Welche Heizung für Effizienzhaus 70 nach EnEV09

Diskutiere Welche Heizung für Effizienzhaus 70 nach EnEV09 im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, und im Voraus schon mal eine Entschuldigung wenn das der XX-te Beitrag mit ähnlicher Fragestellung wird. Aber nachdem ich mich...

  1. mcschwarz

    mcschwarz

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    Hallo zusammen,

    und im Voraus schon mal eine Entschuldigung wenn das der XX-te Beitrag mit ähnlicher Fragestellung wird. Aber nachdem ich mich durch die gesammelten Beiträge durchgearbeitet habe, mir Wärmepumpensysteme vom (technisch versierten) AD-Mitarbeiter des Herstellers vorstellen ließ und auch drei potentielle Geräte mal angehört habe nimmt meine Ratlosigkeit stetig zu. :(

    Wir planen den Neubau eines 160m² Effizienzhauses 70 nach EnEV09 mit Keller in Troisdorf.

    Wärmebedarf lt. Hausanbieter 30-33W/m²

    Wandaufbau: 17,5cm Porenbeton PP4, 18cm WDVS WLS035, organ. geb. Strukturputz, gesamt ca. 37cm => U=0,15W/m²K

    Holzbalkendecke über 1.OG (Haustyp Stadtvilla) mit 24cm Mineralfaserdämmung, Dampfsperre, 1,25cm Gipskartonbauplatte

    Zur thermischen Trennung von EG zu Keller erhält der Boden im EG 12cm Wärmedämmung WLS035 und Trennfolie unter dem Heizestrich der FBH. Kellerflur und HWR im Keller werden mit 8cm WLS035 versehen.

    U(Verglasung)=0,7W/m²K
    U(Rahmen)=1,0W/m²K
    U(Fenster)=0,9 bis 1,2W/m²K (Wie das bei den o.g. Werten geht ist mir schleierhaft. Wenn das einer von den Experten erklären kann wäre nett.)

    Wie schon angedeutet soll das Haus mit FBH beheizt werden. Wir werden in den Badezimmern 2 Duschen einbauen, die auch gleichzeitig betrieben werden sollen, sowie eine Badewanne mit ca. 350ltr., die aber nur einzeln betrieben werden soll.

    Wenn ich mir jetzt die Tarife für Gas und WP-Strom in Troisdorf ansehe, frage ich mich wie sich eine LWWP irgendwann mal rechnen soll.

    WP-Strom-Preise (Brutto): 17,49 ct/kWh, 78,54 EUR/a Grundpreis

    Gas-Preis laut Preisvergleich: 4,27ct/kWh (Grundpreis mit eingerechnet)

    Der WP-Hersteller Nibe spricht bei seinen Geräten (Split bzw. F2025) von JAZ von 3,6. Wenn das stimmt, sind jedoch die laufenden Kosten immer noch etwas höher als bei der Brennwerttherme, die außerdem noch quasi geräuschlos läuft.

    Vom Mehrpreis der WP von ca. 9500,- EUR war noch gar nicht die Rede (wobei ich im Mom. nicht weiss welches der beiden Geräte zu diesem Preis führt).

    Wenn ich die WP auf 20 Jahre abschreibe muss der Gaspreis bei konstantem Strompreis über 8ct/kWh steigen damit sich die WP bei einem Energiebedarf von ca. 20000kWh Wärme bzw. ca. 5600kWh WP-Strom rechnet. (Zinsen für zusätzliche 9500,- EUR Kredit vernachlässigt)

    Ich bin für jeden hilfreichen Hinweis dankbar. Vor allem interessiert mich, ob jemand die JAZ der beiden WPs nachvollziehen kann bzw. für realistisch hält.
     
