Weichwasseranlage, Nutzen ?

Diskutiere Weichwasseranlage, Nutzen ? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Gemeinde, nachdem meine Haussanierung nun endlich voran geht, haben wir uns nun endlich für einen Sanitärmenschen entschieden....

  1. Dvollmer

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    Hallo liebe Gemeinde,

    nachdem meine Haussanierung nun endlich voran geht, haben wir uns nun endlich für einen Sanitärmenschen entschieden. (Preis stimmt, Kompetenz, etc..)

    Dieser empfiehlt uns für unser Haus den Einbau einer Weichwasseranlage ( BWT AQA smart ) da wir hier in Köln ein sehr hartes Wasser haben. (3,32 mmol/l (hart) )

    Hat jemand so ein System im Einsatz und kann mir berichten ? Vorteile, Nachteile ?

    Seine Argumente sind durchaus nachvollziehbar und ich würde den Komfortgewinn gern mitnehmen, wenn es sich denn wirklich lohnt.

    Viele Grüße und Dank
    Dan
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Erfahrungen mit dem o.g. Gerät liegen mir nicht vor. Wir hatten vor 20 Jahren eine Anlage in Betrieb, die wurde jedoch kurz danach abgebaut weil die Wasserversorgung umgestellt wurde.

    Man sollte bei so einer Anlage nicht nur die Investition betrachten, sondern auch die laufenden Kosten. 3,32mol/l, also ca. 18°dH, da würde ich mir auch Gedanken machen. Gerade bei der WW Erzeugung hat man dann mit Kalkbildung zu rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Uwe!

    Uwe!

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    Hallo Ralf,

    ab welcher Härte würdest Du solche Geräte denn so langsam als sinnvoll ansehen? Wir haben 12°dH und unser Sani meint lohnt sich nciht. Wir kämpfen aber ganz ordnetlich mit Kalkablagerungen....
     
  5. #4 Achim Kaiser, 10. Februar 2010
    Achim Kaiser

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    Die Wasserhärte nach einer Enthärtungsanlage in Wohnhäusern beträgt 8° dH.
    Bei 12° dH würde ich auch nicht über eine Enthärtungsanlage nachdenken.
    Über 20 ° dh macht sie sich deutlich bemerkbar.

    Nachdem der Betrieb auch nicht umsonst abläuft sollte man es sich schon überlegen ob man sich so eine Anlage antut.

    Komfort verursacht wie immer einfach (laufende) Kosten.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. #5 Manfred Abt, 10. Februar 2010
    Manfred Abt

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    Hier in Köln gibt es verschiedene Wasserwerke, deren Wasser unterschiedliche Zusammensetzung aufweist. Es hängt also erst mal davon ab wo man sich befindet.

    • Aus gesundheitlichen Gründen ist eine Enthärtung eher negativ zu sehen.
    • Aber zugegeben: aus technischen Gründen stört hartes Wasser (etwas)
    Bei erstem Blick auf die Herstellerhomepage fällt auf, dass man auch hier genau lesen muss. Man sollte kein Gerät ohne DVGW-Prüfung einbauen.
    Auf einer der ersten Seiten steht, dass man auch DVGW-geprüfte Anlagen im Programm habe.
    Auf Produktseiten lese ich dann was von "zur Prüfung angemeldet"
    Und es gibt bunte Bapperl "DVGW-Product", was immer das heißen mag.


    Nachtrag: es macht Sinn, die RheinEnergie anzusprechen.
     
  7. Skeptiker

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    Meinst Du "Karbonathärte" oder "Gesamthärte"? Ich frage, weil sich diese beiden Werte bei unserem Wasserversorger um den Faktor 2 unterscheiden.
     
  8. Dvollmer

    Dvollmer

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    Hallo !

    Das sind ja schon mal aufschlussreiche Antworten.

    Das mit den laufenden Kosten ist Punkt 1 der mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet.

