Welche Art von Wärempumpe für unseren Neubau

Diskutiere Welche Art von Wärempumpe für unseren Neubau im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Experten, ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben. Denn ich habe noch Mühe, Baufragen richtig einzuschätzen. Wir stehen kurz vor...

  1. Angoma

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    Liebe Experten,
    ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben. Denn ich habe noch Mühe, Baufragen richtig einzuschätzen.

    Wir stehen kurz vor dem Abschluss eines Kaufvertrags für ein Baugrundstück und müssen uns Gedanken darüber machen, was wir draufstellen wollen. Ich hoffe, Ihr könnt mir hier einen ersten Eindruck verschaffen, worauf ich bei der Planung achten sollte.

    Das Haus wird vermutlich KFW 70-Standart erreichen. Die beheizte Wohnfläche beträgt ca. 150 qm. Im Keller sollen ein Arbeits-/Gästezimmer untergebracht werden, so dass zusätzlich auch dort angenehme Raumtemperatunen von ca. 20 Grad erreicht werden sollen. Andere Kellerräume sollen unbeheizt bleiben, damit man dort auch mal Lebensmittel lagern kann.

    Wir wünschen uns für den Wohnbereich eine Fussbodenheizung mit Wärmepumpe. Da wir Industrieparkett (10mm, Eiche, geölt) als Bodenbelag bevorzugen würden, riet uns der Parkettleger darauf zu achten, dass die Heizanlage mit einer niedrigen Vorlauftemperatur gut funktioniert (23 -24 Grad).
    Welche Art von Pumpe wäre dafür sinnvoll? Muss ich dann auch für den Keller eine Fußbodenheizung planen? Wäre so eine Anlage im Betrieb wirtschaftlich oder baue ich da etwas, was unverhältnismäßig viel Strom verbrauchen wird?

    Wie wird eine Heizungsanlage mit diesen Parametern sinnvoll betrieben? Ich vermute, dass sie dann besonders träge wäre und ständig laufen müsste?

    Falls es eine Rolle spielt: Ein System zur automatischen Be- und Entlüftung wollen wir nicht einbauen.

    Ich wäre für ein paar Hinweise sehr dankbar, da ich nicht unvorbereitet in Verhandlungen mit Baufirmen treten will. Wir werden mit einem Generalunternehmer o.ä. zum Festpreis bauen. Alles andere traue ich mir nicht zu.


    Herzliche Grüße
    Angoma
     
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  3. Mycraft

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    Also das ist der Größte Fehler den heutzutage viele Bauherren immer noch machen...


    Ansonsten eine WP mit Flächen- Grabenkollektor oder Tiefenbohrung löhnt sich...
    Eine Luftwärmepumpe ist dagegen Geldverschwendung...Ineffizient und teuer im Betrieb...bei relativ tiefen Temperaturen heizt man praktisch nur noch mit Strom.

    Und ja die FB wird sehr träge sein und muss praktisch dauerhaft laufen...aber da man ja nur geringe VL temperaturen fährt relativiert sich das und der Betrieb ist sehr viel kostengünstiger als z.B. du guten alten Heizkörper unter dem Fenster...

    Wenn du den Keller als Wohnraum nutzen willst und dieser sich innerhalb der thermischen Hülle befindet, dann solltest du auch dort Fussbodenheizung einplanen...
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Das wird kaum funktionieren, denn die Wärme aus den beheizten Bereichen wird natürlich auch die unbeheizten Bereich auf Temperatur bringen. Die Raumtempertatur der jeweiligen Bereiche wird daher nur minimal differieren.

    Schwer zu sagen was Dein Parkettleger damit meint, vermutlich denkt er dabei an die Auslegung der Heizflächen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er damit die Vorlauftemperatur gemeint hat, denn bei 23-24°C VL Temperatur wird die FBH so gut wie keine Wärme mehr in den Raum liefern, schon gar nicht wenn darauf ein dicker "Parkett" liegt. Ich denke ihm ging es eher um die Oberflächentemperatur.
    Heutzutage sollte eine FBH sowieso auf niedrigste Temperaturen hin optimiert werden. Das ergibt dann Verlegeabstände um 10-15cm, je nach Heizlast des Raums usw.

