Weiße Wanne ohne Dampfbremse => Haftungsfreistellungserklärung

Diskutiere Weiße Wanne ohne Dampfbremse => Haftungsfreistellungserklärung im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, für unser Bauvorhaben ist aktuell eine Weiße Wanne nach System Wolf geplant. Einen der Kellerräume (ca. 14 m2) möchten wir...

  1. meriand

    meriand

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    Hallo Bauexperten,

    für unser Bauvorhaben ist aktuell eine Weiße Wanne nach System Wolf geplant. Einen der Kellerräume (ca. 14 m2) möchten wir mit FBH beheizen, perspektivisch evtl. auch als Wohnraum nutzen. Da wir nach KfW60 bauen, sind an den Kellerinnenwänden zusätzliche Dämmaßnahmen erforderlich.
    Der Hausbau erfolgt durch eine Fertighausfirma, der Kellerbau durch ein separate Firma.
    Die Fertighausfirma hat uns darauf hingewiesen, dass bei der beabsichtigten Beheizung des Kellers eine Dampfbremse erforderlich ist. Soweit wir uns dagegen entscheiden, möchte die FH-Firma eine Haftungsfreistellungserklärung. Unser Kellerbauer gab uns mit Bezugnahme auf diverse Gutachten den Hinweis, dass eine Dampfbremse nicht zwingend erforderlich sei ... er würde die Haftungsfreistellungserklärung mit unterzeichnen bzw. die Haftung für evtl. Schäden im Keller übernehmen.

    Nach dem, was ich bei Mark Carden zu dem Thema gelesen habe, bin ich jetzt unsicher. Wenn die Wände noch extra gedämmt werden und für den Fußboden Fliesen vorgesehen sind, kann dann noch eine ausreichende Belüftung erfolgen oder ist es in jedem Fall ratsam, eine Dampfbremse einzubauen (lt. Kellerbauer mit ca. 5000 Euro Mehrkosten).

    Wäre super, wenn mir jemand einen Rat geben könnte ... eine "Haftungsfreistellungserklärung" ist doch so ne Sache, wo man sich sehr sicher sein sollte.

    Schönen Dank schon mal, Meriand
     
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  3. JDB

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    Zunächst Gegenfragen

    Dämmung = ?
    Dampfsperre =?

    Da ist was faul. Warum sollte er das tun? Ich schieß mir doch nicht freiwillig ins Knie!
     
  4. Bauwahn

    Bauwahn

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    Evtl.

    liegt hier
    schon der Fehler.

    Warum kann der keller nicht von aussen gedämmt werden?

    Bzw., wenn nur ein Teil beheizt ist, aussen und in den jeweils angrenzenden Räumen?

    Innendämmung beim Neubau ist doch Kokolores.

    Gruß

    Thomas
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 23. Oktober 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Frage..

    Als was ist der Keller denn im Auftrag bezeichnet??
    Ggf. besteht schon aus der Angabe heraus die Verpflichtung, entsprechend zu handeln (ohne Mehrpreis)
    Bei den Wänden gibt es einige Experten, die den Sinn von Dampfsperrmaßnahmen bei WW in Frage stellen. Dies ist aber noch nicht allgemein durchgesetzt.
    Bei Sohlplatten besteht Einigkeit, daß bei dampfdichten oder feuchteempfindlichen Belägen eine Dampfsperre verlegt werden muß.
    Aber 5.000 € für einen Boden + 1 - 2 Aussenwände - heftig, heftig.
    Als Richtschnur. Kellerinnenmaß 10*8,5 m, 5 Räume, Dampfsperre auf dem Boden ca. 2.000 €.
    MfG
     
  6. Bauwahn

    Bauwahn

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    Ähh.. aber selbst das war nur bei Dämmung auf der kalten Seite, oder?
     
