Wasserdichter Keller ja oder nein?

Diskutiere Wasserdichter Keller ja oder nein? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir überlegen uns gerade ein EFH zu bauen: Grundstück ist bereits ausgesucht und reserviert; erste Gespräche haben wir mit...

  1. #1 Wielands, 7. Juli 2008
    Wielands

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    Hallo zusammen,

    wir überlegen uns gerade ein EFH zu bauen: Grundstück ist bereits ausgesucht und reserviert; erste Gespräche haben wir mit unterschiedlichen Architekten und Bauträgern/Generalunternehmern geführt (weitere stehen noch im Laufe der Woche an).

    Wir sind jedoch verwirrt über unterschiedliche Aussagen der verschiedenen Herren hinsichtlich der Notwendigkeit eines wasserdichten Kellers. Das Grundstück liegt unten an einem Hang und hat in sich ein leichtes Gefälle. Untergrund ist Lehmboden und an drei Seiten des Grundstücks befinden sich sog. "offene Gräben". Die Gemeinde schreibt vor, dass das Oberflächen- und Drainagewasser nicht der öffentlichen Kanalisation zugeführt werden darf sondern - wenn möglich - den offenen Gräben zuzuführen ist. Das mit den offenen Gräben wird aber schwierig weil das natürliche Gefälle nicht ausreicht, um in die Gräben zu kommen (ich hoffe, ich erklär das richtig - bin absoluter Anfänger). Jetzt hat uns ein Architekt, nachdem er den Geländeplan angeschaut hat, gesagt, wir bräuchten einen wasserdichten Keller; ein anderer meinte, er hätte im Baugebiet schon mehrere Häuser gebaut und bisher nichts dergleichen gebraucht. Wenn man wolle könne man ja auch (um sicher zu gehen) eine Zisterne mit Pumpe verbauen und von der aus das Wasser dann das angesammelte Drainagenwasser in den offenen Graben leiten (hoffe, das stimmt jetzt so)...

    Ich hab hier im Forum schon mal geschaut und die Artikel zum Thema "weisse Wanne" etc. sind ja vielzählig... ABER: Kann mir irgend jemand sagen, wie genau wir - am besten seriös - feststellen können, ob wir einen wasserdichten Keller brauchen? Zwei von vier (direkten) Nachbarn haben einen wasserdichten... Bodengutachten erstellen lassen? Bringt das was? (Die Gemeinde hat nämlich keines bei der Erschließung gemacht.) Ich hab nämlich schon gehört, dass dabei im Zweifel immer eine wasserdichte Lösung raus kommt...

    Tausend Dank für alle Antworten!
    Die Wielands
     
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  3. #2 S.Oertel, 7. Juli 2008
    S.Oertel

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    Tach auch,

    ob Ihr einen Keller braucht, könnt ihr nur selbst entscheiden - aber wenn Ihr einen Keller braucht; was bitteschön, könnt Ihr mit einem anfangen, der nicht wasserdicht ist?

    ..außer Pilze züchten vielleicht... :bounce:

    Aus der "Beschreibung" würde ich auf nicht ganz unproblematische Bodenverhältnisse schließen und Ratgeber mit "Zisterne" und "Pumpe" usw. würd ich gleich auf den Mond schießen.... :motz

    Gruss
    Sven
     
  4. #3 willi1048, 7. Juli 2008
    willi1048

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    Guten Abend.
    Wir hatten ein Haus in Hanglage mit Lehmboden. Bei Schneeschmelze und noch gefrorenen Boden sammelte sich das Wasser am Haus und suchte sich eine Stelle zwischen Kellerbodenplatte in 1,5 Meter Tiefe und Mauerwerk.
    Aus der leidigen Erfahrung kann ich nur raten : Wasserdichten Keller bei dem Boden und Lage des Grundstücks.Die Grundwasserstände können auch bei der Wasserbehörde nachgefragt werden. Sind auch sehr interresant. Sollte das Geld für einen wasserdichten Keller nicht reichen das ganze Bauvorhaben streichen.
    Nichts ist schlimmer als einen feuchten Keller. Alternativ Keller weg, und Anbau erstellen wenn möglich.Wir haben jetzt ein Haus ohne Keller 20X10 Meter alles ebenerdig, Rollstuhlgerecht.Keine Treppen in den Keller und keine Treppen nach oben. Wer in jungen Jahren ein Haus baut, der denkt über so etwas nicht nach, ob er mit 70 noch nach oben in das Schlafzimmer kommt.
    Vielleicht ein Denkanstoß ?
    Gruß
    willi
     
  5. bernix

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    ..der Keller sollte wasserdicht sein. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig eine Weisse Wanne...
    gruss
     
