Wetterseite dämmen -Welche Oberfläche??

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  1. #1 Eichendorff78, 14. März 2010
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    Hallo,

    wir stehen derzeit in Verhandlungen für die Verkleidung unserer Wetterseite. (Giebelseite einer DHH, Fläche 75m2, 2 Fenster).

    Ein Angebot für eine vollflächige Holzverkleidung (sibirische Lärche, rauh, Deckelschalung) inkl. 28cm Dämmung, 2cm Luftschicht zur Feuchteregulierung liegt vor und hat im Angebot einen Posten von ca. 8.400€ aufgerufen.

    Da meine Lebensgefährtin ein wenig Schwierigkeiten hat, was das Ausgrauen der Lärche und die Optik in einigen Jahren angeht, überlegen wir Alternativen zu dieser Verkleidung.

    Unsere Vorabüberlegungen zu diesem Thema sind folgende:

    1) Das Holz behandeln kommt nicht infrage, da diese Prozedur regelmäßig wiederholt werden muss und so Folgekosten entstehen.

    2) Schiefer ist keine Alternative, macht das Haus nämlich sehr dunkel was aus verschiedenen Gründen nicht gewünscht ist, außerdem vom Material her etwa doppelt so teuer werden würde.

    3) Plastikapplikate mit "Klinkeroptik" sieht mir zu sehr nach Playmobil aus, ist also eine absolute Billiglösung und aus ästhetischen Gründen ein No-Go.

    Da die besagte Wand leider etwas Feuchtigkeit trägt (die kalte Oberfläche im Innenbereich, Putzrisse und Wetterflecken außen lassen diesen Schluß zu), können wir nicht einfach Styropor davor kleben, da dann die Feuchte nicht raus kann, wir brauchen also etwas dampfdiffusives, was die Wand nur wetterschützt aber nicht "versiegelt".

    Frage:
    Welche technischen Möglichkeiten gäbe es hier noch und mit welchen Mehrkosten im Vergleich zur Holzverschalung müssten wir rechnen?

    Danke für Tipps und Anregungen!
    ED78
     
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  3. achso

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    Ich habe im Giebelbereich Rotzederschindeln halbgespalten genagelt. Sieht gut aus, muss man nie wieder was dran tun.
     
  4. kehd

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    Deine Begründung, warum ihr kein Styropur nehmen könnt, verstehe ich nicht.
    Wenn ihr Styropor aufklebt und verdübelt, wird die Wand - sofern drinnen geheizt wird- doch warm. Ein Teil der Feuchtigkeit wird sicher durchs Styropur diffundieren, ein Teil sicher auch nach drinnen. Wenn man gut lüftet (zuerst vielleicht mit Bautrockner) bekommt man die Feuchtigkeit doch auch raus, oder etwa nicht?
     
  5. H.PF

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    Und ich sitz hier und überlege was ein Rotz-Eder ist :mauer :mauer
     
  6. #5 susannede, 14. März 2010
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  7. Vossi

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    muahaahaahaa, das letzte mal hab ich so über den Zwergelstern gelacht
     
  8. #7 Eichendorff78, 15. März 2010
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    Nun ja, meines Erachtens -und das habe ich auch von Malern und meinem Dachdecker bereits bestätigt bekommen- ist Styropor wasserundurchlässig weshalb es schwierig wird mit diffundieren.

    Mein alter FOS-Lehrer :-) -meinte dazu:
    "Eine feuchte Wand mit Styropor verkleiden ist etwas so, als läge ich mich mit nassen Klamotten in einen Schlafsack. Für das Haus bedeutet dies: Die Wand kühlt aus weil Wasser mehr Energie zum aufheizen benötigt als Luft und wo das Wasser sich dann noch staut, gibts auf kurz oder lang Schimmel."

    Glaube zwar nciht, dass ich mit nassen Klotten im Schlafsack irgendwann Schimmel ansetze aber der Rest klingt für mich sehr schlüssig.
    Zumal eine Styroporfläche natürlich mit einer dünnen Putzschicht einhergehen würde und nochmal zusätzlich "dicht" wird.
     
