Welches Heizsystem bei Renovierung?

Diskutiere Welches Heizsystem bei Renovierung? im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir wollen in einem 2 Familien-Haus plus ausgebauter Dachwohnung die Erdgeschoß-Wohnung komplett renovieren. Momentan wird mit einem...

  1. #1 sabrina1981, 7. Dezember 2010
    sabrina1981

    sabrina1981 Gast

    Hallo,

    wir wollen in einem 2 Familien-Haus plus ausgebauter Dachwohnung die Erdgeschoß-Wohnung komplett renovieren.
    Momentan wird mit einem Öl-Offen geheizt, die arme Luft wird in die Räume über Luftschächte verteilt. Zusätzlich wird teilweise mit einem Elektro-Heizstrahler geheizt und das Warmwasser über Durchlauferhitzer erzeugt.
    Erste Idee ist anstelle des Öl-Offens einen Kamin einzubauen, der ebenfalls über die Luftschächte andere Räume beheizt. Zusätzlich noch in jeden Raum Elektro-Fußboden-Heizung (Fußboder Fliesen und Laminat).

    So die erste Idee. Allerdings suche ich einen Berater, der mich über die in Frage kommenden Heizsysteme informiert, Pro und Kontra aufzeigt, das Budget nicht aus den Augen verliert und mir alle Fragen dazu beantwortet, ob z.B. Laminat für Fußbodenheizung zu empfehlen ist etc.. Unter welchen Stichpunkten muss ich im Internet oder vor Ort in unserer Stadt nach einem Fachmann suchen?
    Heizungsbauer oder Elektriker oder so - sie alle sehen das nur von ihrem Fachbereich aus und keiner kann mir nach meiner Meinung, verschiedene Konzepte aufzeigen und mit mir diskutieren.

    Vielen Dank für Antworten.
     
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  3. R.B.

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    E-FBH würde ich nur als äußerste Notlösung empfehlen.

    Wieviel Aufbauhöhe wäre denn möglich? (Bodenaufbau)
    Wie gut ist das Gebäude gedämmt?
    Ist die Heizlast bekannt?

    Man könnte beispielsweise einen wasserführenden Kaminofen aufbauen, und mit dem Wasser über einen Speicher die FBH Kreise versorgen. Sinnvoll aber nur, wenn auch ausreichend Holz zur Verfügung steht.

    Denkbar wäre auch eine LWP die über Luft-Innenteile die Räume versorgt.

    Gibt´s einen Gasanschluß? Dann sollte man auch einmal diese Variante durchspielen.

    Zuerst also die Randparameter abklären, dann kann man über Details nachdenken.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 sabrina1981, 7. Dezember 2010
    sabrina1981

    sabrina1981 Gast

    Aufbauhöhe sollte gering sein, daher der Vorzug der EFBH.
    Es gibt ja auch wasserführende FBH mit geringerer Aufbauhöhe als normal. Erfahrung damit?
    Ja über einen Wasserführenden Kamin haben wir auch schon nachgedacht.
    Oder Pelettofen als Kamin und dann wasserführend. doch da muss ich mich nochmal genauer schlau machen.
    einen gasanschluß gibt es nicht.
    wärme-pumpe würde wahrscheinlich das momentane budget übersteigen. ich weiß, es ist schlecht nur die momentanen kosten anzuschauen, doch leider spielt das eine große rolle.
    sind EFBH wirklich solche stromfresser?
     
  5. Julius

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    Worin soll denn überhaupt der Sinn einer Systemumstellung liegen???
    Und zwar einerseits die Änderung des Energieträgers und ggf. andererseits des Wärmeträgers?

    Bisher sieht mir das nach planlosem werbungsinduzierten Aktionismus ("Öl ist böse" und "man muß was tun") aus.


    Du brauchst keine verkaufenden und umsetzenden Fachleute (von denen darf man keine neutrale Einschätzung erwarten), sondern einen planenden (z.B. Architekt oder Haustechnikplaner)!
     
  6. #5 sabrina1981, 7. Dezember 2010
    sabrina1981

    sabrina1981 Gast

    Wenn man eh die komplette Wohnung renoviert, kann man auch über das Heizsystem nachdenken.
    Der Öl-Ofen ist eh nicht mehr auf dem neuesten Stand und Bedarf einer Erneuerung oder einer Alternative. Da lohnt sich nachdenken schon...
     
  7. R.B.

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    Nachdenken lohnt sich schon. Man sollte sich aber wegen Investitionsknappheit nicht zu einer Lösung hinreißen lassen, die man in kürzester Zeit bereut.

