WDVS BEI„ALTBAU“ SINNVOLL ?- Bitte um Einschätzung

Diskutiere WDVS BEI„ALTBAU“ SINNVOLL ?- Bitte um Einschätzung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Experten, ich möchte unser Haus Bj1930 ein WDVS verpassen. Die Außenwände sind 36 cm stark ( 12 cm Ziegel 12 cm Luft 12 cm...

  1. #1 Daumenkino, 15. Juli 2006
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    Hallo liebe Experten,

    ich möchte unser Haus Bj1930 ein WDVS verpassen. Die Außenwände sind 36 cm stark ( 12 cm Ziegel 12 cm Luft 12 cm Ziegel).Angedacht ist das WAVS der Firma STO mit einer Dämmplattenstärke von 8 cm, wenn der alte Putz entfernt wird könnten 10 cm Dämmplatten verwendet werden.
    Das Anbringen der Dämmplatten erfolgt in Eigenleistung, den Rest soll ein Handwerksbetrieb erledigen.
    Nach Gesprächen mit Handwerkern vor Ort weiß ich jetzt nicht so recht wie ich mich entscheiden soll.


    Ein Handwerksbetrieb ist der Meinung kein WDVS anzubringen sonder nur neu zu verputzen.( alten Putz ab da recht locker) Grund,eine spätere Schimmelbildung im Innenbereich bleibt aus ,da die Wände weiter atmen können.

    Ein anderer Handwerker ist wiederum der Meinung ein WDVS macht Sinn und bei richtiger Lüftung über Fenster und Türen(beides neu) entsteht keine Feuchtigkeit und somit auch kein Schimmel. Er meinte auch das es besser wäre den alten Putz abzuschlagen um so eine 2 cm stärkere Dämmung anbringen zukönnen. Ob ich Styrupor oder ein diffusionsoffnes System verwende wäre nicht so wichtig.

    Wie würden Sie sich entscheiden? Für das WDVS und den alten Putz entfernen, oder nur neu verputzen??
    Würde mich über Antworten freuen.:28:
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas
     
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  3. Eric

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    Herr Lebenskünstler Daumenkino: Glauben Sie im Ernst daran, daß sich dafür ein ordentlicher Handwerksbetrieb finden wird?

    Das fachgerechte Verlegen der Dämmplatten ist die grundlegende Leistung für die spätere Funktion der WDVS-Fassade. Was Sie da vorhaben und bei den laienhaften Fragen, die darauf zurückschließen lassen, wie die " Verlegung " aussehen wird, wäre genauso, als würden Sie ihrem Arzt sagen, ich schneide den Bauch auf und sie holen mir den Blinddarm raus und vernähen anschließend.

    Was Ihre Fragen anbelangt, sind diese ohne Kenntniss der Örtlichkeiten, der Randbedingungen, einer Kosten- und Nutzenanlayse und der Ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht sachgerecht zu beantworten.

    Es muß ein Fachmann hinzugezogen werden, der mit der Grundlagenermittlung, Planung und Betreuung der Maßnahme beauftragt wird.

    Diese Leistungen sollten stufenweise vergeben werden. Denn es gibt Altbauten, da ist ein WDVS so schadensgeneigt oder aufwendig, daß man es besser sein läßt. Das würde dann schon im Rahmen der Grundlagenermittlung geklärt werden.
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 15. Juli 2006
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    ... was issen das für ein Aufbau? Trägt da die Außenschale mit? Wo sitzen denn da die Fenster? :confused: :confused: :confused:
     
  5. Jonny

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    Hallo,

    :irre
    Warum sollte ich durch ein WDVS eine erhöhte Schimmelgefahr haben?Ich dachte immer das Gegenteil(Stichwort:Abbau von Kältebrücken) wäre der Fall?

    Beim wandaufbau muss ich Volker recht geben ,ein paar Infos dazu wäre nicht schlecht,vorstellen kann ich mir das nicht(12cm Luft ???).
    Aber wenns wirklich so ist dann sollte auf alleFälle ein "Experte mit einschlägiger Erfahrung" sich das anschauen.

