WDVS; lieber mit Maß kleckern oder Klotzen?

Diskutiere WDVS; lieber mit Maß kleckern oder Klotzen? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, bin neu hier im Forum und habe denn gestrigen Abend sehr gewinnbringend hier verbracht, bis mir letzlich die Augen tränten vom vielen lesen...

  1. andiamo

    andiamo

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    Hallo, bin neu hier im Forum und habe denn gestrigen Abend sehr gewinnbringend hier verbracht, bis mir letzlich die Augen tränten vom vielen lesen -- ein Klasse-Forum --

    So, nun zu meinem Anliegen:
    ich werde in Kürze Eigentümer einer DHH, Bj. 1960, 120 QM Wohnfläche, 2 Vollgeschosse, nicht ausgebautes (und nicht ausbaufähiges DG, da 20 Grad Dachneigung, voll unterkellert;
    Die Aussenwände bestehen aus 30 cm Hochlochziegel(Fassadenfläche ca. 200 QM.
    Die Fenster (ca. 30 QM Fensterfläche) sind relativ neu und können drinbleiben.
    Heizwärme wird mit einem 4 Jahre alten Öl-Nierdertemperatur Kessel erzeugt.
    Folgendes möchte ich an dem Gebäude verändern:
    Ein Kellerraum soll ausgebaut werden; dazu muss an der ensprechenden Hausseite bis zum Fundament ( ca 2,50 M tief; ca. 11 lfdm)abgegraben werden, neue Sperranstrich, Perimeterdämmung 200 mm XPS. An der anderen Hauswand hat der Vorbesitzer den Sperranstrich (ohne Dämmung bereits erneuert, selbstverständlich wird aber auch hier zumindest eine Sockeldämmung vorgenommen werden müssen, um eine Wärmebrücke zu vermeiden.
    Die Aussenwände würde ich gerne mit dem WDVS Neowall in der Stärke 200 mm versehen (lassen), mit ensprechender Einbindung der Dämmung auf die Fensterlaibung; außerdem muß eine auskragende Betonplatte (Balkon, ca. 3 lfdm, 5 QM Fläche) in die Dämmung mit eingebunden werden; leider muss auch noch der Dachüberstand an der (einen) Gieblseite um ca. 10 - 15 cm verbreitert werden.
    Der Dachboden wird obenseitig ebenfalls mit 200 mm Neopor ausgelegt, darauf lastverteilende Spanplatten oä.
    Die Kellerdecke soll ebenfalls von unten gedämmt werden, auch die an den beheizten Kelleraum angrenzden Wände zum "kalten" Keller.
    So, uff, habe ich an alles gedacht...?

    Was sagt ihr dazu? Irgendwelche Bedenken, Anmerkungen?
    Und ganz genial wäre es natürlich, wenn jemand eine Aussage zu den ungefähren Kosten machen könnte....alles soll natürlich von Fachfirmen ausgeführt werden!

    Frage 1:
    Bin unsicher hinsichtlich der 200 mm Aussenwanddämmung, die Fenster liegen jetzt schon etwa 80 mm in der Laibung, sieht das mit 200 mm zusätzlich vielleicht bekloppt aus? In allen Publikationen liest man halt immer, dass jeder cm mehr Dämmung nur unwesentlich mehr kostet, also dachte ich: wenn schon denn schon...
    Frage 2:
    gibt es brandschutzrechtliche Bedenken, da das WDVS direkt an die Nachbarwand der anderen DHH anschließt?
    Frage 3:
    Kann man, statt den Dachüberstand zu verbreitern einfach das Dach fassadenbündig abtrennen, die Dämmung etwas über des Dach ziehen und mit einer Aluabdeckung oä. versehen (mit ensprechendem Anschluss an die Ziegeln)? Ist das evt. billiger als die Dachverbreiterung?
    Frage 4:
    Der Dämmstoff Neopor von BASF wird ja unter verschiedenen Namen von einigen Herstellern angeboten; gibt es trotzdem Qualitäts- und Preisunterschiede?
    Frage 5:
    ist das Gesamtkonzept schlüssig?

