WDVS im Zuge einer Fassadensanierung sinnvoll?

Diskutiere WDVS im Zuge einer Fassadensanierung sinnvoll? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; An einem gekauften kleineren EFH, Bj. 1990 soll der Fassadenputz erneuert werden. Der Putz an sich ist zwar noch i.O., allerdings ist die...

  1. mialein

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    An einem gekauften kleineren EFH, Bj. 1990 soll der Fassadenputz erneuert werden.
    Der Putz an sich ist zwar noch i.O., allerdings ist die vorhandene Struktur etwas gewöhnungsbedürftig und soll modernisiert werden.
    Neue Farbe würde der Fassade ebenfalls gut zu Gesicht stehen.
    Im Zuge dieser Massnahme kommt natürlich auch der Gedanke an eine Fassadendämmung.
    Eine Berechnung ergab nun, dass Kosten (reine Kosten der Dämmung) von ca. Euro 15.000 eine Einsparung der Energiekosten von 180 Euro p.a. bedeuten.
    Selbst wenn ich die heutige Lebenserwartung zugrunde lege und davon ausgehen darf, dass diese in den kommenden Jahren noch steigen wird, wird es mir wohl nicht vergönnt sein, den Zeitpunkt der Amortisation dieser Massnahme zu erleben.
    Also mit den besagten 15.000 Euro könnte ich ja schon mal die nächsten 12,5 Jahre komplett heizen. Vielleicht gibt es dann auf diesem Gebiet ganz andere Möglichkeiten?
    Frage an die Experten aus der Praxis:
    Sollte bei diesen Vorgaben die Überlegung einer Fassadendämmung überhaupt in Erwägung gezogen werden?
     
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  3. Siedler

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    Wenn die Fassade neu verputzt werden soll, dürfte die EnEV greifen und somit müßten sowieso die entsprechenden Werte erfüllt werden - sprich Du müßtest dämmen.

    Gruß
     
  4. #3 rechter Winkel, 1. Juni 2014
    rechter Winkel

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    Es muß keinesfalls gedämmt werden!

    ENEV: "...Satz 2 ist nicht auf Außenwände anzuwenden, die unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind."
     
  5. Mark

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    Bei einem Haus Bj 1990 muss man sicherlich mit spitzem Bleistift rechnen, damit sich eine Fassadendämmung zeitnah amortisiert.
    Allerdings kommen mir 15.000 € Kosten für die reine Dämmung, also rund 100 €/m², bei einem kleinen EFH etwas hoch vor.

    Und wer aus rein optischen Gründen einen intakten Putz für mindestens 20 bis 30 € pro m² erneuern lässt, ... ;)
     
  6. mialein

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    Der wohnt halt gern in einem Haus mit einer schönen, modernen Putzfassade.
    Es mag ja Leute geben, die auf das Aussehen eines Hauses keinen gesteigerten Wert legen und dieses Geld lieber in einen
    rassanten Schlitten investieren.
     
  7. Mark

    Mark

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    Lieber Themenstarter, wenn du hier eine Expertenmeinung wünscht, dann musst du schon mehr Details zu dem Häusle und vor allem der Außenwand liefern.

    Bei 15.000 Kosten und 180 € jährlicher Einsparung, kannst du das Geld auch auf ein Festgeldkonto legen. Welche Geldanlage die risikofreiere ist, kann dir hier keiner sicher sagen.

    Da es sich hier um ein Bauexperten- und nicht ein Finanzexpertenforum handelt, gehe ich davon aus, dass du andere Ratschläge erhoffst bzw. auch weitere Vorteile der Fassadendämmung im Hinterkopf hast, die sich nicht so einfach in €uronen darstellen lassen.

    Wie eben auch die optische Aufwertung der Fassade, diese Kosten würdest du beim Verkauf des Hauses auch niemals zurückbekommen.

    Interessant wären zumindest folgende Infos:

    Fassadenfläche, Art und Dicke sowie U-Wert des Mauerwerks.

    Fühlen sie die Außenwände im Winter innenseitig unangenehm kühl an? Gibt es gar Schimmelprobleme?

    Angebot Fassadendämmung:

    WDVS oder Vorhangfassade oder?

    Welcher Dämmstoff in welcher Dicke und wie befestigt?

    Müsste konstruktiv am Gebäude viel verändert werden (z. B. Dachüberstand verlängern)?

    Das sollte zunächst reichen, um ein erstes Bild zu bekommen. Dann kommen auch qualifiziertere Antworten. ;)
     
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  9. mialein

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    Hallo Mark,

    vielen Dank für Deine sachlichen Argumente, womit Du sicherlich völlig recht hast.
    Ich werde jetzt mal versuchen, die obigen Parameter zusammenzutragen.
    Entschieden ist ja bisher noch gar nichts und ich möchte auch versuchen, Fehler zu vermeiden,
    die im Nachhinein schwer korrigierbar sind.
    Im Internet habe ich einen Gebäudekonfigurator für die Sanierung von EFH gefunden, angeblich
    mit einem herstellerneutralen Rechenkern des Frauenhofer-Instituts.
    Dort habe ich die Daten eingegeben und es wurden die genannten reinen Dämmkosten sowie
    die Amortisation errechnet per Programm.
    Das Ergebnis war für mich überraschend, weshalb ich mich hier gemeldet habe, um mehr aus der
    Praxis zu erfahren.
    Das Haus wurd 1990 gebaut mit 30er Bimssteinen an den Außenwänden und verputzt.
    Vor 3 Jahren wurden neue Fenster eingebaut.
    Es wurde noch kein Winter in dem Haus verbracht, da ja vor kurzem erst gekauft, allerdings kann
    gesagt werden, dass sich die Wände im Frühjahr, als nachts noch Frostwerte waren, nicht übermäßig kalt anfühlten.
    Schimmelprobleme gibt es überhaupt nicht.
    (Um ehrlich zu sein, bestehen auch Bedenken, ob man sich mit der Dämmung nicht Probleme einfängt)
    Das Haus steht oben auf dem Berg und bei Sturm und Starkregen geht es da ordentlich zur Sache.
    Wenn ich mir die Holzteile der Dachkonstruktion an der Wetterseite ansehe, dann sehen die ziemlich angegriffen aus,
    obwohl offensichtlich vor nicht allzulanger Zeit gestrichen. Hier müßte ein mechanischer Schutz (Blech, Schiefer) erfolgen.
    Also, ich will sagen, die Fassade wird dort ganz schön hergenommen und ein wirksamer Schutz der Fassade dürfte durch
    das Dach schwierig sein
     
  10. #8 Thomas Traut, 6. Juni 2014
    Thomas Traut

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    Was gerne vergessen wird, weil es über die reinen Fassadenkosten hinausgeht:
    Durch die dickere Wand werden die Dachüberstände kleiner, im Extremfall reichen sie nicht mehr aus.
    Die Fensterbänke sind zu erneuern.
    Die Fallrohre sind zu versetzen, die Schwanenhälse sind zu ändern. Bei Einleitung in ein Standrohr wird es noch aufwändiger.
    Evtl. sind die Kabel von Außenleuchten und Fühlern zu kurz.
     
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