Welches System für Deckenabhängung?

Diskutiere Welches System für Deckenabhängung? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, wir sind gerade dabei einen Altbau aus den 50er-Jahren komplett zu sanieren. Jetzt kommt demnächst der Estrich rein und ich...

  1. #1 danielson1978, 05.07.2011
    danielson1978

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    Hallo Experten,

    wir sind gerade dabei einen Altbau aus den 50er-Jahren komplett zu sanieren. Jetzt kommt demnächst der Estrich rein und ich wollte damit beginnen, die Konstruktion für die Deckenabhängung anzubringen. Anbei ein Bild, auf dem die Decke recht gut ersichtlich ist. Ich glaube, die Art der Decke wird Hohlsteindecke genannt?!

    Die Decke möchte ich in den einzelnen Räumen so wenig wie möglich und so viel wie notwendig abhängen. Dazu habe ich dann auch drei Handwerker befragt und jeder hat mir leider ein anderes System empfohlen. Der erste hat gemeint, dass ich einfach nur eine Querlattung auf die bestehenden Dachlatten anbringen soll und darauf die Rigips-Platten zu verschrauben sind.

    Mein Gipser hat mir geraten ringsum ein UD-Profil anzubringen und mit Direktabhängern, quer zu bisherigen Lattung, CD-Profile anzubringen und da direkt die GKP ranzuschrauben.

    Dann dachte ich mir, um die Verwirrung komplett zu machen, lasse ich mal noch einen Trockenbauer kommen, um seine Meinung zu hören. Sein Vorschlag war, erstmal ein Grundprofil mit Schnellabhängern (ich glaube, die heißen so), darunter dann das CD-Tragprofil mit Kreuzverbindern befestigt und ringsum UD-Profile.

    Der Trockenbauer riet mir explizit von Direktabhäbgern ab, da sich irgendwann die Schrauben lösen würden, wenn LKWs die Straße lang fahren und die Decke mitwackelt, wenn mal jemand die Musik mal bis zum Anschlag aufdreht. Da unsere Straße verkehrsberuhigt ist, mache ich mir um die LKWs eher weniger Sorgen :) Wie leistungsstark die Musikanlage meiner Kids mal wird, kann ich jetzt noch nicht beurteilen :bounce:

    So, da hatte ich nun drei Leute gefragt und drei unterschiedliche Meinungen gehört. Mein Gefühl sagt mir, Holz auf Holz und dann die Latten drauf ist nicht mehr zeitgemäß. Grundprofil plus Tragprofil ist mir von der Abhängung zu viel und vielleicht auch unnötig. Die Sache mit den Direktabhängern scheint mir am sympathischsten, vielleicht auch, weil mir der Typ, der mir das vorgeschlagen hat, am bodenständigsten rübergekommen ist.

    Wie wähle ich nun aus, welches System am besten für mich geeignet ist? Oder habt ihr noch bessere Vorschläge, wie es geschickter zu machen ist?

    Da ich beim Montieren der Konstruktion mithelfen werde, ist der Faktor Zeit (= Geld) eher untergeordnet zu betrachten. Wenn ich weiß, wie ich etwas zu machen habe, macht mir das in der Regel auch Spaß.

    Vielen Dank für eure Meinungen!

    Viele Grüße
    Daniel
     
  2. #2 Gast943916, 05.07.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    sind das Holzbalken oder Stahlträger?
     
  3. #3 Ralf Dühlmeyer, 05.07.2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Das sieht aus wie eine Betonkappendecke, bei der an den Stoßstellen der Fertigteile unbesäumte Bretter angebracht sind.

    In dem Raum geht nur eine selbsttragende Decke - alles andere ist mit Hoffen und Mut verbunden!

    Weiteres Stichwort: Luftdichte!
     
  4. #4 Gast943916, 05.07.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.07.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    auch das wäre möglich, ist aber schwer zu erkennen.

    Käse³

    vor allem würde ich, vor dem Estrich, erst die Wände verputzen lassen
     
  5. #5 danielson1978, 05.07.2011
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    Das sind Holzbalken, die mit Nägeln an die Betonteile angebracht sind. Mal mehr, mal weniger fest. Dass ich die noch festdübeln müsste, wenn ich an den Holzbalken Abhänger befestige, habe ich eingeplant. Habe nochmal ein Bild angehängt, bei dem es vielleicht etwas besser zu erkennen ist.

    Selbsttragende Decke? Was habe ich darunter zu verstehen?

