Wassereintritt durch den Außenklinker

Diskutiere Wassereintritt durch den Außenklinker im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Wir haben ein Problem mit feuchten Innenwänden im Sockelbereich unserer Terrassentüren und ich bin nicht sicher, ob die von meinem BU...

  1. bauwul

    bauwul

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    Wir haben ein Problem mit feuchten Innenwänden im Sockelbereich unserer Terrassentüren und ich bin nicht sicher, ob die von meinem BU vorgeschlagene Maßnahme die richtige Lösung für unser Problem ist.

    Zur Bauausführung: Unser Neubau wurde 2004 klassisch mit einem WU-Betonkeller, Kalksandsteinmauerwerk, Rockwool Dämmung und gebranntem, glatten Klinker im Format 2DF gebaut.
    Entgegen der üblichen Bauweise sind die Terrassentüren ebenerdig, d. h., das äußere Trittbrett des Profils liegt direkt auf dem Pflaster bzw. auf den hier eingebauten Akkudrains auf, welche Regenwasser von den Scheiben etc. in die Kanalisation abführt.
    Ebenfalls scheinbar unüblich ist, dass das ausführende Bauunternehmen zwei Abklebungen zum Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit umgesetzt hat.
    Bei der ersten Abklebung handelt es sich um einen ca. 1 m hohen Schutzanstrich, der vor den Verklinkern auf der untersten Kalksandsteinreihe (Höhe ca. 40 cm) an abwärts bis hin zur aufsteigenden Kellerwand aufgetragen wurde und diese lückenlos abdichtet.
    Dieser Auftrag sollte verhindern, dass Wasser im Sockelbereich oberhalb der Kellerdecke den Stein durchfeuchtet.
    Bei der zweiten Abklebung handelt es sich um eine Teerpappe, die ca. 40 - 60 cm oberhalb des Terrassenbodens auf der einen Seite an der Kalksandsteinmauer verklebt ist und der andere Seite in der Fuge des Klinkers endet. Durch den schrägen Verlauf der Teerpappe (vom Kalksandstein hin zum Klinker) und den Lüftungsgittern im Klinker soll sichergestellt sein, dass eindringendes Wasser wieder nach Außen abgeführt wird.

    Zum Problem: Tatsache ist aber, dass Schlagregen Wasser durch die Fugen eindringen lässt und das dieses, anstatt nach Außen abzulaufen, in die untere Schicht kommen lässt. Scheinbar ist die obere Abklebung fehlerhaft oder an den Enden (Übergang zu den Terrassentüren) nicht weit genug geführt.
    Das in den unteren Teil der Klinkermauer eindringende Wasser findet dann (scheinbar) im Bereich der Terrassentüren einen Durchgang ins Innere des Hauses um dort am Putz der Innenwände hochzuziehen. Nach einem längeren Schlagregen sind regelmäßig Durchfeuchtungen im Sockelbereich des Putzes an den Innenseiten der Terrassentüren fühlbar.
    Dieses Problem lässt sich ohne großem Umstand auch mit einem Wasserschlauch nachbilden.

    Der Lösungsvorschlag unseres BU's: Abdichten der Klinkerfassade durch den Auftrag eines unsichtbaren Schutzanstrichs. Dieser soll das Eindringen von Wasser zuverlässig für ca. 10 Jahre verhindern und braucht dann nur wieder erneut aufgetragen zu werden.

    Frage: Wäre das wirklich die Lösung des Problems? Wäre es nicht sogar eher so, dass spätere, neue Haarrisse in den Fugen dann doch wieder Wasser eindringen lassen, welches dann wegen des Anstrichs erst recht nicht mehr nach Außen entweichen kann und zwangsläufig immer den Weg ins Hausinnere suchen muss?
     
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  3. Robby

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    was ist die untere Abdichtung? Ein "Anstrich" wäre nicht ausreichend da die Abdichtung des Sockels entsprechend DIN 18195 auszuführen wäre. Hier sind keine Anstriche vorgesehen.

    Die obere Abdichtung wird die sogenannte Z / L Abdichtung darstellen, diese soll die Entwässerung des Verblendschalenzwischenraumes sicherstellen und über die Geländeoberkante hohlen, das ist üblich und wäre so auch in Ordnung. Nicht in Ordnung ist dagegen der Einbau von Lüftungsgittern und durchgezogene Lagerfugen oberhalb der Entwässerungsebene (L / Z Abdichtung) hier kann das Wasser nicht schadfrei nach außen abgeführt werden, da es sich zumindest bis auf Höhe der Fuge aufstaut. Sollte die Abdichtung hier nun zusätzlich noch nicht verklebt sein dringt Wasser in den Sockelbereich ein.

    Die Instandsetzung ist auch ohne Kenntnis der Örtlichkeit als falsch und nicht zielführend zur Problemlösung zu beschreiben. Eine verbesserung kann so dauerhaft nicht erfolgen, da eine hydrophobierung nicht dauerhaft und nicht dauerhaft dicht ist.

    Alles andere müsste vor Ort geprüft werden.
     
Thema: Wassereintritt durch den Außenklinker
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