Wie den Sanierungsbedarf abschätzen?

Diskutiere Wie den Sanierungsbedarf abschätzen? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir wollen ein Haus kaufen und schauen uns grad ein Objekt von ca 1970 an. Es wurde in Iso-Span Bauweise erbaut. Das Haus ist bis auf...

  1. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Hallo,

    wir wollen ein Haus kaufen und schauen uns grad ein Objekt von ca 1970 an. Es wurde in Iso-Span Bauweise erbaut.
    Das Haus ist bis auf die Gas-Heizung noch komplett im Originalzustand. Das Dach könnte noch 10 bis 15 Jahre durchhalten sagt der Makler (wir haben es wegen Schnee noch nicht gesehen).
    Die Holzfenster sind immerhin doppelverglast aber nicht isolierverglast.
    Das Haus ist trocken und riecht nicht nach Schimmel, auch der Keller, die Fassade sieht gut aus, es war warm geheizt und der Gasabschlag liegt bei nicht mal 90€ (wobei wir sicher mehr Baden würden etc. und somit unser Verbrauch höher ausfiele).
    So schlimm kann es dann ja mit der Dämmung heute nicht sein nehmen wir an? Oder besteht allein aufgrund des Alters der Fenster Handlungsbedarf?

    Nun haben wir von Tuten und Blasen keine Ahnung. Einen uns bekannten pensionierten Dachdecker sowie einen Fliesenleger könnten wir zur Besichtigung vermutlich mitnehmen. Aktuell schwebt uns vor, Dach und Fenster zusammen in 10 Jahren oder so zu machen.

    Aber wie kriegen wir eine halbwegs plausible Kostenschätzung hin? Wen kann man sich mitnehmen, und wo kriegt man den Menschen her? Diese künftigen Kosten wollen ja heute schon mit einkalkuliert werden.

    Und was bringt uns ein Energieausweis? Macht es Sinn, den einzufordern? Aber vermutlich wird man den kaum als Anhaltspunkt für kommende Sanierungskosten hernehmen können, oder?

    Es wäre super, wenn uns jemand ein paar Tips geben könnte ...

    Viele Grüße,

    Stefanie
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    ich würde ihn in jedem fall einfordern. wenn er auf grund des bedarfs errechnet wurde, kann er schon mal eine grobe richtung zeigen was das haus so "braucht".

    eine ausweis auf grundlage des verbrauchs ist da nicht so zuverlässig.
    auch die angabe: 90 euro gasabschlag sagt nichts darüber aus, wieviel tatsächlich gebraucht wird.
    vielleicht sitzt die ganze familie ja abends in dicken jacken in nur einem geheizten raum (mal überspitzt dargestellt... ;) )

    und derjenige der den energieausweis ausgestellt hat, sollte im besten fall auch das haus gesehen haben und modernisierungsvorschläge (pflicht!) auf dem ausweis gelistet haben...
    sagt zwar nichts über die kosten aus, aber über das was einmal auf euch zukommen könnte...
     
  4. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Hallo,

    das Haus ist ja noch bewohnt, und es war in keinem Raum kalt. Aber du hast Recht, der Verbrauch ist nur ein grober Anhaltspunkt.
    Danke für den Hinweis, daß Modernisierungsvorschläge Pflicht sind auf dem Energieausweis ... das wußte ich nicht. Ich werde da wohl mal nachlesen gehen müssen ...

    :o)

    Danke,

    Stefanie
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 2. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    1) Der Energieausweis ist etwas, das ich als teuerstes Klopapier Deutschlands bezeichne.
    Der Eine will im tiefsten Winter in der Badehose schwitzend durch die Bude laufen können, der andere liebt seine Norwegerpullis so sehr, dass er immer alle gleichzeitig tragen muss.
    Ob deren Verbräuche wohl vergleichbar sind. :winken

    2) Nehmt Euch jemanden mit, der Ahnung von Häusern und Sanierungen hat. Nix gegen Eure Bekannten, aber an einem Haus gibt es mehr als 2 Gewerke.
     