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  3. alex2008

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  4. robtrop

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    Endlich jemand, der richtig nachdenkt! :respekt :wow

    Die JAZ von 3,6 wird bei Ihrem Haus niemals erreicht.
    Bie dem guten Dämmstandard wird eine Beheizung nur bei niedrigen Außentemperaturen erforderlich sein. Das heißt, dass die LWWP dann unter ganz ungünstigen Bedingungen arbeitet (Quellentemperatur niedrig, bei hoher Vorlauftemperatur).
    Außerdem soll ja noch WW bei ca. 55°C bereitet werden.

    Frgen Sie mal nach, ob Ihnen die Jahresarbeitszahl unter Ihren Betriebsbedingungen garantiert wird.

    Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
     
  5. mcschwarz

    mcschwarz

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    Verwirrung +1

    @all: Thx für das Lesen des gesamten Posts. Meine Frau hatte schon befürchtet, dass ich zu viel auf einmal schreibe und es keiner mehr beachtet :biggthumpup:

    @alex2008: thx. Ich war vorher der (irrigen) Meinung, dass der Randverbund zum Rahmen gerechnet wird.

    @robtrop: :hammer: Absolut meine Befürchtung. Ich versteh immer weniger die Befürworter der WP, und frage mich was ich übersehe, da auch Fachleute hier im Forum so begeistert sind.

    Ich will keinen angreifen, nur dazulernen.

    Mir ist auch bewußt, dass man den Gaspreis von 4,27ct/kWh im zweiten Jahr nicht erreicht (dann 5,56/kWh), und danach nur, indem man jährlich Versorger wechselt um Neukunden-Konditionen abzustauben. Aber wenn die JAZ schon nicht erreichbar scheint...

    Lässt sich die JAZ vorausberechnen mit für das genannte Haus realistischen Werten?

    Was haltet Ihr vom Wandaufbau?

    17,5cm Porenbeton PP4, 18cm WDVS aus Polystyrol Hartschaumdämmung WLS035, organ. geb. Strukturputz, gesamt ca. 37cm => U=0,15W/m²K
     
  6. robtrop

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    Ich wollte damit nicht sagen, dass WP Mist sind, sonder dass LWWP für gut gedämmte Häuser nicht geeignet sind. Bei der WW-Bereitung im Winter ist die direkte elektrische Erwärrmung ohnehin günstiger.
    Fragen Sie einmal nach der AZ für WW-Bereitung bei einer AL-Temp. von 5°C (dann möchten Sie die bei 0°C oder -5°C gar nicht mehr hören).

    Die "realistische" JAZ lässt sich berechnen. Es wird dazu Ihr Standort, die Heizgrenztemperatur Ihres Gebäudes, und die Nutzung (Nachtabschaltung?) benötigt.

    Die Berechnung für den "Standardfall" mit JAZ 3,6 muss nur an Ihr Gebäude angepasst werden.

    Zu dem Wandaufbau kann nicht viel gesagt werden - ist ja auch eine "Geschackssache". Der Wärmeschutz ist schon einmal nicht schlecht.
    Sie sollten auf jeden Fall jemanden haben, der von Datails Ahnung hat und das auch überwacht.
     
  7. robtrop

    robtrop

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    Ich schreibe noch etwas, weil ich glaube, dass der Fragesteller hier ergebnisoffen Rat sucht. Bei vielen Fragenstellern hat man den Eindruck, dass bereits ausgewählte Systeme nur bestätigt werden sollen. Unbequemes wird ausgeblendet/ignoriert.

    Wenn sie statt der LWWP mit dem eingesparten Geld den Wärmeschutz des Gebäudes weiter verbessern oder in Solartechnik stecken, dann wird die Heizungsanlage nur noch sehr wenig Wärme erzeugen müssen.
    Durch die Verbesserung des Wärmeschutzes wird die Heizgrenztemperatur (HGT) weiter sinken und die Vorlauftemperatur auch --> Solartechnik kann höheren Beutrag leisten.

    Wenn Sie dann bei HGT von ca. 3°C die JAZ einer LWWP ermitteln (und garantieren lassen wollen), dann werden Sie vom Anbieter wohl nie wieder etwas hören.
    So erlebe ich es zumindest immer wieder.

