Wassermenge im Heizkreislauf

Diskutiere Wassermenge im Heizkreislauf im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Kann mir jemand sagen wie man die Wassermenge in einem Heizkreis ermittelt? Bei uns wurde eine Fußbodenheizung mit 1095 m Länge...

  1. KlausD

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    Hallo!

    Kann mir jemand sagen wie man die Wassermenge in einem Heizkreis ermittelt?
    Bei uns wurde eine Fußbodenheizung mit 1095 m Länge Heizrohr mit einem Innendurchmesser von 10 mm verlegt. Der Druck beträgt 1,5 bar.

    Es geht letztendlich darum, ob unser Ausdehnungsgefäß (12 l) ausreichend ist (hierfür habe ich die Berechnungsformel, nur die Wassermenge fehlt).


    Danke :)
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Mathematik 5. Klasse: Berechnung Kreisfläche und dann mit der Rohrlänge multiplizieren.

    A = r2*Pi also r*r*Pi
    A = 0,5 * 0,5 * 3,14159 = 0,785 cm2
    V = A * l = 0,785 * 100 =78,5 cm3 (für 1m = 100cm Länge).

    Ergibt bei o.g. Rohr 0,785cm2 * 109500cm = 85957,5 cm3 oder etwa 85,9 Liter.

    Jetzt noch die restlichen Rohre (Strangleitungen o.ä.) und Kesselinhalt usw. hinzuzählen. Ich weiß ja nicht was sonst noch an Deiner Installation beteiligt ist und Wasser führt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Ach ja, die o.g. Formel setzt voraus, daß das Rohr "kreisrund" ist. :D

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Achim Kaiser, 6. März 2009
    Achim Kaiser

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    Welcher D*** (Kosewort für Komiker) hat denn das installiert ?

    Du kannst das ja nun nach den DIN-Mindestvorgaben prüfen ... Auslegungssoftware dafür findest bei jedem Gefäßhersteller auf der HP ... je nach Temperaturvorgaben wird die Mindestgröße bei 25 oder 35 l liegen.

    Aber vollkommen egal was da bei der Berechnung rauskommt ... da gehört ein 50 bzw. 80 l Ausdehnungsgefäß rein und dann ist Ruhe.

    Das 12 l Gefäß im Gerät reicht meistens grade mal für ne Etagenheizung mit Heizkörpern .... und selbst da kippen die Muckefuckdinger ständig aus den Latschen da sie bis an/über die Grenzen belastet werden.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. #5 Hunsbuckel, 6. März 2009
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    Nun ja, mit der Volumenberechnung ist das so eine Sache;-)
    Mein Heizi hat für 1200m FBH in 17x2, 2 Verteiler, 50er PWT für die Zubadan, kein Puffer etc. ein Ausdehnungsgefäß von 50l errechnet;-)
    Da muß ich wohl auch noch mal nachfragen - welchen Wärmeausdehnungskoeffizienten für Wasser er zugrunde gelegt hat:-)... andererseits denke ich, daß keine Nachteile entstehen, wenn das Ausdehnungsgefäß etwas größer ist.
     
  7. KlausD

    KlausD

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    das klingt fundiert ;)

    nee im Ernst, ich hab mal gerechnet (Innendurchmesser ist 12 mm nicht 10 wie ich oben angegeben hatte), sprich etwa 124 l Wassermenge. Dann noch Steigleitungen und Kesselinhalt... sagen wir mal insgesamt 140 l.

    Bei einem max. Ausdehnungskoeffizienten von 1,0434 (4°C zu 100°C) komme ich da auf etwa 12,15 l Ausdehnungsgefäß...

    Unsere 12 l wohl zu wenig, aber ein 25 l Gefäß wird reichen, oder?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Das ist aber ein kleiner "Kessel".

    Wo liegt das Problem? Rechne das ganze mal mit den Temperaturen durch und Du wirst wohl bei > 35 Litern landen.

    Infos gibt´s auch hier.

    http://www.bosy-online.de/Hydraulik-Druckhaltung.htm

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 Achim Kaiser, 6. März 2009
    Achim Kaiser

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    Vergiss es :)

    Ja, es würde reichen und du hast dann ne Wasservorlage von ~ 3l (sofern deine 125 l Anlageninhalt stimmen).

    Wenn schon ein externes Gefäß gesetzt werden muss, dann geb 30 Euro mehr aus und mach ein 50er Gefäß dran ...

    Ein Ausdehnungsgefäß darf nach Norm ~ 10% seines Vordrucks p.a. verlieren (deswegen sollen die Dinger ja auch gewartet werden). Die Norm-Wasservorlage von 0,5% (min 3 l) des Anlageninhalts ist m. E. sowieso was für Schwachmaten ....