  6. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    naja, mit dem bedarfsausweis liegt man wenigstens ungefähr in der richtung, wieviel man als durchschnittsbürger im durchschnittlichen haus im durchschnittlichen lande so braucht...
    alles andere ist luxus oder schottenmentalität... ;) (nicht so ernst nehmen)
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 2. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Das, was ein sachgerechter Bedarfsausweis kostet, will kein Verkäufer in seine abzustossende Immobilie investieren.
    Und das, was er gezwungener Maßen zu investieren bereit ist, reicht nicht für einen stimmigen Ausweis.

    Noch Fragen????
     
  8. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    dann bekommt er sein haus aber nicht verkauft...

    für mich gäbe es nur einen grund warum ich auf einen energieausweis verzichten würde.
    wenn von vorne rein klar wäre das eine kernsanierung folgt.
    ja, bin gerade nicht auf dem laufenden, gab es nicht auch fristen für zu verkaufende häuser mit der wahlfreiheit ob bedarfs- oder verbrauchsausweis?
    wenn nicht, hat sich die diskussion erübrigt, denn dann verstehe ich das klopapierargument... ;)
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 2. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Es geht nicht ums verzichten. Es geht um die Qualität, mit der das gemacht wird.
    Es gab Angebote von 30 € für einen Ausweis. Das ist eine halbe Stunde Arbeit + Papier + Porto.
    Und daraus willst Du IRGENDWAS herleiten???

    Das Ding war/wäre aber gültig!!!!

    Ein brauchbarer Ausweis ginge nur mit örtlicher Bestandsaufnahme usw. Ab 500 € aufwärts würde sich das dann rechnen für den Aufsteller

    DARUM geht es.
     
  10. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    davon rede ich doch....
    der bedarfsausweis ist doch nicht anders zu erstellen...
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 2. Februar 2010
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    :mega_lol: :mega_lol: :mega_lol: :mega_lol:
    Sei mir nicht böse, aber wenn Du wüsstest.................
     
  12. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    naja, ich habs noch "anständig" gelernt... ;)
    mit vor-ort-aufnahme und so...
    weiß aber auch, dass sich leute nur die unterlagen und bestenfalls ein paar fotos schicken lassen...
    (zudem hoffe ich immer auf das beste im menschen...:D )
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    das gefällt mir :)
    komm, wir verhaun jetzt gemeinsam den dühli :mega_lol:
    weil .. tatatatatata .. das teuerste klopapier war die abwrackbescheinigung ..
    schade, dass man die 0-euro-kisten nicht aufkaufen durfte .. da waren tolle
    geräte dabei, genau wie beim gebäudebestand ..
    ich würde ebenfalls lieber einen baufachmann mitzunehmen empfehlen, als
    einem fremdbestellten bunten papier zu glauben - seien die dort enthaltenen
    modernisierungsvorschläge noch so wahnsinnig individuell und kreativ :p
     
  14. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Hallo,

    wie komm ich denn an einen guten Baufachmann? Und was würde ein guter Baufachmann prüfen, wenn er uns begleitet, welche Informationen kann er uns hinterher geben?
    Das war ja auch eine meiner Fragen oben.
    Ich hab nur keine Ahnung, was man zu welchen Preisen von diesem Fachmann erwarten kann, und was im Endeffekt nötig ist. Mit Kanonen auf Spatzen schießen will ich ja auch nicht.

    Viele Grüße,

    Steffi
     
  15. #14 ReihenhausMax, 2. Februar 2010
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

    Dabei seit:
    25. September 2009
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softi
    Ort:
    Bremen
    Hallo Steffi,

    wir haben zweimal etwa 150 Euro bezahlt:
    a) ein Bauingenieur eines Altbausanierungsbüros der uns dafür einen schriftlichen
    Bericht geliefert hat, was welche Baumaßnahmen in etwa kosten würden die
    energetisch geboten sind bzw. (Lüftungsanlage) wir einfach haben wollen. Er ging
    dafür etwa eine Stunde durch das Haus und sich die diversen Sachen angesehen
    und Schwachpunkte mit uns besprochen. Keine Aussage zum Wert des Objekts.
    Mit ihm hätten wir ggf. das Haus auch in Schuß gebracht, wenn die Eigentümer
    etwas flexibler gewesen wären.
    b) ein Architekt der Verbraucherzentrale. Er hat sich das Haus ebenfalls etwa
    eine Stunde angesehen, anschließend etwa eine Stunde Besprechung zu dem Objekt,
    was mit welcher Priorität gemacht werden sollte und was es in etwas kostet
    (mündlich, selber Notizen gemacht). Außerdem hat er die Verbrauchsunterlagen
    der Eigentümer in einen verbrauchsorientierten Energiepaß umgerechnet (den
    Schwachsinn haben wir uns und dem jetzt ehemaligen Eigentümer erspart), hatte
    den damals gerade brandaktuellen Bodenrichtwertkatalog oder wie sich das Ding
    nennt dabei und das Haus entsprechend taxiert.

