Wasserrohrleitungen in Baden-Würtemberg aus Blei?

Diskutiere Wasserrohrleitungen in Baden-Würtemberg aus Blei? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich stehe kurz davon ein Haus in Freiburg zu kaufen. Das Haus wurde 1967 erbaut. Zur damaligen Zeit waren die Wasserleitungen oft aus...

  1. jungbau

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    Hallo,

    ich stehe kurz davon ein Haus in Freiburg zu kaufen. Das Haus wurde 1967 erbaut. Zur damaligen Zeit waren die Wasserleitungen oft aus Blei was ja schädlich ist.

    Ich habe im Internet folgende Aussage gefunden. Quelle

    Wasserleitungen aus Blei –
    ein Problem in Baden-Württemberg?

    Früher wurden in Häusern oft Bleirohre als Trinkwasserleitungen
    installiert. Das Blei kann jedoch über das
    Trinkwasser in den Körper gelangen, sich dort ablagern
    und zu Vergiftungserscheinungen führen. In Baden-
    Württemberg ist das kein Problem. Seit 1878 ist Blei als
    Werkstoff für Trinkwasserleitungen verboten.


    Kann ich dieser Aussage vertrauen?

    Bei der nächsten Hausbesichtigung habe ich mir vorgenommen die Rohre mal anzukratzen und zu schauen ob das Material glänzt. So kann man angeblich herausfinden ob es sich um Bleirohre handelt.
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 4. Januar 2012
    Achim Kaiser

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    Mir ist in meiner gesamten Laufbahn in BaWü noch keine Trinkwasserleitung aus Blei in einem Wohnhaus begegnet.
    In den 60igern wurde hauptsächlich verzinktes Stahlrohr verlegt.
    In selteneren Fällen wurde auch mal die WW-Rohrleitungen aus Kupfer gebaut.

    Vermutlich gibts - je nach Stillstandszeit - Rostbrühe, Zinkgeriesel und Rostpartikel. Das ist zwar unschön aber nachdem Eisen nicht gesundheitsschädlich ist ... relativ unbedenklich.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. ThomasMD

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    Der Hausanschluß und die im Erdreich verlegten Verteilungsleitungen waren schon teilweise aus Blei.
    Hab sowas 1999 in Leonberg angetroffen.
    Also am Besten zuerst mal im Keller schauen. Braucht man gar nicht zu kratzen. Die Dinger sind immer etwas krumm.
     
  5. jungbau

    jungbau

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    das hört sich schon mal sehr gut an und bringt mich meinem Hauskauf schon näher :D

    wie sieht das denn aus bei dem Alter. Sind die Rohre vermutlich zu tauschen?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Wie oben schon geschrieben, ist Blei bei Bj. 67 im EFH Bereich eher selten. In Stadtbereichen mit älteren Netzen aber denkbar, wobei dort die meisten Städte und Gemeinden wohl schon lange umgestellt haben. Ist zumindest bei uns in der Gegend so.

    Bei einer EFH-Installation Bj. 1967 sollte man die Rohre genauer unter die Lupe nehmen. Ein Austausch ist in manchen Fällen notwendig und auch sinnvoll. Unterstellt man, dass das EFH modernisiert wird, dann möchte man in xx Jahren nicht schon wieder eine Großbaustelle haben.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 hobbyhausbauer, 4. Januar 2012
    hobbyhausbauer

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    Das wage ich zu bezweifeln (natürlich nicht was die Gefährlichkeit von Pb angeht!):
    Unser Hinterhaus wurde 1978/79 gebaut, durchgängig mit verzinktem Stahlrohr.
    Beim Vorderhaus (Bj 1907) habe ich ebenfalls verzinktes Stahlrohr, aber auch Kupferrohr gesehen (ich weiss schon, dass man eigentlich nicht mischen soll).
    Und an einer sehr alten Leitung einen eingeschraubten Flachflansch, den wir austauschen liessen (dabei konnte man sehr schön sehen, wie man ihn leicht von Hand herausbrechen konnte).