    Sinnvoll wäre wenn überall FBH genutzt wird. Das erspart einen 2. Heizkreis und erhöht damit insbesondere bei WP die Effizienz. d.h. Entgegen Deiner Vermutung ist gerade die Variante mit "FBH überall" die effizientere Variante.

    Unabhängig von der Trägheit des Bodenaufbaus wäre es sowieso empfehlenswert die Räume ständig zu beheizen, dafür aber auf niedrigstem Temperaturniveau.

    Eine KWL mit WRG wäre aber keine schlechte Idee, denn sonst musst Du von Hand die notwendige Lüftung der Räume sicherstellen. Moderne Häuser werden möglichst "luftdicht" gebaut, ohne Lüftung kriegt man die Luftfeuchtigkeit nur schwer in den Griff.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Angoma

    Angoma

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    Erst mal vielen Dank für die ersten Antworten.

    Ich werde den Parkettleger noch einmal fragen, welche Temperatur er meint. Mir leuchtet es ein, dass es für sein Gewerk natürlich auf die Oberflächentemperatur des Estrichs o.ä. ankommt, auf die er den Boden legen will.

    Bei der Beheizung des Kellers wäre es mir wichter, dass die Arbeitsräume akzeptabel beheizbar sind. Aber danke für den Hinweis.
    Der Keller soll tatsächlich innerhalb der thermischen Hülle liegen.

    Über die "KWL" muss ich mich dann noch einmal informieren. Im Moment leben wir in einem Haus mit so einer Anlage.
    Meine subjektiven Gegengründe:
    1. Ich höre die Anlage nachts (ist schon 10 Jahre alt)
    2. Ich habe gerne die Fenster geöffnet und auch das "Frischluftgefühl".
     
  6. Geodesy

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    Ich sehe darin keinen Fehler oder ist es ein Fehler was nicht haben zu wollen nur weil es andere einbauen?
     
  7. Angoma

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    Von welcher Größe reden wir denn hier? Das Grundstück hat ca. 500 qm.Davon werde ich gut 100 qm + Garage überbauen. Dann ist da noch der Wurzelbereich einer geschützen Eiche. Da kann ich auch nicht beliebig den Boden umwühlen.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Bei einem "normalen" EFH dürfte eine Fläche um 300-350m2 ausreichend sein. ABER das ist wirklich nur eine ganz grobe Schätzung. Sobald es an die Planung geht wird man die notwendigen Daten ermitteln, dann kann man Genaueres sagen. Damit lassen sich dann die Mindestanforderungen an die "Quelle" definieren, eine größere Fläche ist (in gewissen Grenzen) immer sinnvoll.

    Bei einer Tiefenbohrung legt man, trotz in letzter Zeit gefallener Preise, problemlos 50,- bis 60,- € pro Bohrmeter auf den Tisch. Damit kostet die Quelle für ein EFH schnell mal 6T€ und mehr. Ein vergleichbarer Flächenkollektor lässt sich für die Hälfte erstellen. Achtung, das sind natürlich nur Richtpreise um die Größenordnung zu verdeutlichen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Angoma

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    Wie sieht es denn eigentlich mit der Warmwassererzeugung über eine Erdwärmepumpe aus?
    Wenn ich für die Heizung nur 25 Grad Vorlauftemperatur brauche, wie erzeuge ich da mit der gleichen Anlage Warmwasser?

    Grüße
    Angoma
     
  10. Julius

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    Ich schon.

    Nein, natürlich nicht deswegen.
    Aber aus anderem Grund!
    Nämlich dem, daß der notwendige Mindestluftwechsel (aus hygienische Gründen und vor allem zur Vermeidung von Bauschäden) anderweitig in der Praxis meist nicht gewährleistet werden kann.
     
