Welche Gefahren drohen bei zu niedrigem Estrich?

Diskutiere Welche Gefahren drohen bei zu niedrigem Estrich? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo allerseits! Habe vor 10 Tagen in unserem Eigenheimbau den Zementestrich einbringen lassen. In beiden Geschossen (ca.230 qm) ist...

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  1. Didi58

    Didi58 Gast

    Hallo allerseits!

    Habe vor 10 Tagen in unserem Eigenheimbau den Zementestrich einbringen lassen. In beiden Geschossen (ca.230 qm) ist vollflächig eine Fußbodenheizung vorhanden. Ich war bei der Estricheinbringung nicht zugegen (wohne ca.160 km von der Baustelle). Nun war ich 5 Tage später am Bau und musste folgendes feststellen:

    1) Der Estrich war teilweise nur 3,5 cm stark (die Rohre der Fußbodenheizung sind 16 mm im Durchmesser). Also nur 17 mm Überdeckung statt des gefordeten Mindesmasses von 40-45 mm.

    2) Der Randdämmstreifen war teilweise (ann einigen Stellen) nur 5 mm im Estrich versenkt. Aber auch an anderen Stellen nicht ordentlich verlegt.

    Ich habe diese Mängel sofort dem Estrichleger gemeldet und geschrieben, ich würde mich mit Experten beraten, was in so einem Fall zu tun wäre.

    Viele von Euch haben sich hier im Forum als Fachleute gezeigt. Bitte gebt mir einen guten (und nicht teuren) Rat! Welche Gefahren drohen, wenn ich mich mit einem Preisnachlass zufriedengebe und alles so belasse?

    Ich habe irgendwo gelesen, Kunstharz könne eingebracht werden (5-6 mm stark). Ist das bei einer Fußbodenheizung nicht schädlich? Ich meine Dämpfe u.ä..

    Vielen Dank im Voraus!
    Didi58
     
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  3. Berni

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    Tach Didi58,

    wenn das kein Aprilscherz im August ist, kannste de Estrich so vergessen.
    Ebenso Preisnachlass. Dem Estrich bleibt gar nichts anderes übrig, der kann nicht funktionieren. Und 5-6mm Kunstharz kannst Du auch abhaken. Entweder der Estrichleger macht Dir da noch einmal 30-35mm im Verbund drauf, oder einen SV bemühen.
    Bei der Truppe hätte ich aber bei der Sanierung so meine Probleme.
     
  4. Didi58

    Didi58 Gast

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass im Estrich AKS-Matten liegen, und der Estrichmischung ein Schnellzusatz beigemischt wurde. Vielleicht ist das wichtig.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 24. August 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    in 10 Jahren neuer Estrich
    ****
    Aber für ein paar Hundert € ja durchaus hinnehmbar :cry
    MfG
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 24. August 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Wo liegen die denn? Unter der FBH ??? Bei solchen Estrichstärken müsste die sonst nämlich oben rausgucken
    MfG
     
  7. Berni

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    Nein Didi,

    das hilft Dir oder dem Estrichleger auch nicht.
    Ich bin schon vom günstigsten Fall ausgegangen, daß der Estrich noch saniert werden kann, bevor die Schäden auftreten.
     
  8. Didi58

    Didi58 Gast

    Danke Berni für die schnelle Antwort. Ich fahre übermorgen nochmal zur Baustelle und kontrolliere die Möglichkeit (Höhe), ob noch Estrich eingebracht werden kann.

    Die Türöffnungshöhe erlaubt es auf jeden Fall. Da gibt es jetzt noch 2,05 m. Die Raumhöhe liegt jetzt bei 2,56 m.
    Das einzige Problem wäre die Eingangstür. Da habe ich so meine Zweifel, ob da noch 3 cm rein passen.

    Aber im Prinzip, sind 3 cm zusätzlich noch möglich? Ich meine, platzt der Estrich dann nicht einfach weg? Es ist ja immerhin eine Fußbodenheizung in der unteren Schicht.
     
  9. Didi58

    Didi58 Gast

    Danke Ralf, für die Antwort!

