Wie dämmt man eine Betonwand von innen richtig?

Diskutiere Wie dämmt man eine Betonwand von innen richtig? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen! Zunächst folgende Anmerkung: Bei mir handelt sich um keinen Neubau - dennoch habe ich das Posting hier eingestellt, da die...

  1. #1 WerWieWas, 16. November 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. November 2015
    WerWieWas

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    Hallo zusammen!

    Zunächst folgende Anmerkung: Bei mir handelt sich um keinen Neubau - dennoch habe ich das Posting hier eingestellt, da die Unterrubrik "Außenwände/Fassaden" sehr gut passt und ich nichts ähnliches im "Altbau" finden konnte.

    Nun zu meiner Frage. Mein Haus hat ca. 250qm Wohnfläche und steht (freistehend) an einem Hang. Baujahr ist 1981. Ca. 50qm davon entfallen auf eine Enliegerwohnung. Die Außenmauern dieser ELW sind, wie der Keller, aus Beton. Die Wohnung war in den letzten 34 Jahren bewohnt und wird nun von mir renoviert. Das Haus hat keine Außendämmung und soll auch keine bekommen. Ich bin kein Freund wenn es um Dämmung der Außenhülle geht, einzig das Dach habe ich aufwendig mit Hanf-Jute Matten gedämmt.
    In den Wohnräumen der Einliegerwohnung habe ich stand heute was man sieht keinen Schimmel. Ähnlich wie ich die Dämmung der Gebäudehülle nicht mag, mag ich auch keine Rauhfasertapeten die mit Dispersionsfarbe gestrichen sind. Daher habe ich alle Tapeten entfernt (final sollen die Wände mit ist_egal grundiert und mit Lehmfarbe von ist_auch_egal gestrichen werden - so wie auch bereits der Rest vom Haus). Alle Außenwände der ELW sind von innen mit einer Styroporplatte (ca. 4cm) und Rigipsplatten gedämmt. Wie gesagt, daß ist seit 34 Jahren so und auch aktuell noch so der Stand. Was ich vorhabe ist, dass ich "Testöffnungen" mache, um zu sehen, ob drunter Schimmel ist.
    Die Einliegerwohnung hat auch ein kleines Bad (ca. 4qm) mit Fenster. Das (34 Jahre alte) Bad habe ich letzte Woche rausgemacht. Im Bad war die Rigipsplatte unter den Fliesen quasi nicht mehr vorhanden (pulverisiert beim Fliesenentfernen) und die Styroporplatten haben geschimmelt. Die Betonwand dahinter war richtig nass - ist aber mittlerweile wieder trocken. Ich gehe nicht davon aus, dass der Schimmel aufgrund von Tauwasserbildung herrührte, sondern von Wasser, was durch die Fugen diffundierte. In dem Bereich war auch die Dusche.

    So nun die Fragen:
    a) Was empfiehlt sich als Dämmung von innen an der Außenwand im Bad?
    b) Ich gehe davon aus, daß es was anderes als bisher drauf war sein soll. Würdet Ihr dann die alte Dämmung der Außenwände in der kompletten ELW entfernen bzw. erneuern?
    c) Was mir noch im Kopf rumschwirrt ist die Wandheizung. Wäre es sinnvoll die alle Betonaußenwände mit einer Wandheizung zu beheizen? Falls ja, wie wäre da der Aufbau?

    Grundsätzlich käme mir die Wandheizung aufgrund geringer Vorlauftemperatur entgegen, da ich im DG bereits Fußbodenheizung habe und im Erdgeschoß mir für meine konventionellen Heizkörper eine geringe Vorlauftemperatur ausreicht, aufgrund eines sehr großen Grundofens.

    Ich würde mich freuen, wenn mir jemand mit seinen Gedanken und Tipps weiterhelfen kann.

    Viele Grüße
    Markus
     
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  3. Gast036816

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  4. WerWieWas

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    Hallo,

    naja, das ist ja nicht der Sinn eines Forums. Ich bin ja viel in Oldtimerforen unterwegs, wenn ich alle in die Werkstatt schicke, könnte man die Foren auch dicht machen.

    Es gibt doch sicher Leute hier, die bzgl. meiner Fragestellung Erfahrungen haben was sinnvoll ist und was nicht. Ich hatte bereits einen zertifizierten Schimmelsanierer im Haus, allerdings hat natürlich wieder keine Erfahrung in Verbindung mit einer Wandheizung an Betonmauern. Überhaupt ist es schwer jemanden zu finden, der fundierte Erfahrungen mit Wandheizungen hat und wenn es dann noch um Wandheizungen in "Kellerräumen" geht, wird es ganz dünn.

    Daher wäre es schon wenn jemand noch etwas beitragen könnte.

    Es grüßt freundlich
    Markus
     
  5. #4 SteveMartok, 16. November 2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Ich gehe erfahrungsgemäß eher von Ersterem aus, wie viel Wasser wie lange soll denn durch das Duschen durch die Fliesenfugen diffundieren??? Machen Sie bitte die Augen auf, es ist in Ihrem eigenen Sinn!