  9. #8 meisterLars, 15. März 2010
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    Ich hab mir dieses System auf der Deubau mal näher angeschaut, die Qualität ist sehr hoch und dass es kein echter Stein ist,stellt man erst dann fest, wenn man dagegen klopft...
    -das ist keine Werbung-
     
  10. #9 Anfauglir, 15. März 2010
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    Rotz-Eder ist zwar ein für solche Zwecke gut geeignetes Holz, vergraut allerdings auch, dürfte also nicht in Frage kommen.
     
  11. #10 Eichendorff78, 15. März 2010
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  12. #11 Eichendorff78, 15. März 2010
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    Rrrrrriiiiichtiiiiiiiiich!!!
     
  13. #12 Eichendorff78, 15. März 2010
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  14. #13 Eichendorff78, 15. März 2010
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    Sooo,

    gerade mal telefoniert mit den Leuten.
    Wir liegen bei rund 80€ der qm.
    Das entspricht etwa dem Preis für Schiefer und ist damit vermutlich außerhalb des Budgets. Aber schick auf jeden Fall!!!
    Könnte ich mir für unsere Kaminecke vorstellen, die nächstes Jahr realisiert werden soll! :-) Aber für draußen ein bisschen zu teuer. -Schade!!!
     
  15. kehd

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    Es gibt nicht Schlimmeres, als hinkende Vergleiche. Sonst wird ja bei uns immer mit der Größe des Saarlandes oder Personen aus einer unrühmlichen Vergangenheit verglichen.

    Mein alter FOS-Lehrer :-) -meinte dazu:
    "Eine feuchte Wand mit Styropor verkleiden ist etwas so, als läge ich mich mit nassen Klamotten in einen Schlafsack."

    Genauso kann man nasse Klamotten trocknen, wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. (natürlich nur mit einem Kunstfaserschlafsack)
     
  16. #15 Eichendorff78, 20. März 2010
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    Genau, muss mal schauen ob meine Wand aus Kunstfaser ist...

    Also ich sehe das mit versiegelten Wänden so:
    Wenn die feucht sind, lassen die sich schlecht aufheizen.
    Wenn ich Sie "einpacke", -so auch die einhellige Meinung mehrerer Gewerke, die
    sich auskennen, kann das Wasser nicht raus und das ist böse.

    Nun gut, schlauer bin ich nun auch leider nicht.
    Interessant dass niemand das Thema Taupunkt angesprochen hat.
    :sleeping
     
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  18. kehd

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    Was heißt denn schlecht aufheizen?
    Ich habe die Wärmekapazitäten von Wasser und Beton nicht greifbar, aber wenn amn annimmt, daß sich in der Wand 10% Wasser befindet, wird man wohl so 20% mehr Energie brauchen, um ein bestimmtest Wandvolumen aufzuheizen. Die Wärmeleitfähigkeit von feuchten Wänden ist zwar höher, als die von trockenen, aber die Dämmung findet ja durch das Styropor statt.
    Diffusion von Wasser in der Wand geht in alle Richtungen. WEnn man also die Feuchtigkeit drinne immer abführt, wird die Wand irgendwann mal trocken.

    Zufällig habe ich hier einen Artikel liegen über Wandtrocknung und WDVS:
    "Trocknung von Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystemen und Einfluß auf den Wärmedurchgang."
    z.B. hier: http://www.hoki.ibp.fhg.de/wufi/anw_wdvsfeucht.html
     
  19. #17 Eichendorff78, 21. März 2010
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    Mäßig interessant der Bericht aber immerhin wird auf den Weg eingegangen den die Feuchte nimmt/nehmen kann. Hier finde ich etwas über den U-Wert, was bedeutet dieser?

    Nach innen diffundieren funktioniert höchstens im ersten OG, da sich unten eine geflieste Wand, die Küchenzeile (mit Hängeschränken und Nischenverkleidung) und ein Teil mit Feuchtraum-Gipskarton befindet.

    Hoffentlich zerstören wir damit nicht unsere nagelneue Küche, wenn die von hinten angammelt...
     
Thema:

Wetterseite dämmen -Welche Oberfläche??

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