Wer plant Stahlbalkon?

Diskutiere Wer plant Stahlbalkon? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; An Fertighaus soll nachträglich ein Gitterrost-Balkon an der ca 9 m breiten Rückseite angebracht werden. Die eine Hälfte 4 x 3 m und die anderen...

  1. rblaich

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    An Fertighaus soll nachträglich ein Gitterrost-Balkon an der ca 9 m breiten Rückseite angebracht werden. Die eine Hälfte 4 x 3 m und die anderen Hälfte (nur als Umlauf am 2 m vorgebauten Wintergarten gedacht) 5 x 1 m. Befestigung an Kellerdecke, vorne auf Stahlstützen stehend. Kosten wahrscheinlich ca 10 TEuro. Im Bauantrag schon so eingezeichnet und genehmigt.
    Frage: Wer plant? Architekt, Statiker, Tragwerksplaner, macht das eine Stahlbaufirma sowieso, oder alle zusammen und mit welchen Kosten muss ich für die Planung rechnen?
    Mit Gruß und Dank im Voraus
    RB
     
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  3. mls

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    ganz einfach: eine frage des anspruchs .. ;)
     
  4. rblaich

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    Planung Stahlbalkon

    Ja, ja - ist mir schon klar. Eigentlich wollte ich nur wissen, welche gesetzlichen Vorgaben hier bestehen und wer dann was machen muss, bzw. an wen ich mich zuerst wenden müsste.
    Gruß RB
     
  5. PeMu

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    zuerst an den Bauherrn: Welchen Anspruch hat der Bauherr? (ich wiederhole mls)
    schön, billich, ordentlich, alles aus einer Hand, Nebenarbeiten kann ich selber... dann gehts weiter.

    Gesetzliche Vorgaben: muss dem Bauantrag entsprechen, es darf keine Gefahr für Leib und Leben davon ausgehen, ...

    Auf die Frage kann man alles antworten.

    Ich rate mal: Fertighaus, Keller vergeben an Kellerbauer, Fertichhaus von der Stange und nu noch son komisch komplexes Balkonteil, was über verschiedene Gewerke geht. Und keiner will sich das antun, schiebts von sich weg.
    Dann geben Sie sich einen Ruck und schalten einen Landschaftsarchitekten für die Gartengestaltung ein und reihen es in die Außenanlagenplanung ein. Nach dem Motto: den letzten beissen die Hunde.
     
  6. DerKlaus

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    Ich verstehe die Frage nicht

    Ein Teil der Frage lautet:

    "Im Bauantrag schon so eingezeichnet und genehmigt.
    Frage: Wer plant? Architekt, Statiker, Tragwerksplaner,...."

    "Im Bauantrag schon so eingezeichnet..." heißt was? geplant oder reingemalt?

    Ein Architekt plant die Zusammenhänge (Recht, Gestaltung, Koordination Gewerke etc.)

    Ein Statiker rechnet, was der Tragwerksplaner sich vorher als effektiv ausgegrübelt hat.

    (Und sich dann mit dem Architekten streitet *breitgrins* )
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nur um missverständnissen vorzubeugen - das war wohl ironie vom feinsten ;)
     
  8. PeMu

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    Na ja,

    ich hoffe er hats kapiert. :Roll
     
  9. Thomas B

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    Ihr schweift ab...

    ..liebe Kollegen!

    Trotzdem mal eine grundsätzliche Frage an "rblaich":

    Du schreibst:
    und daß es sich um ein Fertighaus handelt. Hatte der Fertighaushersteller den Balkon seinerzeit vergessen oder wurde dieser aus dem Auftragsumfang -aus welchen Gründen auch immer- herausgenommen?

    Grundsätzlich kann so etwas der Architekt, aber auch der Statikus planen. Beim Architekten darf man sicher -bitte liebe Statiker jetzt nicht beleidigt sein- eine etwas ansprechendere Gestaltung der Details erwarten. Wenn Ihr aber einfach einen Balkon haben wollt (Konkrete Vorstellungen gibt es ja offensichtlich) kann das aber auch ganz sicher der Statiker!

