Welcher Heizungstyp in abgelegener Ortschaft bei Neubau

Diskutiere Welcher Heizungstyp in abgelegener Ortschaft bei Neubau im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, mir ist klar, dass das hier keine Planung ersetzt, aber vielleicht erhalte ich hier schon mal ein paar Ideen: wir beabsichtigen in geraumer...

  1. geogott

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    Hallo,
    mir ist klar, dass das hier keine Planung ersetzt, aber vielleicht erhalte ich hier schon mal ein paar Ideen:
    wir beabsichtigen in geraumer Zeit den Neubau auf einem Hanggrundstück in einem Weiler.
    Der Ort verfügt nur über Strom, Wasser und Telefon.
    Abwasser und Gas wird die nächsten 25 Jahre definitiv dort nicht hinkommen.
    Das zukünftige Haus soll am Hang entstehen, das heißt es gibt folgende Einschränkungen:
    Für beispielsweise Erdwärmekollektoren stehen nur maximal 100 m² zur Verfügung. Erdwärmesonden sind eventuell aus geologischer Sicht nicht möglich, da ca. 30-40 m unter der Erdoberfläche Gips vorhanden ist, der eventuell Probleme bereiten könnte.
    Gebaut werden muss auf jeden Fall eine Vollbiologische Kleinkläranlage. Eventuell soll noch ein Regenwassertank dazu.

    Holzheizung scheidet aus, ebenso Flüssiggas und Heizöl - wir wollen schon etwas regeneratives.

    Das Haus soll so 150 m² Wohnfläche haben - zum Primärenergiebedarf kann ich zurzeit noch nix sagen.

    Gibt es Empfehlungen oder Hinweise, welches Heizungskonzept man da am besten verfolgen sollte? Kann man eventuell die Kläranlage mit zur Energiegewinnung (Wärmepumpe oder so) mit einbinden?

    Freue mich über antworten.
     
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  3. Taipan

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    mach erstmal ne Gebäudehülle, die ohne schmerzen zu verursachen hinsichtlich des Enedenergiebedarfs optimiert wurde und suche dann mit einem HLS-Planer zusammen die beste Energeiquelle um das Haus zu beheizen.
     
  4. flo79

    flo79

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    Haus so dämmen das Heizlast kleiner 6kw. Sole-Wärmepumpe (6kw Leistung) mit Grabenkollektor (selber verlegt) nehmen.

    Kannst du was über Boden bei euch sagen? Gibts ein Gutachten?
    Ist eine Lüftungsanlage geplant?
    Keller?
    Kaminofen geplant?
     
  5. planfix

    planfix Gast

  6. geogott

    geogott

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    Lüftung: ja
    Keller: ja
    Kamin: nein

    Boden/Geologie: Unterer Buntsandstein, schwerer lehmiger Boden, ab ca. 2 m Tiefe Sandsteinbänke eingeschaltet, ab irgendwas um die 30-40 m Tiefe kommt dann der Zechstein mit Gipsen
     
  7. #6 Achim Kaiser, 21. Januar 2015
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Dann wirds aber mit all den Einschränkungen und "Must have´s" ziemlich eng.
    Das *Regenerativ* aus der Steckdose auch nur ein Feigenblatt ist sei nur am Rande bemerkt.

    Bei den Platzverhältnissen ... würde ich mal nen Blick auf ne WP mit Eisspeicher und Luftkollektoren werfen.

    Nachdem vermutlich auch noch versickert werden muss könnte man das noch mit nem kleinen Grabenkollektor kombinieren, der über die Versickerung regeneriert wird.

    Wird aber auf jeden Fall anspruchsvoll mit entsprechenden Kosten aber bei den Vorgaben ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. geogott

    geogott

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    Das mit dem Strom lassen wir mal außen vor ;-) - Alles was vor der Zähleranschlusssäule ist, nehmen wir als gegeben an. Ob Atom- Braunkohlen oder sonstwas für Strom ...

    Eine Versickerung ist Pflicht - ja klar.
    Sich einen Gas- oder Öltank hinzustellen, halte ich heute nicht mehr für zeitgemäß, deswegen doch die zwangsläufig engen Vorgaben.

    Nach meinen laienhaften Kenntnissen denke ich bisher auch, dass nur sowas wie ein Grabenkollektor mit was auch immer für einem Medium drinne am Ende übrig bleibt!?
     
  9. Peonie

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    Ich frage mich gerade, seit wann die Holzheizung zu den nicht-regenerativen Heizungsvarianten zählt *kopfkratz*?
     
  10. mastehr

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    Aber keinen Abwasseranschluss haben ist fortschrittlich?
     
  11. geogott

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    Vielleicht was zum Thema beitragen und nicht irgendeinen sinnlosen Post loslassen. Ja logisch ist Holz in gewissem Maße regenerativ - das war aber nicht die Frage!
     
  12. geogott

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    Das kann ich doch aber persönlich nicht ändern, oder was willst du damit sagen!? Gut, außer ich würde dort nicht bauen...
     
