Weiße Wann und Drainage?

Diskutiere Weiße Wann und Drainage? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, ich brauche dringend eine schnelle und qualitative Antwort auf eine Frage die ich gerade mit meinem Architekten diskutiere....

  1. #1 Mitch170581, 22. Juli 2009
    Mitch170581

    Mitch170581

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    Hallo Zusammen,

    ich brauche dringend eine schnelle und qualitative Antwort auf eine Frage die ich gerade mit meinem Architekten diskutiere.

    Ist neben einer Weißen Wanne auch eine zusätzliche Drainage notwendig. Empfohlen ist laut Bodengutachten bei einem Betonkeller eine Drainage.

    Ich habe aber bis heute Informationen auch von meinem Bauträger, dass eine Weiße Wanne grundsätzlich ausreichen sollte.

    Leider muss nun am Montag der Arbeitsraum verfüllt werden. Und ich muss das bis Freitag entscheiden, weil mein Architekt sich erst heute gemeldet hat. (Ist ein vom Bauträger unabhängiger Architekt den ich beauftragt habe.)

    Ich hoffe jemand kann helfen. Schnell und qualitativ passen ja nicht immer zusammen. :Brille

    Viele Grüße

    Michael
     
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  3. capslock

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    nur Bauherr, aber zwangsläufig eingelesen:

    Wenn Du eine echte weiße Wanne nach WU-Richtlinie (im Regelfall 25 cm Bodenplatte und 24 cm Wände mit Stahlbewehrung innen und außen) hast und Deine Kellerfenster etc. nicht durch aufstauendes Wasser gefährdet sind, brauchst Du keine.

    Wobei: für eine WW bei aufstauendem Sickerwasser entscheidet man sich meist, wenn eine Drainage gar nicht möglich ist.
     
  4. #3 Mitch170581, 22. Juli 2009
    Mitch170581

    Mitch170581

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    Ein Nachtrag noch...wir werden den Arbeitsraum mit Filterkies verdichten. Außerdem wurde der Boden bis auf 2,8m tiefe ausgehoben und davon 70cm wiederum mit Sand/Kiesgemisch wieder Verfüllt und Verdichtet.

    Ist vielleicht noch wichtig
     
  5. #4 Mitch170581, 22. Juli 2009
    Mitch170581

    Mitch170581

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    Hallo Capslock,
    vielen Dankd erst mal die Drainage war uns zu unsicher da der Standort sehr schlecht ist. Wir haben Druckwasserdichte Lichtschächte, sodass hier keine Gefahr droht.
     
  6. Doozer

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    ... soll das Wasser aus der Drainage denn eingeleitet werden, speziell wenn sie dauernd im Wasser steht?
     
  7. #6 Baldbauherr, 22. Juli 2009
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    Kann nicht ein Experte hier einfach bestätigen:

    "wenn die weiße Wanne fachgerecht errichtet wird, dann ist eine Drainage weggeworfenes Geld" ?
    Oder gibts da tatsächlich Ausnahmefälle?
     
  8. #7 Baldbauherr, 22. Juli 2009
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  9. #8 Mitch170581, 22. Juli 2009
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    Bei dem Wasser handelt es sich in erster Linie um Niederschlag der aus dem Umfeld abgeleitet werden soll. Der Boden ist nicht der Beste deshalb die weiße Wanne. Das Wasser soll in den Regenwasserkanal eingeleitet werden der hier aber auch regelmäßig ein paar mal im Jahr voll- überläuft. Deshalb auch meiner Ansicht unsinnig, denn wenn der Kanal vollläuft bringt doch auch die Drainage nichts oder?
    Ich denke nicht das der Keller ständig im Wasser stehen würde, da wir gestern ein ziemliches Gewitter mit ordentlich Niederschlag hier hatten. Im Keller war 3cm hohes Wasser im Graben drumrum garnichts.
     
  10. Robby

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    Hier WW nach WU Richtlinie für die Beanspruchung / Lastfall aufstauendes Sickerwasser macht eine Drainung überflüssig.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 22. Juli 2009
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    Drainung bei einer sach- und fachgerecht ausgeführten WW ist weggeworfenes Geld.

    Wenn jemand dazu rät, hat er entweder keine Ahnung oder Angst.
    Beides wäre schlecht. Also die Ausführung der WW besonders sorgfältig kontrollieren
     
  12. mls

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    das ist gelaufen:
    "muss nun am Montag der Arbeitsraum verfüllt werden"
     
  13. planfix

    planfix Gast

    oder will ein paar $$ extra kassieren:motz
    man kann einen bau auch sinnlos teuer machen:mauer
    hier baut man WW auch ins grundwasser, mit einer drainage würde dann der keller richtig gut umspült:winken
     
  14. #13 susannede, 22. Juli 2009
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    WW trotzdem außen schwarz abdichten, wenn höherwertige Nutzung der Kellerräume geplant ist. Gerade wenn die Wand nur 24 cm dick sein sollte.

    Aber ist ja sowieso alles zu spät, da ja bereits mit Filterkies :shades verdichtet.

    Grundsätzlich, aber vielleicht habe ich es ja überlesen, hätte ich für die Anfragen, die dann in einem halben Jahr kommen werden, schon gerne gewußt, was im Bodengutachten für Bodenverhältnisse, Wasserstände usw. ausgewiesen sind, also Lastfall nach DIN.

    Architekt...hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm?!