    Schnippelst da mit so Miniauslegungen rum, biste jedes Jahr am rumspielen, blos weil das Ausdehnungsgefäß auf Kante genäht hast.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. KlausD

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    Erstmal danke an alle.

    Wir haben ein EFH gebaut inkl. besagter Heizungsanlage.
    Ein Bekannter wunderte sich, dass über den Therme nur ein Ausdehnungsgefäß für die Solaranlage war und nicht für die Heizung.
    Auf Nachfrage sagte man uns, es gibt ein internes Ausdehnungsgefäß von 12 l und das würde reichen. Und daran zweifeln wir nun.
    Die Heizungsfirma müsste ja eine entsprechende Berechnung des benötigten Volumens vorlegen können, oder?
    Wir knausern also nicht. Ich hätte kein Problem ein größeres Gefäß zu kaufen, sehe ich aber nicht ein da ich davon ausgehe, dass uns ein entsprechend großes Gefäß eingebaut hätte werden müssen.
     
  11. #10 Achim Kaiser, 6. März 2009
    Achim Kaiser

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    Na dann ... frohes rumzerfen.

    Auf den Nachweis bin ich mal gespannt :).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. KlausD

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    eine Frage noch zu dieser Übersicht
    http://www.bosy-online.de/mag-ahrendt.xls

    Was ist denn ganz genau die Position "Vordruck Gefäß Po" und "Enddruck Pe"? Die Kommentare an den Eingebafeldern sagen mir nicht so wahnsinnig viel :o
     
  13. R.B.

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    Vordruck Po ist abhängig von der Höhe der Anlage, also beispielsweise Kessel im Keller und FBH im DG, Höhenunterschied beispielsweise 7m (= 0,7bar).
    Pe = Enddruck, also Maximaldruck der Anlage.

    Einfach die links studieren, dort finden sich alle Details.

    Gruß
    Ralf
     
  14. OldBo

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  15. KlausD

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    Unser Heizungsbauer kommt nun in den nächsten Tagen nochmal vorbei und will mir u.a. die ausreichenende Dimensionierung des 12 l Ausdehnungsgefäßes erklären - und zwar anhand eines Schiebereglers?!??

    Wie geht das denn? Das hört sich für mich nach Mittelalter an, oder ist das neben anderen Berechnungsmöglichkeiten (s. Postings weiter oben) ebenfalls eine übliche Methode?

    (wie gesagt, unser Heizungssystem: die Wassermenge im Heizkreislauf beträgt insgesamt 170 l, kein Kessel (irgendwie nur 4 l) sondern Schichtladebetrieb, Vorlauftemperatur begrenzt auf 55°C)

    Der Heizungsbauer war schon gestern am Telefon etwas stinkig weil ich als Laie quasi seine Kompetenz in Frage stellen würde... was mir allerdings völlig egal ist.
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Tja, so sind sie .....die Experten. :mega_lol:

    Aber wenn Du die o.g. Seiten durchgearbetet hast, dann solltest Du gut gerüstet sein. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  17. KlausD

    KlausD

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    Ein paar Stichpunkte und wie man das notwendige Volumen berechnen kann hab ich mir schon notiert, nur "alles" kann ich mir weder merken noch hab ich als Häuslebauer die notwendige Zeit, mir so viele Dinge anzulesen und überall firm zu sein :(

    Was ist denn das mit dem Schieberegler? Ist das überhaupt geeignet? Ist das noch gängig und wird das noch üblicherweise benutzt?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Ich weiß nicht genau was ER damit meint. Vermutlich so ein Messschieber (vergleichbar mit den Rechenschiebern) wo man die wichtigsten Parameter einstellen und dann die MAG Größe ablesen kann.

    Wäre zwar steinzeitlich, aber deswegen noch lange nicht schlecht.

    Gruß
    Ralf
     
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  20. KlausD

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    Heute war der Heizungsbauer da.
    Hat mir mit seinem Schieberegler einen vorgeschoben :biggthumpup:

    "Die gibts vom Hersteller damit man vor Ort schnell mal das Volumen berechnen kann."

    Ein PC-Porogramm haben die leider nicht, nur das Schiebedings.....

    Ausgehend von einer Vorlauftemperatur von 50°C bei FBH und einer Wassermenge von insgesamt 200 l hätte sogar ein Ausdehnungsgefäß mit 8 l Volumen gereicht lt. Schieberegler.

    Was soll man dazu noch sagen bzw. was soll ich nun noch machen... :eek:
     
  21. R.B.

    R.B.

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    Vielleicht an der falschen Skala abgelesen. :D
    Oder vergessen, daß es auch Zahlen jenseits von ein oder 2 Stellen gibt. :mega_lol:

    Achim hat es doch schon gesagt.

    Gruß
    Ralf
     
Thema: Wassermenge im Heizkreislauf
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