  11. R.B.

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  12. R.B.

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    Die Wärmepumpe kann natürlich auch höhere Temperaturen erzeugen, aber dabei arbeitet sie nicht so effizient. Andererseits ist die WW-Erzeugung mit Gas auch nicht gerade effizient.

    Üblich ist, dass die WP auch für die WW-Erzeugung zuständig ist.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Mycraft

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    Jupp genau aus diesem Grund...die Zeiten, wo Baukörper wie Schweizer Käse aussahen (im übertragenem Sinne) sprich an jeder Ecke Pfiff die Luft durch, sind lange vorbei...

    Leider ist dies noch nicht bei der Allgemeinheit der Bauherren nicht angekommen, wie geheizt wird oder welche Fliesen ins Haus kommen ist wichtig...aber Lüftung, nein Danke....
     
  14. derCordi

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    Zu den kontrollierten Be- und Entlüftungsanlagen treffen aber selbst "namhafte" Fertighausbauer deutlich unterschiedliche Aussagen. Da ist es für den Laien dann nicht leicht. Selbst der Schornsteinfeger hat mir bspw. von den Anlagen dringend abgeraten, da die "nur Probleme machen, laufend ausfallen und dadurch die Häuser schimmeln, weil ja nicht manuell gelüftet wird"...


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  15. Mycraft

    Mycraft

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    Typischer Fall von Irreführung...der Effekt ist eher entgegengesetzt...es schimmelt, wenn keine KWL verbaut worden ist...denn die angegebenen Lüftungsintervalle kann kein Mensch einhalten (zumindestens niemand der einen "normalen" Job hat)

    Die Fertigbauer sind ja auch fein raus bei Schimmelbefall ohne KWL, da heisst es immer

    O-Ton: ...Sie haben nicht ausreichend gelüftet, deswegen schimmelt es...aus diesem Grund bin ich raus aus der Gewährleistung...

    Mit KWL kommt es gar nicht erst zum Schimmel, oder wenn doch grobe Mängel da sind und es schimmelt trotz KWL, dann kann er sich nicht mit der Aussage aus der Affäre ziehen...

    Natürlich sagt dann Derjenige der darauf abziehlt: Bauen Sie ruhig ohne KWL, man kann ja auch so lueften...
     
  16. derCordi

    derCordi

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    Und mit was für laufenden Kosten muss man da rechnen? Also Wartung, Filtertausch etc.? Wie oft muss das jeweils vorgenommen werden?
    Ist die KWL immer mit Wärmerückgewinnung? So wird es zumindest "immer" verkauft. Preise von um die 10.000,- wurden an anderer Stelle ja bereits bestätigt. Ist natürlich auch ne Stange Geld.


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  18. windtalker

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    Also hier:

    http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1268621.html

    kommen KWLs sehr kritisch weg. Insbesondere wegen Verschmutzung von Rohren und Ventilen. Offensichtlich wurden bei den Betreibern die Wartungen vernachlässigt.
    Ein Betreiber rechnet mit etwa 100€ an Filtermaterial jährlich. Ein Reinigungsunternehmer rechnet mit 500 € pro Reinigung.

    Ich reinige bzw. wechsele die Filter jährlich. Mache sie mir aus geeignetem Material selber. Kosten sind marginal. Aber nicht bei jeder Anlage dürfte das möglich sein.

    Da in meiner Anlage ,nach 30 Jahren Bertrieb, leichter Staubbelag in den Rohren zu bemerken ist, werde ich nächstes Jahr eine Reinigung machen lassen.

    Gruß

    windtalker
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Rechne doch einfach mal mit 50,- € p.a. für die Filter. Austauschen kann man die normalerweise selbst, und wenn man Filtermatten kauft und auf Format schneidet, wird´s noch ein bischen günstiger.

    Gruß
    Ralf
     
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