    :respekt
     
  15. #14 Baldbauherr, 22. Juli 2009
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    So isses bei unserem gekauften Haus (Baujahr 2004). Und ich hatte da erst Bedenken, dass dies dann keine Weisse Wanne ist, wenn er sie dann zusätzlich noch schwarz abdichtet :) (Grundwasser 0,50m unter Kellerboden, 30cm WU-Beton)
    Aber üblich ist das doch ansonsten nicht, oder?
     
  16. #15 susannede, 22. Juli 2009
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    bei mir is des immer üblich, weil ich nie hasenställe im keller hab.
     
  17. alex2008

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    Selbst wenns erlaubt wäre woran ich erhebliche Zweifel habe wäre dass äußerst problematisch.

    Den Filterkies würde ich allerdings oben nach Möglichkeit mit einer Schicht bindigen Boden abdecken. Man muß Wasser nicht unbedingt nahe am Bauwerk versickern lassen
     
  18. Robby

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    Bitte (auch susannede)

    unterscheiden zwischen Abdichtung (entsprechend Lastfall)
    und Abdichtung gegen Diffusion!
     
  19. #18 Baldbauherr, 23. Juli 2009
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    In welchem Fall dichtet man gegen Diffusion ab?
    Doppelt sicher wenn Weiße Wanne schwarz abgedichet wird?
    Oder sogar Nachteile zu befürchten?

    Danke und Gruß
    B
     
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  21. #19 susannede, 23. Juli 2009
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    Robby, jedes weitere Diskutieren über Dampfdiffusion bedarf der Kenntnis von StB-Wandstärke und des Lastfalls + Bodenverhältnisse und Kellernutzung.

    Grundsätzlich sperrt die WW nur flüssiges Wasser, aber kein dampfförmiges.
     
  22. #20 Mitch170581, 23. Juli 2009
    Mitch170581

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    Hallo Zusammen,
    ich erhalte heute noch ein Zertifikat und eine Garantie für die nächsten zehn Jahre für die Dichtigkeit der WW. Meine is auch noch mal schwarz abgedichtet worden. Ich denke ich werde auf die Drainage verzichten.

    Das Baugrundgutachten sieht wie folgt aus:

    Es wurde zusickerndes Schichtenwasser angetroffen, der
    Wasserstand nach Fertigstellung der RKS 2 war bei 1,5 m
    u. GOK (in der RKS 1 wurde zwar in begrenzter Menge
    zusitzendes Wasser angetroffen, es erfolgte aber kein
    weiterer Zufluß). Nach Schichtenabfolge und Probenbeschaffenheit
    stammt das Wasser aus der körnigen
    Schlufflage bei 0,7 – 1,1 m

    Hinweis Bauausführung: Es ist zu erwarten, dass während der Tiefbaumaßnahmen
    Wasser in die Baugrube zutritt, vorsorglich sollten Wasserhaltungsmaßnahmen
    eingeplant werden (Pumpensumpf
    wird ausreichend sein).
    Zur Ableitung von Oberflächenwasser und ggf. jahreszeitlich
    bedingtem Schichtenwasser in der zumindest teilweise
    körnigen Schlufflage sollte eine Ringdrainage gelegt und
    rückstaugesichert an die Regenwasserkanalisation angeschlossen
    werden.

    Gründungsvorschlag:
    Der Untergrund erscheint nach den durchgeführten Untersuchungen
    auf Grund der Art der Schichtenfolge i.w. einheitlich,
    zumindest bezogen auf die Hausgrundfläche. Abweichungen
    ergaben sich nur in der Schlufflage von 0,7
    bis 1,1 m, die unterschiedlich körnig und von unterschiedlicher
    Nässe war/ist.
    Gründung auf festem Ton in mindestens 2,8 m u. GOK
    (bezogen auf Pos. RS/RKS) oder tiefer; dazu für Streifenfundamentgründung
    die ausgekofferten Streifen ca. 0,5
    Meter hoch mit Kies-Sand-Gemisch aufschütten und lagenweise
    auf 100% Proctordichte verdichten, darauf ≥ 0,5
    m hoch Streifenfundamente aufbauen bis zur gewünschten
    Höhe der UK-Bodenplatte, die nach Bauherrenangabe
    maximal in 1,6 m Tiefe liegen soll. Die Bodenplatte soll auf
    einer mindestens 0,3 m dicken gut verdichteten Kies-
    Sand-Schicht aufgebaut werden.
    Alternativ: flächiger Bodenaustausch bis mindestens 2,8 m
    Tiefe, darauf Kies-Sand-Gemisch einbauen wie vor und
    darauf Plattengründung in gewünschter Tiefe.
    Für Gründungsempfehlung und die vorgenannte Alternative
    gilt, dass zur dauerhaften Abwendung von Wassereinwirkungen
    auf das Bauwerk unterhalb der Bodenplatte
    eine kapillarbrechende Schicht eingebaut werden sollte
    und die Auslegung der Kelleraußenschale gegen drückendes
    Schichtenwasser undurchlässig sein muß.
    Schnittstelle zu anschließenden Leistungsarten: Die Kennwerte
    des gut verdichteten Kies-Sand-Gemisches (zulässige
    Bodenpressung bzw. aufnehmbarer Sohldruck) liegen
    deutlich höher als die des hier angetroffenen Tones. Das
    Zusammenwirken und Aufeinanderabstimmen von Untergrundverbesserung
    und Gründungsdimensionierung ist
    Bestandteil der ingenieurtechnischen Planung und Statik.

    Viele Grüße und noch viel mehr dank
     
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