufbau ja definitiv schimmel- und kondensatsicher.
     
Thema: Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl bzw. SD-Wert von Multiplexplatten?
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