  7. Eric

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    Bauwahn, haste Recht. Bei Dämmung der Kelleraußenwände von innen wäre bei einer höherwertigen Nutzung ( hier laut Angabe von meriand: Wohnraum ) zusätzlich mit Kondensatausfall hinter der Wanddämmung auf der kalten Kelleraußenwand zu rechnen, es sei denn Meriand bekäme vor der Innendämmung eine perfekte Dampfsperre hin. Kann er vergessen.

    Meriand ist aber noch in der Planungsphase und insofern kann er ja noch anordnen, daß die Dämmung dort angebracht wird, wo sie aus diesem und weiteren Gründen hingehört, nämlich außen auf die Kelleraußenwände.

    Für die WW wird es ja einen Grund geben. Ist es hoch anstehendes Grundwasser, muß er die Außendämmung ohnehin vollflächig verkleben. Ist es anders, spricht auch nichts gegen die vollflächige statt batzenförmigen Verklebung mit KMB. Mit der vollflächigen Verklebung mit KMB erübrigt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer Dampfsperre auf den Außenwänden bei WW. Sie wird mit der vollflächigen Verklebung erreicht.

    Bleibt nur noch der Boden. Bei den von Meriand geplanten Fliesen sagt aber selbst Oswald, daß gegen Dampfdiffusion abzudichten ist.

    Meriand sollte mithin auf den Fertighausbauer hören.
     
  8. meriand

    meriand

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    Vielen Dank für die Beiträge – da haben wir schon mal eine grobe Richtung.

    Noch ein paar zusätzliche Daten:
    - Die Kelleraußendämmung ist mit 8 cm Perimeter WLG 035 vorgesehen
    - Die Kellerinnendämmung ist im beheizten Raum und den angrenzenden Räumen mit 4 cm Perimeter WLG 040 vorgesehen
    - Lt. Angebot wird im Keller ein Dämmestrich mit 13 cm inkl Dämmung und Feuchtigkeitssperre verlegt, bei dem beheizten Keller wären es 15 cm wg. FBH
    - Der Keller insgesamt hat eine Grundfläche von 89 m2
    - Auf dem Grundstück haben wir hoch anstehendes Grundwasser

    Wenn ich es richtig verstanden habe, liegen die Probleme im Bodenbereich (bei Fliesen auf jeden Fall Dampfsperre) und bei der Dämmung der Kelleraußenwände von innen.
    Gesetzt den Fall, wir lassen uns eine Dampfsperre in den Boden des beheizten Raumes legen oder verlegen alternativ Laminat und dämmen die Kelleraußenwände nicht von innen (ist das noch KfW60-konform?)– wären dann noch Probleme zu erwarten?

    Im Voraus vielen Dank für weitere gute Hinweise, Meriand
     
  9. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    DAußendämmung der Wände hätte den "geschmeidigen" Vorteil, das die Perimeterdämmplatten Vollflächig zu verkleben wären, dies würde die Abdichtung gegen Diffusion automatisch darstellen!
     
  10. Bauwahn

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    Warum können die die Aussendämmung in dem Bereich nicht auf z.B. 12cm aufstocken?
    Lass mich raten: wollen die die Dämmung in die Schalung legen ? Dann ist's natürlich nix mit Abdichtung gegen Diffusion.

    Ob es ohne Innendämmung noch KFW-60-konform ist, kann man ohne die Gesamtrechnung nicht beurteilen, aber freiwillig und unnötig haben sie Dir die 4 cm zusätzlich bestimmt nicht angeboten.
     
  11. Eric

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    Ich weiß nicht, was für " weitere gute Hinweise " Du noch erhalten willst. Hast doch bereits alle Hinweise erhalten und mußt es jetzt nur noch verstehen.

    Was das Laminat und die Einhaltung der KfW-60 mit dem Dampfdiffusionsproblem und der Anordnung der Dämmung auf der richtigen Wandseite zu tun haben soll, weiß der Teufel.