    Vielen Dank & viele Grüße
    Daniel
     
  6. #6 danielson1978, 05.07.2011
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    Das ist klar. Die Bilder spiegeln nicht die aktuelle Situation wieder. Ich glaube, die sind vor 1,5 Jahren aufgenommen worden. Inzwischen sind die Fenster alle rausgekommen, teilweise versetzt worden, neue Fensterstürze (größtenteils Stahlträger) eingesetzt worden. Und jetzt wird gerade alles neu verputzt!

    Man sieht also deutlich, Zeit spielt bei uns keine Rolle :) Auch wenn ich mir langsam wünschen würde, dass die Baustelle ein Ende nimmt.
     
  7. #7 Gast943916, 05.07.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    nee, eher Dachlatten, unzulässig daran etwas zu befestigen, auch bei Nachdübelung.

    Dann wohl doch das hier:
    http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/d131_0407.pdf
     
  8. #8 danielson1978, 05.07.2011
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    Ja sorry, sind Dachlatten 5 x 2,5 cm.

    Mit den Dachlatten bin ich nicht verheiratet. Was würde dagegen sprechen, die Dachlatten an den Stellen wegzusägen, wo Abhänger hinkommen sollen und die Abhänger direkt in den Beton zu bohren?

    [/QUOTE]

    Denn das sieht mir nach noch mehr Arbeit aus .... :(

    Viele Grüße
    Daniel
     
  9. #9 Ralf Dühlmeyer, 05.07.2011
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    An den Decken DARF man mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht bohren.
    Ich würde es nicht risikieren.

    Na sischer dat - ne freitragende Decke ist nicht mal eben.

    Aber Deine tollen Firmen kannst Du alle in der Pfeife rauchen, wenn die Dir zu was anderem geraten haben.

    Und irgendein Bastelsystem wird Dir hier auch keiner gesundbeten.
     
  10. #10 danielson1978, 05.07.2011
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    Ok, danke für diese Information. Das hatte bisher noch niemand angemerkt. Wer kann mir das sagen, ob und/oder wie tief ich da bohren darf? Hersteller/Statiker?

    Wenn möglich würde ich das gerne vermeiden, außer es ist unausweichleich.

    Vorausgesetzt ich darf ich in die Betonteile bohren, könnte ich dann mit Direktabhängern und einer Traglattung arbeiten?

    Vielen Dank & viele Grüße
    Daniel
     
  11. Peeder

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    Hersteller GK-Falt und Formteile
    von mir ein glattes " NEIN "

    Hohlsteindecken in die Träger darfst du nicht bohren, die zweite Variante der Befestigung ist nix für einen Laien.

    Die drei Firmen haben ja soetwas garnicht erwähnt, also vergiss es.

    Eine freitragende Decke ist eine gute Wahl, es reicht ja die einfache Version, GKB ohne Brandschutz, es sei denn, es spricht etwas dagegen.
    Und neben Kn... haben wir noch zwei Systeme . ( ich glaube Gipser ist mit Kn. verheiratet :mega_lol:)

    Nebenher bemerkt, die Wände sollten erst verputzt werden.

    Peeder
     
  12. #12 Gast943916, 05.07.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.07.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    wart nur, wenn ich nächste Woche bei dir aufschlage, dann gnade dir Gott.... (der Kaffee geht dann auf dich:bierchen:
     
  13. #13 danielson1978, 06.07.2011
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    Vielen Dank für die Hinweise. Ich bin etwas schockiert, dass mich keiner von den Handwerkern auf die Problematik mit dem Bohren in die Betonteile aufmerksam gemacht hat. Die hätten da keine Skrupel gehabt, ihre Befestigung anzubringen.

    Was mich momentan noch etwas frustriert, ist der Verlust an Raumhöhe, den ich durch die freitragende Decke in Kauf nehmen muss. Da außer Bad und Flur alle Räume Breite oder Länge von mehr als 4m haben, müsste ich 2 CW-Profile mit 10 cm nehmen. Plus Beplankung verliere ich dann insgesamt über 11 cm.

    Ich schlafe mal eine Nacht drüber :)

    Viele Grüße
    Daniel
     
  14. #14 Gast943916, 06.07.2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    weil sie eben Handwerker (welche auch immer) aber keine Trockenbauer sind, auch unsere Ausbildung macht Sinn (ab und zu).

    besser 2 UA Profile 75 mm, Achsabstend bis 600 mm,
    Spannweite bis 4800 mm bei einem Deckengewicht von 15 kg/m²
     
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