    Einer Stahlbaufirma würde ich dies nicht überlassen, da Du dann den Balkon ja auch von denen nehmen müßstest. Sicher plant Dir kein Schlosser einen Balkon, damit Du dann von anderen Schlossern Gegenangebote einholen kannst.

    Daher: Archi/Bau.Ing. beauftragen, Teichnungen fertigen lassen, Angebote von verschiedenen Schlossern einholen.

    Gruß

    Thomas
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nix kapiert ..
     
  11. DerKlaus

    DerKlaus

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    Das kapiere ich jetzt nicht??????

    Auch wenn ich gelegentlich Statik rechne, bin ich nicht beleidigt. Ich entwerfe lieber Tragwerke als Balkone :-)
     
  12. rblaich

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    Danke für die Beiträge, besonders für den von Thomas B!
    PeMu hat gut geraten: Fertighaus modifiziert. Für alle Fälle jetzt anbei eine Grafik im Anhang. Zur Klarstellung: "Balkon" (Ostseite EG) wegen aufwendiger Terrasse auf Südseite eigentlich unnötig, es wurde dann aber ein Umgang gewünscht um die großen Fensterflächen des Wintergartens (steht 3 m über Grund) auch ohne lange Leitern von Terasse aus eben zugänglich zu haben. Die Vorrichtung sollte aber, wegen darunter befindlicher Fenster von Kellerarbeitsräumen auf jeden Fall Licht und auch gerne Regen durchlassen und nur stellenweise mit dem Haus verbunden sein um die üblichen Kälte- und Nässebrückenprobleme (reichlich eigene Erfahrung) zu vermeiden. Häuslebauer hatte aber nur einen "richtigen" Balkon mit Isolierkörben, gefliestem Boden, Regenablauf usw. im Angebot.

    Also: Gitterrost ohne Feinheiten und verzinktes Geländer! Etwas größere Fläche als für den ursprünglichen Zweck benötigt - vielleicht will ja doch mal jemand in den künftigen noch heißeren Sommern luftig an der Nordostecke des Hauses sitzen.
    Ansprüche - außer an die Sicherheit - also gering und Vorstellungen sehr eng. Was "komisch komplexes" (PeMu) kann ich daran nicht finden! Preisideen (um die 8000) habe ich von einem Metallbauer, aber der braucht ja Zeichung/Statik (oder wissen andere Schlosser das selber). Deshalb meine Fragen vom Beginn des threads: Lohnt es sich damit überhaupt einen Architekten behelligen? Oder wird das von diesem "weggeschoben" (PeMu)?

    Gruß RB
     
  13. PeMu

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    Also nicht kapiert

    das ist komplex, weil es über mehrere Gewerke geht:

    - Schlosserarbeiten für die Stahlkonstruktion inkl. Geländer

    - bei Fundamenten fragt der Schlosser wo die sind und wie wird der Anschluß ausgeführt? Ausführen, da zuckt der Schlosser, also Rohbauer, Garten- und Landschaftsbauer
    Und eingespannt sichtbar, vergraben, ... Optik, Statik und Korrosionschutz Fragen zu klären

    - Dann Anschluß an die Kellerdecke - wie hätten Sie es gerne, vor allem wie wird das überdeckt? Wer plant / koordiniert den Übergang Fassade EG hier zum freiliegenden UG und kümmert sich dann auch um die Balkonanschlüsse?
    Der Belag muss vor der Fassade enden...

    - Und dann den schleifenden Übergang in einen Bodenbelag - von Balkon hinzu ebenerdig - das war doch der Umgang? Da brauchts was im Boden als Abgrenzung, aha da ist der Garten- und Landschaftsbau gefragt oder der Rohbauer? Hört da der Schlossser einfach auf? kippen Sie die Erde in den Gitterrost?