    Und in welchem Bundesland liegt "Deutschland" ? Ich kenn den Ort nämlich nicht? :D

    Grüsse
    Jonny
     
  6. #5 C. Schwarze, 15. Juli 2006
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    @Daumenkino

    Informiere die mal über Einblasdämmung, Hyperlite oder ähnliches.
    Wenn deine 12cm bewegte Luftschicht, zur Dämmebene wird, haste mehr davon. Kosten ungefähr nur 1/4-1/5 des WDVS.

    @Volker Kugel.
    Es gibt eine schöne 3teilige Bücherreiche von Ahnert/Krause, Typische Baukonstruktionen von 1860 bis 1960. Da steht das meiste drin.
     
  7. #6 VolkerKugel (†), 15. Juli 2006
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    Ich kenne ...

    ... ja meine unverzeihlichen Bildungslücken :Roll .

    Also werd´ ich doch auch mal fragen dürfen - oder nicht?

    Und bitte - ergänz´ doch mal Dein ÖP mit Beruf :konfusius .
     
  8. #7 Daumenkino, 16. Juli 2006
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    Danke, guter Vorschlag, bin aber der Meinung das bei diesem Verfahren zu viele Wärmebrücken an Mauerwerksanschlägen der Fenster- und Türöffnungen entstehen, aufgefallen ist mir auch das an verschiedenen Stellen des Luftzwischenraum Mörtelreste liegengeblieben sind.

    @ alle,

    Entschuldigung wenn ich mich etwas unverständlich ausgedrückt habe.:konfusius

    Zweiter Versuch:

    Es handelt sich um zweischaliges Mauerwerk ( 12 cm Ziegel 12 cm Luft 12 cm Ziegel). dabei trennt die beiden Schalen eine Luftschicht. Zur Stabilität beider Schalen wurden Verbinder eingemauert. Die Fenster sitzen mittig der Wand.

    Wenn ich mich für das WDVS entscheide, wäre es dann besser den alten Putz abzuschlagen? Oder kann ich mir die Arbeit sparen?

    Gruß andreas
     
  9. #8 C. Schwarze, 16. Juli 2006
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    Junge, das Leben ist kein Ponyhof, irgendwas ist immer.
    Du hast Recht, wenn beim Ein/Ausblasen Wärmebrücken übrigbleiben.
    Aber was machst du mit den Luftzwischenraum, wenne ein WDVS draufsmacht?
    In dieser 12cm Luftschicht entsteht doch unweigerlich ein Zug/Gefälle von warmer und kalter Luft. Die wärmere Luft zieht doch nach oben, verschwindet in irgendeinem Giebel, Vorprung, Dachlattung oder sonst wo. Was haste den im Preis/Leistung Vergleich gedämmt? Ein WDVS kannste dann immer noch anbringen.

    Da kannst ein bischen spielen und verschiedene Aufbauten durchrechnen.
    http://www.bauteilrechner.cc/app/default.asp
     
  10. Robby

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    Also

    sen Wandaufaufbau 12cm / 12cm / 12cm wage ich doch zu bezweifeln! es sei den es handelt sich um ein Gebäude mit 1m Wandhöhe! Dann noch verbunden mit VERBINDERN??? Wie sehen die aus??? Sind das Verbindersteine, welche in das Tragende MW eingebunden wurden??? Diese wurden meist einseitig in Bitumen getränkt. Oder Verinkte Stahlanker?? Hier mache ich mir oft um die Standsicherheit der Vorsatzschale sorgen weil die oft nicht mehr ausreichend tragfähig sind. Auch dies wäre vor einem Sanierungskonzept zu prüfen und gegebenenfalls zu berücksichtigen. Was nützt die beste WDVS Fasade wenn der Wandaufbau nicht mehr ausreichend tragfähig ist??
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2006
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    (meist ist die Luftschicht dünner, aber 12 könnte schon sein)
    ist ein gängiger Wandaufbau vieler einfacher Bauten aus den 30er und den WW II Zeiten (z.T. aus Materialknappheit auch noch danach bis Ende der 40er).
    Die beiden Schalen sind hin und wieder durch Steine als "Luftschichtanker" verbunden, die in beide Schichten etwas einbinden. Ich hab mir mittlerweile angewöhnt, bei Umbauten in Häusern aus der zeit erstmal ein Loch in die Wand zu bohren. Ist unangenehm, wenn der Statiker von 30er MW ausgeht und statt dessen 2 Schalen a 12 cm da rumstehen - mit 6 cm Luft.
    Wg der Durchbinder ist Einblasdämmung schwer auszuführen und mit jeder Menge Wärmebrücken verbunden.
    Bei solchem Wandaufbau kann mir hier nur sagen - wenn die Wand röchelnd oder rasselnd atmet - schnell rausrennen. Hören Sie nix, ist alles i.O. und ein WDV wird daran nichts ändern.
    MfG
     
