Welcher Stein für KfW 55/40?

Diskutiere Welcher Stein für KfW 55/40? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir planen den Bau eines EFH mit zwei Vollgeschossen (Stadtvilla) + Keller und möchten natürlich auch gerne energieeffizient...

  1. #1 stna1981, 9. Juli 2012
    stna1981

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    Hallo zusammen,

    wir planen den Bau eines EFH mit zwei Vollgeschossen (Stadtvilla) + Keller und möchten natürlich auch gerne energieeffizient bauen. Wir waren jetzt bei 3 unterschiedlichen Bauträgern und sind jetzt relativ unschlüssig, was die beste Lösung ist:

    Bauträger 1 baut standardmäßig LWP ein und schätzt den Kosten-Nutzen-Effekt von KfW als eher gering ein. Gebaut wird bei KfW 70 mit 30er und KfW 55 mit 36,5er YTONG ohne zusätzliche Dämmung, entsprechend verglasten Fenstern, Türen etc.

    Bauträger 2 baut auch LWP ein, schätzt die Effizienz aufgrund der Stromkosten aber als überbewertet ein. Gebaut wird mit KS + zusätzlicher Dämmung, entsprechend verglasten Fenstern, Türen etc.

    Bauträger 3 bevorzugt Poroton, findet KfW an sich sinnvoll und baut auch Passivhäuser, verlangt für KfW aber Aufpreise von 40T - 50T Euro, was deutlich mehr ist als bei Bauträger 1 & 2...

    Alle drei würden auch mit anderen Steinen bauen, gegen Aufpreis. Wir sind uns jetzt nicht sicher, welcher Stein für unser Vorhaben am besten geeignet ist. Nach all dem, was ich bisher gelesen habe, sagt mir Poroton am meisten zu, da man keine extra Dämmung braucht - was ich sympathischer finde - und auch ein ausreichende Lärmdämmung gegeben ist. BT 2 findet separate Dämmung hingegen besser, da man diese ggf. gezielter anbringen kann, als einfach großflächig nur per Stein zu dämmen und darüberhinaus der Maurer bei seiner Arbeit nicht unbedingt unter Energieeffizienz-Gesichtspunkten agiert. Was haltet ihr davon? Bei Poroton stellt sich dann schon die nächste Frage: T7 oder T8, welche Dicke? Für KfW 40 wird man vermutlich eher den T7 oder den T8 in 42,5 brauchen, gibts da Erfahrungswerte?

    Gemäß BT 2 sind - abgesehen von den festen Kosten für LWP etc. - die Aufpreise von KfW 70 zu 55 oder 40 moderat, da primär die Dämmung verbessert wird. Hier habe ich aber auch schon andere Aussagen gehört (BT 3: Aufpreis KfW 55 zu 40 seien 40T Euro, kann ich nicht wirklich nachvollziehen).

    Zur weiteren Unterstützung der Energieeffizienz ist bisher folgendes angedacht, sofern bezahlbar:
    - Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, evtl. mit zusätzlichem Wärmetauscher
    - Luft-Wasser-Wärmepumpe
    - Photovoltaik (evtl. weniger sinnvoll, da das Dach relativ klein ist)

    Insgesamt soll es kein schöngerechnetes, sondern ein "echtes" Niedrigenergiehaus sein. Habt ihr Tipps oder zusätzliche Punkte, die beachtet werden müssen? Lohnt sich KfW 40 im Vergleich zu KfW 55 oder 70 überhaupt oder holt man die Kosten kaum wieder rein?

    Viele Grüße

    Stefan
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 9. Juli 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Zu den Aufpreisen kann man so wenig sagen, weil man wissen müsste, von welchem Level aus aufgehübscht wird.
    Es ist natürlich was anderes, ob ich ein energetisches Kataströphchen mittels LWP über die EnEV-Hürde hebe und das auf KfW Niveau aufpeppen muss als wenn ich das gleiche mit einem in der Basis schon energieeffiezienten Haus mache!

    LWP ist grundsätzlich die billigste Form für den BT/GÜ, aber auch die erstmal schlechteste für den Bauherrn, weil dann, wenn im Haus viel Energie gebraucht wird, die Luft wenig abgeben kann.
    LWP macht also nur bei hohem Dämmniveau Sinn - für den Kunden.
    Für den BT/GÜ schon viel eher - der muss ja die Stromrechnungen nicht bezahlen!

