Wettbewerb beim Hausanschluss

Diskutiere Wettbewerb beim Hausanschluss im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Neu erschlossenes Baugebiet in Baden-Württemberg; Angebot der örtlichen Stadtwerke über einen Hausanschluss für EFH liegt vor: Gas (1875 €),...

  1. Tommi

    Tommi

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    Neu erschlossenes Baugebiet in Baden-Württemberg; Angebot der örtlichen Stadtwerke über einen Hausanschluss für EFH liegt vor: Gas (1875 €), Wasser (2396 €), Telefon (im Auftrag der Telekom: 133 €) in einem Mehrspartenanschluss.
    Angebot des einstigen Stromkonzessionärs für Elektrohausanschluss: 2297 €.
    Fragen:
    a) Sind diese Angebotspreise verhandelbar, wenn ja mit welchen Argumenten?
    b) Kann man über Konkurrenzangebote (welche?) den Wettbewerb beleben oder ist man den Monopolisten beim Hausanschluss ausgeliefert?
     
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  3. berndk

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    Der Elektriker hat also keine Konzession mehr? Und bietet den Hausanschluss an??

    Sind die Fragen denn ernst gemeint?
     
  4. Tommi

    Tommi

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    Die Fragen sind "todernst" gemeint

    Es handelt sich um den Anschluss eines Neubau-EFH an das öffentliche Strom-/Gas/Wasser/Telefonnetz.

    Mit Stromkonzessionär ist derjenigen öffentliche Stromanbieter gemeint, der vor der Liberalisierung des Strommarktes die Region mit Strom als Monopolist versorgt hat. Heute kann man ja den Stromlieferanten, sogar den Gaslieferanten frei wählen,

    Die Frage lautet deshalb hier: Gilt die freie Wahl auch für den notwendigen Hausanschluss, also den einmaligen Anschluss ans öffentliche Netz?
     
  5. berndk

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    wählen kann man nur den reinen Strompreis - nicht aber den Leitungspreis, so ist es zumindest bei uns. Näheres erläutert dir sicher dein "einstiger Konzessionär".
    Betr. Verhandelbarkeit der Anschlussgebühren - das klingt zugegebenermaßen etwas naiv. Abschläge sind hier - wenn überhaupt - dann nur für Eigenleistung zu erwarten (z.B. Grabung am eigenen Grund in Eigenregie beim Gasanschluß). Weitere Einsparungsmöglichkeiten ergeben sich allenfalls bei kluger zeitlicher Koordinierung der Leitungsträger - optimalerweise legen alle in eine Künette, die Grabung wäre dann nur einmal zu Zahlen.
     
  6. #5 meister, 01.06.2003
    meister

    meister Gast

    informationen über leitungshöhen und abstände einholen terminplan machen natürlich von unten nach oben und verhandeln
    nicht vergessen verlegeplan machen soltest einen bauleiter bezahlen ders macht und nicht ohne bauen. kann teuer werden
     
  7. Gast

    Gast Gast

    Liberalisierung notwendig!

    Vielen Dank für die Antworten!

    Ich schliesse daraus, dass

    a) ein Wettbewerb für Hausanschlüsse nicht möglich ist
    b) Einsparungspotential in der Koordination (macht hier der Archi als verantwortlicher Bauleiter) und evtl. geringen Eigenleistungen liegt.
     
  8. #7 bauworsch, 02.06.2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Großes Einsparpotential

    bei Eigenleistungen, sprich Erdbau innerhalb der Grundstückes. Aktuelles Beispiel:
    Trinkwasser Gutschrift seitens der Stadtwerke für Tiefbau in Eigenleistung € 1.562,82 brutto für 25 Meter Graben, weitere Gutschrift Gas € 377,00 brutto, und Gutschrift für Elektro € 475,60 brutto. Kabel bei der Telekom geholt und mit in den Graben reingeschmissen, weitere € 138 gespart.
    Summa Summarum € 3.029,02 Ersparnis. Demgegenüber zwei Tage Bagger 10 to bei MVS ausgeliehen inkl. Versicherung € 370,74 und 2 Tage Baggerfahrer "ausgeliehen" für € 300,00. Mit dem Versorgungsträgern rechtzeitig abgestimmt, dass auch alles an einem Tag verlegt wird. Ersparnis gesamt € 2.358,28. Bauleiter schon wieder einen Monat bezahlt. :D :D :D
     