    Eine Architektin, die solche Begehungen auch anbietet hätte deutlich mehr verlangt,
    das wäre dann schon in Richtung einer detailierten Energieberatung gegangen.
     
  16. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Hallo,

    danke dann werde ich mal schauen, wie ich an so einen Bauingenieur komme.
    Den Wert des Hauses kenne ich in etwa, ein Verkehrswertgutachten liegt vor und das scheint sich mit den aktuellen Bodenwerten in etwa zu decken. Das kann man ja bei "boris" nachschlagen.
    Mir geht es vor allem um anstehende Sanierungskosten.
    Die sind im Verkehrswertgutachten auf 50tausend geschätzt (neue Isofenster, neue Bäder, neue Haustüre, Anstrich der Fassade, neue Therme). Wobei das Dach fehlt (das in 10-15 Jahren fällig ist) und detailliertere Angaben zu den geschätzten Kosten auch nicht vorhanden sind. Insofern ist das irgendwie nicht belastbar.

    Ich les aber grad, daß auf dem Dach Betondachsteine liegen. Man hat mir gesagt, die halten nicht so lang ... da bin ich echt mal gespannt, ob das Dach wirklich noch 10 Jahre warten kann.

    Muß das alles so kompliziert sein ...

    Steffi
     
  17. #16 ReihenhausMax, 3. Februar 2010
    ReihenhausMax

    ReihenhausMax

    Dabei seit:
    25. September 2009
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Softi
    Ort:
    Bremen
    Hallo Steffi!

    Ist alles nicht so einfach, wohl war. Schon mal ein paar Punkte zum
    Grübeln :e_smiley_brille02:
    Würde mich wundern, wenn das Dach aus der Zeit ordentlich gedämmt ist und man
    wünscht sich auch schnell größere Dachfenster ;-) Wirklich OK waren da bei uns eigentlich
    nur die Betondachziegel, die 45 Jahre klaglos überstanden haben und nur wegen der
    Außendämmung in den Container wandern werden.
    Obs bei einem Anstrich der Fassade bleibt oder man doch besser gleich ein WDVS anbringen sollte, was man dann wieder sinnvollerweise mit den Fenstern kombiniert, kann Dir auch nur ein Profi vor Ort sagen. Dann macht man sich schnell Sorgen, ob das mit
    dem Lüften alles noch so klappt, wenn die Hütte dicht ist und schwups denkt man
    über eine Lüftungsanlage nach, wenn man nicht schon von seiner jetzigen Wohnung
    vorbelastet ist. Mir reicht schon der Spaß, Fliesen für den
    Fliesenspiegel in der Küche zu suchen. Viel Spaß bei den Bädern ;-)
    Im dritten Laden haben wir jetzt was gesehen, was konsensfähig wäre, aber da kostet der qm schlappe 110 Euro beim Fachhändler und im Internet soweit zu sehen noch ein bischen mehr. Paßt preislich nicht so recht zu einer IKEA Küche, auch wenn die Elektrogeräte von Siemens sind.
     
  18. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Das Dach ist sicher nicht gedämmt, hoffentlich dafür der Boden. Ausbaubar ist das vermutlich eh nicht, da zu niedrig, insofern schon mal eine Sorge weniger.
    Daß wir kompromißbereit sein müssen mit den Fliesen befürchte ich auch ... aber das ist eigentlich meine kleinste Sorge.