    So, hoffentlich schmeißt mich der Administrator nicht wieder raus weil ich hier soviel Platz verbrauche...aber ich dachte ich machs halt lieber ausführlich, bevor wieder viele offene Fragen bleiben.
    Dann bin ich mal gespannt, was da so kommt.
    Gruss Andreas
     
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  3. hapfel

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    Der ist danach wohl zu groß!

    Wände zum restlichen Keller nicht vergessen; Wärmebrücken über die Betonwände nicht vergessen!

    ...aber wie? Stell Dir mal die Fenster aussen vor mit - sagen wir mal - 5 - 8 cm mehr Aufbau aussenrum. Geht das überhaupt.

    Das kann lustig werden: Platte ringsrum dämmen - unten und an den Seiten wohl kein Problem, aber oben? Druckfestes XPS oder Schaumglas? Baut aber auch wieder etliche cm auf, der Balkon hat dann eine Stufe.

    Wie schon oben gesagt die aufgehenden Wände als Wärmebrücken nicht vergessen. Giebelwand noch mind. 1 m über Decke isolieren. Kniestock (so vorhanden) ebenfalls.

    Wärmebrücken, Wärmebrücken, Wärmebrücken...

    Wir der Kellerruam das ganze Jahr hindurch genutzt, oder mehr so tageweise als Gästezimmer oder so? Wenn Du den Raum inenn isolierst dann musst Du vor jeder Nutzung nicht noch die massiven Kellerwände mit aufheizen um es gemütlich warm zu kriegen. Aber nachdem der Keller aus den 60-ern ist wird er dann wohl zu niedrig?! Trotzdem evtl. eine Überlegung wert.

    Die Kellerwände müsstest Du oben noch (Pi x Daumen) 1/2 bis 1 m isolieren, damit Die die Wärme nicht über die gut leitenden Wände aus dem EG in den Keller 'krabbelt'.

    Frage1:
    Kümmert Dich was andere Leute denken? Alternativ könntest Du mal fragen was es kostet die Fenster auszubauen und direkt vor die Wand (in die WD) setzen zu lassen. Da hats spezielle Konsolen für.

    Frage 3:
    Man kann vieles/alles. Aber das sieht dann 'nicht so gut' aus. Wir reden ja hier wohl nicht von überstehenden Fassaden wie in manchen Altstädten, sondern von 200 mm Wärmedämmung, die übers Dach 'rausschaut.
    Das Zeug ist auch ziemlich weich und kaum belastbar, da wird das Befestigen der Abdeckbleche sicher lustig.

    Lass es besser!

    Frage 4:

    Das ist so eine umfangreiche Renovierung mit so vielen Haken - da würd' ich zum Archi gehen. Gerade wenn Du eigentlich alles machen lassen willst gibts da so viele Haken und Ösen (und Schlupflöcher für die Anbieter), da lass man besser eine Ausschreibung machen.

    Frage 5:
    Jein. Die Isolierung ist wohl überdurchschnittlich, aber mit fehlen noch die Angaben zu den Fenstern - die sind zwar rel. neu, aber das sagt über die Güte nix aus. Dann solltest Du evtl. gleich noch über eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung nachdenken; da kann man gegenüber der Fensterlüftung nochmal viel Energie sparen.

    Grüße
     
  4. Ryker

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    Das geht nicht, wie oben von hapfel schon beschrieben:
    Das Blech läßt sich nicht befestigen - und auch ein Anschluß an die Dachfläche nicht herstellen.
    Wenn Du Deinen Giebel freistehend gestalten willst, gibt es sicher Wege, dies zu tun,
    dazu müssten wir aber Details des jetzigen Giebels kennen, die Idee ansich ist allerdings gut,
    was aussehen und vermeiden von Wärmebrücken angeht. Behalte die Idee im Hinterkopf.
    Da mir die deutschen Preise nicht mehr so geläufig sind:
    Ich fühle Preisähnlichkeit zur Dachüberstandsverlängerung.
     