  9. #8 Bauherr Frank, 24.09.2003
    Bauherr Frank

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    Hallo,

    dieser Sparansatz aufgrund guter Terminkoordination klingt interessant, aber ausserhalb des Grundstücks, d.h. auf dem Gehweg und der Strasse darf nur der jeweilige Versorger buddeln, bei uns demnach die Stadtwerke? Dieser Anteil ist bestimmt nicht unwesentlich.

    Ich liste mal nachstehend die Anschliessungsgebühren, die ich schon recht hoch finde:
    Gebiet: Essen in NRW
    - Telekom 133 EUR
    - Gas 2300 EUR
    - Wasser 2500 EUR
    - Strom 1280 EUR

    - Abwasser noch nicht bekannt, da sich auf Grundstück ein privater Revisionsschacht befindet, der am öffentlichen Netz angeschlossen ist und mitbenutzt werden darf. Allerdings muss der Schacht ca. 70 cm höher gelegt werden, was sowas wohl wieder kostet?
     
  10. #9 HenniBenni, 26.09.2003
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    Geht nicht gibts nicht -> für Selbstbauer!
    Kann mich bauworsch nur anschließen. Es lohnt sich die Tiefbauarbeiten komplett in Eigenleistung zu machen. In vielen Fällen werden die Anschlüsse aufgrund der notwendigen Verfüllungen/Verfestigungen zwischen den Schichten mehrere Tage in Anspruch nehmen. Das ist auch praktikabler, da die Versorger nicht immer pünktlich sind und auch oft ein Termin nur taggenau abgesprochen wird.

    Außerdem kann man dann auch gleich den Kanalanschluß mit allen SW-Rohren in den offenen Graben legen.

    Bauherren ohne Scheu zur Muskelarbeit kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen Gräben bis 20m Länge und 1,20 Tiefe selbst zu graben - mit Spitzhacke, Spaten und Schaufel. Bei mir hat es mit 2 Leuten 3 Nachmittage gedauert und das trotz Ton-/Lehmschichten und Schottereinlagen von der angrenzenden Straße.

    Der Aufwand lohnt, da so schnell ein paar Tausend Euro gespart sind.
     
  11. #10 Bauherr Frank, 26.09.2003
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    Ist bei mir eh nicht das Problem, da vom Gehweg bis zum Haus nur 3 m langer Graben anfällt. Ausserdem gibts Hilfsgeräte recht günstig auszuleihen.

    Nur auf dem Gehweg werde ich bestimmt nicht buddeln dürfen, da das afaik Hochheitsgebiet der Stadt ist, gell?

    Schönes WE!
     
  12. Tommi

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    Klarstellung zu den von mir angegebenen Kosten für Gas-/Wasser-/Strom-/Telefonanschluß (Baden-Württemberg):

    Zu den angegebenen Preisen kommen die bauseits zu erbringenden Kosten für Grab-/Kanal-/Bettungsarbeiten von der Grundstücksgrenze bis zum Hausanschlußraum hinzu!

    Bei den angegebenen Kosten für die Anschlüsse besteht also laut den Stadtwerken (die koordiniert alle Anschlüsse legen und durch eine Mehrspartenwanddurchführung einbringt) keine Möglichkeit zur Eigenleistung!

    Gas-/Wasser-/Telefon/Strom wurden bei diesem Neubaugebiet auch ohne Auftrag des Bauherrn bereits in die unbebauten Grundstücke gelegt. Aufgraben der Straße ist also nicht notwendig.
     