    Bei den Dämmgeschichten stellt sich mir vor allen Dingen auch die Kosten/Nutzen Frage ... wenn sich die Dämmaktionen erst nach 25 Jahren amortisieren, hat man irgendwie nicht viel gespart. Besonders nicht, wenn wir vorher pleite gehen weil wir uns finanziell übernommen haben. :D
     
  19. githero

    githero

    Dabei seit:
    5. Mai 2009
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Saitenzupfer
    Ort:
    Nemberch
    Hallo Steffi!

    Nachdem wir uns mit einem Gutachter zwei Häuser mit ähnlichem Baujahr angeschaut haben, mal ein paar Hinweise zur Sanierung, die wir damals bekommen haben:
    1. Dämmung: Uns wurde empfohlen in jedem Fall das Dach zu dämmen. Falls noch Geld "übrig" ist, kann man sich an die Außenwände machen. Ist aber i.d.R. aus wirtschaftlicher Sicht eher nachrangig. Da geht es bei Altbauten eher um den Umweltaspekt, weil natürlich der Energieverbrauch mit dieser Maßnahme weiter gesenk und damit die Umwelt entlastet wird. Muss sich also jeder überlegen, ob ihm Wirtschaftlichkeit oder Umweltschutz am Herzen liegt.

    2. Dach: "Unsere" Dächer waren damals von 68 und von 72. Beidesmal auch Betondachsteine. Bei dem 72er Dach war kurz zuvor alles erneuert worden. Das 68er Dach war zwar noch dicht, aber laut Gutachter in den nächsten 2-5 Jahren fällig (was der Eigentümer gar nicht glauben konnte). Laut Gutachter "halten" solche Dächer i.d.R. zwischen 35-45 Jahre, je nach Lage. Wenn ich mir hier die Baugebiete aus den 60er und 70er anschaue, haben gut 50% bereits neue Dacheindeckungen. Dass Euer Dach noch 10-15 Jahre hält, würde ich eher vorsichtig einschätzen. Unbedingt anschauen lassen.
    Wenn das Dach ohnehin gemacht werden muss, dann gleich mit (Außendämmung). Erst Innendämmung und dann nach 5 Jahren das Dach erneuern, macht eher weniger Sinn.

    3. Fenster: Wir hatten in den Häusern ähnliche Fälle: Doppelverglasung aus dem Originalbaujahr. Meinung des Gutachters: Unbedingt austauschen.

    Sanierungskosten:
    Nehmt Euch unbedingt einen Gutachter (Bauherenvereinigungen oder Verbraucherzentrale). Der kann die Sanierungskosten über den groben Daumen abschätzen. Damit wisst ihr zumindest grob, ob Ihr preislich noch in Eurem Limit seit und was Ihr Euch leisten könnt/müsst.
    Die 50 TEUR werden für die genannten Renovierungen sicherlich ausreichen (bei Standardausführung). Aber ein Dach bekommt ihr damit nicht mehr gemacht (und gedämmt).

    Wichtig wäre auch das Thema Elektrik! Oft unterschätzt, aber die Häuser haben desöfteren noch 2-adrige Kabel und keinen Schutzleiter.
    Interessant auch, woraus das Material für die Heizungsrohre und für die Wasserrohre ist. Da wurde früher oft gespart (besonder bei den Heizungsrohren) -> Korrosionsgefahr.

    Schlussendlich haben wir jetzt ein Haus aus den 80ern gefunden und sind damit sehr happy. Bei Baujahren bis Anfang der 70er wurde teilweise noch recht sparsam und günstig gebaut, was sich natürlich in der Haltbarkeit und damit dem Sanierungsaufwand niederschlägt.
    Viel Erfolg!:winken
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. Jessi75

    Jessi75

    Dabei seit:
    29. Januar 2009
    Beiträge:
    857
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    kfm. Angestellte
    Ort:
    NRW
    Hallo

    wir haben auch gerade ein Haus aus 64 gekauft. Da waren "neue" Fenster aus den 90er Jahren drin und das wars. Der Rest war Original. Wir haben jetzt angefangen alles raus zu reißen. Ich finde, ein wichtiges Thema sind die Leitungen und Elektrik. Wenn du bei uns 3 Elektrogeräte gleichzeitig angeschaltet hast, sprang die Sicherung raus. Bei uns kommt alles neu. Elektrik, Heizungsrohre, Wasserleitungen, Abwasserverrohrung usw. Ein weiteres Problem sind die alten Abwasserrohre die in den Abfluss gehen wenn das noch Tonrohre sind. Bis 2015 muss man für die bei uns eine Dichtigkeitsprüfung machen und diese Rohre sind größtenteils nicht dicht. Wir machen die kompletten Abwasserrohre bis in den Kanal neu.