  5. MichaelG

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    Die innenseitigen Dämmmaßnahmen im Keller kanste so machen, kommt gelegentlich, wenn der BT nicht bescheißt auch im Neubau so vor. Oder gräbste noch die eine Außenwand auch runter und dämmst außen?

    Ob es im "Dachboden" wirklich die Neowallplatten sein müssen, PS 30 z.B. ist auch WLG 035 und ist "druckstabiler". Lastverteilende Platte, falls das Ganze öfters "begangen" wird ist zu empfehlen.?

    Balkon dämmen ist ok. 1960 hmm, da könnte es auch mit einer oberseitigen Dämmung klappen ohne rauswärts hochsteigen zu müssen, was nicht erlaubt ist. Da läuft ja bei Regen das zimmer voll...

    Außenwand 30cm Hlz und das 1960? WOW!

    Die Fensterleibungen mit "Richtung" 30cm Tiefe haben wir erst letztens an einem Haus so ausgeführt. Mit einem hellen Farbton an der Fassade und dunkel lasierten Holzfenstern passte das ganz gut. (*es waren überwiegend Fensteröffnungen mit "Endmaß" 1,01/1,25m)
    Die Dicke der Leibungsdämmung kann durch ein Abschlagen und neu aufputzen der Leibung erhöht werden *Stichwort Rahmenüberdeckung. Allerdings braucht der Rolladenkasten (falls vorhanden) noch ein Auflager. Sowas müsste vorab geprüft werden. Damals gabs eigentlich noch keine "Systemkästen". Die Teile wurden vor Ort "geschalt".

    Brandschutz zur Nachbar-DHH. Eigentlich nicht, eigentlich... Im WDVS muss aber über Gebäudeöffnungen ein Brandstreifen (sprich MiWo) eingebaut werde; oder bei neowall Spezialsturzspachtelmurkskonstruktion möglich.

    Die Ortgangverbreiterung ist sicher das vernünftigste, keine Spezialkonstruktionen mit Siemens Lufthaken.

    Neowall, ist mir nicht so sympathisch. Ich mag die nicht (mehr). Ich würde auf die neuen 032er-Platten umschwenken. Natürlich teurer, dafür reichen aber im direkten Vergleich auch 18cm...

    Jo die Heizung wird dann reichlich überdimensioniert sein... Hat der Kamin schon einen "Einsatz" wegen der niedrigen Abgastemperaturen? (*stichwort Versottung)

    Planen und auch dokumentieren (*Energiepass) sollte das Ganze schon "jemand". Ich tendiere mindestens zu einem Energieberater, in dem vorliegenden Fall wohl am besten ein Architekt.

    MfG Michael
     
  6. andiamo

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    Vielen Dank erst einmal an hapgel, Ryker und MichaelG; einige Sachen sind klarer geworden, ein paar neue Fragen aufgetaucht:

    1. kann man den 4 Jahre alten Öl-Niedertemperaturkessel an den geringeren Wärmebedarf anpassen? (andere Düsen oä) Wenn man dies nicht tut: läuft der Kessel dann in seinem sehr schlechten Wirkungsgradbereich? - und, MichaelG: muss ich denn unbedingt ein Edelstahlrohr in den Kamin einsetzen? Hört sich schon wieder nach ungeplanten Kosten an...