  13. Peonie

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    Sinnlos? Sehe ich anders, deine Formulierung oben ist einfach missverständlich.
    Insofern Rückfrage: Wenn es denn regeneratv sein soll, warum dann nicht Holz/Pellets? So interessehalber.
    Ansonsten ist eine Erdwärmepumpe, so geologisch und vom Grundstück möglich, eine gute Variante. Bei den spezifischen Anforderungen an Euer Heizsystem ist aber mit Sicherheit eine sehr gute Gebäudehülle als Ausgangslage zu schaffen. Schon allein deswegen weil, wie schon gesagt, auch für Wärmepumpen "nicht-regenerative" Energieformen zum Betrieb notwendig sind. Je weniger man davon braucht, desto besser.
     
  14. reezer

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    vielleicht solltest du dir erst einmal überlegen wo die Prioritäten liegen, oder was du wirklich haben willst

    unter der Voraussetzung "schon was regeneratives" kann man sich kaum eine dümmere Antwort vorstellen

    evtl. Biogas aus dem eigenen organischen Abfall, das wäre total regenerativ. Die Frage ist nur, ob das Ausgangsmaterial für die Versorgung des Anwesens reicht

    Wenn Bedenken gegen die Lagerung von Heizöl und Flüssiggas bestehen, wäre evtl. eine Pelletsheizung noch einen Gedanken wert
    hat gegenüber Stückholz den Vorteil des selbständigen Betriebs, und ist -obwohl auch Holz verbrannt wird- trotzdem regenerativ
     
  15. geogott

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  16. geogott

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    Vielleicht um es nochmal klar zu stellen: Mir geht es bei der Formulierung "regenerativ" nicht drum, dass es ökologisch oder wie auch immer gut ist, sondern dass ich die Heizungsanlage einbaue und nicht regelmäßig irgendwas ankarren lassen muss (Flüssiggas, Heizöl, Holz, Pellets).
    Wenn die Kilowattstunde Atom- oder Braunkohlenstrom 1 Cent kosten würde, hätte ich absolut kein Problem damit mein Haus rein elektrisch zu heizen ...
     
  17. Peonie

    Peonie

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    Naja, wenn Du deinen Heizbedarf durch Dämmung ordentlich herabsenkst, minimierst Du natürlich auch die benötigte Lagerfläche. Bleibt natürlich noch der Bedarf für WW, das ist klar.
    Bei unserem momentan geplanten Haus rechnen wir mit 600 kg Pellets PRO JAHR-das ist nicht einmal eine Palette Pelletsäcke.
    Soviel Platz wird sich mit Sicherheit irgendwo bei uns finden-notfalls auch im Schuppen oä.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Holz hast Du ausgeschlossen, sind damit auch Pellets außen vor?

    Dir bleibst sonst ja nur eine WP als Alternative. Wenn das Grundstück nur 100m2 hergibt, dann wird´s eng mit Flächenkollektoren, höchstens zu baust ein Passivhaus. Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen wie Du hier einen sagen wir mal 60m langen Graben am Hang unterbringen möchtest.
    Bleiben somit nur Luft-WP oder Tiefenbohrung. Tiefenbohrung ist anscheinend kritisch wie Du geschrieben hast, also könnte man nur noch eine Menge Spiralkollektoren versenken, also viele Bohrungen mit beispielsweise 10m Tiefe oder 20m Tiefe. Das müsste man austüfteln.

    Wenn ich ehrlich sein soll, dann tendiere ich angesichts des zu erwartenden Aufwands fast schon in Richtung LWP, obwohl Eure Region wohl eher ungeeignet dafür ist. Andererseits, wenn die Bude gut gedämmt wird, und eine Flächenheizung mit niedriger VL Temperatur zum Einsatz kommt, dann wäre auch eine JAZ um die 3 noch zu verkraften. Für die gesparten Investitionskosten kannst Du lange heizen.

    Bevor man aber das Thema Flächen- oder Grabenkollektor in die Tonne tritt, sollte man zuerst einmal Details zum Grundstück klären. Ich würde mir auch mal über Pellets als Alternative ein paar Gedanken machen. Das könnte sich unter Umständen rechnen. Genaueres weiß man wenn die verschiedenen Varianten man durchgerechnet sind.
     
  19. planfix

    planfix Gast

    drum hatte ich dir einen link gepostet.
    ... wenn dein schluß nach dem lesen eine DK/DV ist, hast du mit dem gerinsten aufwand (anschaffung und verbrauch) den besten effekt.
    die frage nach der umsetzung des kollektoren, solltest du dem namen nach, vielleicht sogar selbst beurteilen können.
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Isa, ich staune immer wieder über Deine hellseherischen Fähigkeiten.

    Dem TE empfehle ich einfach mal alle Varianten zu rechnen und zu vergleichen. Und keine WP verbauen bei der nicht mit WMZ die Arbeitszahl überprüft werden kann.
     
  22. planfix

    planfix Gast

    ach ralf,
    ich kenne nun so viele DK/DV anlagen, in 2014 sind wieder 3 dazu gekommen. ich bin davon wirklich begeistert.
    es darf ja jeder machen was er will, nur die heizungsbauer kennens nicht und irgendwie muß ich doch dem fortschritt ein bisschen nachhelfen. das ist eben einfach nur mein optimismus. :angel:
     
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