    Das ist schon einiges was auf einen zukommt. Vor allem auch einiges, wo man vorher denkt, das ist noch gut und wenn du dann anfängst es aufzuschlagen merkst, dass das doch alles nicht mehr so toll ist. Dann stehst du vor der Entscheidung: Jetzt neu wenn man schon mal dran ist oder wieder zu machen und in 3 Jahren wieder anfangen... Wir wollen in den nächsten 20 Jahren nichts mehr aufmachen müssen was wir jetzt neu machen.
     
  22. Stefanie

    Stefanie

    Dabei seit:
    1. Februar 2010
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Datenschubse
    Ort:
    Bonn
    Hallo,

    danke für eure Infos, das ist sehr hilfreich!

    Das mit dieser Kanaldichtigkeitsprüfung ist ein guter Hinweis, da müssen wir uns mal informieren. Und auch ob die Stromleitungen eine Erdung haben. Der Sicherungskasten macht einen brauchbaren Eindruck.
    Gibt es sonst noch Dinge, die wir klären sollten?

    Wir haben das Haus noch mal besichtigt. Es scheinen doch Tonziegel zu sein und kein Beton. Soviel zur Qualität des Gutachtens. Das Dach sieht soweit okay aus - das Dach selbst ist nur mit Styropor pseudogedämmt, keine Dampfsperre, nix. Der Dachboden ist mit Isoliergranulat gedämmt und Platten abgedeckt. Besser wie nichts aber natürlich nicht optimal.

    Die Kosten für die Innenrenovierung haben wir jetzt halbwegs belastbar ausgerechnet, allerdings ist da nicht vorgesehen die Elektrik neu zu machen (mal von ein paar Steckdosen abgesehen). Kostentechnisch ist es grenzwertig ...

    Ist 100€/qm ein guter Wert zum "übern-Daumen-peilen" für neue neue gedämmte Fassade? Das kann man doch problemlos später zusammen mit dem Dach machen, oder?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Steffi
     
Thema:

Wie den Sanierungsbedarf abschätzen?

Die Seite wird geladen...

Wie den Sanierungsbedarf abschätzen? - Ähnliche Themen

  1. Energiebedarf abschätzen

    Energiebedarf abschätzen: Moinsen, folgende Situation. Wir bauen gerade unser Haus in Form eines Wintergartens an. Die Fläche sind 5x6 Meter. Satteldach, höchst Punkt...
  2. Einhaltung EEWärmeG Übererfüllung EnEV /Abschätzung?

    Einhaltung EEWärmeG Übererfüllung EnEV /Abschätzung?: Hallo Zusammen, zuerst kurz die Frage, danach der Zusammenhang. Es geht um ein Nichtwohngebäude (Lagerhalle), Neubau. Die Forderungen des...
  3. Hauskauf - Sanierungsbedarf, wer kann helfen?

    Hauskauf - Sanierungsbedarf, wer kann helfen?: Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe, dass ich meine Frage im richtigen Unterforum stelle. Ich habe ein Haus, Baujahr 1989, gekauft....
  4. kleines "Haus im Garten" ab wieviel Investition möglich?

    kleines "Haus im Garten" ab wieviel Investition möglich?: Hallo zusammen, wir hatten die Überlegung, ein Haus zu Kaufen und dort auf dem Grundstück noch evt. einen weiteren (An-oder Um-)bau...
  5. U-Wert bein Wandaufbau von 1973 abschätzen

    U-Wert bein Wandaufbau von 1973 abschätzen: Hallo Experten, wohne in einer ETW Bj. 1973 mit folgendem Wandaufbau: 24 cm Kalksandstein, 4 cm Styropor und Verblender; gesamt 40 cm. Einer...