    So etwas sollte schon GUT durchgedacht sein, damit es auch effektiv ist und nicht nur ein Papiertiger, der da springt und als Bettvorleger landet
     
  4. #3 Zellstoff, 9. Juli 2012
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Bin zwar kein Bauexperte, baue aber selber aktuell und habe mich mit dem Thema auch rel. intensiv auseinandergesetzt.
    Waren lange am überlegen, welche Heizung und welcher Ziegel.
    LWP war (bei uns) schnell raus. a) wg. den technischen Gründen (Effizienz) wie sie Ralf D. auch schon genannt hat und b) wg. "weichen" Faktoren wie Platzbedarf, Lautstärke.
    Als Wärmepumpe wäre für uns nur eine Grundwasserwärmepumpe in Frage gekommen, von den Bodenverhältnissen (Grundwasserspiegel etc.) wäre das bei uns auch gegangen, aber die Kosten sind natürlich schon erheblich.
    Am Ende haben wir uns für folgende Energie-Kombi entschieden.
    Ziegel: Leipfinger Bader CorIso 07 (Alternative zum Poroton)
    Fenster: 3fach mit Uw 0,93 (wenn ich es richtig im Kopf) habe
    KWL mit WRG Zehnder Comfoair 350 (aber wg. Komfort, weniger wg. Energie/Kostenersparnis)
    Heizung: Gas BWT Therme mit niedriger Nennleistung
    zusätzlich Rlu Kaminofen
    Dämmung Dach: Standard Vollsparren mit Steinwolle (ist aber auch ein kleines Dach)
    Solar für Brauchwasser ohne Heizungsunterstützung

    Das ist keine Empfehlung, weil was ich gelernt habe, die Entscheidung pro/con den einzelnen Massnahmen von sehr vielen (auch Standortbedingten) Faktoren abhängt, dass man das nie vergleichen kann. Dazu kommen dann noch eigene "Gefühle" ("ich will doch kein Gas im Haus" oder "schönes Gefühl warmes Wasser im Sommer kostenlos zu haben"), auch wenn die Kostenrechung eigentlich nicht dafür spricht. Dazu: die Kostenrechnungen, wann sich welche Heizmethode amortisiert hängt immer von den geschätzten Energiekosten ab und wer will die schon voraussagen. Ich pers. glaube dass sich alle Energieträger (egal ob Holz, Gas, Strom) auf Dauer rein preislich die Waage halten werden. (Angebot und Nachfrage werden das ausgleichen)
    Wenn Du die Entscheidung nur rationell angehen willst, dann lass eine Heizlastberechnung durchführen und stimm die Gewerke darauf ab.

    Was ich aber raten kann: Wenn Du die KfW Werte nicht für einen Kredit brauchst, lös Dich von der KfW Denke und mach das für Dich sinnvollste aus Kosten und Umweltsicht (jeder gewichtet auch das anders bzw. hat hier Präferenzen)

    Für uns war Gas und gut - sehr gut (zumindest beim Ziegel) gedämmt am Ende die passende Kombi aus Kosten- und Umweltsicht, auch wenn ich am Anfang eig. kein Gas wollte.

    Bzgl. Ziegel: Hier würde ich auf einen gedämmten Ziegel gehen, ohne zusätzliches WDVS. Für Sanierung mag das sinnvoll sein, für Neubau (für mich) nicht.
    Hier mal ein (zugegeben sehr einseitiger) Link zu den Nachteilen von WDVS.
     
  5. Julius

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    Und wo das Haus genau steht, ist Euch egal...?
     
  6. fmw6502

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    @stna1991: hast Du wirklich BT-Angebote d.h. Du kaufst ein Haus mit Grundstück oder gehört Dir das Grundstück?

    ein echtes (und nicht schöngerechnetes) Effizienzhaus 55 ist sportlich, ein Effizienzhaus 40 schon eine Herausforderung

    "BT1" Vorschlag kann ich nicht nachvollziehen, vermute eher Schönrechnen
    "BT2" Vorschlag ist so nicht bewertbar
    "BT3" Vorschlag Aufpreis gegenüber was?

    Für ein Effizienzhaus 40 würde ich in 1. Iteration einen T7 49cm oder vergleichbares ansetzen. Je Dämmstand der anderen Hüllenbildern kann man evtl. reduzieren oder muß nachlegen.

