Wer die Wahl hat ... (Fasadendämmung)

Diskutiere Wer die Wahl hat ... (Fasadendämmung) im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Wir planen im Moment die Sanierung unseres Hauses. Unter Anderem ist die Dämmung der Außenfassade geplant. Unser Bauleiter empfiehlt uns 14cm...

  1. Onsom

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    Wir planen im Moment die Sanierung unseres Hauses.

    Unter Anderem ist die Dämmung der Außenfassade geplant. Unser Bauleiter empfiehlt uns 14cm Styropor (WL 32) oder 16cm Mineralwollplatten (WL 35) vor.

    Ich wüsste gerne wo die Vorteile und Nachteile der Materialien liegen.
     
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  3. #2 susannede, 5. März 2011
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    Styropor pappt, aufgrund der Ausgleichmöglichkeit im Kleber, auch auf unebenen Untergründen und liefert daher eine leichter zu erzielende ebene Putzoberfläche ... ohne Buckel und Schlaglöcher.

    Bei MiWo tut man gut daran, den Untergrund hinsichtlich der Ebenheit gründlich zu prüfen, weil da kein Ausgleich mit Pampe möglich ist. Das führt sonst - unausgeglichen - zu ziemlich optisch-ätzenden Putzflächen.

    Und dann schreien alle wieder Maaaangel.
     
  4. #3 Hundertwasser, 5. März 2011
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    Styropor ist billiger und hat meines Erachtens keine relevanten Nachteile. Allerdings muss ich Susanne widersprechen (äußerst ungern übrigens). Ein Ausgleich von Unebenheiten ist lt. bauaufsichtlicher Zulassung bei allen Systemen bis 1 cm (ungedübelt) bzw. 2 cm (gedübelt) zulässig und wird auch gemacht. Allerdings ist es einfacher auf EPS Platten eine glatte Oberfläche herzustellen weil diese geschliffen werden können und sollen.
     
  5. #4 susannede, 5. März 2011
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    ...ach, danke - das ist ja süss.

    Was nach den Zulassungen so ginge, mag ja alles richtig sein.

    Es ist nur der schlichte, pragmatische (und meine BL-Nerven aufreibende) Erfahrungsquerschnitt, was passieren wird, wenn das Thema unebener Untergrund wieder allen Beteiligten (Planer, BH, Firma) schnurzegal ist ... erst wissen es alle theodoretisch besser und nachher guckt man blöd.

    Und dann hat BLchen bestimmt wieder irgendwo nicht gut genug aufgepaßt.
     
  6. Onsom

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    Danke für die Antworten.
    Irgende wie finde ich die Vorstellung in einem Plastikhaus zu leben nicht gerade prickelnd, auch wenn das wohl nicht wirklich rational ist. Daher habe ich bisher zur Mineralwoll variante tendiert. Gibts sonst noch irgendwelche Dinge die zu beachten sind, oder alternativen die ich in betracht ziehen sollte?
     
  7. #6 susannede, 5. März 2011
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    Als erstes pfeif Dir die Verarbeitungshinweise des Herstellers rein, Querschnitt-lesen bei brillux, sto, alsecco und wie sie alle heißen ist, wenn man noch nicht weiß, was man bekommt, auch hilfreich.

    Wichtig sind dabei vorallem die Fensterdetails, -anschlüsse, die Sockelausbildungen, eben alles, was von der planen Fläche abweicht. PDFs mit guten Zeichnungen findest Du bei den Herstellern.
     
  8. #7 Wilhelm Wecker, 5. März 2011
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    wie wärs den mit

    Holzleichtfaserdämmplatten statt mit dem Styoropor-Plastikzeugs?
     
  9. Onsom

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    Ok, man muss also bei Mineralwollplatten auf ebenen Untergrund achten, danke für den Hinweis.
    Wie sieht es denn im Langzeitverhalten aus z.B. Algenbildung?
    Mineralwollplatten sind ja relativ Diffusionsoffen ist dies ein Vorteil der die Zusatzkosten rechtfertigt?

    Zu Holzfaserplatten: Wird die Dämmung dann nicht recht Dick?
     
  10. #9 Hundertwasser, 6. März 2011
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  11. Stucki

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    Mineralwolle brennt nicht - Styropor tropft und gibt bei Brand gesundheitsschädliche Dämpfe ab

    Mineralwolle oder Steinwolle ist in Anführungszeichen ein heimisches Produkt - Styropor gleich Öl

    Mineralwolle braucht immer Dübel - Styropor nicht immer

    Mineralwolledämmstärke fällt größer aus - Styropor siehe Neopor Preis/Leistung(dachvorstand???)

