Wie Bodenanker bei Rechteckpflaster fachgerecht einbringen?

Diskutiere Wie Bodenanker bei Rechteckpflaster fachgerecht einbringen? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Werte Fachleute und sonstige Diskutanten, ich möchte auf der Terrasse eine Sichtschutzwand und Pergola errichten, halt die baumarktüblichen...

  1. #1 Papi37GER, 17. März 2009
    Papi37GER

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    Werte Fachleute und sonstige Diskutanten,

    ich möchte auf der Terrasse eine Sichtschutzwand und Pergola errichten, halt die baumarktüblichen Vierkanthölzer plus den Verkleidungswänden. Die Terrasse ist mit Rechteckpflaster (Klimapor-Steine von EHL, haufwerkseitiger Beton, Maße 10x20x8) ausgelegt und mit Sand verfugt. Darunter sind eine Frostkies-Schicht sowie Feinschotter, alles ausreichend stark. Die Terrasse ist an den Wetterseiten vollständig offen (freistehendes Haus) und im ungünstigsten Falle kommt hier auch mal allseitig Windstärke 8 zum tragen.

    Meine Fragen: Ist es machbar, auch unter den eben genannten Umständen eine dauerhaft standfeste Konstruktion zu erreichen ohne das die Flucht nach einiger Zeit dahin ist oder sollte man sich das Vorhaben komplett schenken? Windstärke 8 hatten wir ja schon.

    Falls es machbar ist, werden die Anker sicherlich vernünftigerweise aus Stabilitätsgründen einbetoniert werden müssen? Wie kann ich hier vorgehen ohne das die Pflastersteine im Endeffekt großartig sichtbar zerstört werden und das Ganze auch vernünftig aussieht und quasi sturmfest ist? Welche Anker sind zu empfehlen (H-Anker oder reichen U-Anker mit diesem Rundstahl aus)?
    Erfahrungen im Einbetonieren mit Beton-Estrich habe ich bereits beim Setzen von Zaunpfosten gesammelt, ich bin mir halt nur wegen des Pflasters und der Ankerbefestigung unsicher. Ich bedanke mich im Voraus.

    Papi37GER
     
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  3. fengi

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    Moin Papi
    Es ist durchaus machbar, eine dauerhafte Konstruktion zu erstellen. Ob dein Flechtzaun dies übersteht, ist allerdings auch eine Qualitätsfrage.
    Was die Pfostenanker betrifft, so rate ich immer zu den Doppel-H-Trägern. Diese sind stabil genug, vor allem aber auch lang genug, um sie ausreichend ins Betonfundament einzubinden.
    Also: Pflaster aufnehmen, Loch für Fundamente ausheben, Fundamente betonieren und Pfostenanker ausrichten ( die Oberkante der Fundamente endet einige Zentimeter unter der Unterseite der Pflastersteine ), nach dem Aushärten Pflaster über den Fundamenten neu verlegen. Wenn du das Pflaster sauber um die Anker schneidest, hast du am Ende wieder eine ununterbrochene Fläche.

    fengi
     
  4. #3 Papi37GER, 18. März 2009
    Papi37GER

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    Danke für die Antwort. Was die Qualität des Sichtschutzzaunes anbelangt muss ich mal schauen, mit Drahtklammern sind teilweise auch hochpreisige Ausführungen zusammengeschossen und hergestellt wird das ja überall, nur kaum noch im Inland;-).

    Es hat sich aber noch ein anderes 'Hindernis' für mich ergeben. Die Terrasse ist aus Recycling-Schotter errichtet und gewackert worden und zwar auf eine Höhe von ca. 1 Meter. Wenn ich nun stellenweise für das Setzen/Einbetonieren der doppelten H-Anker das Pflaster entferne ist es sicher auch kein Problem den Frostkies herauszunehmen, was aber mit dem jeweils gewackerten Feinschotter und sich anschließendem Betonrecycling? Mit Spaten oder Schaufel wird das wohl nix? Ich würde schon gerne auf 80 cm Tiefe gehen oder brauche ich das gar nicht, weil der Untergrund frostsicher ist? Empfehlungen für die Setztiefe der H-Anker sind einerseits 80 cm andererseits haben die Teile manchmal gar nicht die Länge, dass man sie frostsicher setzen kann. Ist bei Zaunspfosten ja oftmals auch so, bei einer Zaunfeld-Höhe von 2,03 Meter ist der Pfosten maximal 2,70 Meter, manchmal sogar noch weniger und ich rede hier nicht von Baumarktware. Würden auch H-Anker mit bspw. 60-er Länge ausreichen?
    Danke im Voraus.

    Gruß Papi
     
  5. fengi

    fengi

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    :shades...bist du dir ganz sicher, dass du dich wirklich allein auf diese Arbeit einlassen möchtest ?

    fengi
     
  6. #5 Papi37GER, 18. März 2009
    Papi37GER

    Papi37GER

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    Hi fengi,

    habe 25 lf. Meter Doppelstabmatten-Zaun, 2,03 Meter hoch, 2,50 breit, inkl. 11 Pfosten alleine gesetzt;-). Mein zweiter Mann waren 4 Zwingen, jede Menge Latten und ausreichend Zeit, jeden Tag einen Pfosten gesetzt.
    Aber prinzipiell hast du recht, der Aufwand an sich lohnt sich nicht, es muss einfach zu viel Pflaster aufgerissen werden und bei dem gewackerten Untergrund braucht man sicher 'nen Presslufthammer, es ginge aber auch 'nen Brecheisen und 'nen Bello, ich meine mehr als 4 Pfosten wären es nicht, geht eigentlich, aber ich will irgendwie kein Holz mehr, das hält 10 Jahre und dann ist es weggefault.
    Habe heute nochmal mit meiner Frau recherchiert, wir werden auf diese Variante Rankgitter mit Pflanzkübel (im Handel unter 'Rankgitter Diana') zurückgreifen und zwar in Stahlausführung, sieht nicht so schön aus wie Holz aber immer noch besser als PVC, ist auch nicht so pflegeintensiv und eben preiswerter. Wir brauchen 2 von diesen breiteren Ausführungen, die Spaliere werden angeschraubt. Wenn die mit Erde gefüllt sind kann der Sturm kommen, im Spätherbst stelle ich sie in die Laube, sind sogar demontierbar und damit platzsparend, eigentlich spricht da nix mehr für Holzspaliere, außer eben die Optik, das gebe ich gerne zu, aber den Kompromiss gehen wir ein. Werde sehr wahrscheinlich Feuerbohnen reinpflanzen, die wachsen schnell und man kann sie gekocht essen.

    Es gibt ja sogar windbrechende Lamellen an diversen Holzspalieren, habe ich gelacht als ich das las. Bei WS 8 würde ich das aber auch nicht auf einen Versuch ankommen lassen wollen;-).
    Gruß Papi
     
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