    Gruß
    Frank Martin
     
  7. R.B.

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    Wenn ein möglichst niedriger Energiebedarf höchste Priorität hat, unabhängig mal von KfW xx oder KfW yy, dann bleibt nichts anderes übrig als die Verluste über die thermische Hülle bestmöglich zu reduzieren.

    Höchste Dämmwerte der Fassade erreiche ich aber nur mit einem WDVS. Dazu Fenster mit niedrigem U-Wert und eine überdurchschnittliche Dachdämmung. Die Wärmeverluste über die Bodenplatte nicht vergessen.

    Bei solchen Gebäude ist eine KWL fast schon ein Muss, dann sinnvollerweise mit WRG.

    Bei so einem hoch gedämmten Haus stellt sich dann die Frage welcher Wärmeerzeuger eingesetzt werden soll. Eine LWP bringt aktuell gegenüber Gas kaum einen Vorteil, zumindest wenn man dafür den aktuellen Strom- und Gaspreis heranzieht. Bei den Investitionskosten bewegen wir uns auch in der gleichen Größenordnung, vorausgesetzt man rechnet alle Kosten mit ein (LAS, Gasanschluss usw.).

    Betrachtet man also die Verbrauchskosten, dann können aktuell nur WP mit Flächenkollektor oder Tiefenbohrung sowie Pelletkessel punkten. In beiden Fällen bewegen wir uns bei gut 4Ct./kWh (Sole-/DV WP) bis zu 5Ct./kWh(Pellets).

    KfW xx wird mit solchen Konzepten sowieso erreicht. Wie es genau aussieht, das weiß man wenn die Optionen mal richtig gerechnet wurden.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Zellstoff, 10. Juli 2012
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    da werden zwei Sachen vermischt und von daher stimmt das nur teilweise:
    es gibt bereits echte, zertifizierte, Passivhäuser (!) in monolithischer Zieglebauweise. Noch mehr zu dämmen ist nicht sinnvoll aber natürlich möglich.
    Wenn man das wollen würde, sollte man auf WDVS zurückgreifen. Aber warum?

    KWL mit WRG: aus rein enrgetischer Sicht, reduziert die KWL mit WRG natürlich die Wärmeverluste durch Luftwechsel: Aber: die Kosten für den Betrieb der KWL, und damit meine ich neben Strom, Filter, Wartung etc., machen den Einbau unwirtschaftlich; rechnen wird sich eine KWL bis zu Ihrem Lebensende nicht. Ob man nun ein Niegrigenergiehaus wg. geringen Betriebskosten oder wg. der Umwelt baut oder eine Mischungaus beidem, muss jeder für sich selber entscheiden.

    aber der Komfortgewinn durch eine KWL ist eben immens...
     
  9. stna1981

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    Hallo an alle,

    zuerst mal danke für die Rückmeldungen. War im Urlaub und konnte daher nicht früher antworten,

    Also vorab: wir bauen NUR das Haus, das Grundstück haben wir schon. Es liegt in der Nähe von Karlsruhe (~10km), welches ja im Oberrheingraben liegt und eine der wärmsten und sonnigsten Städte Deutschlands ist. Erdwärmebohrungen wären möglich.

    In erster Linie soll es ein energieeffizientes Haus sein, um kümftig möglichst unabhängig von Gas- und Strompreisen zu sein. KfW würde ich "nebenbei" gerne mitnehmen, daher soll auch ein "echtes" Niedrigenergiehaus sein und kein für KfW zurechtgebastelter Papiertiger.

    Zum Thema LWP: da habe ich auch lange überlegt. Erdwärme wäre natürlich besser, wäre wohl auch möglich, aber aufgrund des warmen Klimas sollte eine LWP nicht so viel schlechter sein. Eine KWL ist ebenfalls mit eingeplant, zusätzlich ein Sole-EWT für die KWL. Ein NICHT wassergeführter Kamin kann die LWP im Winter ein wenig (indirekt) entlasten. Das sollte die Effizienz der LWP insgesamt in einen brauchbaren Bereich treiben. Hatte da an sowas wie KHZ LW oder LZW 403 SOL gedacht. Zusätzlich sind auch noch ein paar Solarkollektoren angedacht, die lassen sich ja mit den beiden genannten LWPs direkt einbinden. Die Nebenkosten der KWL nehmen wir in Kauf, dafür hat man ja andere Vorteile (kein Lüften, gefilterte Luft etc.)

