WDVS auf Poroton T12 und Weiteres

Diskutiere WDVS auf Poroton T12 und Weiteres im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, gestern haben wir mit dem Bauunternehmen, mit welchen wir bauen wollen, verschiedene Möglichkeiten des Wandaufbaus und des WDVS...

  1. #1 misterbert, 5. Oktober 2012
    misterbert

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    Hallo,

    gestern haben wir mit dem Bauunternehmen, mit welchen wir bauen wollen, verschiedene Möglichkeiten des Wandaufbaus und des WDVS besprochen.
    Der letzte Stand ist eine Aufbau mit Poroton T12 36,5cm mit einem WDVS 140mm WLG 0,035.
    Meine Frage ist, macht dieser Wandaufbau Sinn, vor allem in Kombination mit Luft-Wasserwärmepumpe und KWL-Anlage, Fenster 3fach isolierverglast (Ug 0,7, hauptsächlich Süd- oder Westausrichtung) und zusätzlicher Dämmung der Bodenplatte+Dach (da habe ich jetzt allerdings noch keine Spezifikation).

    Danke für die Beantwortung der Frage im Voraus.
     
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  3. R.B.

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    Welche Anforderungen werden an den Wandaufbau gestellt?

    Die Wand wird stolze 50cm dick, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Der U-Wert ist mit 0,14W/m2K sicherlich als sehr gut zu bezeichnen, aber der U-Wert ist ja nicht das einzige Kriterium das man an einen Wandaufbau stellt.

    Man könnte auch das Mauerwerk auf 24cm reduzieren und dafür das WDVS mit 20cm wählen, oder den Ziegel durch einem 24er KS ersetzen wenn Masse eine Rolle spielt.

    Es gibt also viele Optionen. Warum habt Ihr Euch für den o.g. Wandaufbau (fast schon) entschieden? Dafür muss es ja einen Grund geben.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 misterbert, 5. Oktober 2012
    misterbert

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    Die Anforderung, die wir an einen Wandaufbau gestellt habe waren:
    - das der Bau auch zukünftigen Anforderungen bzgl. des Energieverbauchs gewachsen ist
    - das wir einen möglichst natürlichen Baustoff für den inneren Wandaufbau haben
    - das wir in diesem Wohngebiet keine Anforderungen an den Schallschutz benötigen (Dorfendlage am Wald, keine Durchfahrtsstrasse, Autobahn oder sonstiges in der Nähe)
    - das wir auf jeden Fall in der nächsten Zeit nicht gezwungen sind, weiteren Investitionen zu planen (außer einer noch ausstehenden Solarthermieanlage)

    und last but not least weil uns der Unternehmer für diesen Wandaufbau einen denke ich absolut fairen Preis gemacht hat.

    Wir hoffen einfach mit dem Wandaufbau unsere Anforderungen bestmöglich zu erfüllen.
    @ Ralf - siehst du ein Problem darin, wenn die Wandstärke 50cm beträgt, weil du es explizit erwähnt hast? Momentan wohne ich in einem Altbau, mit einer
    Wandstärkt wie ein Bunker, vielleicht mag ich deshalb auch massive Wände.
     
  5. R.B.

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    Ich sehe kein Problem darin, aber wenn ich mir vorstelle, dass man in einem Haus auch mal Fenster mit sagen wir mal 1m Kantenlänge hat, und dann über 50cm Wanddicke, da kommt doch fast kein Licht mehr durch´s Fenster (ja ich weiß, ein bischen überspitzt formuliert).

    Wenn ich Dich richtig verstehe, dann hat Wärmedämmung oberste Priorität, Schallschutz ist weniger von Interesse. Das mit dem möglichst natürlichen Baustoff ist so eine Sache, Kalksandstein ist ja auch irgendwie natürlich, genau so wie Ton (Ziegel) auch. Falls Du damit auf die Aufnahme von Feuchte anspielst, dann solltest Du vor allen Dingen an die innere Schicht des Wandaufbaus (Putz?) denken, und weniger an die Wand selbst. Feuchte geht nämlich nicht durch die Wand, sondern wird aus dem Haus gelüftet. Der Putz kann aber bedingt als Puffer dienen. Das Mauerwerk darunter spielt hier aber keine wesentliche Rolle mehr.