    Über eine ALWWP (Abluft) kann man natürlich nachdenken, denn hier hat man immer eine Quelle von ca. 20°C. Die Wärmemenge passt meistens ganz gut zur erforderlichen WW-Bereitung.
     
  8. kehd

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    Woher kommt eigentlich die Wärme für eine Abluftwärmepumpe?
    Aus dem Haus? Wie kommt sie dorthin?
    Ist das nicht ein Perpetuum Mobile?
    Was soll eine Solaranlage, die im Winter, wenn man die Energie brauch, nichts bringt?
    Mein Vorschlag: wenn Wärmepumpe, dann eine kleine Sole-Wärmepumpe (bei 35W/m² braucht sie ja nur gut 6kW zu leisten. Was kostet die so, etwa 8000€? Dann Grabenkollektoren. Wenn der Bagger schon da ist, kann er ja 2m Erde wegnehmen. Dann die Dinger gleich rein. Kosten 3000€? Der COP liegt dann aber wohl immer über 4. Etwas Geld spart man ja auch, wenn es keinen Gasanschluß gibt, oder?
    Oder, noch besser dämmen und Heizlüfter aus dem Baumarkt (40€ pro Stück)?
    Kommt keine zentrale Lüftungsanlage hinein?
     
  9. robtrop

    robtrop

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    @kehd
    Erst mal nach den Basics "forschen", dann an der Diskussion beteiligen.
    Effizienzhaus 70 ohne KWL geht nicht! (jedenfalls nicht sinnvoll)
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Solar kann zwar bei niedriger Temp. für die Heizflächen einen höheren Beitrag leisten, aber wieviel Energie kann in den Wintermonaten geerntet werden? Das reicht selbst bei großen Anlagen hinten und vorne nicht, und irgendwann kämpft man auch noch mit den Überschüssen im Sommer.

    Zur Abluft-WP sage ich jetzt besser nichts.

    Ach ja, bei angeblich 30W/m2, muss man sich gut überlegen, ob man noch weiter dämmt. Ob der U-Wert der Wand jetzt 0,15W/m2K oder 0,13W/m2K beträgt......das macht am Jahresende bei der Heizkostenrechnung kaum einen Unterschied.

    Gruß
    Ralf
     
  11. mcschwarz

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    Allerdings. Ich habe mich noch nicht festgelegt, was den GU inzwischen etwas nerven dürfte, da ich mir diverse Heizungs-Varianten anbieten lasse.

    Zur ALWWP: Das angebotene Gerät Nibe F640P hat nur eine Kompressorleistung von 1kW bzw. 3,5kW thermische Leistung (laut Hersteller), das Gebäude aber wohl einen Leistungs-Bedarf von

    30 bis 33 W/m² * 160m² = 4,8 bis 5,3kW

    D.h. doch, dass in der kalten Jahreszeit quasi dauerhaft 1,8-2,3kW direkt über die Heizpatrone zugeführt werden müssen, oder? Die vom Hersteller hier genannte JAZ von 3,0 bis 3,3 kommt mir hoch vor unter diesen Bedingungen, was der Mann auf Nachfragen dann auch zugab.

    Die Lüftung wird dezentral ausgeführt (damit meine ich NICHT geöffnete Fenster ;) ), ohne WRG, da mir ein Mehrpreis für zentrale Lüftung mit WRG von ca. 6000,- EUR nicht wirtschaftlich erscheint. Laut U-Wert- bzw. Lüftungsrechner

    http://www.u-wert.net/berechnung/lueftungs-rechner/

    muss ich mit ca. 5000kWh Wärmeverlust durch Lüftung rechnen. Bei 90% Ersparnis sind das keine 300,- EUR pro Jahr, also eine Rechnung, die erst nach über 20 Jahren aufgeht.