    Als Stein haben wir un inzwischen gegen ein WDVS entschieden und uns auf Poroton festgelegt, da werden wir am T7 49,0 wohl nicht vorbeikommen, vielleicht reicht auch der 42,5er. Noch besser dämmende Steine gibts wohl nicht, oder? Porenbeton scheidet eher aus, wegen der Schalldämmung.

    Eine Photovoltaik-Anlage zur Deckung des Primärenergiebedarfs kommt aufs Dach, die wird in RLP teilweise gefördert und zahlt sich dann fast von selbst. Da das Walmdach nur begrenten Raum für sowas bietet, soll der PE daher auch nicht so hoch sein, <=40 wäre schon das Ziel :)

    Viele Grüße

    Stefan
     
  10. bismku

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    T7 >36,5cm. Dann müsst ihr aber sehr "grün" sein oder Angst vor einen echten Explosion der Energiekosten haben. Wirtschaftlich rechnet sich dass (v.a. bei einer effizienten Heizung) meist nicht. Siehe z.B. meine Erfahrung:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?67423-Wie-den-Energiebedarf-von-Bauteilen-%FCbers-Jahr-%FCberschl%E4gig-berechnen&p=716991&viewfull=1#post716991
    Wie hoch wäre bei euch die Einsparung, wenn ihr von einem T7 49cm auf einen T9 36,5cm geht bei den Baukosten und wieviel höher die jährlichen Heizkosten. Lasst euch das mal ausrechnen. Dann kommt ihr auf einen Jahreszahl (Ammortisationsdauer), die dividiert ihr durch eure Annahme um wieviel der Energiepreis steigen wird (verdoppel /2, verdreifachen /3, usw.). Für euch selber werdet ihr es wahrscheinlich nicht mehr machen ist meine These...!?
     
  11. stna1981

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    Bisher konnte mir leider niemand sagen, welche U-Werte man in etwa für ein Niedrigenergiehaus (KfW) 40 so benötigt. Im Zweifel je niedriger, desto besser. Habe als Grundlage ein KfW 55-Angebot, da werden YTONGs mit einem U-Wert von 0,201 verwendet, evtl. würden dann auch T7 36,5 reichen, die haben 0,18. Die Frage ist, wie sich das am Ende auf den Primärenergiebedarf bzw. die Heizlast auswirkt, wenn man auf 42,5er mit 0,16 oder 49er mit 0,14 geht. Die 49 sind mir "eigentlich" etwas zu breit, und wenn 36,5er reichen solls mir auch recht sein. Der Aufpreis ggü. T8 sollte nicht so gewaltig sein, was ich bisher so gesehen hab, beim T8er müsste mann dann ja den 42,5er nehmen für0,18...
     
  12. stna1981

    stna1981

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    Wobei der T8 42,5er evtl. den Vorteil hätte, aufgrund seiner "Dicke" etwas mehr Schall zu dämmen. Sofern ein U-Wert von 0,18 für KfW 40 also reicht, wäre der T8 dann evtl. sogar die bessere Wahl als der T7 36,5er...?
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 26. Juli 2012
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    Ach bismku, Du redest Unfug. Schlicht und ergreifend. Dir waren halt schicke Fliesen und ne neue EBK wichtiger als Geld bei de Energie zu sparen.
    Deine Entscheidung!
    Aber rede anderen nicht ein, dass sei der einzig seelig machende Weg.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 26. Juli 2012
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    Kann auch keiner, weil der KfW-Nachweis aus mehr als nur ein "paar U-Werten" besteht.
    Der EnEV Nachweis (darauf basiert KfW) ist eine Summe aller energierelevanten Teile eines Gebäudes.

