Welche Nachteile haben Fußbodenheizungen mit niedriger Aufbauhöhe?

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  1. #1 opferdernatur, 9. August 2015
    opferdernatur

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    Liebe Forengemeinde,

    ich möchte im neu erworbenen Eigenheim eine Fußbodenheizung verlegen lassen. Zur Zeit liegt hier eine 4cm dicke Estrichschicht sowie Isolierschicht über dem Beton. Nun dachte ich, man muss zunächst Estrich & Isolierung entfernen, FBH einbauen, neuen Estrich gießen und alle Türen ein paar cm hochsetzen. Dann habe ich etwas von FBH ohne Estrich gelesen, mit einer Aufbauhöhe von nur 3cm und frage mich, ob diese Technik bekannte Nachteile hat oder ob ich sie bedenkenlos anwenden kann. Um die Türen nicht anpassen zu müssen, würde ich ja trotzdem Estrich & Isolierung entfernen, und ggf. neue Isolierung auf den Beton legen.
     
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  3. Jan81

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    Wie hoch ist den der gesamt mögliche Aufbau (Alter Estrich und Dämmung). Was du meinst ist Trockenestrich mit FBH Systeme? Da gibt es auch einige unterschiedliche. Was ist unter der Bodenplatte / Deckenplatte im EG? Keller?
     
  4. Cascada

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    Ich bin der Meinung, dass etwas mehr Estrich auch mehr Speichermasse ergibt - gerade bei einer FBH sehr wichtig...
     
  5. ThomasMD

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    Wichtig im Sinne von gut oder schlecht?
    Wenn gut, bitte gleich noch begründen, warum.
     
  6. Cascada

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    Ich bin der Meinung im Sinne von gut.
    Meine Begründung: mehr Speichermasse, gleichmäßigere Wärmeabgabe, u. U. weniger Takten bei Wärmepumpen.
     
  7. ThomasMD

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    Das habe ich vermutet. Sehe es aber genau andersherum.
    Je dünner der Estrich oder die sonstige Tragschicht, um so schneller und somit besser das Regelverhalten der FBH. Wenn ich speichern will oder muss, dann stell ich mir einen Speicher in die Ecke, schütte mir aber nicht sinnlos ein paar Kubikmeter Beton in die Bude.
    Dass der Estrich so dick ist, wie er in den meisten Fällen ist, ist der Tragfähigkeit und nicht dem Ziel nach mehr Speichermasse geschuldet.
    Ich habe hier 40 mm Estrich und bin von der Regelgeschwindigkeit begeistert. Denke aber, das geht noch besser. Den nächsten Bau mache ich estrichlos.
     
  8. Jan81

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    hast irgendwo recht. Nur was heißt estrichlos?
     
  9. ThomasMD

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    Zum Beispiel sowas: Dielen.jpg oder

    sowas: Creaton.jpg

    Ich hoffe, der Hersteller verzeiht mir den Bilderklau.
    Weitere Info bei Bedarf per PN.
     
  10. Jan81

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    Nene ich kenne die ganzen trockensysteme habe mich vor 2 Jahren fast alle angeschaut. Mit Echtholzdielen war ich persönlcih nicht begeistert.
    Nur z.B. mit den Tonfliesen (zweite Bild) ist echt eine feine Sache, aber deutlich teuerer als normaler estrih. Leider gibt nur in paar Farben und keiner hat mir zugesagt und man hätte doch noch mal fliesen müssen.
    Ich habe auch zu beiden System null Erfahrungsberichte gefunden. Deswegen bei normalem Estrich geblieben.
    Diese Systeme werden gerne bei Holzständer Häuser verwendet, damit man nicht unnötige Feuchtigkeit ins Haus bringt.
     
  11. Cascada

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    Ich kann nur von einem Holzständerhaus und Wärmepumpe reden. Gerade hier mit einem Niedertemperaturheizsystem ist der Estrich die einzige Speichermasse und deshalb sehr sinnvoll. Beim Selbstregelungseffekt der FBH ist mehr Masse auch von Vorteil. Die Regelgeschwindigkeit ist bei uns egal, da Tag und Nacht sowieso nahezu das gleiche Temperaturniveau herrscht. Und, wie bereits erwähnt, taktet die WP auch seltener...
     
  12. ThomasMD

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    Du schließt aber von Deiner auf alle Fußbodenheizungen.
    Du weißt weder was für ein haus der TE gekauft hat, noch ob er eine Wärmepumpe betreiben will.
     
  13. Cascada

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    Das stimmt allerdings :bierchen:
     
  14. #13 Achim Kaiser, 11. August 2015
    Achim Kaiser

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    Das ist leider eine der größten Scheisshausparolen dass eine schwere, träge Heizfläche in einem "leichten" Gebäude das Mittel der Wahl ist .... das wars noch nie und wirds auch nie sein.

    Nicht ohne Grund wurden *früher* die ganz leichten Bauweisen mit den *schnellsten* Heizflächen ausgestattet und das waren Konvektoren. Thema war durch schnelle Regelfähigkeit eine vernünftige Temperaturkonstanz zu erzielen und ein häufiges Überheizen zu vermeiden.

    Schau dir mal die *Kapazitäten* der Baustoffe an und überlege wieviel Energie*menge* in eine Estrichplatte gesteckt werden muss bis sie auf *Übertemperatur* ist um zu heizen. Der Selbstregeleffekt wird auch deutlich überschätzt. Schlussendlich wird die Energiemenge unkontrolliert mit entsprechender Phasenverschiebung abgegeben .... Regelfähiglkeit nahe NULL.