    2. ein Architekt hat mir gesagt, dass seine Kosten für Auschreibung, Vergabe, Abrechnung, Bauleitung etc. ca. 7 - 8000 € kosten würden; da das geschätzte Finanzierungsvolumen für die Wärmedämmung und den Kellrausbau (s.o.) nur ca. 40000 € betragen, finde ich die arch.-Kosten unverhältnismäßig hoch.
    Kann ich nicht z.B. für das WDVS die Massen berechnen (Fassadenfläche, lfdm Fensteranschluss, etc.), der ausführenden Firma die Verarbeitungsrichtlinien des Systemherstellers (z.B. Schwenk, Hasit) in die Hand drücken und zur Abnahme später einen Sachverständigen engagieren? Nach Hinweisen hier im Forum kostet der so zwischen 600 - 800 €

    3.zur Einbindung des Balkons in die Dämmung: bei geplanten 20 cm Dämmung mit WLG 035: kann ich da nicht doch die Wärmebrücke vernachlässigen? Mit der Wandstärke von 30 cm komme ich ja für die Betonplatte auf eine Dicke von 50 cm bevor die Innenecke erreicht wird; ich werde mir heute abend mal den u-Wert dafür ausrechnen...

    4. MichaelG: du sprichst von neuen 032-Platten; wer hat die denn im Programm? muss man da über den Fenstern auch eine Brandschottung vorsehen? Wieso bist Du denn der neowall gegenüber abgeneigt?

    Gruß Andreas
     
  7. Julius

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    Hat da einer zuviel Geld?

    Bist Du denn zumindest halbwegs sicher, daß Du das Ende der Amortisationszeit dieser Investition überhaupt erlebst? :wow

    Bei einer Außenwand aus 30cm HLZ dürfte die zu erwartende Einsparung an Heizenergie sehr überschaubar sein. Im Gegensatz zu den Kosten der Maßnahme... :shades

    Vermutlich fährst Du besser, wenn Du das Geld in Bundesschatzbriefen anlegst und von deren Ertrag den bescheidenen Heizölmehrbedarf bezahlst. :D

    Ich jedenfalls würd erstmal nur die oberste Geschoßdecke dämmen und ggf. die Maßnahmen durchführen, welche erforderlich sind, um den Kellerraum nach Deinen Anforderungen nutzbar zu machen.
     
  8. andiamo

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    Hallo Julius,
    zz. liegen die jährlichen Heizkosten bei ca. 2800 € jährlich, nach auskunft der Noch-Besitzerin; ich erwarte bei gründlicher energetischer Sanierung mindestens eine Reduzierung um die Hälfte: also, jährliche Erparnis ca. 1400 €.
    Bei geschätzten Kosten von 20000 € für die Dämmmaßnahmen (und wohlgemerkt nicht einmal mit steigenden Energiekosten gerechnet!)tritt die Armortisationsphase nach 14 - 15 Jahren ein. Bei weiterhin guter Gesundheit (44 J.) hoffe ich, dass außer der Umwelt auch mein Geldbeutel noch von diesen Maßnahmen profitieren wird....
     
  9. MichaelG

    MichaelG

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    Von hinten aufzäumen das Pferd

    Also 20.000.--€ für die gesamte Maßnahme???

    Aha.:winken myhammer.de machts möglich???

    Das kann nix vernünftiges werden...

    Neowall hat mir eine (zu) niedrige Druckfestigkeit.

    032er-Platten haben Brillux, sto, und? Bis deine Maßnahme zur Ausführung kommt (2007) liefert die mit Sicherheit fast jeder Dämmsystemhersteller. (*angekündigte Preiserhöhung für Styropordämmplatten für 2007: 8%, dazu die 3% für die Hauptstadt der Republik:smoke ...*huch was schreib ich denn:D )

    "Brandschutzstreifen" an Gebäudeöffnungen kann eigentlich nicht teurer sein als die bei neowall-Dämmung mögliche "Gewebeschlaufe". (wenn der Handwerker ehrlich kalkuliert, also nicht wenn der Architekt/BT den Preis diktiert)

    Ups die 4 Jahre alte Heizung habe ich überlesen. Ob da n Einsatz rein muss, kann ich nicht sagen. Ich habe nur auf die eventuell auftetenden "Problematik" hinweisen wollen. Dazu müsste n Heizer was sagen.