    Ich spare Energie, da sich z.b. der Kessel nicht so zusetzt. Aber bei 15€ (Sack Regeneriersalz pro Monat) wird die Einsparung wohl eher ins negative laufen. Von Wartung und Stromverbrauch mal abgesehen.

    Punkt 2 : Gesundheitlich nicht unbedenklich. Weiß heißt das? Meine Frau ist da nämlich auch skeptisch, chemische Trinkwasseraufbereitung..... nicht so doll eigentlich,oder?
    Dann lieber Kalk schlucken... oder ?

    Wir haben das Haus in Longerich also linksrheinisch, volles Härteprogramm. ;-) Soviel weiß ich schon, ich seh es jeden Tag zu Hause. (Nicht weit weg)

    Tendenziell bin ich wohl eher gegen die Anlage. Aber ich lass mich gern mit Argumenten füttern.

    Viele Grüße
    Dan
     
  9. Pascal82

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    Hallo,

    vom gesundheitsaspekt ist chemische wasserenthärtung misserabel,
    wenn ihr euch gesundheitlich was gutes tun wollt dann baut eine somoseanlage (untertischgerät) für das "trinkwasser" ( kaffe, tee, kochen, trinken ect.) ein das ist gesund! wasserenthärtung in der waschmaschiene geht auch mit "calgonat"

    wir haben nur werte um kh 6 und GH10 aber ich würde meine osmoseanlage nie wieder hergeben..... ( andere kaufen teure volvovic, schmeckt genauso!)

    viele grüße
    pascal
     
  10. #9 Manfred Abt, 10. Februar 2010
    Manfred Abt

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    ich sags mal so:
    • die RheinEnergie und auch alle anderen Wasserversorgungsunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, bis zur Wasseruhr ein Wasser zu liefern, welches der Trinkwasserverordnung und damit den schärfsten Anforderungen aus dem Bereich des Lebensmittelrechtes entspricht. Was hinter der Wasseruhr läuft unterliegt deinem privaten Risiko.
    Eine Umkehrosmoseanlage für ganz bestimmte Wassernutzungen (Tee kochen) kann für den Einzelnen einen Komfortgewinn bringen. Im von Pascal beschriebenen Umfang unterstütze ich das aber nicht.
     
  11. Pascal82

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    hallo manfred,

    jaja wasser gemäs trinkwasserverordnung bis wasseruhr!

    und wass passiert wenn das wasser die werte nicht mehr erfüllt??
    ja genau die grenzwerte werden erhöht:biggthumpup: dann ist auch das wasser wieder trinkbar.... ich sag nur leitwert! früher wr der mal bei unter 200
    mitlerweile sind glaub ich schon 2500 zulässig, oder sind wir schon drüber??

    ich sag zum waschen, und putzen taugt die brühe aus dem hahn, trinken würd ichs nicht wollen... nitrate, medikamentenrückstände, hormone, pft, undundund....... bäh!

    ich hatte jahrelang neurodermittis und allergien- seit nunmehr fast 3 jahren trink ich osmosewasser ( kaffe, tee, suppe, nudelwasser ect..) und bin nahezu 100% beschwerdefrei.
    natürlich trinke ich auch bier und cola, aber die flüssigkeitsgrungversorgung läuft über osmosewasser.....

    viele grüße
    pascal
     
  12. #11 Achim Kaiser, 10. Februar 2010
    Achim Kaiser

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    @Skeptiker

    Mit den Ionentauschern kriegst den Calcuim und Magnesiumwert runter. Dafür steigt der Salzgehalt an. Hierfür gibts dann wiederum nen Grenzwert, der die max. Enthärtung bestimmt.

    Solche Unterschiede wie bei euren Versorgern sind bei uns hier eher selten.

    Mehr Infos bei den Herstellern oder hier und hier und eine Übersicht was so alles geht : hier

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Da schließe ich mich Achim an. Bei 12°dH kein Thema.
    Aber bei 18°dH hatte ich mit mir zu kämpfen. Da würde ich mir schon überlegen ob der Einsatz so einer Anlage nicht sinnvoll ist.