  12. #11 Christian St, 16. Juli 2006
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    Christian St Gast

    zum Thema

    bei dieser Bauweise herrscht eine stehende Luftschicht(wenn die Schalen intakt sind) die Schalen sind normalerweise oben geschlossen(Betonrähm) und hatten für damalige Verhältnisse gar keine schlechte Dämmwirkung( mein Urgrossvater hat damals so unser Elternhaus gebaut.)
    Putz abschlagen is Unsinn. Probleme kanns eigentlich immer dann geben, wenn die WDVS-Schale nicht konsequent um alle Bauteile in ausreichender Stärke herumgeführt wird. Hier sind immer wieder die Fensterlaibungen und die Position der Fenster sowie die Ausführung der Fensterbänke Zwangspunkte.
    Man sollte sowas schon von nem Fachmann planen und rechnen lassen.
    Gruss Christian
    PS: 1 qm Zementputz abschlagen: ca. 25,-/qm; 2 cm Mehrstärke Polystrol ca. 3,-/qm = 28,-/qm + Mwst.
    Heizkostenersparnis durch 2 cm dickere Dämmung:?????
     
  13. #12 VolkerKugel (†), 16. Juli 2006
    VolkerKugel (†)

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    Nur mal so nebenbei ...

    ... wenn bei einer bestehenden Außenwand von beheizten Räumen mit einem U-Wert größer 0,9 der Außenputz erneuert wird, darf ein U-Wert von 0,35 nicht überschritten werden (EnEV 2004 - Anhang 3 - 1. + Tabelle 1 - 1b).
    Wennste nur anstreichst, brauchste nix machen.

    Da ich mir die 3 Bücher noch nicht gekauft habe und mir diese Konstruktion daher immer noch unbekannt ist würde es mich doch mal interessieren, wie der Wandaufbau im Fensterbereich hier aussieht. Reine Neugier - ehrlich :konfusius .
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 16. Juli 2006
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    Volker...

    Jaaaanz einfach: Ansicht der ungeputzten Leibung
    Kopf, Kopf, Kopf
    3/4 Stein, 3/4 Stein
    Kopf, Kopf, Kopf
    3/4 Stein, 3/4 Stein
    Kopf, Kopf, Kopf
    3/4 Stein, 3/4 Stein
    usw.
    Leibung ohne Anschlag
    MfG
     
  15. #14 C. Schwarze, 16. Juli 2006
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    @Volker Kugel
    mmh, der Bauteilrechner, gibt "rechnerisch" mit je 11,5 cm Vollkziegel(1200) und 12 cm Polystyrolschaumstoffpartikeln einen U-Wert von 0.33 W/m²K aus.
    Mit Putz und guten Willen, kann man das also alles hinrechnen.
     
  16. #15 VolkerKugel (†), 16. Juli 2006
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    Aber ...

    ... nach Ralfs Wandaufbaubeschreibung haste dann aber Wärmebrücken ohne Ende (die Du aber laut EnEV hier nicht anzusetzen brauchst :irre ).
     
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  18. #16 Daumenkino, 17. Juli 2006
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    Wäre ein Energieberater der richtig oder....... ??:confused:

    Gruß andreas
     
  19. #17 Hundertwasser, 17. Juli 2006
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