    Da erscheint mir eine Solarthermie mit 7,5m² (Flachkollektoren) zur Brauchwasserbereitung wirtschaftlicher. Das Haus wird nach SW ausgerichtet (225-230°) und erhält eine Dachneigung von 25°. Mehr Fläche zur Heizungsunterstützung ist glaube ich durch den geringen Azimut der Sonne im Winter (13-18°) wenig sinnvoll und würde sich nur bei steilerem Dach oder aufgeständerten Kollektoren rechnen. Die Optik will ich mir aber nicht vorstellen :eek: (schade dass es hier kein :kotz: gibt).

    Zum Thema Sole-WP habe ich natürlich auch mal gefragt. Aber der Aufpreis von sage und schreibe 25000,- EUR (Tiefen-Bohrung inkl.) zur a) Gastherme mit Solarthermie oder b) ALWWP hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Da muss IMHO eine sagenhafte Gewinnmarge für den GU drin sein. Flächenkollektoren scheiden IMHO auch aus, da laut GU und WP-Hersteller für das Haus ca. 100m² Kollektorfläche ca. 1,2 - 1,5m tief vergraben werden müßte. 120 - 150m³ Erde ausgraben und wieder zuschütten ist ca. 60% der Erdarbeiten für den Keller. Das schmerzt doch sicher auch wieder am Geldbeutel, oder sind die Kosten für diese Erdbewegungen eher gering?

    @robtrop: Wo soll ich Ihrer Meinung nach noch bei der Dämmung zulegen? Bis zu welchem Wärmedurchgangswert? Was ist am Wandaufbau Geschmackssache?

    Ach ja, bisher ganz vergessen: Mein GU erzählte mir was, dass die im Angebot enthaltenen Rolläden zum erreichen des Effizenzhaus 70 notwendig sind. Erklären konnte er es nicht. Auch hier würde ich gerne dazulernen bzw. auf die Dinger verzichten.
     
  12. mcschwarz

    mcschwarz

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    Arrrrgh, doch doch doch, bitte sag was. Und wenn Du es als Teil einer Anfänger-Beratung :o betrachtest, aber sag es.

    Danke für die Bestätigung meiner Berechnungen. Die 20000kWh vom ersten Posting waren wohl etwas hochgegriffen, es werden wohl eher 12000-15000kWh, aber das verschiebt die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nur weiter weg von den neuen Technologien.

    Gruß

    Michael
     
  13. kehd

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    Hallo mcschwarz,
    ich hätte gerne von Dir noch die Rechnung, warum sich Solarthermie rechnet.
    Wir haben in einer Mietwohnung mit 2 Personen für WW so 800kWh Erdgas für 110€ verbraucht. In unserem neuen Haus hat man uns Solareerwärmung für 4000€ angeboten. Das hätte sich in 40 Jahren nicht armortisiert. Wir haben das Geld genommen und sind nach Hawaii geflogen. Hat sich auch nicht armortisiert, hat aber Spaß gemacht.
    Zu den Erdkollektoren möchte ich Dich auf diesen Thread hinweisen: http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/126914/Herausfordung-Erdkollektor-auf-Mini-Grundstueck
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Eine Sole-WP mit Tiefenbohrung kommt nur dann in Frage wenn Geld keine Rolle spielt oder das Grundstück nur eine Tiefenbohrung zulässt. Ein Flächenkollektor ist weitaus preisgünstiger zu erstellen.

    Zur Abluft-WP haben wir uns hier schon die FInger wundgetippt. In Deinem Fall müsste wohl bei AT um 0°C bereits direkt el. zugeheizt werden.

    Gruß
    Ralf
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Einerseits schon richtig, aber wer fährt heute noch ein altes Auto mit Vergasermotor?

    Gruß
    Ralf
     
  16. alex2008

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    Eine LWP kann gerade in einem sehr gut gedämmten Haus durchaus die wirtschaftlichste Variante sein.
    Denn dann haben Investitionskosten, Abschreibung etc. ein sehr deutliches Gewicht in der Kostenrechnung.
    Muss für Fall zu Fall gerechnet werden. Im vorliegenden Fall sind natürlich die Energiekosten sehr negativ für eine WP. Dies gilt aber wohl auch für die Solaranlage.