    Deshalb nehme ich an, dass im Haus durchaus Probleme auftreten können, aber wohl eher keine Bleirohre.

    Nachtrag:
    Einen Bleisyphon habe ich gesehen, aber das würde dann wohl eher das Klärwerk interessieren.

    Hans
     
  8. jungbau

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    das wäre auch mein Gedankengang.

    sollte man bei der Gelegenheit auch die Heizungsrohre erneuern? Die alte Ölheizung BJ. 88 soll auch getauscht werden. Vermutlich wird es eine mit Brennwerttechnik und evtl. Solar auf dem Dach für Warmwasseraufbereitung. Das Haus ist übrigens ein Zweifamilienhaus mit 190 m² Wohnfläche und 1000 m² Grundstück. Kellerwand 30cm, ab Kellerdecke 25cm dick.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Auch da kann ich nur empfehlen die Rohre mal genauer zu prüfen. Früher wurde für die Heizung gerne mal sogenanntes "Schwarzrohr" eingesetzt. Das hält unter idealen Bedingungen nahezu ewig, aber kann ja sein, dass die damalige Dimensionierung den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt.

    Ein Sanierungskonzept zu erstellen ist nicht ganz einfach. Ich würde an Deiner Stelle zuerst einmal so Dinge wie thermische Hülle (Wände, Fenster, Dach etc.) in Augenschein nehmen. Prüfen was als Dämmstandard erreicht werden soll.

    Erst wenn diese Maßnahmen geplant sind, kann man sich der Haustechnik widmen. Dann kennt man auch die Heizlast und kann den Wärmeerzeuger und die Wärmverteilung sinnvoll planen.

    Gruß
    Ralf
     
  10. jungbau

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    du meinst also als erstes Dämmen und dann mit den neuen Werten sich eine passende Heizung aussuchen. Das erscheint mir logisch.

    Praktisch ist es aber nun so das wir das Haus kaufen und renovieren möchten. Das bedeutet in erster Linie, neue Bäder, neue Küchen, neue Fließen sowie Innenputz. Außerdem sollen einige Wände entfernt werden.

    Wäre es denn nicht unsinnig erst die von mir geplanten Maßnahmen zu machen plus zusätzlich die Dämmarbeiten um dann im letzten Schritt die Heizung zu erneuern. Bei Erneuerung der Heizung habe ich doch wieder eine Großbaustelle im Haus vermutlich müssen auch neue Rohre verlegt.

    Das Dach ist bereits gedämmt und die Fenser sind von 2003. Bleibt also nur die Fassade und die Kellerdecke.

    Was meinst du dazu?
     
  11. #10 Achim Kaiser, 5. Januar 2012
    Achim Kaiser

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    Aber höchstens *vermutlich* - wahrscheinlich eher nicht.

    Die Beantwortung dieser Fragen nennt sich *planen*.

    Aufnahme des Bestandes, *bewerten*, Ziele festlegen, Dringlichkeiten und dann kann z.B. geprüft werden obs ne Kesselanlage gibt die die Grätsche zwischen *jetzt* und *alles umgebaut* schafft oder ob hier ggf. ein Kompromiss oder ne Übergangslösung sinnvoll ist.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. #11 jungbau, 5. Januar 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Januar 2012
    jungbau

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    vorhin habe ich den Energieausweis bekommen. Der Ausweis wurde 2007 ausgestellt. Seit dem gab es keine Veränderungen im Haus. Der Energieverbrauchskennwert liegt bei 167 kWh/(m².a)

    Könnt ihr damit etwas anfangen?
     
  13. R.B.

    R.B.

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  14. jungbau

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    Gestern war ich mit einem Installateur im Keller des Hauses. Er meinte es ist alles sehr ordentlich gemacht. Die neuen Wasserrohre sind aus Kundstoff und bereits gedämmt Die alten Wasserrohre sind aus Kupfer, sehen aber noch gut aus. Die Heizungsrohre sind verzinkte Schwarzrohre was er an den Biegungen erkannt hat.