  13. UweM

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    Der mit dem BT baute..
    Incl.

    bei uns waren .. weiß nicht mehr wieviel....m incl.
    Es hätte das selber buddeln nix gebracht!
    Also genau erkundigen!
    Und Mehrsprtenhausanschlüsse machen auch nicht alle. Hätte ich gerne gehabt, war aber von den Versorgern her nicht möglich
    Gruss
    Uwe
     
  14. Tommi

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    Eigenleistung nicht möglich

    Hier die offizielle Auskunft unserer Stadtwerke zum Thema Eigenleistung:

    Zitat:
    "Die Pauschalen für Material und Verlegung beinhalten sämtliches Material, das zur Herstellung der Versorgungsleitungen benötigt wird (Anschlussarmaturen an die Hauptleitung, Absperrarmaturen an der Versorgungsleitung, Hauseinführung mit allen Anbauteilen sowie 10m Versorgungsleitung) und die Arbeiten für die Herstellung der Versorgungsleitung (Montage der Anschlussarmaturen an die Hauptleitung, Verlegen der Versorgungsleitung mit Absperrarmaturen, Montage der Hauseinführung MSH 2000 und das Einbringen der Versorgungsleitungen).
    Die Tiefbauarbeiten und die Kernlochbohrung bzw. die Montage des Futterrohrs beim Einschalen des Kellers sind in diesen Pauschalen nicht enthalten und sind bauseits zu erbringen.
    Kosteneinsparungen durch Eigenleistung sind nicht möglich."
     
  15. Ulf

    Ulf Gast

    Verhandeln doch möglich

    Hallo,

    habe mir vor einem halben Jahr auch in meinem Bau die Versorgungsleitungen über einen Mehrspartenanschluss in den Keller legen lassen. Als erstes organisierte ich einen Baustellentermin mit dem Gasversorger. Die Gebühr sollte 2300€+Mehrsparte ca. 130€+Kosten für Kernlochbohrung ? € betragen (Baugrube war noch nicht verfüllt, Medienanschlüsse lagen frei). Ich darauf: "Bei diesem Preis verzichte ich auf den Gasanschluß und heize mit Öl". Ergebnis : Mehrsparte + Kernlochbohrung gratis.
     
  16. #15 HenniBenni, 06.10.2003
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    Geht nicht gibts nicht -> für Selbstbauer!
    @Tommi: Da staune ich, denn bei uns wollen die Stadtwerke auch die Tiefbauarbeiten ausführen und teuer in Rechnung stellen. Daher besteht genau hier die Sparmöglichkeit, denn buddeln und verfüllen kann man leicht selbst machen. Aber wenn das bei dir eh bauseits zu erbringen ist...dann ist ja alles klar!
    Klar, an ihre Installation lassen die keinen "unauthorisierten" ;-)
     
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  18. Tommi

    Tommi

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    @HenniBenni:

    Bei Deinem Fall würde mich als Vergleich interessieren:

    Was sind die Kosten für

    a) den eigentlichen Anschluß/Installation (nur für Authorisierte! :) )
    b) die Tiefbauarbeiten (auch für Laien in Eigenleistung!)

    getrennt nach Gas/Wasser/Strom/Telefon.
     
  19. #17 HenniBenni, 30.10.2003
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    Sorry, habe erst ebend deine Frage gesehen und versuche gleich drauf zu antworten (so PI mal Daumen!):
    a)
    Gas: 890,- (Erschließung) + 240,- (Mehrlänge) + 440,- (Zähler)
    Wasser: 650,- (Erschließung) + 250,- (Mehrlänge) + 200,- (Zähler)
    Strom: 1.900.- (Erschließung + Anschluß komplett)
    Telefon: weiß nicht, da selbst in Leerrohr verlegt!

    b) Jeweils zwischen 15,- und 25,- je laufendem Meter. Macht bei 20m ca. 400,- jeweils = ca. 1600,-

    Zusätzlich konnte ich wie bereits geschrieben den offenen Graben für meine SW-Rohre nutzen. Zeit zum Verlegen blieb genug, da ich ja die Termine für die einzelnen Hausanschlüsse selbst vereinbart habe. Die Kosten für die Verlegung schätze ich auch nochmal auf ein paar Hundert Euro.
     
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