WDVS - Holzfaser oder Styropor?'

Diskutiere WDVS - Holzfaser oder Styropor?' im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei uns steht in diesem Jahr das Thema WDVS an. Wir werden unser Haus (30cm Bimsmauerwerk) dämmen und verputzen lassen. Zur Auswahl...

  1. Sandstein

    Sandstein

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    Hallo,

    bei uns steht in diesem Jahr das Thema WDVS an. Wir werden unser Haus (30cm Bimsmauerwerk) dämmen und verputzen lassen. Zur Auswahl steht Styropor- oder Holfaserdämmplatte. Ich habe schon viel hier im Forum und Internet gelesen und bin seitdem verunsichert.

    Gerade was folgende Punkte betrifft:

    Tauwasserausfall und Durchfeuchtung - (wie gefährlich ist das für das System?)

    Algen und Pilzbefall (wie anfällig ist das System?)

    Dampfdurchlässigkeit (wie stark sollte diese gewertet werden?)

    Lebensdauer (hält so ein System 50 Jahre?)

    Anfälligkeit (was passiert wenn das System einen Schaden nimmt, der nicht direkt bemerkt wird? Muss dann die Fassade abgenommen und kpl. erneuert werden?)

    Bei uns steht im Vordergrund, dass das System (also die Fassade) sehr lange halten soll. Dementsprechend möchten wir für uns das System wählen, das am unempfindlichsten ist, auch für den Fall, dass mal ein Schaden eintritt (bspw. die Fassade wird an einer Stelle beschädigt und es dringt Wasser ein)

    Wäre prima, wenn ihr uns ein paar Tipps/Antworten auf obige Fragen geben könntet, die uns bei unserer Entscheidungsfindung ob Styropor oder Holzfaser helfen.



    Besten Dank!

    Gruß Tom
     
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  3. Taipan

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    1. gibts bei beiden nicht
    2. gibts bei beiden - Holzfaserdämmungen werden aufgrund etwas höherer Masse etwas später grün
    3. ist bei beiden Systemen mit entsorechender Planung völlig untergeordnet
    4. ja, beide, bei Pflege.
    5. Warum sollte man einen Schaden nicth bemerken ... und ... was ist gleich?

    Was ist mit Meneralwolle?
     
  4. Sandstein

    Sandstein

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    Danke für Deine Antwort!
    Bemerkt man denn bei einem WDVS einen Schaden direkt? Mit gleich meine ich zB folgendes:
    Nach ein paar Jahren wird das WDVS an einer Stelle undicht. Es läuft eine größere Menge Wasser in die Dämmung. Was ist dann zu tun?
    Bietet Mineralwolle Vorteile gegenüber den beiden anderen?
     
  5. Taipan

    Taipan

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    Wieso sollte es undicht werden? Risse - sieht man. Einschlag - sieht man. Schlagregendichtheit - sieht schon 20a scheisse aus.
     
  6. R.B.

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    Spielt der Preis auch eine Rolle? Dann würde ich mal Vergleichsangebote einholen, vielleicht hat sich die Diskussion dann schon erledigt.
     
  7. Neutal

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    Jedes der beiden Systeme hat seine Vor und Nachteile. Ich würde für mich immer die Weichfaser bevorzugen oder eine Vorhangfassade machen.
    Egal ob Styropor oder Weichfaser, beide Systeme sollten fachgerecht montiert werden. Eine vernünftige Planung vorab hilft ungemein Schwachstellen zu vermeiden.
    Preislich in der Mitte wären Systeme aus Glasfaser oder Steinwolle anzusiedeln, welche ich den Erdölprodukten deutlich vorziehen würde
     
  8. Peonie

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    Darf ich hier neugierig nach dem Grund fragen?
     
  9. Taipan

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    Überzeugung ... und ein bisschen: Sind aus heutiger Sicht ein wenig unproblematischer bei der Entsorgung.
     
  10. Siedler

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    Stimmt. Der Preis für Holzfaser-WDVS dürfte fast doppelt so hoch sein für für EPS. Zudem ist hat Holzfaser eine WLG 40, EPS WLG 32, heißt die Dämmstoffdicke ist bei Holzfaser deutlich mehr. Wäre bei meiner Hütte schlecht machbar gewesen.
    Die Dachdämmung habe ich mit Holzfaser ausgeführt. Prima Sache. Aber an der Fassade noch mal so ein Zusatz-Kostenfaktor war mit dann doch zu happig.

