Welchen Ziegel für Anbau

Diskutiere Welchen Ziegel für Anbau im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Mein Häuschen ist aus 30er Porotonsteinen gebaut. (1994) Nun soll ein Anbau dran der unten und oben Wohnraum hat. Firsthöhe Neubau = Firsthöhe...

  1. bauelk

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    Mein Häuschen ist aus 30er Porotonsteinen gebaut. (1994)
    Nun soll ein Anbau dran der unten und oben Wohnraum hat. Firsthöhe Neubau = Firsthöhe Altbau
    Wände ebenfalls gleich dem Altbau.

    Die architektin sagt jetzt das wir hier ebenfalls 30steine nehmen sollten und das ganze später (so gewünscht) mit WDVS einpacken. Der stein sollte möglichst nicht so gut vom Wärmedämmwert sein damit er zum Altbau passt und es keine Schimmel/Wärme/Feuchtigkeits Probleme gibt.
    Deshalb hat sie den Stein mit einem U Wert angegeben der dem alten Stein entsprechen soll. (Damals Poroton-T-Ziegel F180A k=0,702)

    Jetzt frag ich mich ob das wirklich die beste Lösung ist ?

    Was passiert denn wenn ich jetzt einen 36 gefüllten Porotonstein nehme ? Wird dann nur der Bauteilnachweis schweriger oder bekommen wir tatsächlich Probleme ?

    Oder ist das egal und für meine 3m Wand zum Wohnraum (EG), 4m im OG, Rest ist Wirtschaftsraum/Werkstatt/Fahrradschuppen nicht wichtig zu bedenken.... daher 30Stein um nicht unnötig Geld auszugeben ?
     
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  3. R.B.

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    Hat die Architektin schon mal was von der EnEV gehört?

    Sie kann ja einen schlechteren Ziegel nehmen, aber dann ist das WDVS kein Wunschkonzert sondern Pflicht. Das Argument mit Feuchtigkeit, Schimmel, kann ich nicht nachvollziehen.
     
  4. bauelk

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    Ja ENEV hat sie und das WDVS ist von uns miteingeplant und sie hats auch eingeplant. Tonspur: Wenn sie das meinen nicht sofort machen zu wollen kann ich sie nicht daran hindern das erst ein Jahr später zu tun. ;-) Wo kein Kläger da kein Richter...

    Das will ich aber gar nicht. Geld ist auch dafür für 2015 eingeplant.

    ich hab sie jedoch so verstanden das man an dem Übergang von 36er (oder noch fetter ) Ziegel auf unser 30er Mauerwerk sich eine Problemstelle baut.
    Klingt für mich logisch das ich wen ich die ganze Wand einpacke halt keine unterschiedlichen Materialien und Verhalten habe. Aber andererseits.... Ist ein richtiger Ziegel (ausgefüllt halt besser als ein 30+WDVS)
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Material ist ja gleich. Probleme mit Feuchte/Kondensat könnten höchstens aufgrund der Oberflächentemperaturen auftreten. Da ist es aber egal ob ein 36er Ziegel mit U-Wert 0,2W/m2K oder 30er Ziegel + WDVS mit U-Wert 0,2W/m2K angebaut wird.

    Wer´s genau wissen will kann ja mal rechnen. Da müsste man jetzt ein paar Varianten durchspielen.

    Ein 30er Ziegel + WDVS würde ich jetzt nicht machen, allein schon aus Kostengründen. Entweder Ziegel komplett oder "dünner" Ziegel mit WDVS.

    Sind am alten Mauerwerk in absehbarer Zeit auch Dämmmaßnahmen geplant? Dann könnte man das aufeinander abstimmen.
     
  6. Thomas B

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    Da scheint geballter Sachverstand vorhanden zu sein (Ironiemodus!!!!).
     
  7. bauelk

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    OK das bestätigt meine Meinung über die Architektin ... Schei....

    Am Altbau sind die Dämmmaßnahmen im Zuge der Arbeiten am Neubau geplant. Bevor Aussenputz am Anbau drauf kommt wird das gesamte Bauwerk gedämmt.
    Das Dach muss ich ja sowieso aufmachen um die dickere Dachdämmung nicht nur im Anbau zuhaben. (Sieht ja doof aus wenn der Anbau sein Dach höher als der Altbau hat und unsicher ist der Teil dann sowieso. Deshalb kommt da gleich ne Aufsparendämmung zu der existierenden 100er Dämmung.

    Also was tun ?

    36er Stein gefüllt ? und 6,5cm Aussendämmung an den Altbau ?
     
  8. R.B.

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    Diese Variante würde ich nicht machen. Wenn in absehbarer Zeit die Fassade des "Altbaus" gedämmt werden soll, dann würde ich die neue Wand OHNE WDVS ausführen, Mauerwerk bündig mit den alten Wänden. Später dann alles in einem Rutsch dämmen. Wie man das im Detail ausführt, also Anbindung der neuen Wand an das alte Mauerwerk, das kann ich nicht sagen. Ob man die fest anbinden kann oder muss, oder ob man gerade das vermeiden sollte (später dann Bewegungsfuge im WDVS), da bin ich überfragt.

    Was passiert wenn Du das neue Mauerwerk mit einem "schlechten" Ziegel ausführst? Erst einmal gar nichts. Im Winter ein paar KWh mehr an Energieverbrauch, das war´s. Das kann natürlich kein Dauerzustand sein, das ist klar, aber bis die komplette Fassadendämmung durchgeführt wird, kann man damit leben.
     
  9. bauelk

    bauelk

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    Also doch 30er Stein bündig und alles mit WDVS einpacken. Der U-wert-Rechner sagt das 30er poroton+65mm Mineralwolle = einem 36,5er T9 Perlit gefüllt ist. Aber nun gut ich warte mal was die anderen noch schreiben.
     
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  11. R.B.

    R.B.

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    Evtl. könnte man Kosten sparen indem man einen 24er Ziegel nimmt. Muss man halt rechnen. Bei einem 24er hätte man auch etwas mehr Wohnfläche. Wäre gut möglich, dass ein "neuer" 24er mit dem alten 30er mithalten kann. Dann später beide mit dem gleichen WDVS versehen und die Sache hat sich.
     
  12. Didi800

    Didi800

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    Auch wenn bei einem Altbau ein Neubau angefügt wird, müssen die aktuellen Bauvorschriften eingehalten werden. Dazu zählt die Energieeinsparverordnung in ihrer jeweils aktuellen Fassung. Deshalb hat man gar keine andere Wahl, als nach die aktuellen Bauvorschriften zu bauen. Wir haben das mit einer Wohnbau Firma gemacht, die sonst nur reine Standard Neubauobjekte macht, aus Ziegel. [Link entfernt]. Ein neues Haus muss genau so wie ein Anbau an ein bestehendes Wohnhaus alle Neubauvorschriften erfüllen.
     
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