    Innendämmung ist nichts für Heimwerker, sie ist regelmäßig schadenträchtig und auch für Fachunternehmen nicht einfach.
    Der Tipp von Rolf ist schon ganz gut.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Dem schließe ich mich nicht an. Badezimmer, Dusche, hohe Raumtemperaturen und extrem hohe Luftfeuchtigkeit, da ist es sehr wahrscheinlich, dass der Schaden durch Kondensat verursacht wurde. Eine Betonwand, egal ob gegen Außenluft oder Erdreich, hat im Winter Oberflächentemperaturen < 10°C, da ist Ärger vorprogrammiert.
    Man könnte versuchen mit einer Wandheizung die Oberfläche auf Temperatur zu bringen, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass man mit dieser Variante eine Menge Energie in die Umwelt schickt.

    Jetzt hier pauschal eine Lösung zu nennen wäre schlichtweg fahrlässig, deswegen war de Einwand von Norbert schon richtig. Man muss sich hinsetzen und viele mögliche Wandaufbauten durchspielen (durchrechnen), dazu muss man aber zuerst einmal den vorhandenen Wandaufbau genauer unter die Lupe nehmen. Danach kann man überlegen, ob man die Dämmung als Feuchtepuffer missbrauchen kann, was je nach Nutzung ganz schnell in die Hose geht, oder ob man komplett absperrt (dürfte mehr Erfolg versprechen da bei der Nutzung toleranter). Hat man dann einen Aufbau gefunden, dann geht es immer noch an die fachgerechte Umsetzung. Das kann man aus der Ferne sowieso nicht beeinflussen.
     
  7. #6 Alfons Fischer, 16. November 2015
    Alfons Fischer

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    Innendämmung von erdberührten Bauteilen ist keine einfache Sache, oft nicht fachgerecht umzusetzen.

    Man wird sich vermutlich erst mal über das Konzept Gedanken machen müssen und hinterfragen, ob dieser Keller unter Berücksichtigung heutigen Wissenstandes überhaupt zum Ausbau und einer hochwertigen Nutzung geeignet ist, wenn eine Außendämmung nicht vorhanden ist und auch nicht eingebaut werden soll...
     
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  9. WerWieWas

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    Hallo nochmal,

    erstmal Danke für die weiteren Antworten.
    Wie gesagt, kann ich mir gut vorstellen, daß das Problem im Bad nicht durch Tauwasser entstand. Wie komme ich darauf? Die Dusche war in einer Ecke. Die eine Wand ist die Betonaußenwand mit der beschriebenen Dämmung, die andere Wand geht Richtung Treppenhaus. Die Wand Richtung Treppenhaus wurde vor Jahren mal massiv durchfeuchtet. Der Vorbesitzer hat dann die Fugen in der Dusche an dieser Wand mit Silikon verschlossen. Danach war Ruhe mit der Feuchte. Auf der anderen Seite der Dusche (also Richtung Betonaußenwand) wurde nichts gemacht, schließlich sah man da nicht, dass das Wasser durch die Fugen durchging (von außen befindet sich die Wand im Erdreich). Des Weiteren war im oberen Drittel der Betonwand kein Schimmel, also wirklich nur "unten" wo geduscht wurde. Naja seis drum.

    Sehr interessant, finde ich diese Anmerkung:

    Genau, daß ist auch mein Gedanke! Die Wand auf Temperatur bringen und somit die Temperaturunterschiede nicht mehr zu haben. Mein Ziel ist NICHT zwingend mit der Wandheizung zu heizen, sondern lediglich so 15 Grad warmes Wasser durchzuschicken um die Taupunktgrenze zu umgehen. Dass das energetisch nicht das Sinnvollste ist, ist klar, allerdings sind die Verluste bei der Vorlauftemperatur überschaubar. Geheizt wird in der Wohnung (die nicht mehr als Wohnung dient, sondern gelegentliches Gästezimmer und gelegentliches Fotostudio) mit einem Holzofen mit Wassertasche.

    Achja, ich habe nicht vor in Eigenregie die Dämmung bzw. evtl. die Verlegung der Wandheizung vorzunehmen. Meine Hoffnung war, hier auf Erfahrungswerte zurückzugreifen und am Schluss aus den unterschiedlichen Erfahrungen meine eigene Meinung zu dem Thema zu haben. Klar, Experten suchen und den machen lassen ist ein prima Tip. Aber fragt man drei "Experten" so gibt es nachher vier Meinungen. Der eine liebt Dämmung der Gebäudehülle, der andere hasst sie, der eine liebt Wärmepumpen, der andere hasst sie usw. Jeder hat seine eigene Philosophie und am Ende wird das "verkauft"/empfohlen was der eigenen Philosophie am nächsten kommt.

    Viele Grüße,
    Markus
     
  10. R.B.

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    Wird der Raum auch zukünftig als Badezimmer genutzt, dann muss die Oberflächentemperatur deutlich höher sein. Dazu dann der Wärmeübergang vom "Heizwasser" bis zur Oberfläche, da gehen auch noch mal ein paar K flöten.
    Nehmen wir mal an 22°C RT und es wird gerade geduscht, rel. Luftfeuchtigkeit also jenseits der 80%, dann reden wir über eine notwendige Oberfächentemperatur > 18°C (wer´s genauer wissen will, Taschenrechner auspacken, Taupunkttemperatur ausrechnen). Je nach Aufbau der Wandheizung wird man eine Heizwassertemperatur weit über 20°C benötigen, denn die Oberflächentemperatur muss über die ganze Fläche erreicht werden, nicht nur punktuell. Ob es gelingt, während des Duschens und danach, durch Lüften die rel. Luftfeuchtigkeit schnell wieder in den unkritischen Bereich zu bringen, das steht in den Sternen. Wer möchte schon bei Luftwechseln > 10 unter der Dusche stehen.
     
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