Wasserführender Kaminofen + Solar sinnvoll?

Diskutiere Wasserführender Kaminofen + Solar sinnvoll? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten! Nachdem mein Konto nun endlich nach 3 Tagen aktiviert wurde kann ich endlich meine Frage stellen. Hier im Forum ist wenigstens...

  1. #1 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
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    Hallo Experten! Nachdem mein Konto nun endlich nach 3 Tagen aktiviert wurde kann ich endlich meine Frage stellen.
    Hier im Forum ist wenigstens was los, woanders bekommt man nur dumme Antworten oder "..alles mist...ich würde das so und so machen..." bla bla...

    Nun mein Anliegen:

    Ich habe ein Haus gekauft. In diesem befindet sich eine Heizungsanlage die mit Flüssiggas läuft. (Leider kein Erdgas vorhanden).
    Da mit Flüssiggas aber viel zu teuer ist und garantiert noch teurer wird, möchte ich den Verbrauch dieses Gases so gering wie möglich halten.
    Ich baue die komplette obere Etage neu aus. Das Dach wurde gestern fertiggestellt.
    Im Wohnzimmer befindet sich einen normaler Kaminofen, der eh getauscht werden soll. Da sich unter dem Wohnzimmer direkt die Heizungsanlage befindet habe ich mir folgendes gedacht:

    Den Kaminofen durch einen Wasserführenden Kaminofen ersetzen, um mein Brauchwasser und Heizungswasser im WINTER damit aufzuheizen (bzw. Den Brennkessel zu unterstützen). Heizung ist selten an, da im Keller auch ein Kaminofen steht, mit den beiden heizen wir das ganze Haus. Zugleich wollte ich auf dem Dach Solarkollektoren aufbauen, um im SOMMER genügend Warmwasser zu erhalten. Im Sommer natürlich ausschließlich für Brauchwasser.

    Solch eine Anlage gibt es im Komplettpreis für ca 4600€ (Was ich bisher gefunden habe...) Abzgl. Förderung vom BAFA dann noch günstiger.
    Wir sind im Moment noch ohne Kinder, aber die Planung ist da.


    Lohnt sich eine solche Investition? Nicht vergessen: Flüssiggasheizung... Und ich komme verdammt günstig an Kohle für den Kaminofen ran...

    Danke.
     
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  3. H.PF

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    Das System find ich sehr sympatisch...

    Wenn hier nicht baulich so viel dagegen sprechen würd würd ich das auch gerne so gestalten...
     
  4. #3 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
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    Das ist sehr schön ;)

    Ja, da ich eh alles umbaue würde ich das gerne so machen... Ich weiss nicht ob ich hier einen Link von dem Shop verlinken darf, dann könnte man sich die Anlage mal direkt anschauen...
     
  5. Kalle88

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    Was spricht dagegen, den Kamin im Keller dafür zu benutzen und im Wohnbereich auf einen Kaminofen mit hoher Speicherkapazität zu setzen? Klar machts das teurer, weil wohl zwei Kamine ausgestattet werden. Da ich selber nen 12 kW Kamin besitze mit, eigentlich nicht vorhandener Speicherung, weiß ich wie viel Holz da weggeht um die 100 m² Wohnung aufzuheizen.

    Nun kenne ich mich mit der ganzen Technik nicht so aus und weiß nicht obs die wasserführenden Öfen auch in Specksteintechnik gibt.

    Ein guter Freund von mir hat nen Kamin quasi in eine Hauswand integrieren lassen. Ist dadurch von zwei Räumen erreichbar und befeuerbar. Recht mächtig das Ding. Laut Aussage von ihm aber mit bis zu 24 Std. recht konstanter Wärmeabgabe keine Fehlinvestition gewesen. Feuerungsbedarf hält sich auch in Grenzen, zumindestens nicht so wie bei mir :D
     
  6. #5 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
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    Das ding ist: im Keller wohnen meine Eltern. Die heizen um Winter erst ab 17 Uhr mit dem Ofen, von den arbeitszeiten her nicht anders möglich. Ich allerdings arbeite in schichten. Kann also entweder den ganzen Tag oder zumindest vormittags 5 Stunden heizen. Und wenn, dann würde ich den wasserofen oben eh mit speckstein kaufen.

    Die Frage die sich mir eigentlich nur stellt: erhoffe ich mir zu viel oder klappt das so gut.
    Also im Sommer möglicherweise ohne Gas auszukommen und um Winter nur geringfügig Gas verbrauchen.
     
  7. H.PF

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    wenn das System sauber geplant ist mit ausreichend Reserven wirst du im Winter völlig ohne Gas auskommen und im Sommer auch...
     
  8. Julius

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    Im Prinzip klappt das. Im Sommer auf jeden Fall (wenn der Speicher groß genug ausgelegt ist, aber das muß er wegen des wasserführenden Ofens sowieso werden), im Winter hängt es davon ab, ob genügend lang der Ofen geschürt wird.

    Vorsicht beim Einkauf:
    So ein System ist SEHR sicherheitskritisch (Gefahr von Zerknall der Wassertasche, was mit immensen Zersörungen am Gebäude einhergeht und schon Menschenleben gekostet hat).
    Leider werden im Internet auch Öfen, Wärmetauscher und Bausätze angeboten, die NICHT die einschlägigen Sicherheitsanforderungen erfüllen.
    Stichwort: thermische Ablaufsicherung!
     
  9. #8 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
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    Im Set ist ein 600l Speicher davon 180l Brauchwasser.
    Röhrenkollektoren 8 Quadratmeter
     
  10. #9 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Oktober 2013
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    Ist alles dabei.
     