    Ich möchte evtl. im Keller ein Gästezimmer mit kleinem Badezimmer planen. Laut Installateur ist es machbar. Da die Abflussleitung aber höher liegt als die Toilette müsste mann das Abwasser hochpumpen. Für den Dauereinsatz empfiehlt er eine Pumpe von der ich den Namen vergessen habe. Soll aber so um die 2000 € bis 3000 € kosten. Für ein WC welches selten genutzt wird, würde aber auch ein Häcksler reichen. Das würde nur ca. 300 € kosten. Da uns die Zeit fehlte konnte er nicht weiter drauf eingehen.

    Was genau ist ein Häcksler und was haltet ihr von der Idee?
     
  15. Julius

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    Eine für fäkalienhaltige Abwässer geeignete Kleinhebeanlage.
    Die kann auch das Waschbecken und z.B. ne Dusche mit entsorgen.
    Für ein nicht gewerblich genutztes Gästezimmer würde mir das durchaus genügen.
     
  16. kappradl

    kappradl Gast

    Mein Haus ist von 1963. Die Stahlleitungen waren alle zugesetzt, teilweise so sehr, dass kein Wasser mehr durchkam. Ich würde die Leitungen überall da austauschen, wo renoviert werden soll ( Badfliesen, Küche...).
    Bleirohre waren nur bei den Abwasseranschlüssen für die Waschbecken verbaut.
     
  17. Julius

    Julius

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    Das hängt sehr von den örtlichen Verhältnissen (Wasserqualität, Rohrmaterial, Querschnitte, Nutzung) ab.
    Eine verzinkte Stahlleitung kann nach 40 Jahren hinüber oder nach 80 Jahren noch gut brauchbar sein.
    Bei uns im Haus sind z.B. zahlreiche solcher Leitungen aus den 1930er und den 1960er Jahren Jahren noch im Einsatz und (trotz mittelharten Wassers) gut in Schuß. Wurde aber damals auch ordentlich ausgeführt (separater Steigstrang für die Druckspüler, bedarfsgerechte Querschnitte.
    Viel später verlegte Kupferrohre haben hingegen schon manchen Ärger bereitet. Und der Kunststoffmist kommt mir nicht ins Haus (ich mag kein Frischwasser mit Beigeschmack...)!

    Wenn die Bäder neu gemacht werden, würde ich jedoch bei derartig alten Rohren auf Nummer Sicher gehen und zumindest alles, was in diesen Bereich verläuft, erneuern (Kalt- und Warmwasser).
    Gleichalte Heizungsrohre aus Stahl ("Schwarzrohr") hingegen sollten meist noch eine sehr lange Restnutzungsdauer haben. Die würde ich daher belassen, wenn nicht andere Gründe (Dämmung, Führung, Dimensionierung, geplante Verlegung) dagegensprechen.
     
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  19. kappradl

    kappradl Gast

    Die Heizungsrohre habe ich auch gelassen. Ob das eine gute Idee war, wird sich heraussstellen. Im Bad wäre bei mir aber ein Austausch ohne großen Fliesenschaden machbar.

    Das Kupferrohr, was als Warmwasseleitung zu Wanne ging, hatte im Gegensatz zu den verzinkten Stahlleitungen kaum Ablagerungen.
    Von außen kann man den Rohren jedenfalls nicht ansehen, ob sie noch brauchbar sind.
     
  20. jungbau

    jungbau

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    Wenn das Bad abgerissen wird sehen wir ja was sich darunter verbirgt. Die Wasserleitungen für die Badezimmer sind aber relativ neu da die Badezimmer vor ein paar Jahren neu gefließt wurden. Im Keller kann man die neuen Leitungen sehen die nach oben führen.

    Im 1. OG ist in der Küche ein Warmwasserboiler und 2. OG ist im Badezimmer ebenfalls einer. Der Installateuer meinte es wäre kein großer Aufwand die zu entfernen. Man könnte die Rohre entweder in die Wand setzen oder günstiger wäre vor die Wand und dann die Rohre verblenden.


    ist die Gefahr einer Verstopfung hier großer als normal?
     
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Wasserrohrleitungen in Baden-Würtemberg aus Blei?

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