Wasserführender Kachelofen und Solarthermie als alleiniges Heizsystem?

Diskutiere Wasserführender Kachelofen und Solarthermie als alleiniges Heizsystem? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen! Wir sind in der Planungsphase. Momentan gedenken wir folgendes: 170qm Wohnfläche vollunterkellert weiße Wanne kfw 55...

  1. #1 Bauenaberwie, 9. Juni 2011
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    Hallo zusammen!

    Wir sind in der Planungsphase.
    Momentan gedenken wir folgendes:

    170qm Wohnfläche
    vollunterkellert weiße Wanne
    kfw 55 Haus

    Als Heizsystem wurde uns nun vom Bauunternehmer eine Kombination aus Solarthermie mit wasserführendem Kachelofen und Pufferspeicher vorgeschlagen.
    Da ich sowieso auf jeden Fall einen Kachelofen haben möchte und Holz zum Teil vorhanden wäre, bzw. auch die Gerätschaften zum Herstellen von Brennholz, ist dies durchaus eine Überlegung wert.
    Wir würden einen Holzraum im Keller anlegen, welcher von aussen zu befüllen ist.
    Beheizt würde der Ofen vom Keller aus. Oben würde er einige Wohnräume mitheizen.
    Das Haus kann genau gen Süden ausgerichtet werden.
    Es gibt keine Vorgaben bezüglich Dach/Dachneigung.
    Im Erdgeschoß (ca. 100qm) würden wir nur Fußbodenheizung nehmen, im OG ist es egal ob Heizkörper oder Fußbodenheizung.

    Nun zu meinen Fragen:
    Welche Ausrichtung und Dachneigung ist für optimale "Ausbeute" beim Solar notwendig?
    Wie viel Kollektoren (und welche) wären es so etwa über den Daumen gepeilt?

    Ist es möglich und sinnvoll so zu heizen (nur Ofen und Solarthermie)?

    Wie viel Leistung müsste ein solcher Ofen bringen (soll Wasser aufheizen und ca. 65qm "direkt" heizen) und was sollte so ein Teil (natürlich was ordentliches ;) ) kosten?
    Kann man den Pufferspeicher so ausstatten, dass er die gewünschte Temperatur hält, bzw. wenn er unter ein gewisses Niveau fällt selbstständig elektrisch nachheizt? Oder ist dies unrentabel?

    Viele Fragen, ich hoffe auf Ihre kompetenten Antworten, vielen Dank!!
     
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  3. #2 passivbauer, 9. Juni 2011
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    Aktuell machen wir auch genau so ein Konzept bei einem etwas größerem Objekt. KWL mit WRG einsetzen, massive Bauweise, großes Kollektorfeld mit großem Solarspeicher, Frischwaserstation, schöne Südausrichtung (auf gute Verschattung achten), mind. kfw55.

    Kalkulation liefert einen Bedarf von rund 3 Ster/jahr bezogen auf Klimazone Freiburg. Das kann man gut per Hand beschicken.
     
  4. R.B.

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    Möglichst Südausrichtung, Dachneigung etwas steiler für bessere Nutzung während der Übergangszeit. Im Sommer haben diese Anlagen sowieso Leistung im Überfluß.

    DN 45° bis 50° wäre schon einmal ein Anhaltspunkt. Die genauere Abstimmung müsste man rechnen und optimieren.

    Das ist nicht so einfach zu beantworten. Dafür braucht man zuerst einmal eine Planungsgrundlage (Heizlast, Nutzung usw.). Wir reden aber schnell von einer Anlage in der 20m2 Kategorie, oder auch mehr. Ob Röhren- oder Flachkollektor, darüber streiten sich die Gelehrten (und nicht nur die).

    Ist machbar. Ob sinnvoll, das hängt von Euren Ansprüchen und Nutzerverhalten ab.

    Die Leistung wird erst einmal durch die Heizlast nach unten begrenzt. Weiterhin durch die Nutzung (sprich, wie oft soll die Kiste "geladen" werden).

    Kosten? Das hängt vom Anlagenkonzept ab. Dafür gehen aber sicherlich einige Euro über die Ladentheke.

    Eine el. Heizpatrone ist kein Problem, aber direkt mit Strom beheizen, das kostet Geld. Immerhin zahlt man für die kWh schnell mal 25Ct.

    Du solltest mal die vielen Themen hier im Forum durchlesen, dann kriegst Du einen Überblick. Ein Ofen ist schnell eingebaut, aber um ein passendes Konzept zu entwickeln, dafür braucht man Daten und einiges an Zeit.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Theo Kern, 15. Juni 2011
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    Absolut machbar.
    Am besten und komfortabelsten mit einem Grundofen ausgestattet mit Absorber und
    ausgelegt auf 3-maliges Beheizen pro Tag für max. Leistung.
    Der Ofen muss auf die Gesamtheizlast ausgelegt sein, also das Haus alleine beheizen können.
    Solarthermie bringt genau dann nichts wenn es am allernötigsten wäre.
    Ansonsten wird durch sie der Brennstoffverbrauch reduziert und der Komfort weiter erhöht durch weniger Heizvorgänge.
     
  6. #5 Bau und Fragen, 15. Juni 2011
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    Hallo,

    euer Konzept war auch vor 2-3 Jahren die Idee meines Bruders in seinem Neubau mit 180qm zu beheizender Fläche.

    Nachdem er die Angebote der Heizungsbauer bekommen hat, ist er fast vom Stuhl gekippt... Eine 20qm thermische Solaranlage kostete damals rund 15k, der Kachelofen nochmal 10k. Dazu kommen dann FBH plus das ganze drum herum...

    Meiner (Laien)-Meinung nach sollte man im Neubau versuchen, monovalent zu heizen. Auch dann wenn man mal länger nicht zu Hause ist sollte die Temperierung der Hütte möglich sein.

    Hast du dich schon mal mit einer Wärmepumpe mit Erdkollektor befasst? Diese Anlagen bekommst du für rund 15k komplett. Vorteil, du bekommst du Bude auch warm wenn niemand Holz macht und niemand Zuhause ist....:D
     
  7. #6 Rheinbauer, 15. Juni 2011
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    und warum soll die Bude dann warm sein ?

    Das ist imho Energieverschwendung.


    ....ich meine jetzt natürlich nicht 1 Tag...


    Eigentlich reicht Frostschutz, oder ?
     
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  9. #7 passivbauer, 15. Juni 2011
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    Ein sehr gut gedämmtes Haus (Richtung Passivhausstandard) wird auch bei einer Frostperiode von -10 °C über mehrere Tage im Innenbereich nicht unter 0° C kommen solange die Fenster nicht komplett verschattet werden (Rolladen o.ä.). Dazu wurden bereits vielfältige einige Simulationen durchgeführt.
     
  10. #8 Rheinbauer, 15. Juni 2011
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    umso besser
     
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