    Diffusionswerte dürften bei der Mineralwolle besser sein

    Die Ebenheit bei beiden Systemen liegt am Ausführenden.

    Styropor ist Druckstabiler

    Gegen den Algenbefall gibt es ein Putzsystem das Feuchte aufnimmt und abgibt Putzstärke sind dann ca. 30mm(keine Langzeiterfahrungen!)
     
  12. #11 Herr Nilsson, 11. März 2011
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    DOCH, nennt sich dickschichtiger Kratzputz auf dickschichtiger Armierung und ist der (langzeitbewährte) König der Putze:winken! (kleiner Spaß)
     
  13. Maxpower

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    der grösste Vorteil liegt bei der Brandschutzverordnung. Minerallwolldämmung ist besonders beliebt bei öffentlichen Gebäuden.
    Auch gut bei vermeintlichen Fachwerkhäusern einsetzbar.
    Dübeln ist (denk ich mal :-) )bei Minerallwolldämmung Pflicht.
    Als Armierung/Oberputz kann ich nur mineralische Werkstoffe empfehlen.
    Sowohl der Elefant als auch Bril... haben dazu spitzen Produkte.
    Wobei ich (ohne Sympathisant für irgend was zu sein :-) ) eher auf die Produkte aus Münster tendiere, weill da der Oberputz benutzerfreunlicher ist.

    Mit vermeintlich meine ich: Fachwerkhäuser bei denen der Oberputz noch nicht entfernt wurde.
     
  14. #13 Herr Nilsson, 12. März 2011
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    Branschutzverordnung...
    ????????? Meinst Du die LBO? Zulassungen? Sonderbauverordnung? Es ist nicht beliebt bei öffentlichen Gebäuden, sondern aufgrund der SBauVO/LBO NOTWENDIG.
    denke ich mal....
    NEIN, eine Mineralfaser muss NICHT gedübelt werden (Lamelle bis WLG 040), nur wenn die Faser II zur Fassade ist (Platte bis WLG 035). Eine Verdübelung ist in vielen Zulassungen wg. Windlasten bei MF und EPS/XPS/Resolschaum notwendig.
     
  15. Stucki

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    @ Herr Nilson: sehr richtig, aber nicht auf diesen daemmstoffstaerken......
     
  16. #15 Herr Nilsson, 12. März 2011
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    Was nicht bei diesen Stärken?
     
  17. Stucki

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    Bei WDVS groesser 160mm gibt es keine langzeiterfahrungen.
     
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  19. #17 Hundertwasser, 13. März 2011
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    Die Anforderungen an den Brandschutz werden in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt, ggfs. auch noch in den Versammlungsstättenverordnungen. Eine generelle Pflicht für "nicht brennbare" Systeme lässt sich auch für öffentliche Gebäude nicht ableiten. In der Regel reicht "schwer entflammbar" aus. Dieses Brandverhalten erreichen WDVS mit EPS Hartschaum grundsätzlich bei Dämmstoffstärken bis 10 cm ohne weitere Maßnahmen und ebenfalls bei Dämmstoffstärken > 10 cm mit dem Einsatz von Brandstürzen bzw. umlaufenden Brandgurten aus unbrennbarem Dämmstoff (MiWO, Steinlamelle).

    Der generelle Eindsatz von nicht brennbarem Dämmmaterial geistert immer wieder durch die Landschaft, ist aber nur in wenigen Ausnahmefällen gefordert, entweder bei Fluchtwegen oder durch örtliche Vorschriften.

    Zur Verdübelung:
    Grundsätzlich handelt es sich bei WDVS um Systeme die verklebt werden. Diese können zusätzlich verdübelt werden (sinngemäß lt. abZ). Auf eine Verdübelung kann verzichtet werden wenn die Haftzugwerte der verklebten Dämmplatten zum Untergrund 0,08 N/mm² erreichen oder überschreiten. Egal, welches System. Etwas anders liegt der Fall bei Mineralwolle-Dämmplatten die aufgrund ihrer Faserrichtung parallel zur Fassadenoberfläche immer zusätzlich verdübelt werden müssen.

    Zur Veralgung nur soviel: Wenn ein Hersteller eines WDVS die Möglichkeit hätte, sagen wir mal 10 Jahre Algenfreiheit zu garantieren, er würde das in alle Welt unüberhörbar hinaus posaunen.
     
  20. Onsom

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    Super vielen Dank für eure Hilfe!
     
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