    Deswegen kann man ja mit einer L(L)WP so eine magere Porenbetonwand oder einen 36,5er T9 auf KfW X Niveau hochschminken. Viel Dämmung ins Dach, viel in der Anschaffung billige Technik (Verbrauch juckt den GÜ nicht) und schon haben wir KfW X.
    Wenn dann noch bei den Wärembrücken "versehentlich" das Kreuz an der falschen Stelle sitzt, die Zirkulation auch "zufällig" nicht angekreuzt wird - schon freut sich der Kunde.
    :o
     
  15. stna1981

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    Daher sagte ich ja, dass es eben kein Haus mit "schlechten" Dämmerwerten sein soll, dass dann über eine LWP oder wie auch immer schöngerechnetes wird, sondern ein richtiges. Das heißt, dass die Grundlage (sprich Dämmung) schon ordentlich bzw. ausreichend dimensioniert sein sollte. Und da denke ich müsste es doch Erfahrungswerte geben, was für U-Werte man so ungefährt benötigt?
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 26. Juli 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich kenn da einen (hier nicht ganz unbekannten) Holzhausbauer :lock, der schafft die KfW 40 Hürde auch mit nem vollen Zweigeschosser.
    30 cm XPS unter der Sohle
    30 cm Einblasdämmung im Dach
    Wand - Instebene gedämmt 6 cm, 24 cm Einblasdämmung, 5 cm DWD
    LLWP
    KWL mit WRG
     
  17. bismku

    bismku

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    Ganz im Gegenteil. Zu Beginn des Bauvorhabens hatte ich sogar an ein Passivhaus gedacht. Danach sogar extra einen Energieberater geleistet, weil ich möglichst unabhängig von Energiekosten sein wollte. Wenn man dann aber die nackten Zahlen in meinem speziellen Fall gesehen hat war die Sache eindeutig. Man muss das Energie-Gesamtkonzept begutachten und entscheiden wo man investiert und wo nicht.

    Ich gebe die Empfehlung nachzurechnen. Das ist etwas ganz anderes als etwas einzureden. Jede Situation hat ihr Eigenheiten und daher sollte man mit Pauschalaussagen vorsichtig sein. Was ist daran falsch sich die Varianten mit schlechterer Dämmung einmal rechnen zu lassen?
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Dem stimme ich nur bedingt zu, denn auch in K´he gibt es verdammt kalte Tage. Anstatt einer Tiefenbohrung würde ich alternativ auch einmal einen Flächenkollektor oder Grabenkollektor rechnen lassen. Nachteil bei Euch, der Boden besteht fast ausschließlich aus Sand, Vorteil, das Grundwasser steht meist schon ein paar cm unter der Oberfläche.
    Ob und wie man einen Kollektor auf dem Grundstück unterbringen kann, das wäre zu planen. Bei einem RMH auf 180m2 Grundstück wird das schwierig, das gebe ich zu. Sollte aber das Grundstück eine erträgliche Größe aufweisen, dann sollte man diese Variante auf jeden Fall einmal kalkulieren.
    Im Vergleich zu einer Tiefenbohrung gibt es so einen Kollektor fast schon geschenkt. Bagger, ein paar hundert Meter Rohr, mit Sole befüllen, das war´s. Das ist bei der geringen Heizlast gemütlich für 2-3T€ zu schaffen. Man muss nur vorher planen und nicht erst wenn der Bagger schon auf dem Grundstück steht.

    Gesamtkosten betrachten. Mit 17,5cm KS + 20cm WDVS schaffst Du auch problemlos einen U-Wert von 0,15W/m2K. Der schwere KS für die Schalldämmung, das WDVS für die Wärmedämmung. Mit Putz und allem drum und dran ist die Wand dann ca. 40cm dick.
    Willst Du die Sache auf die Spitze treiben, dann 30cm WDVS und Du hast einen U-Wert von 0,1W/m2K, also vergleichbar mit einem PH (Achtung, deswegen wird das Haus aber noch kein PH). Die Wandstärke liegt dann bei etwa 50cm.

    Ich will Dir hier keinen Wandaufbau aufschwatzen, sondern Dich nur dazu animieren, über den Tellerrand zu schauen. Es gibt nicht nur Ziegel sondern viele Möglichkeiten wie man einen Wandaufbau gestalten kann.

    Du solltest auch nicht nur auf den KfW xx schauen, denn das hat mit Deinen realen Heizkosten nur bedingt etwas zu tun. Im Geldbeutel spürst Du nämlich nicht den schöngerechneten Primärenergiebedarf, sondern die realen Stromkosten (bei WP z.B.).

    Vorsicht mit PV, da wird viel schöngerechnet. Bei den aktuellen Einspeisesätzen rechnet sich das so gut wie gar nicht, und Eigenverbrauch kann man bei einem typ. EFH nahezu vergessen. Die Berechnungen mit spitzer Feder und Sachverstand prüfen (lassen). Das mit dem "fast von selbst bezahlen" würde ich ganz gründlich hinterfragen, denn da gab es bei so manchem schon die böse Überraschung.