    Gruß
    Ralf
     
  6. planfix

    planfix Gast

    hast du schon mal den preis des WDVS bekommen?:lock
    kommt der zusätzlich zum T12 + verputz + malerarbeiten?:yikes

    ich kenn ja nun deine planung nicht.
    erfahrungsgemäß und ohne zu rechnen:

    mauerwerksarbeiten mit kellerinnenwänden, also rohbau ohne beton für normales EFH umme 50k€ netto
    außenputz zuzüglich umme 18k€ netto

    mauerwerksersparnis (betrifft nur außenwände) kleiner 5k€ netto

    WDVS mit putz kosten über 20k€ netto
     
  7. #6 gunther1948, 5. Oktober 2012
    gunther1948

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    das wir einen möglichst natürlichen Baustoff für den inneren Wandaufbau haben

    hallo
    und aussen machste ne mülltüte drum?
    waldrandlage und wdvs verträgt sich das?

    gruss aus de pfalz
     
  8. #7 misterbert, 5. Oktober 2012
    misterbert

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    Also mit der Waldrandlage heißt nicht das der Wald auf die nächsten 10m beginnt, da ist schon noch Wiese dazwischen.
    Zum Preis kann ich nur sagen, das wir in unserer ersten Planung nur einen T10 36,5 ohne WDVS hatten, was mir aber zu kurz gedacht erschien.
    Nach WDVS zahlen wir jetzt 13k brutto mehr. In den 13k sind aber noch andere Änderungen enthalten wie zusätzliches 2m Schiebeelement Glas, ein Garagenvordach und eine Überdachung von Garage zu Haus. Wir haben auf das Bauvorhaben aber noch einen Rabatt bekommen, der hier mit verrechnet wurde (ich hab ja gesagt - ein Freundschaftspreis).
     
  9. R.B.

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    Wenn ich mal davon ausgehe, dass der o.g. U-Wert eine Zielvorgabe ist, dann wird er das kaum ohne WDVS schaffen. Mir stellt sich dann die Frage, ob man dennoch eine 36er (Massiv)Wand braucht. Die ist an sich nur hinderlich und verteuert so nebenbei den Wandaufbau.

    Gibt´s beim U-Wert noch ein bischen Spielraum, dann würde ich noch folgende Kandidaten in den Ring werfen:

    - T7 mit 42cm (U-Wert um 0,16W/m2K anstatt 0,14W/m2K)
    - KS24cm + 20cm WDVS mit WLG035 (U-Wert 0,15W/m2K anstatt 0,14W/m2K)

    Denkbar wäre vielleicht auch (Statiker fragen) KS mit 17,5cm, darauf dann ein WDVS mit min. 20cm, und wenn man den U-Wert auf die Spitze treiben möchte, wären auch 30cm möglich. Dann wäre der Wandaufbau aber auch schon in Richtung 50cm unterwegs.

    Gruß
    Ralf
     
  10. flo79

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    Würde den Poroton nur in 240 mm wählen. Müßte dann ja nochmal billiger werden als die 36,5er. Das WDVS würde ich dann auf 16 bis 18 cm erhöhen und wenn kein großer Aufpreis Neopor 032 nehmen. Mit 24cm T12 und 18 cm Neopor hättest du nen sehr guten Dämmwert und noch eine vertretbare Wandstärke.

    U-Wert 0,13.

    Gruß Flo
     
  11. ralf9000

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    - Bims Z-Stein (36,5cm) + 5 cm Neopor = 0,14W/m²K bei ca. 42cm Rohwandstärke
     
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  13. #11 gunther1948, 5. Oktober 2012
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    hallo ralf
    was machten eine änderung in der zweiten kommastelle noch an der gesamtbilanz aus? so gut wie nix.
    viel wichtiger sind wärmebrücken die mit 5-10% reinfunken, luftwechselraten, vernüftige haustechnik usw.
    was nützen 8-kammerfenster mit dreifach ug=0,6 wenn da oben drüber ein stinknormaler rolladenkasten sitzt.
    das gesamtpaket muss stimmen.

    gruss aus de pfalz
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Es kann viele Gründe geben warum ein bestimmter U-Wert erreicht werden soll/muss. Ich unterstelle dabei, dass eine Ausführung mit U-Wert 0,14 genau so zuverlässig geplant und ausgeführt wird wie eine mit 0,2. Deswegen sollte die Vermeidung von Wärmebrücken etc. in beiden Fällen oberste Priorität haben. Natürlich muss das Gesamtpaket stimmen. Je weiter man optimiert, um so mehr muss man sich um die (kosten?)aufwendigen Details kümmern.

    Ich habe nicht umsonst mehrere Varianten zur Auswahl gestellt, über die vielleicht noch gar nicht nachgedacht wurde. Welche Variante letztendlich für sei Vorhaben die beste ist, kann ich bisher noch nicht beurteilen. Die bisher geplante Ausführung erscheint mir aber nicht optimal, denn entweder ich arbeite monolithisch, dann einen möglichst "dicken" hoch dämmenden Ziegel verwenden, oder man überlässt die Wärmedämmung dem WDVS, dann hat die "Mauer" vereinfacht gesagt nur noch tragende Funktion.

    Gruß
    Ralf
     
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