    Zum Balkon: Es gäbe die Möglichkeit da innenseitig mit z.B. Wohnklimaplatten von epasit "etwas" zu "erreichen" (Wärmebrücke/Schimmelgefahr)

    Zum ARSCHITEKT:boxing . Da bleibt nur Luft holen.... Ja genau so macht der das. 7.000.-- € abgreifen, die Ausschreibungen lässt er von den Fachhandwerkern erstellen...... :smoke
    Bauüberwachung kannste ja, wenn die Experten vom Forum Recht haben sollten, sowieso nicht erwarten siehe : http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=13797&highlight=schorsch. Und wenn Du ihn brauchst isser sicher nach Diktat verreist ins Golf- oder Segelwochenende... (ruhig grauer...:konfusius )

    Also werden wir dich hier bei deinen Versuchen festzustellen ob das alles so richtig is was deine Handwerker so treiben hier wiedertreffen...

    Zur Armortisation: Du schreibst nichts darüber ob die Fassade eh "renoviert/saniert" werden soll. Bitte nur die Mehrkosten dazu in ne Rentabilitätsrechnung zur geplanten Maßnahme berücksichtrigen.

    Und dann das Ganze mal mit so 12cm rechnen. Und eins ist auch sicher. Öl und Gas werden teurer. Ich wette sogar VIEL (*gg) teurer.

    MfG Michael
     
  10. #9 Hundertwasser, 21. November 2006
    Hundertwasser

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    @ Julius
    Beruf Kabelaffe soll wohl Elektriker sein. Merkt man. Dein Vorschlag ist ungefähr so sinnvoll wie: Was Sie wollen richtige Lampen im ganzen Haus? Hängen sie mal überall eine nackte Glühbirne rein, das macht auch schön hell und kostet wenig.:mauer
    Aber wenn du mir versprichst nichts mehr über WDVS zu schreiben werde ich die Finger vom Strom lassen.;)

    Aber mal im Ernst:

    Andiamo, du solltest den ganzen Bau mal von einem Energieberater anschauen und dir Vorschläge machen lassen was sinnvoll ist. Grundsätzlich sind deine Ideen zur Energieeinsparung nicht schlecht, einige Sachen werden allerdings nicht funktionieren. uch über die Kostenseite solltest du dir im klaren sien bevor du beiginnst. Dämmung, evtl. Dachumbau, evtl. Edelstahlkamin ...
    Da sind schon noch einige Kostenfaktoren unklar.
     
  11. DerKlaus

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    Ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. Sowas muß von einem geplant werden, der da was von versteht. Architekt, Bauingenieur etc. Idealerweise ist der auch (echter!) Energieberater und beherrscht die Bauphysik.

    Komisch, myhammer.de ist mir bei den 20.000 auch eingefallen :-)

    Zunächst müssen Wärmebrücken minimiert werden, das ist Planung. Dann muß gerechnet werden, nämlich Verbrauchseinsparung (ggf. neuer Kessel) gegen Kosten. Ab wann rechnet sich das, in 10, 100 oder 1000 Jahren?

    Und die Bauphysik, nämlich Tauwasserbildung, aber auch thermische Spannungen, sind nicht zu unterschätzen.

    Ach ja, Brandschutz: das machen Architekten nach Vorgabe der Landesbauordnungen und/oder der Feuerwehr.
     