    Was mir noch aufgefallen ist, Dein Konzept ist noch nicht richtig schlüssig. Für mich hat es den Eindruck, dass Du einfach in die Kiste mit den vielen Möglichkeiten gegriffen hast, und alles was Du greifen konntest wurde mal in das "Konzept" gepackt. WP, Solar, KWL, EWT, ein Ofen muss natürlich auch noch dazu, dann PV auf´s Dach usw.

    Ein Konzept besteht nicht darin, dass man alle Optionen mit reinpackt, sondern dass man eine sinnvolle Kombination findet.

    Gruß
    Ralf
     
  19. stna1981

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    Hallo,

    erstmal danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich will mal auf die von dir genannten Punkte eingehen.

    Natürlich gibt es auch im Oberrheingraben kalte Tage, aber _tendenziell_ lohnt sich natürlich eine LWP in einem absolut gesehen milden Klima eher als z. B. auf der Zugspitze oder an der Nordsee. Mehr wollte ich damit auch nicht sagen. Zum Grundstück kann ich anmerken, dass es etwa 550m² sind und es sich um ein ausgetontes Gebiet handelt (da war früher wohl mal ne Ziegelei). Was genau das jetzt für die daraus resultierenden Möglichkeiten bedeutet, weiß ich nicht. Eine Sole-WP mit JAZ >= 4,7 würde vom Land sogar mit 5.000€ bezuschusst, das könnte man sich schonmal überlegen. Aber ich weiß nicht, ob man z. B. mit einem Grabenkollektor eine solche Effizienz erreichen kann oder ob das Sonden voraussetzt, wie warm ist es denn in 1m Tiefe? In 100m sind ja in der Regel so konstant 15°, das ist natürlich schon ein Vorteil...

    Zum Thema WDVS: ich habe hierzu relativ viel gelesen und bin unschlüssig. Eine Lebensdauer von 30-40 Jahren reißt mich nicht vom Hocker, ich will nicht mir 60 anfangen, die komplette Außenhaut vom Haus zu reißen. Auch die Gefahr der Schimmelbildung oder Schäden an der Außenwand bzw. die spätere Entsorgungsproblematik sprechen meiner Meinung nach klar dagegen. Bei Sanierung ja, aber beim Neubau gibt es Alternativen. Ich finde einen soliden Stein die "bessere" Variante als einen dünnen Stein und dann ein WDVS drangepappt. Die Vorteile hingegen sind auch klar, bessere Dämmung, in Verbindung mit KS besserer Schallschutz und insg. am Ende bei besseren Werten gleich dicke oder dünnere Wände. Aber tendenziell wäre mir ein guter Stein trotzdem lieber. Vielleicht irre ich mich und die ganzen Nachteile stimmen nicht, dann bitte ich um Aufklärung :)

    Und nochmal: ich habe jetzt bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass ich nicht primär ein zusammengerechnetes KfW-Haus bauen will, sondern ein "richtiges" Niedrigenergiehaus, das tatsächlich wenig Energie (ver)braucht. In der Konsequenz ist natürlich angedacht, nebenher dann die güntigen KfW-Darlehen mitnehmen zu können, wäre ja blöd das nicht zu tun, oder? Daher auch die Frage, wie gut die Dämmung sein sollte etc.

    Fakt ist, dass wenn die PV den Primärenergiebedarf des Hauses deckt (mit Faktir 2,27), dann bekommt man 5.000 Euro Förderung. Je nachdem, wie niedrig der PE ist, schafft man das mit 30m² Fläche, und die sollten 7.500 bis 10.000 kosten. Bleiben Investitionskosten von 2.500 - 5.000 Euro, ich denke sich dass das auch bei den aktuell geringen kW-Preisen noch einigermßen lohnt, zumindest legt man am Ende nix drauf. Ohne Förderung siehts wieder anders aus...

