Welcher Estrich für Holzbauweise?

Diskutiere Welcher Estrich für Holzbauweise? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, war bisher 'nur' Mitleser und habe nun eine aktuelle Frage: Unser EFH in Holzständerbauweise mit Balkendecken im ganzen Haus)...

  1. mercury

    mercury

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    Hallo zusammen,

    war bisher 'nur' Mitleser und habe nun eine aktuelle Frage:
    Unser EFH in Holzständerbauweise mit Balkendecken im ganzen Haus) ist errichtet und bald muss der Estrich für insgesamt ~240m² ins Haus gebracht werden. Wir bekommen im ganzen Haus (KG,EG, OG) Fußbodenheizung.

    Die Estrichleger, die sich den Bau vor Ort angesehen haben bieten nun aber unterschiedliche Arten an.

    - der eine rät von Fließestrich ab (wegen dem Wasser und dem vielen Holz) und bietet einen Zementestrich an. Dieser sei für Fußbodenheizungen genauso gut geeignet wie ein Fließestrich.
    - ein anderer dagegen rät zum Fließestrich (CA20F4) mit der Anmerkung, dass das eingebrachte Wasser schon schnell verschwindet und keinen Schaden am Holz verursacht.

    Unser Architekt empfiehlt einen Anhydrit-Heizestrich AE 20 S.

    Was ist Eurer Meinung nach hier ratsam?
    Welche Vorteile haben die verschiedenen Estricharten?
    Ist es wahr, dass der Zementestrich bei FBH keine Nachteile gegenüber dem Fließestrich hat?

    Vielen Dank schonmal!

    Viele Grüße
    Michael
     
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  3. Berni

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    Tach Michael,

    Wenn ein Großteil der Fläche mit Fliesen belegt werden soll, ist synthetischer CA wegen der geringen Ausdehnung eine gute Wahl.

    Das wesentliche:
    Alles, was zementgebunden schw. verlegt wird, hat ein höheres Schwindmaß und neigt zu Aufschüsselungen. CAF und CA nicht.
    CAF ummantelt die Rohre besser, ist dadurch und durch die höhere Rohdichte insgesammt schneller mit der Wärmeabgabe an die Raumluft wie CA und CT. Ist die Masse erst aufgeheizt, ist dieser Punkt wieder neutralisiert.
    Bei CA u. CAF kann schon ab dem dritten Tag gut gelüftet werden, Bei CT sollte man damit wenigstens 7 Tage warten. Besser 10.
    Bei CA und CAF kann schon nach 7 Tagen das Funktionsheizen durchgeführt werden, bei CT erst nach 21 Tagen.
    In Nassräume kann nur CT eingebaut werden, da CA und CAF feuchteempfindlich. Bäder im Wohnungsbau zählen zu Feuchträumen, nur Bodenabläufe z.B. in bodengleichen Duschen zählen zu Nassräumen.
    CA oder CAF in einer Etage mit CT im Wechsel einzubauen, kann zu Problemen in der unterschiedlichen Nachbehandlung führen, desweiteren eventuell beim Funktionsheizen wegen der Führung der Vor und Rückläufe.
    Bei CA und CAF ist bei zu verklebenden Belägen ein Voranstrich zwingend vorzusehen. CAF muß zusätzlich angeschliffen werden.

    Wo setzt Du Deine Prioritäten?

    PS: Normalerweise sollte Dir das auch Dein Estrichleger erklären können. Wenn nicht, ist er oft nur auf seinen Vorteil bedacht, und eventuell nicht die richtige Wahl.
     
  4. Baust

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    Ich würde mal über einen Gussasphaltestrich nachdenken.
    Hier entfallen die Trocknungszeiten komplett.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Und was macht er dann mit seiner FBH? Das wird doch viel zuviel Aufwand.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Baust

    Baust

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    Warum? Gemessen an den Vorteilen.

    Grüße
     
  7. mls

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    die vorteile sind im mainstream-neubaubereich anscheinend nicht so
    zwingend wie beim bauen im bestand. dafür ist die preisdiffenz zu gross.
     
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  9. Baust

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    Ja, ja,

    aber, keine Trocknungszeiten, Abdichtung inklusive, geringe Aufbauhöhe, Temperatur unabhängiger während des Einbau und selbst die gestalterischen Möglichkeiten ohne weitere Nutzschicht sind Argumente darüber nachzudenken.

    Oder sollten es meiner Meinung nach jedenfalls sein.


    Grüße aus Schönebeck
     
  10. Berni

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    nun denn,

    geringere Aufbauhöhe ja, keine Trocknungszeiten auch.
    Abdichtung inklusive, nur zum Teil. Bodenwandanschluss?
    Temperatur unabhängiger während des Einbau trift wohl nur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu, bzw. kommt zum tragen.
    Und die gestalterischen Möglichkeiten ohne weitere Nutzschicht sind bei den anderen Estrichen auch gegeben.

    Jeder Estrich hat seine vor und Nachteile, bei Gussasphalt liegen die Nachteile eben im hohen Preis. Und das nicht nur beim Estrich selber, sondern auch beim Unterbau und den Heizrohren.
    Und er kann insbesondere bei zementären Spachtel-Ausgleichsmassen zum Problemuntergrund werden.
    Wenn der Bauherr da das 2 - 3-fache von anderen Systemen hinlegen soll, ist Gussasphalt Estrich meist vom Tisch.
    Bei einigen Terminbauten kann er sich trotzdem rechnen, in der Altbausanierung auch, obwohl da dann meist dem Schnellestrich der Vorzug gegeben wird.
    Gussasphaltestrich wird deshalb im Wohnungsbau ein Exot bleiben.
     
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