    - und dann wieder um die Ecke zu kommen. hmm Gitterroste sind einachsig, daher muß dann die Spannrichtung und/oder die Unterkonstruktion gedreht werden ...

    Das ganze greift in mehrere Gewerke ein. Läßt man es laufen (der Fertighaushersteller will nicht), dann wirds irgendwas geben. Vielleicht gehts gut - optisch wie technisch (Chancen aus Erfahrung gegen 10%)

    Falls noch nicht gemerkt, ich hab sowas öfters als Tragwerksplaner am Wickel. Mir reicht der Part. Da ist ein Architekt ziemlich gefordert, solls nach was aussehen

    Jetzt verstanden.:shades
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

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    unbenommen :)
    balkone, treppen und carports (untermenge der tagwerke) scheitern nämlich am krassen missverhältnis stundenaufwand ./. anr.kosten (oder anr.bare stunden)
     
  15. DerKlaus

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    Tagwerke ist gut :-)

    (Sollte wohl Tragwerke heißen :-) )
     
  16. PeMu

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    jojo

    das muss man dann mit-machen
    und ist dann bei höherwertigen Architektenplanungen oder umfangreicheren Planungen drangehängt.

    So Stand-alone? - ich auch duck und wech.
     
  17. rblaich

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    Nochmals besten Dank (insbesondere PeMu). Viele der von ihm Fragen aufgeworfenen Fragen sind gottseidank schon berücksichtigt (will ich nicht weiter ausbreiten), anderes habe ich neu "begriffen", weiß aber nach den internen Diskussionen zwischen den Expertein in verklausierten Formulierungen immer noch nicht, an welche Berufsgruppe ich mich nun zweckmäßigerweise wenden muss.
    Wenn ich recht begriffen habe ist so was für Architekten unter der Würde bzw. nicht lohnend, dem Tragwerksplaner "reichts" (PeMu), der Statiker ist nur für Hilfsdienste da.
    Es soll ja schließlich niemand für Gotteslohn arbeiten und auch wenn mir ein Metallbauer eine Zeichnung macht, die den Anforderungen genügt kriegt der selbverständlich auch den Auftrag (zum Einwurf von Thomas B).
    Gruß RB
     
  18. mls

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    genehmigungsrechtlich ist der balkon durch.
    baurechtlich ist ein standsicherheitsnachweis erforderlich.
    privatrechtlich sind bestimmt noch weitergehende anforderungen da: durchbiegungen, schwingungen, anschlussqualität (an bestand) ..
    is doch klar, wer das deichselt ;)
     
  19. rblaich

    rblaich

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    mls: ganz genau! Und gibts außer Branchenverzeichnis noch eine Quelle für Adressen von solchen klaren Deichslern?
    Gruß RB
     
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  21. mls

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    na .. z.b. unter den beratenden ingenieuren: http://www.ingenieure.de/laenderkammern.asp -
    von dort zur länderkammern - suche in den fachlisten nach "tragwerksplaner" oder "nachweisberechtigte für standsicherheit" oder so ähnlich.
    danach beginnt die eigentliche suche - womit wir leider wieder bei meiner ersten antwort sind.

    nachtrag zu, wie ich meine, einem missverständnis:
    balkone/treppen/carports aus stahl sind meist keine aufgabe für stahlbaufirmen, sondern eher für schlosser.
    schlosser .. nicht im sinn von dorfschmied, sondern im sinn von filigranstahlkünstler mit entsprechenden eignungsnachweisen - und referenzen.
     
  22. PeMu

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    Also wenn doch schon so vieles geklärt ist, warum betreut das dann nicht der Architekt weiter. Dann gibt es doch schon Werkpläne, Detailzeichnungen, die nur noch statisch nachgewiesen und vom Schlosser umgesetzt werden (ggf. Fertigungszeichnungen).
    Der Architekt kann doch Vorschläge für Tragwerksplaner und Schlosser geben und Ihenn das Procedere erläutern.

    Irgendwas kapier ich da nicht. Wo klemmt es denn nun?
     
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