    Die AKS-Matten liegen (sollen) auf den Rohren der Fußbodenheizung. Bei der Rohrverlegung war ich dabei. Den AKS-Mattenstappel habe ich auch gesehen, die Verlegung der Matten nicht. An einer Stelle im Bad (Estrichfläche im Bad ca.8 qm) am Rand schaut die AKS-Matte etwas raus - ca 15 qcm.
     
  10. Berni

    Berni

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    Von einer Fachfirma eingebaut gibt es da keine Probleme.
    Wo ist das denn in Espelkamp?
     
  11. Didi58

    Didi58 Gast

    Ralf, was meinst Du mit "Verwerfen der Flächen" - Biegen, Verdrehen etwa, oder Versatz der Bruchstellen?
     
  12. Didi58

    Didi58 Gast

    Berni, die Baustelle liegt in Butjadingen an der Nordsee. Ich selbst wohne in Espelkamp.
     
  13. Didi58

    Didi58 Gast

    Berni, was ist die Mindestdicke des nachträglich einzubauenden Estrichs?
    Sind es diese 3 cm, oder geht das auch mit 2 cm?
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 24. August 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Alles Dreies ...

    ist vorstellbar und wahrscheinlich.
    Und bitte nicht immer Vollzitate
    MfG
     
  15. Berni

    Berni

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    Als Mindeststärke im Verbund mußt Du zumindest auf die 45mm Rohrüberdeckung insgesamt kommen.
     
  16. Didi58

    Didi58 Gast

    Berni, kommt zwischen die beiden Estrichschichten irgendein Bindemittel oder geht das so anstandslos von statten?

    Und muss diese obere Estrichschicht bewehrt bzw. mit Glasfasern verstärkt werden?
     
  17. Berni

    Berni

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    Didi,

    es kommt drauf an, wie die Oberfläche des zu dünnen Estrichs beschaffen ist.
    Wenn sie ausreichend Festigkeit (Haftzugfestigkeit aufweist, kann ein Zementestrich mit mineralischer Haftbrücke aufgebracht werden.

    Andere Möglichkeit wär ein Calciumsulfat-Estrich als Fließestrich. Hierbei muß aber die Ausdehnung mit dem Zementestrich identisch sein. Ein Dispersionsvoranstrich muß hierbei aufgebracht werden.
    Ist die Oberflächenfestigkeit nicht gegeben, z.B. zu hoher Wasser-Zementwert (überwässertes Estrichmaterial), so müßte die Oberfläche erst maschinell bearbeitet werden. Hierbei würde es aber sehr wahrscheinlich schon zum Schaden kommen.

    Haben die überhaupt Bewegungsfugen eingebaut?
     
  18. Eric

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    Wer hat den Bodenaufbau geplant? Könnte es sein, daß die Estrichleger sich am Eingangsbereich " orientiert " haben um einen vorangegangenen Planungsfehler " auszugleichen " ?

    Schwele im Eingangsbereich wäre auch nicht so doll.
     
  19. Berni

    Berni

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    Aber Eric, seit wann brauchen wir einen Planer?:)

    und
    Das sagt schon einiges.
    Bei der Ausführung der Rohre war Didi selber dabei.
     
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  21. Eric

    Eric

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    Hoffentlich ist der " Eigenheimbau " ein eingeschossiger Flachbau ohne Keller.

    Nur mal so .... wegen Treppenabsturz.
     
  22. Didi58

    Didi58 Gast

    Berni, der Estrich scheint mir ausreichend hart (fest) zu sein. Im Bad im Wannenbereich sind ein paar Klumpen als Rest vorhanden, die ich entfernt habe und wo ich die Estrichbeschaffenheit in Augenschein nehmen konnte. Genug Zement scheint drin zu sein.
    Aber was ist genau eine mineralische Haftbrücke? Woraus besteht sie?

    Das mit dem Fließestrich - wie kann denn die mit dem Zementestrich identische Ausdehnung erreicht werden?

    Als Bewegungsfugen sind wohl mit der Kehle angesetzte Schnitte im noch feuchten Estrich zu sehen.
     
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