Wasserleitung im Außenbereich isolieren

Diskutiere Wasserleitung im Außenbereich isolieren im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, Ich bin neu hier und wollte Euch mal um Rat fragen. Ich möchte vom Haus aus eine Wasserleitung (Kunststoffleitung) zu einem...

  1. Abecker

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    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte Euch mal um Rat fragen.
    Ich möchte vom Haus aus eine Wasserleitung (Kunststoffleitung) zu einem Gartenhaus (massives Ziegelhaus ohne Keller) verlegen. Das sind ca. 12 m und etwa 9 m davon wird die Wasserleitung in ca. 60 cm Tiefe im Kies liegen. Dort befindet sich eine aufgeschüttete Terrasse, die an der Nachbarswand liegt. An der Nachbarswand habe ich den 60 cm tiefen Schacht ausgehoben. Nach den 9 m endet die Terrasse und es gibt eine Treppe in den Garten. Das letzte Stück ist mein Problem, da die Leitung etwa auf dem Niveau des Gartens aus der Terrassenwand kommt. Wie kann ich die Wasserleitung auf den letzten Metern isolieren? Auch hier verläuft die Mauer vom Nachbarn. Kann ich die Leitung in einer eigenen kleinen Mauer verlegen, die ich vor die Mauer des Nachbarn baue? Wie dick und hoch müsste die Mauer sein, damit darin die Wasserleitung frostfrei liegen kann? Sollte ich neben einer klassischen Schaumstoffisolation noch zusätzlich Glas- oder Steinwolle mit einmauern? Welcher Stein isoliert am besten, Porenbeton?
    Ich möchte die Wasserleitung nicht nochmal vergraben, da ich sonst Probleme bekomme, die Leitung in das Gartenhaus zu führen (kein Keller), und das Fundament möchte ich nicht beschädigen.
    Vielen Dank für jeden Tipp
    Viele Grüße
    Al
     
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  3. H.PF

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    Bau eine Begleitheizung ein... Dann kann nix passieren
     
  4. ThomasMD

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    AW: Wasserleitung im Außenbereich isolieren

    Sowohl im nur 60 cm tiefen Kiesbett, als auch in jeder Dämmstärke wird die Leitung einfrieren.
    Du musst sie so verlegen lassen, dass sie vollständig entleert werden kann.

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  5. Abecker

    Abecker

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    Guten Morgen,

    erstmal vielen Dank an Euch für die Antworten. Das ging fix. :D

    Es handelt sich ja um ein Gartenhaus, so dass man bei extremen Wintern auch die Wasserleitung abdrehen und selbstverständlich auch entleehren kann. Die Kunststoffrohre platzen doch normalerweise nicht im Gegensatz zu Kupferrohren, wenn sie zufrieren, oder? Von daher sind doch 60 cm eigentich in unseren Gefilden ausreichend. O.k. das Loch ist ja offen, sodass ich auch noch 20 cm tiefer graben könnte, aber dann ist es doch definitiv im frostefreien Bereich.
    Ich weiß, dass irgendwann jedes Rohr zufriert, da das nur eine Frage der Zeit ist. Aber es geht mir mir eben darum, die Zeit zu verlängern. Von daher möchte ich nur wissen, wie ich das mit einem vertretbaren Aufwand für die letzten Meter schaffe.
    Die Begleitheizung ist sicher die beste Lösung, aber verursacht auch laufende Kosten. Außerdem weiß ich nicht, was die Dinger für eine Lebensdauer haben und wie ich feststelle, dass sie irgendwann mal defekt sind, außer, dass mir das Wasser beim Auftauen um die Ohren fliegt ... ;) Und dann müsste ich alles aufgraben, was wohl zu aufwändig wäre ...

    Damit präzisier ich meine Frage nochmal: Wie bekomme ich die letzten Meter so isoliert, dass ich in etwa auch die gleiche Isolation komme, wie die restliche Leitung in 60 oder auch 80 cm Tiefe?

    Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

    Viele Grüße

    Al
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Mit einer Dämmung kann man das Einfrieren niemals so lange hinauszögern, dass alle Möglichkeiten (Gefahren) abgedeckt werden. Wir hatten auch schon 2 Wochen fast durchgehend Außentemperaturen zwischen -10°C und -20°C, da ist die beste Wärmedämmung überfordert. Die einzige Möglichhkeit ist eine el. Begleitheizung. Die schaltet natürlich nur ein, wenn wirklich Gefahr besteht.
    Alles andere dient mehr einem ruhigen Gewissen als einem sinnvollem Frostschutz.

    Ach ja, auch Kunststoffrohre können platzen, oder sie werden durch das Einfrieren so geschädigt, dass ein Ausfall absehbar ist. Deswegen sind solche Leitungen im Außenbereich immer zu schützen.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Manfred Abt, 2. April 2013
    Manfred Abt

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    Alternative ist, vor jedem Winter zu entleeren.

    Also nicht differenziert nach normalem oder extremen Winter sondern einfach immer.

    Ansonsten wie Vorredner, insbesondere Leitungen mit stagnierendem Wasser kannst du über Dämmung nicht schützen.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Stagnation ist ein weiterer Punkt den man beachten muss. Das gilt aber nicht nur im Winter, sondern über das ganze Jahr. Immerhin stehen in den 12m Leitung 1-2Liter Wasser deren Zustand (Hygiene) schon nach kurzer Zeit Nichtbenutzung fraglich ist.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Abecker

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    O.k., Ihr habt mich überzeugt, Dämmung hilft wohl nicht viel. vielen Dank für die vielen Hinweise von Euch. Dann werde ich wohl doch eine Begleichheizung einplanen, obwohl das wohl recht teuer wird (auch in der Anschaffung). Gibt es da Firmen, die man empfehlen kann oder welche, von denen man lieber Abstande nehmen sollte?
     
  10. #9 Manfred Abt, 3. April 2013
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    warum nicht entleeren?
     
  11. R.B.

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    Wieso teuer? So ein Heizband kostet im einfachsten Fall irgendwas um 5,- €/Meter.

    Die Alternative mit der Entleerung wird noch günstiger, dann solltest Du aber immer daran denken, denn einmal vergessen.....;)

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 RingoStar, 3. April 2013
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    Entleeren erscheint mir hier das einzig sinnvolle. Oder befindet sich in der Hütte irgendwas dass ganzjährig eine Wasserversorgung benötigt? Und wie schon geschrieben: Vor dem Winter entleeren, egal ob schon Frost oder noch +8°C, dann kann gar nichts passieren.

    Mit der "Hygiene" kannst du mal googlen und dich im Fachhandel/Betrieb erkundigen. Häufig wird bei Stagnationswasser sofort von Verunreinigung des Trinkwassers etc gesprochen und nach einem Systemtrenner geschrien. Informiere dich dazu mal in einem Fachbetrieb und teile die Antwort hier mit. Das ist sicherlich eine nützliche Information für alle hier.

    Grüße,
    RINGO
     
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  14. Abecker

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    Hallo Ringo,

    Das mit der Hygiene ist tatsächlich ein Thema. Da hätte ich gar nicht dran gedacht und fand den Hinweis ganz wichtig. Die Frage ist nur, wie man das mit vertretbaren Aufwand hinbekommt. Es ist natürlich nicht witzig, wenn man wegen einer wenig benutzen Wasserstelle die gesamte Hausanlag gefährdet. Ich habe übrigens einen ganz informativen Artikel gefunden:

    http://www.its-stueckemann.de/stagnation-die-groesste-suende-wider-die-hygiene/

    @Alle
    Ansonsten möchte ich sagen, dass ich sehr begeistert von diesem Forum bin und vor allem von den schnellen und kompetenten Antworten. Echt super!

    Vielen Dank und viele Grüße

    Al
     
  15. #13 RingoStar, 5. April 2013
    RingoStar

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    Kein Ding.

    Mit dem Stagnationswasser in Kombination mit einem Systemtrenner.... informiere dich mal in einem Fachbetrieb. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen :D
     
Thema: Wasserleitung im Außenbereich isolieren
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