  12. Julius

    Julius

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    @ Hundertwasser

    Gut geraten. :respekt
    Wenn einer nur "schön hell" möchte, empfehle ich "nackte" Leuchtstofflampenleuchten. Sind etwas teurer in der Anschaffung als nackte Glühlampen, aber deutlich sparsamer im Verbrauch. :biggthumpup:

    Nur - Dein Vergleich hinkt!
    Denn die Erwartung der Käufer von WDVS ist leider häufig nicht (nur), daß es "wärmer macht", sondern vor allem, daß man damit in Summe Geld spart. Das tritt jedoch bei weitem nicht immer ein... :mad:

    Ich will Dir ja nicht Deine Arbeit wegnehmen. :angel:
    Aber den Fragesteller eben darauf hinweisen, daß seine Überlegungen nicht sehr fundiert sind. Denn erstens kämen die genannten Maßnahmen mit Sicherheit deutlich teurer als von ihm bisher veranschlagt. Zweitens dürfte das genannte hohe Maß der Ersparnis ein Wunschtraum bleiben. Und vor allem gäbe es vermutlich Maßnahmen an dem Gebäude (z.B. kontrollierte Lüftung mit WRG), die mit vergleichbarem Aufwand einen höheren energetischen Effekt brächten als die Fassadendämmung mit all ihren Fummelecken (Balkoneinbindung)!

    Insofern stimme ich im Fazit mit den anderen Meinungen hier überein:
    Ein Fachmann sollte das Objekt in gründlichen Augenschein nehmen und dann fundierte Vorschläge machen! :Brille
     
  13. #12 Hundertwasser, 21. November 2006
    Hundertwasser

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    @ Julius
    Was die einzelnen Maßnahmen kosten, ohne auch nur ein Bild von dem Gebäude gesehen zu haben, ohne eine vernünftige Konzeption, das traue ich mich gar nicht zu schätzen. Obs denn die kontrollierte Lüftung bringt? Ich es weiss nicht.

    WDVS kann als Einzelmaßnahme bis zu 35% Heizkostenersparnis bringen. Hängt halt auch von vielen Faktoren ab. Abgesehen davon macht eine höhere Dämmstoffstärke ein WDVS nicht wesentlich teurer, im Verhältnis zu den anderen Kosten (Arbeitslohn, Armierung, Putz, Gerüst, Vorarbeiten). Insofern macht eine dickere Dämmung das Haus auch zukunftstauglich. Wenn ich an meine Lehrzeit denke, da hat man diskutiert ob 4 oder gar 5 cm Dämmung das Richtige ist.
     
  14. andiamo

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    Okay, nach all den Hinweisen ist schon klar, dass mindestens ein Energieberater her muss; wird ja wohl auch vom BAFA bezuschusst, gell?
    Nochmal zu den Kosten - by the way - die Schätzungen stammen vom Architekten...:
    Für das WDVS sind 20.000 € eingeplant; bei der Dämmung der obersten Geschossdecke und des Kellers habe ich nur Materialkosten gerechnet, die Ausführung traue ich mir selber zu;
    Weitere 20.000 € sind für die Erd-, Abdichtungs- und Dämm-Maßnahmen im Kellerbereich gedacht (wie gesagt ca. 12 lfdm Wand) und ein neues größeres Fenster im Keller einbauen.
    My Hammer kommt mir nicht ins Haus, das ist ja vergleichbar mit der Akkord-Arbeit von früher; vernünftiger Wettbewerb mit Ausschreibung soll aber sein....
    Liege ich bzw. der Archi denn meit seinen Kostenschätzungen so daneben?
    Und Hundertwasser: ich muß gestehen ich hatte mir von einer doch fast lückenlosen, -soweit realisierbar- wärmebrückenfreien Dämmung (20 cm WLG 035) doch etwas mehr als "nur" 35% Einsparung erhofft"....hatte ich mir so rausgelesen aus "Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus" Nja ich würde es auch nur für die Umwelt tun (Gutmensch)
    Gruss Andreas
    PS.: werde mal ein paar Aussenansichten einstellen, wenn ich weiß wie dass geht.
     