    AbluftWP sind im Prinzip nur sehr kleine LWP bei denen das Haus als Zuluftkanal fungiert.
    Je nach Gerät können diese effizienter arbeiten als eine LWP im üblichen Sinne.
    Der Knackpunkt sind der geringe Volumenstrom und die daraus resultierende sehr geringe Heizleistung. Die genügen eben grad noch für die Deckung der Lüftungswärmeverluste und für die WW-Bereitung ausserhalb der Heizsaison.
     
  17. mcschwarz

    mcschwarz

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    Wir sind ein 4-Personen-Haushalt mit z.Zt. zwei kleinen Kindern von 1 und 3 Jahren und verbrauchen in einer Mietwohnung mit Gas-Durchlauferhitzer 300,- EUR Gas für WW. Tendenz steigend, da die Kids sicher öfter Duschen werden wenn sie älter werden als jetzt. Der Materialpreis der Solaranlage liegt unter 3000,- EUR zuzügl. Installation.

    Danke für den Hinweis auf den Graben-Kollektor-Thread. Ich hab die Variante wohl mit einem Flächenkollektor verwechselt. Was kostet so ein Graben-Kollektor für eine 6kW-WP? Wie groß muss der sein? Hat da jemand Erfahrungen?
     
  18. robtrop

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    Mit "Verbesserung des Wärmeschutzes" habe ich nicht (hauptsächlich) die Verbesserung in der Fläche gemeint, sondern die Vermeidung von Wärmebrücken über den (geringstmöglichen) Standard von Bbl. 2 der DIN 4108 hinaus.
    Der Transmissionswärmeverlust über die Wärmebrücken macht doch fast 50% aus!

    Klar, im Sommer hat man solare Überschüsse, aber warum hat man damit "zu kämpfen"?

    Ich habe geschrieben: "Über eine ALWWP (Abluft) kann man natürlich nachdenken ...". Es gibt (wenige) Konzepte, wo dafür eine wirtschaftliche Berechtigung existiert.

    @Alex2008:
    "Eine LWP kann gerade in einem sehr gut gedämmten Haus durchaus die wirtschaftlichste Variante sein" - wie soll das gehen?
    JAZ max 2,5 (eher 1,8 bis 2,2) · Stromkosten 0,18 EUR/kWh · Gaspreis 0,07 EUR/kWh · Abschreibungsdifferenz 0,10 EUR/kWh.
    So ein Haus hat doch maximal 3000 kWh/a Heizwärmebedarf.
     
  19. fmw6502

    fmw6502

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    ich versthe hier 3 Dinge nicht:
    - ist das "Wärmebedarf lt. Hausanbieter 30-33W/m²" wirklich berechnet worden oder eine grobe Abschätzung, Erfahrungswerte oder phantasiert? D.h. ist das Diskussionsfundament wirklich solide?

    - wie kann man eine Heizung/Lüftung... rein nach Kostenberechnung entscheiden - für mich spielen viele andere Eigenschaften auch noch eine Rolle

    - Rollläden für Eff-70 notwendig? Kann ich mir kaum vorstellen, da die Kästen ja gerne eine thermische Schwachstelle sind. Wenn es so ist, scheint mir das Konzept sehr auf Kante genäht zu sein.
    Gegenfrage: begeht der Bauherr dann eine Ordnungswidrigkeit, wenn er die Rollläden aufmacht? ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
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  21. robtrop

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    "30-33W/m²" ist die spezifische Heizlast!
    Die wird nur für die Auslegung des Wärmeerzeugers benötigt, und hat mit dem Energiebedarf des Gebäuses nur bedingt zu tun.
     
  22. robtrop

    robtrop

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    Die Rolläden haben mit dem Energiebedarf definitiv nichts zu tun!
    Wenn man schon Rolläden vorsieht (was im Raum Köln natürlich nicht vermeidbar ist) dann sollten die Kästen vor dem WDVS montiert und elektrisch betrieben sein!
     
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