    Die ganzen faulen Anlagenkompromisse bei Wärmepumpenanlagen machens nicht wirklich besser ....
    von den überzogenen Versprechungen der Werbefuzzis und den daraus resultierenden Wahnvorstellungen mancher Bauherrn weit jenseits der pysikalischen Grenzen reden wird dann schon mal besser gar nicht ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. #14 opferdernatur, 11. August 2015
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    Der TE hat ein Reihenmittelhaus, BJ 1979 mit 24cm Hohlblocksteinwänden gekauft. Breite 6,5m, keine tragenden Wände außer am Treppenhaus, voll unterkellert.

    @Achim: heist das jetzt das Estrich träge ist und ich etwas anderes nehmen soll? mir fehlt die Quintessenz in deinem Beitrag.
     
  16. #15 Achim Kaiser, 12. August 2015
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    Die Quintessenz : Es gibt kein Heizsystem das "nur" Vorteile hat.

    Schon eine andere Himmelsrichtung der Hauptfassade und die Größe der Verglasung kann bei dem selben Grundriss einen heftigen Unterschied im Betriebsverhalten (und in der Folge der Zufriedenheit des Betreibers) nach sich ziehen.

    Auch Türen *mal eben* ein paar cm höher zu setzen zieht einen heftigen Aufwand nach sich, da der Türsturz im Weg ist.
    An der Treppe passts dann wieder nicht mehr, heisst die Stufenhöhen stimmen nicht mehr.
    Irgendwelche Ein- und Ausgänge ziehen an der Geht-nicht Reissleine ... weil sie 2 bis 5 cm zu tief sitzen ... also ist auch noch die ev. Balkontüre mit Fensterlement ein Stolperstein.

    Natürlich gibts Systeme mit geringerer Aufbauhöhe. Sie haben in der Regel neben dem kräftigen Preis den Nachteil das sich auch deutlich weniger bauliche Toleranzen ausgleichen lassen. Bei 7 cm Estrichaufbau kann auch mal 5 bis 10 mm krumm des vorhandenen Bauwerks ausgeglichen werden ... bei ner 3 cm Konstruktion fällt sowas einfach aus wegen "is nich" ...
    Irgendwelche auf der Decke verlegten Leitungen können einem Dünnschichtsystem einfach das Genick brechen und das ganze System torpedieren ...

    Das kann alles gut gehen. Wenn man Pech hat öffnet man die Büchse der Pandorra ...
    Wie so oft am Bau entscheiden die Details - und davon gibts viele.

    Ob sich durch die Maßnahme irgendwas "bessert" lässt sich auch erst beurteilen, wenn man alle relevanten Details kennt ...
    Oftmals wirds nur anders und die vielen halbgaren Krampflösungen die aus Kostengründen getroffen werden fordern über viele Jahre ihren Tribut.

    Natürlich will das immer keiner hören, denn in Schöner Wohnen und sonstwo wird was ganz anderes geschrieben ...
    In der Praxis gehts bei 50% der Fälle irgendwie einigermaßen gut, in 30% wird ein mehr oder weniger fauler Kompromis gegangen und in 20% bleibt nur Kopfschütteln und *geht nicht* und das betrifft nur die Baubarkeit.

    Nachdem bei der Gelegenheit regelmäßig auch die Elektrik aufgehübscht wird gehts dann gleich weiter ... wohin mit dem Gekabel ... Standardlösung : In den Fußbodenaufbau ... da hats aber keinen Platz ....

    Merkste was ? :-) .... ohne das Gebäude und die Wünsche des Nutzers "im Detail" zu kennen lässt sich im Grunde gar nix dazu sagen (ausser System x oder y geht garnicht weil .... ), denn es endet immer damit : "Schön dass wir drüber gesprochen haben ....", obs tatsächlich realisierbar ist zeigt sich erst wenn man die vorhandene Bausubstanz geöffnet .... und schon mal die Hälfte der Umbaukosten an der Backe kleben hat.

    Ich weiss ... immer noch keine befriedigende Antwort ... aber Wunsch und Wirklichkeit ...
    Ich kann mir eine FBH in ner 70 iger Jahre Bausubstanz bei Teilumbauten immer kneifen ausser es wird eine Kernsanierung angesagt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. Hfrik

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    Mal als Denkanstoss: wäre eine Deckenheizung denkbar statt Fussbodenheizung? Da bleiben alle Türen etc. am Platz.
     
  18. ThomasMD

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    Wieviele Deckenheizungen hast Du denn schon im Altbau verbaut?
    Plaudere doch mal ein wenig aus dem Nähkästchen.
     
  19. #18 opferdernatur, 14. August 2015
    opferdernatur

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    Wir werden anheben denke ich. Klemptner haben mir vom Schlüter Bekotec erzählt, aber dann wirds schwer mit Elektrik und Lan-Kabel unter Estrich. Nach Sanierung wird das Haus nur noch 5 Türen plus Eingangstür haben - da kann ein Maurer auch die Stürze um 10cm anpassen um wieder auf 210cm Höhe zu kommen. 5x Stürze neu, davon 4 auf nichttragenden Wänden sollte denke ich auch finanziell attraktiver sein als das Schlüter System und Elektroleitungen in die Wände fräsen und verputzen.
     
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  21. Hfrik

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    Nun ThomasMD, wie viele hast Du schon verbaut? BEi mir warens bisher nur Planungen + Ausschreibungen...
     
  22. ThomasMD

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    Eben, weil diese Heizungsart bei Sanierungen und Modernisierungen im Zuge der Grundlagenermittlung recht früh gedanklich aussortiert werden musste, habe ich Deckenheizungen und Kühlsegel bisher nur im Neubau geplant und ausgeführt.
    Deshalb ist mein Interesse an gemachten Erfahrungen echt vorhanden und eine Gegenfrage in der Art "wieviel hast Du denn?" nicht gerade guter Stil.

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