  11. Julius

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    600l erscheint mir recht knapp für so ein Öfelchen.
    Welche wassserseitige Leistung hat er?
    Paßt ein kompletter Abbrand in den Speicher?

    Die Anlage sollte sehr sorgfältig ausgelegt werden!
     
  12. #11 Fraxxor2007, 30. Oktober 2013
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    Wasser und luftseitig jeweils 5kw. 500l Speicher, 180l Brauchwasserbehälter
     
  13. Wookie81

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    Zwei Punkte:

    1. Warum lässt du nicht die beiden Öfen in den Wohnungen weg und machst einen Heizofen im Technikraum? Dann können beide Parteien das Haus heizen und du sparst dir ggf. den ganzen Aufwand mit einer neuen Leitungsverlegung.
    2. Von der Idee her finde ich deine Lösung super, weil sie sich wirklich gut ergänzen sollte. Aber lass das Ganze doch von jemand vernünftig planen!! Wieviel Heizleistung braucht ihr, wieviel WW, wieviel kann der Ofen bzw. die Kollektoren liefern und wie groß muss der Puffer sein, damit das Haus morgens noch warm ist und genug WW zum Duschen zur Verfügung steht?

    Gruß
    Wk
     
  14. Joogie

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    Ich lese RÖHRENKolektoren, aus meiner erfahrung. Mir sind etliche im sommer gerissen, geplatzt durch überhitzung. Das war vor 2 jahren.
    Wir haben die gegen flächenkoletoren tauschen lassen, ja man liest die röhrenkol. sollen 20-25% mehr bringen, ich habe keinen unterschied festgestellt.

    Vielleicht sind die röhren heute besser, ich habe keine ahnung.
     
  15. #14 Fraxxor2007, 31. Oktober 2013
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    Hey =)

    1. Wir möchten diese "spezielle Wärme" von einem Kaminofen einfach in unserem Wohnzimmer haben. Ich habe nachgemessen: Der neue Puffer würde direkt unter dem Kaminofen stehen, macht also (sehr) gut gerechnet 2,5m gerade nach unten, renoviert wird so oder so.
    2. -Heizungsbauer und Schornsteinfeger werden natürlich vorher befragt! Ich möchte lediglich wissen ob sich das lohnt, bzw. ob es so funktioniert wie ich mir das vorstelle.
    -Heizleistung 90% Kaminofen, 10% Heizung für Nachts, höchstens 2 Heizkörper gleichzeitig, da Specksteinofen.
    -WW-Bedarf 2 mal duschen am Tag, wenns hoch kommt mal 3 nacheinander. Bisschen abwasch.

    Alles in allem nicht allzuviel Verbrauch. Jedoch möchte ich von dem sch... Flüssiggas weitestgehend unabhängig sein. Es wird ja nicht günstiger. Deshalb jetzt noch die Förderung für Solarthermie abzwacken. Einmal Umbau, dann richtig und zukunftsweisend. Mit Flüssiggas bin ich locker 1500€/Jahr los. Also rentiert sich eine Anlage schon nach wenigen Jahren (Wenn sie störungsfrei läuft)
     
  16. R.B.

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    Das ist eine Milchmädchenrechnung, denn die kleine Solaranlage wird Dir nur ein paar kWh im Jahr einsparen. Bestenfalls vielleicht noch 100,- € p.a.

    Der Ofen hingegen kann einen großen Teil zur Heizenergie beisteuern. Diesen sinnvoll einzuplanen und nachher auch zu betreiben, ist aber gar nicht so einfach.

    Gruß
    Ralf
     
  17. #16 Fraxxor2007, 31. Oktober 2013
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    Auf einer Karte ist zu sehen, dass in meinem Bereich ca 1000kwh/Jahr/QM "Wärme" erzeugt wird. Bei 8QM sind das 8000kwh, richtig?

    1L Flüssiggas kostet ca 65 Cent. Aus einem liter gewinnt man 6,8kwh.
    8000kwh/6,8kwh= 1176 Liter Flüssiggas * 0,65€ = 764€/Jahr

    Alles "cirka" Rechnungen, aber sind schon mehr als 100€ p.a. o.0
     
  18. #17 MartyMcFly99, 31. Oktober 2013
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    Wie hoch ist denn der Wirkungsgrad der Module?
     
  19. R.B.

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    Nö, da liegst Du völlig falsch. Die 1.000kWh/m2a (theoretsch noch mehr) sind das was die Sonne liefert bzw. was Du mit PV theoretisch nutzen könntest, aber nicht das was Du über die Solarthermiemodule ernten kannst. Bei einer Solarthermieanlage wirst Du nur für die WW-Erzeugung vielleicht irgendwo um 300kWh/m2a liegen, vermutlich sogar darunter. Kannst Du einen Teil noch als Heizungsunterstützung nutzen, dann liegt das irgendwo zwischen 300-400kWh/m2a. Da spielt das Anlagenkonzept eine wichtige Rolle. Es gibt auch WW-Anlagen die schaffen nicht einmal 200kWh/m2a, und in Deinem Fall ist das sogar sehr wahrscheinlich wenn der WW-Bedarf gering ist.

    d.h. wir reden bei Dir bestenfalls von vielleicht 1.600kWh p.a., das macht bei den teuren 10Ct./kWh Flüssiggas gerade mal 160,- € p.a. Mit einem vernünftigen Energieträger liegst Du deutlich unter 100,- €.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 Fraxxor2007, 31. Oktober 2013
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    Der Name ist auch völlig egal. Es ist einer der China-Kollektoren wie sie in Mengen angeboten werden, und Prüfergebnisse gibt es auch. Man muss nur suchen. An meiner obigen Einschätzung ändert das aber nichts.
     
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