    Gruß
     
  11. Peonie

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    Ja, das dachte ich mir auch so. Hatte dann etwas recherchiert und musste feststellen, dass die Problematik bei der Entsorgung bei den anderen Werkstoffen auch gegeben ist, aber natürlich etwas anders liegt-beides verrottet nicht und kann auch nicht verbrannt werden, damit hat man also auch ein Entsorgungsproblem. Gut, man hat natürlich die Brandschutzmittel nicht drauf. Die sind dann bei Holz- und Hanfdämmung wieder ähnlich problematisch wie beim Styropor.
    Dafür ist aber die Erstellung, gerade bzgl. der Steinwolle, auch aufgrund der hohen Temperaturen extrem extensiv.

    Irgendwie ist das auch schon wieder so eine Sache, bei der es kein "Falsch" oder "Richtig" gibt, habe ich das Gefühl-am Ende entscheidet dann wohl der Specht ;-)
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Auch bei EPS werden Flammschutzmittel eingesetzt, früher HBCD (ca. 0,5 Massen %), heute Polymer-FR. Beide werden bei thermischer Verwertung vollständig zerstört. Problematischer ist eher der Transport, da EPS ja zu 98% aus Luft besteht, und man somit ein großes Volumen transportieren muss (teuer). Es gibt aber auch Löseverfahren, zumindest in der Erprobung. Damit kann das Transportvolumen deutlich verkleinert werden, bzw. man soll daraus (angeblich) auch sinnvolle Stoffe wiedergewinnen. (sorry, bin kein Chemiker).

    Knackpunkt bei der ganzen Sache ist, wie bei allen Baustoffen, dass man für eine Weiterverarbeitung möglichst sortenreines Material benötigt. Nach dem Entfernen des WDVS von einem Gebäude müsste also der Kleber und die Armierung abgetrennt werden, denn die würden bei der Weiterverarbeitung oder thermischen Verwertung ja nur stören. Ob hier vielleicht die Löseverfahren zum Einsatz kommen können kann ich nicht sagen. Wer weiß was die Zukunft noch bringt.

    EPS zu deponieren wäre unsinnig, so lange man daraus ja noch weitere Stoffe oder zumindest Wärmeenergie gewinnen kann. Abfallstoffe die bei der Verarbeitung von EPS anfallen können problemlos wieder eingesetzt werden, da diese ja sortenrein sind.
     
  13. Peonie

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    Ja, hatte ich auch so angemerkt, nur nicht direkt auf das EPS bezogen ;-):
    Die Löseverfahren sind heute leider auch noch ziemlich toxisch und aufwändig-Verbrennen ist da momentan tatsächlich das "Sauberste" (so aus Chemikersicht).
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Habe ich befürchtet. Also doch das schöne Erdöl verbrennen. :D
     
  15. Sandstein

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    Hallo,

    - sorry, verstehe nicht wie du das meinst.
    - natürlich spielt der Preis eine Rolle wobei ich einen höheren Preis in Kauf nehmen würde, wenn das System wesentliche Vorteile bietet.
    - aus welchem Grund?

    Verstehe ich das richtig, dass es Tauwasserausfall und Durchfeuchtung bei Holzfaser als auch Styropor nicht gibt?

    Gibts es keine Möglichkeit die Schimmelbildung/Pilzbefall zu vermeiden?

    Vielen Dank!
    Gruß Tom
     
  16. Taipan

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    Nein, wenn richtig geplant und ausgeführt ist und Nein.
     
  17. Sandstein

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    welcher wesentliche Vor- und Nachteil hat denn die Holzfaser im Vergleich zum Styropor?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Schlechtere WLG, höherer Preis, dafür ein grünes Gewissen.
     
  19. Neutal

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    Und ein deutlich besseres Wärmespeichervermögen
     
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  21. R.B.

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    Der Begriff "deutlich" ist relativ. Einfach mal die Rohdichte vergleichen. Wenn die Holzweichfaserplatte mal ordentlich wärmedämmen soll, dann ist die Rohdichte auch nicht mehr so gewaltig, dass man beim Wärmespeichervermögen von "deutlich besser" reden könnte.

    Abgesehen davon ist bei einem WDVS das Wärmespeichervermögen nicht so der entscheidende Faktor. Aber das wäre ein anderes Thema.
     
  22. Sandstein

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    Das heißt zusammengefasst, das Styropor die bessere Wahl ist?
     
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