  15. #14 Hundertwasser, 21. November 2006
    Hundertwasser

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    Rechne doch einfach mal mit ca. 80,- € pro m² Fassadenfläche, viel mehr als 200 m² sollte dein Haus also nicht haben wenn sonst noch ein paar Umbauten nötig sind (z.B. Dachrinnenfallrohre, Ortgangverlängerung, Umbau Vordächer, Umbau Geländer). Natürlich gibts regional Unterschiede, aber nur mal so als Hausnummer.

    Das Einsparpotential hängt im Wesentlichen von dem jetzigen Zustand der Fassade ab. Wenn du nur ein paar Reisstrohmatten hängen hast bringt die Dämmung natürlich mehr als bei einem relativ guten Ziegel. Zweiter bestimmender Faktor ist dein individuelles Heiz- und Lüftungsverhalten. Beide Punkte kann ich hier natürlich nicht abschätzen.

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  16. #15 Baumeisterbob, 21. November 2006
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    Hallo Bauleiter, Bauexperten und so weiter,

    jetzt hab ich mich auch angemeldete und direkt auch ein paar Fragen zu dem Thema. Unser Statiker hat auch bei meiner Baumaßnahme berechnet dass ich 14 cm Aussendämmung benötige. Ich frag mich nur wofür?? Bisher hat´s in dem Haus auch keine Eiszapfen von der Decke gegeben. Und dazu hat mir ein Bekannter gesagt dass man zwar einen rechnerischen Wert über die "mögliche" Energieeinsparung berechnen kann, aber die tatsächliche Ersparnis hinge sehr vom individuellen Lüftungsverhältnis etc. ab. Also frag ich mich wofür 20.000 EUR ausgeben, wenn ich im Jahr was weiß ich nur 200 EUR einspare??? Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Hinweise.

    Danke, Bob, Baumeister
     
  17. DerKlaus

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    @BOB
    Wäre es nicht einfacher, die Frage als neue Frage zu stellen? Obwohl die Frage ja auf meinen eigenen Beitrag eingeht, kommt es in diesem Zusammenhang vielleicht doch zu sehr durcheinander.
     
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  19. andiamo

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    So, habe mal zwei Photos von "meinem" Haus hochgeladen: der Charme der frühen 60ziger, wie man gut erkennen kann - und wie man weiter sieht: die Fassade ist in einem tadellosen Zustand. Die Noch-Besitzerin hat dummerweise vor zwei Jahren die Fassade streichen lassen; schade um die verlorenen Kosten, aber ich habe nunmal einfach keine Lust in einer Energieschleuder zu wohnen, Amortisation hin oder her;
    Dank nochmal an Hundertwasser: ich hatte mir mithilfe von baupreislexicon.de auch so um die 85 €/qm ausgerechnet - na also, dann hauts doch hin: 200 qm Fassadenfläche, die Fenster noch nicht mal abgerechnet, macht zusammen 17000 €, plus ein paar Tausender für Dach und Keller und schwupps hat mein Haus einen dicken Pulli an Mann - da schauste Julius....!
    Au warte, ich reiß hier das Maul auf und das dicke Kostenende kommt bestimmt noch.
    Gruß Andreas
     
  20. #18 Hundertwasser, 22. November 2006
    Zuletzt bearbeitet: 22. November 2006
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    Maler und Landstreicher
    Achtung, bei Abrechnung nach VOB werden Öffnungen in Wandflächen (Fenster, Türen) unter 2,5 m² übermessen, also nicht abgezogen.

    Neben der Heizkostenersparnis muss man auch den gewinn an Behaglichkeit sehen. Also auch ein total subjektives Empfinden gegenüber der objektiven Kostenrechnung. Bei gleichbleibender Raumtemperatur ist die Oberflächentemperatur der Außenwände an der Innenseite ein ganzes Stück höher. Vor allem Frauen wissen das zu schätzen.

    Mei Tip wäre noch rund ums Haus aufzugraben und die Dämmung ins erdreich zu führen, macht warme und trockne Füße.
     
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WDVS; lieber mit Maß kleckern oder Klotzen?

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