  6. Robby

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  7. Eric

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    Wäre doch schon mal ein guter Ansatz, bei den 2 Nachbarn mit wasserdichtem Keller nachzufragen, ob die ein Bodengutachten haben machen lassen und - wenn ja - ob man davon eine Kopie gegen Aufwand- und Kostenerstattung bekommen kann. Wenn da WW oder SW drin steht, dann wäre ein weiteres, eigenes Bodengutachten bei der Gebietsbeschreibung rausgeschmissenes Geld. Im übrigen bliebe nach der Beschreibung schon jetzt mindestens eine Abdichtung gegen zeitweise aufstauendes Sickerwasser = mindestens 2-lagige KMB-Abdichtung mit Gewebeeinlage und da lohnt die Überlegung, ob man bei der exponierten Lage ( offene Gräben und Lehmboden, keine Drainung ) und vor dem Hintergrund der ständig zunehmenden Unwetterkatastrophen zur Sicherheit nicht gleich auf eine WW umsteigt.
     
  8. #7 Manfred Abt, 8. Juli 2008
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    klingt auch für mich so, als ob eine WW in diesem Fall keine schlechte Investition wäre, zumindest sprechen die Aussagen dafür.

    Trotzdem würde ich mit dem Architekten/Planer sowie dem Tragwerksplaner abstimmen, ob Bodengutachten sinnvoll/erforderlich. Außer der Wasserthematik kann es dafür auch andere Aspekte geben. Eine fundierte Aussage zur Bettung der Sohlplatte kann den Tragwerksplaner z.B. von einer übergroßzügigen Dimensionierung der Bewehrung bewahren. Und das kann bei den heutigen Stahlpreisen mehr als ein Baugrundgutachten kosten.
     
  9. #8 Wielands, 8. Juli 2008
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    vielleicht falsch ausgedrückt; sorry

    Hallo zusammen,

    Danke schon mal für Eure Antworten!

    Ich hab mich vielleicht etwas ungenau ausgedrückt: Wir wollen einen Keller und natürlich soll der auch trocken sein. Mit welcher Lösung ist uns letztendlich egal - solange diese funktioniert.

    Den Tip, Kontakt mit der Wasserbehörde zwecks Grundwasserstand aufzunehmen, werde ich morgen gleich mal in die Tat umsetzen.

    Die beiden Nachbarn haben kein Gutachten erstellen lassen, sondern sind ihrer Aussage zufolge "lieber auf Nummer sicher" gegangen... Jedoch hat keiner von denen (wie ich seit heute weiß) eine WW nach entsprechender DIN (wie hier im Forum schon mehrfach angesprochen) sondern wohl vielmehr irgendwas in Richtung WW; leihenhaft gesagt: mehr Stahl, dickere Wände (mit WU-Beton) und dichte Anschlüsse (diese speziellen Manschetten-Dinger). Heute hatten wir erneut ein Gespräch und auch dieser Herr (Bau-Ing.) riet uns kurzgesagt zu: tieferes Loch graben als die Gräben sind - Zisterne rein mit Pumpe - Drainagenwasser in die Zisterne - für sicheren Überlauf sorgen. Dazu muss ich vielleicht noch sagen, dass wir grundsätzlich eh eine Zisterne für das Regenwasser vom Dach einbauen wollten im Garten...

    Schöne Grüße,
    Simone
     
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  11. #9 VolkerKugel (†), 8. Juli 2008
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    Ein Bodengutachten ...

    ... für das spezielle eigene Grundstück für den Bereich, auf dem das eigene spezielle Haus errichtet werden soll, ist immer erforderlich.
    Jedenfalls dann, wenn Ihr mit einem Architekt bauen wollt (der handelt ohne Bodengutachten dann nicht mehr nur fahrlässig sondern vorsätzlich und hat dann bei evtl. Schäden auch keinen Versicherungsschutz mehr!).

    Sinnvoll kann das Gutachten erst in Auftrag gegeben werden wenn auch klar ist, was wo gebaut werden soll (damit auch die von Manfred Abt schon beschriebenen weiteren Vorteile zum Tragen kommen).

    Aufgrund nur eines Globalgutachtens der Gemeinde für ein Baugebiet würde ich nie planen.

    Schlusswort: Eine Zisterne kann man auch mit Regenwasser befüllen :konfusius .
     
  12. #10 buddelchen333, 12. Juli 2008
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    Entscheidungen unter Unsicherheit, ich könnte Euch so einen schönen Wahrscheinlichkeitsbaum basteln, das sind dann geschätzte Kosten nach Szenarien drinnen und Eintrittserwartungen...:p
     
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