    Wegen der FBH, kannst Du mir etwas zum vorhandenen Bodenaufbau sagen?
    Gibt´s unter dem Estrich eine Dämmung?
    Wieviel cm könnte man zusätzlich aufbauen? (Achtung, Türen)

    Wie eingangs schon geschrieben, muss man zuerst die Randparameter betrachten.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 8. Dezember 2010
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    Auch mal über die "Zukunft" des Hauses nachdenken. Ein jetzt installiertes Heizsystem sollte bis rd. 2030 laufen.
    Wenn aber in absehbarer Zeit Investitionen in Dämmmaßnahmen geplant sind (Fassade, Fenster, Kellerdecke) ist das System dann überdimensioniert.
    Da machts mehr Sinn, das alte System hinzuschleppen und dann ein auf das gedämmte Objekt ausgelegtes zu montieren.
     
  9. Julius

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    Richtig. Aber dann macht man das umfassend und nach heutigen Maßstäben!

    Eine Luftheizung durch eine andere Luftheizung zu ersetzen und gar mit Elektro-FBH zu ergänzen, ist aber alles andere als ne Verbesserung - in vielerlei Hinsicht.

    Noch mehr lohnen würde sich, nachdenken zu lassen (Jemanden, der sich Ortskenntnis verschafft, Eure Bedürfnisse ermittelt und etwas von der Sache versteht, Euch aber nichts verkaufen will)!
     
  10. #9 sabrina1981, 9. Dezember 2010
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    sabrina1981 Gast

    Zum Bodenaufbau:
    das jetzige Laminat kommt raus, darunter ist wohl PVC-Boder verklebt auf den Estrich und soll drin bleiben. Doch da müssen wir auch nochmal mit nem Fachmann wegen der FBH sprechen.
    Ansonsten soll die Kellerdecke genau unter der Wohnung von unten gedämmt werden - soweit der Plan.
    Aufbauhöhe sollte gering gehalten werden. Zwar werden die Türen event. bei der Renovierung mit ausgetauscht, daher gibt es dabei keine Einschränkung, doch sollte die Stufe an der Wohnungseingangstür ja nicht zu hoch sein...

    Hat jemand Erfahrung mit Elektrischer Fußbodenheizung unter Laminat?
     
  11. R.B.

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    E-FBH unter Laminat funktioniert nur, wenn die Temperatur begrenzt wird. Ein Bodenfühler ist ein MUSS. Manche Laminathersteller erteilen aber dennoch keine Freigabe für diese Betriebsweise. Ob ein Laminat für E-FBH geeignet ist, findet man in den Produktunterlagen.

    Ist unter dem Estrich keine Dämmung, dann wird ein Teil der Wärme in den Estrich und die darunter liegende Decke "fließen", erst recht wenn der Oberbelag (Laminat) eine wärmedämmende Wirkung hat. Das verzögert die Reaktion der E-FBH erheblich, selbst wenn sie sehr nah an der Oberfläche liegt.

    Bitte denke daran, dass die kWh jetzt irgendwas um 25Ct. kostet. Ob Dein Versorger überhaupt noch einen Wärmetarif für Neuanlagen basierend auf Direktstrom anbietet, solltest Du in den Tarifbedingungen nachlesen. Aber selbst mit Wärmetarif wird´s nicht gerade billig. Je nach Anbieter bist Du bei 13Ct./kWh für NT und 17Ct./kWh für HT, und monatlichen Zusatzgebühren für den Zweitarifzähler.

    Zum Vergleich, bei Öl oder Gas kostet Dich die kWh aktuell etwa 7Ct.
    d.h. die E-FBH verursacht min. die doppelten Betriebskosten, je nach Tarif auch das Dreifache! Da reden wir schnell über einige Hundert Euro im Jahr.

    Eine E-FBH hat nur einen Vorteil, sie ist in der Anschaffung günstig.

    Aufgrund der hohen Verbrauchskosten empfiehlt sich eine E-Direktheizung nur als zusätzliche Heizung, um beispielsweise während der Übergangszeit einen Raum zu temperieren, oder um an extrem kalten Tagen das normale Heizsystem für einen Raum zu unterstützten (Bsp.: Badezimmer und Wunschtemperatur 24°C).
    Als Alleinheizung für eine Wohnung oder gar Haus sind diese Lösungen denkbar ungeeignet.

    Strom verheizen JA, aber dann bitte schön mit einer WP als Wärmeerzeuger.

    Gruß
    Ralf
     
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  13. Julius

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    Was ist überhaupt mit der (den?) anderen Wohnungen?
    Ein Sanierungskonzept sollte diese mit einschließen (selbst, wenn nur abschnittweise umgesetzt wird).
    Gibt es denn derzeit Warmluftkanäle zwischen den Etagen???
     
  14. #12 sabrina1981, 9. Dezember 2010
    sabrina1981

    sabrina1981 Gast

    nein, keine warmluftkanäle zw. den wohnungen.
    die mittlere wohnung heizt mit Ölofen und die Dachgeschoß-Wohnung mit Kamin bzw. Nachtspeicherheizung.
     
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