    Man könnte nun darüber streiten, was schlimmer ist, Pest oder Cholera.

    Verzichtet man auf die Anlage, dann kann es sein, dass man in Kürze massive Probleme mit Kalkbildung hat. Diese Probleme zu beseitigen gibt´s auch nicht umsonst und der Schaden kann beträchtlich sein.
    Baut man so eine Anlage ein, dann hat man auch Nachteile wie beispielsweise die laufenden Kosten. Um das Wasser von 18° auf einen vernünftigen Wert zu bringen, ist der Salzeinsatz jedoch moderat. Daher mein Entschluss für so eine Anlage.

    Ach ja, Manfred hat auf einen wichtigen Punkt hingewiesen. DVGW!

    Gruß
    Ralf
     
  14. Skeptiker

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    Danke! Ich will eigentlich überhaupt nicht "enthärten", ich möchte nur wissen, auf welchen Wert sich Deinen Aussagen beziehen, um diese dann für mich anwenden zu können. Anscheinend liegen wir im Grenzbereich.
     
  15. #14 wasweissich, 10. Februar 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wobei , in köln , eher das phosphat im wasser das problem sein dürfte .....
     
  16. Uwe!

    Uwe!

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    :konfusius @ Ralf&Achim!
     
  17. Dvollmer

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    Hallo!

    Um jetzt nicht noch mehr Verwirrung über verschiedene Wassersubstanzen aufzubringen.

    Hier: Wasserqualität linksrheinisch

    Viele Grüße
    Dan

    @Ralf: Gerade diese Wasserhärtegrenze 18°dh bringt mich ja auch ins grübeln......
     
  18. PeterB

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    Ich habe bei 5 mmol/l eine Enthärtungsanlage Bewamat Duo nachträglich installieren lassen.
    Seitdem sparen wir bei sämtlichen Reinigunsmitteln, ob Körper, Textil oder Haushalt, da wesentlich weniger gebraucht wird. Sämtliche Enthärtungs- und Entklakungsmittelchen sowieso.
    Das monatliche Entkalken von Perlatoren und Kaffemaschine entfällt ebenfalls.
    Der Nitratgehalt ist natürlich deutlich gestiegen und leider bis an die Trinkwassergrenze ausgereizt, aber sonst hätte ich wieder hartes Wasser.
    Selbst das polierte Feinsteinzeug hat mittlerweile seinen Kalkschleier vom feucht Wischen verloren und ist endlich streifenfrei zu reinigen.
    Gesundheitliche Beschwerden, wie Bluthochdruck und so sind bisher bei allen 4 Bewohnern nicht aufgetreten.
     
  19. Pascal82

    Pascal82

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    hallo,

    schön das Ihr keine kalkprobleme mehr habt,

    aber nitrat bis an die grenze ( 50mg/l)
    nitrat wird im körper nicht selten ohne sauerstoff in nitrit gewandelt,
    nitrit ist nur hochgradig krebserregend:winken

    ich würde mir nicht um die perlatoren und natursteine gedanken machen , sondern um meine familie.....

    versteh mich nicht falsch, deine entkalkungsankage ist schon prima, für euer Brauchwasser und die geräte, aber für "trinkwasser" also das was ihr in euch reinschüttet :yikes
     
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  21. Dvollmer

    Dvollmer

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    Hallo Peter,

    wie sind denn die laufenden Kosten zu bewerten? Wieviel Salz muß wie oft nachgefüllt werden?

    Viele Dank
    Dan
     
  22. #20 Achim Kaiser, 10. Februar 2010
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Der Nitratgehalt wird durch einen Ionentauscher nicht verändert ...
    Nitrate sind Salze und Ester der Salpetersäure und die entstehen bei dem Prozess nicht.

    Was ansteigt ist der Natriumchloridgehalt.
    Für den gibt es einen Grenzwert in der Trinkwasserverordnung.
    Dieser Grenzwert bestimmt - je nach vorhandenem Wasser - die max. Entkalkungsleistung.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
Thema: Weichwasseranlage, Nutzen ?
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