    Was ist denn an meinem Konzept nicht schlüssig? Ein recht gut gedämmtes Haus in Verbindung mit einer - bei guter Dämmung - durchaus sinnvollen Wärmepumpe. Hinzu kommt eine KWL mit WRG und EWT, primär wegen des Wohnkomforts, aber der Effizienz der WP und dem PE-Bedarf wird sie sicher nicht abträglich sein (siehe Passivhaus). Soweit ist das ja fast Standard, wird sogar evtl. von der EnEV 2012 gefordert. Über Solarkollektoren kann man sicher streiten, aber die paar m² kosten nicht die Welt und können bei gutem Wetter den WW-Bedarf komplett decken und somit Kosten bei der WP sparen. In Verbindung mit einer Sole-WP würde ich die aber auch weglassen, die ist idR effizient genug. PV ebenso, sicher wird man keinen großen Gewinn damit machen können, darum gehts auch nicht. Primär sollen die Kosten für die den Primärenergiebedarf damit gedeckt werden, so dass es - was Heizen und WW angeht - bei null rauskommt. Und der Kamin ist mehr, weil uns ein Kamin einfach gut gefällt, der ist ja nicht Teil des Heizkonzepts, nicht wassergeführt etc. Dass er den Raum aber erwärmt und die LWP somit indirekt ein wenig entlastet, steht aber doch außer Frage. Der ist aber im Gesamtkonzept nicht mit eingeplant.

    Was würdest du anders machen, und warum? Mein Hauptziel ist, ein Haus zu bauen, das die monatlichen Kosten für Heizen quasi auf 0 drückt und auch nachhaltig ist. Wenn ich dafür beim Bau ein paar tausend Euro mehr hinlegen muss, ok. Mir reichts, wenns sichs am Ende auf 0 ausgeht. Ich bin schon ein wenig "grün", aber kein Fanatiker, es muss sich schon irgendwie rechnen, wie gesagt wenn ich nicht drauflege, reicht mir das. Passivhaus ist übrigens kein Thema für uns, da sind die "Restriktionen" zu krass, ich will z. B. auch mal im Winter das Bad etwas wärmer heizen können oder ein Fenster aufmachen, wenn ich Lust dazu hab. Auch auf (elektrische) Rollläden wolen wir wohl nicht verzichten. Außerdem sind die Voraussetzungen (Lage des Wohnzimmers auf Nordseite etc.) nicht gerade optimal und 2 Stockwerke mit Keller sind nicht gerade wenig, das warm gehalten werden muss. Dann lieber ein gutes Niedrig- bzw. Nullenergiehaus.

    Viele Grüße

    Stefan
     
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  21. gonso

    gonso

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    Wenn Solarkollektoren was beitragen ist es häufig wärmer als 15° also LWP effizienter als SWP?

    Ich war vor einem Jahr in der selben Lage wie du, es wird dir nichts helfen als dir die Sachen durchzurechnen.
    Auf Heizkosten von 0 wirst nicht kommen, das wäre ja noch einiges unter PH und das willst ja wegen dem warmen Bad nicht.

    Und mach dir eine Liste mit Sachen die aus anderen Gründen gesetzt sind bzw. wegfallen:
    1. WDVS will ich nicht
    2. LWP muss sein
    3. ....
    4. 2 Kinderzimmer, 50qm Stauraum, Sauna ....
    5. Alles auf einer Ebene

    Und dann geht es an die Umsetzung in ein Konzept.
    Wie soll das Haus aussehen? Bezüglich Volumen mit geringstem Wärmeverlust optimiert wirst bei einer Kugel landen. Weniger qm weniger Heizkosten.


    Wenn man mal eine Steigerung der Energiespreise von 5% die letzten Jahre sieht bedeutet dies eine Verdoppelung alle 15 Jahre.
    Das muss man halt für sich selber abschätzen was man investiert und was nicht.
     
  22. stna1981

    stna1981

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    Heizkosten von 0 bedeutet ja nicht, dass keine (Heiz)Energie benötigt wird. Es war so zu verstehen, dass die Energiekosten, die anfallen, z. B. für den WP-Strom etc. durch PV gedeckt werden; die derzeit garantierte Vergütung entsprecht in etwa den Preisen für Wärmepumpenstrom. Ein Energienbedarf von 0 ist wie gesagt nicht gewollt und auch nicht machbar :)

    Die besagte Liste haben wir inzwischen gemacht, sobald wir konkrete Preise dre Architekten/Bauträger haben werden wir dann sehen, obs so machbar ist, wie die konkrete Heizlast aussieht und was sich rechnet. Ursprünglich gings ja nur um die Frage, welcher Stein am besten genommen werden soll ;-)
     
Thema: Welcher Stein für KfW 55/40?
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