    Satur hat " geiz ist geil " seit heute abgesagt. Nimm Dir einen eigenen Planer, der den bislang geplanten Murks vor Baubeginn korrigiert.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 24. Oktober 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Mich würd mal interessieren, wie mit EINEM Kellerraum im beheizten Volumen das KFW 60 erreicht wurde bzw. andersrum, was daraus ohne den Keller oder mit dem gesamten Keller im beheizten Volumen würde.
    SChneller und besser als mit einem Einzelraum kann ich mein A/V doch gar nicht verderben.
    MfG
     
  13. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Kellerdämmung

    Hallo,

    das ist ein Problem für einen ausgebildeten und erfahrenen Bauphysiker.

    Aber auch dann wird es vorkommen, daß es Bauschäden gibt.

    Innendämmung 4 cm, Außen 8 cm, WU-Beton dazwischen (mü zwischen 70 und 140 je nach Lastfall).
    Wer soll da bei den verschiedenen Temperaturen und relativen Feuchtigkeiten die richtigen Maßnahmen treffen können???

    Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, daß man im Sommer mit Heizlüfter und ähnlichem den Raum trocken hält.
    Oder man hat jahraus jahrein die Zentrallheizung am laufen. Ade KfW60 oder was immer man wollte.

    Gruß

    Pauline
     
  14. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Entschuldigung

    Nicht mü sondern s-d-Wert von 70 bzw 140

    Gruß

    Pauline

    PS: Das Ganze kann evtl. wenig schadensträchtig sein, wenn man außen so bei 20 plus x cm Dämmung über die ganze Wand und vor allem auch nach unten aufbringt und innen mit einer entsprechenden Dampfsperre versieht. Dann kann wenig Wasser in die Wand und außen wird sie warm gehalten.
    Im Sommer hat man natürlich dann trotzdem ein Probleme

    Aber gerechnet habe ich jetzt nichts.

    Und natürlich wird man dann innen bei entsprechender Wetterlage im Sommer auch mal Wasser an der Wand haben.
     
  15. #14 buddelchen333, 15. November 2007
    buddelchen333

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    verstehe überhaupt nicht, warum ein raum so aufwendig von innen neben den Nachteilen gedämmt wird. ich kann mir nicht vorstellen, daß das signifikant Geld spart. warum nicht mehr perimeterdämmung aussen drauf, so teuer ist das zeugs doch auch nicht und der mehraufwand wahrscheinlich geringer, als wenn da angefangen wird innen rumzubasteln...
     
  16. Bauwahn

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    Ja, das ist das grosse Rätsel
     
  17. meriand

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    Hat sich erledigt. Der FH-Anbieter verzichtet auf die Haftungfreistellungserklärung, wenn die Außenwand des beheizten Kellers mit Bitumendickbeschichtung (als Alternative zu einer Dampfbremse) versehen wird. Durch den Dämmestrich inkl. Feuchtigkeitssperre ist eine Dampfbremse im Bodenbereich lt. FH-Anbieter gegeben.
    Eine Innendämmung wird nur zur den Wänden der unbeheizten Kellerräume hin vorgenommen, KfW wird dadurch erfüllt.
     
  18. Eric

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    Wenn Du das meinst !

    Du solltest noch ein Schild anbringen, damit die gedämmte Innenwand auch weiß, daß sie die fehlende Dämmung der Bodenplatte in den unbeheizten Kellerräume mitzuübernehmen hat. Sonst vergißt die Wand das womöglich noch.
     
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  20. #18 buddelchen333, 19. November 2007
    buddelchen333

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    oder eine leiter für die Verbindung unbeheizter zu beheizter Teil und ne ordentlich Dämmung auf den Fußboden :p
     
  21. meriand

    meriand

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    Der Dämmestrich wird natürlich über den gesamten Keller verlegt mit 15 cm (in dem beheizten wegen FBH, in den unbeheizten 13 + 2 cm, um die Differenz zum beheizten Keller auszugleichen) ... das mit dem Schild und der Leiter ist ne prima Idee - das mach ich dann auf jeden Fall noch zusätzlich !!! :p
     
Thema:

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