Wie die Jungfrau zum Kinde (2 Altbauten noch zu retten?)

Diskutiere Wie die Jungfrau zum Kinde (2 Altbauten noch zu retten?) im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo in die Runde! Ich fürchte ich muss ein bisschen ausholen um mein Anliegen zu erklären.. :yikes Vor einigen Wochen ergab sich im...

  1. MoodyS

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    Hallo in die Runde!

    Ich fürchte ich muss ein bisschen ausholen um mein Anliegen zu erklären.. :yikes

    Vor einigen Wochen ergab sich im Gespräch mit meiner Mutter, dass sie ja noch 2 alte Häuser in Thüringen hätte.
    Diese hat sie vor ca. 20 Jahren geschenkt bekommen aufgrund ihrer Arbeit die auch öfter mit der Kamera begleitet wurde. Dies hat einer Familie so gut gefallen, dass sie sich entschieden haben, meiner Mutter diese Häuser zu schenken.

    Vor 10 Jahren wurde dann an einem Haus das Dach erneuert und eine neue Heizungsanlage angebracht.
    Dann hat irgendwann eine gemeinnützige Gemeinschaft dort vor ca. 3 Jahren einige Arbeiten gemacht, da die dort einziehen wollten. Meine Mutter hatte ursprünglich auch vor, denen das ganze zu schenken, da sie selbst weit entfernt wohnt und sich auch nicht darum kümmern konnte.
    Als dann der Leiter dieser Einrichtung verstorben ist, wurden anscheinend von einem Tag auf den anderen die Arbeiten eingestellt und diese Gemeinschaft hat sich quasi aufgelöst.

    Mich hatte die Story sehr neugierig gemacht auf diese beiden Häuser und ich bin letztens von Bayern nach Thüringen gefahren. Ich wollte mir einfach mal anschauen, ob das Ganze evtl. noch zu retten ist.
    Dazu muss ich sagen, dass ich handwerklich keine Ahnung habe und jetzt eigentlich nicht viel schlauer bin als zuvor :D

    Ich würde euch gerne hier einmal Fotos zeigen und vielleicht könnt ihr mir mal eure Meinungen dazu sagen.

    Leitungen wurden von den Leuten wohl noch fast komplett verlegt, neue Fenster angebracht und einige andere Dinge.
    2 Räume sind "fertig" und wären sogar sofort bewohnbar meiner Meinung nach. In der Küche die eigentlich auch einsatzbereit wäre, ist Schimmel. Darüber befindet sich ein Flachdach, welches zwischen den Häusern verläuft. Dieses ist wohl undicht.

    Wenn man den Schimmel wegbekommen könnte, hätte man eine passable Wohnung, da die beiden fertigen Räume und die Küche auf einer Ebene in einem Haus sind.

    Was meint ihr ansonst zum Zustand und wie aufwändig wäre es, das ganze bewohnbar zu machen (ohne große Ansprüche, einfach nur bewohnbar)?

    Außenansicht:

    IMG_9865.jpg
    IMG_9863.jpg
    IMG_9771.jpg

    Mini-Innenhof:

    IMG_9768.jpg
    IMG_9853.jpg
    IMG_9773.jpg
     
  2. MoodyS

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    "Impressionen":

    IMG_9774.jpg
    IMG_9781.jpg
    IMG_9782.jpg
    IMG_9784.jpg
    IMG_9786.jpg
    IMG_9808.jpg
     
  3. MoodyS

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    Bitte nicht steinigen wegen der Mehrfach Beiträge, aber ich glaube ihr braucht viele Fotos um das ganze etwas beurteilen zu können..

    Hier die Küche die soweit nutzbar sein sollte, wo aber leider das kleine wohl undichte Flachdach drüber ist und sich Schimmel gebildet hat, die beiden bewohnbaren Räume und die vor ca. 10 Jahren eingebaute, aber wohl nie benutzte Heizungsanlage:

    IMG_9831.jpg
    IMG_9816.jpg
    IMG_9822.jpg
    IMG_9854.jpg
    IMG_20160127_153129_274.jpg
    IMG_9826.jpg

    Ich habe noch mehr Fotos von den anderen Räumen, aber ich lass erstmal gut sein..
     
  4. #4 Gast71313, 06.02.2016
    Gast71313

    Gast71313 Gast

    Ach du heilige Sch....
     
  5. MoodyS

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    Ach komm..immerhin neue Fenster! :mega_lol:
     
  6. BenLuc

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    Wenn du es derzeit nicht selbst bewohnen möchtest, könntest du das Haus vielleicht der Stadt als Leihgabe überlassen. Grundgedanke: zeitl. begrenzter Wohnraum für Flüchtlinge, dein Vorteil es wird soweit saniert das man darin wohnen kann.

    Bevor es weiter verfällt oder sonstwas passiert wäre das vielleicht eine Option
     
  7. #7 Gast943916, 06.02.2016
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    bist du sicher, dass das die passenden Bilder zu dem Text sind? Möchtest du da wohnen?
    Das Menschen als "Wohnung" anzubieten ist für mich Diskriminierung!!!

    Eine Sanierung übersteigt den Wert des Gebäudes vermutlich um das vielfache
     
  8. #8 MoRüBe, 06.02.2016
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Und wie so häufig lohnt ein Blick über den beschränkten Tellerrand hinweg:

    Es gibt außerhalb Deutschlands Projekte, wo die ankommenden Flüchtlinge sich selbst Ihre eigene Bleibe aufbauen. Es sind ja unheimlich viele Fachkräfte dabei, Zeit haben die zu genüge, so kann man mit doch überschaubarem Aufwand, etwas machen. Die Menschen bekommen eine Aufgabe und lösen damit Probleme.

    Ich höre jetzt schon die Stimmen der Bedenkenräger....:mega_lol:
     
  9. Baumal

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    mal davon abgesehen, wer in thüringen am arsch der welt wohnen
    möchte, ich habe schon schlimmeres gesehen.

    wenn die häuser in eurem besitztum sind, muß was gemacht
    werden. entweder sanieren oder abreissen. dem verfall preisgeben
    geht so lange gut, bis eine aufforderung vom amt kommt, die ruine zu sichern.
     
  10. reezer

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    ich befürchte daß mit den in Thüringen "am A. d. W." erzielbaren Mieten oder Kaufpreisen weder eine Sanierung noch ein Abriss finanzierbar sein wird.
    es wird schon seinen Grund haben, daß diese Häuser damals verschenkt worden sind.
    Und, welche Motivation sollten Flüchtlinge haben, daß sie sich in Thüringen solche Ruinen selbst bewohnbar herrichten ?
    Dort wollen ja nichtmal die wohnen die da herstammen...
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Das ist gut. Man müsste aber schauen, was da genau gemacht wurde. Heizungs"anlage" kann alles mögliche bedeuten.

    Das ist eher schlecht, denn niemand kann jetzt sagen, was da unter Putz und Farbe versteckt wurde. Wurden die Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, dann hat man evtl. noch ein paar versteckte Zeitbomben die munter vor sich hin ticken.

    Tja, was bedeutet "Leitungen"? Wasser? Abwasser? Heizung? Strom? Ein paar neue Leitungen machen noch keine neue Anlage. Auf einem Bild sieht man einen relativ neuen Wasserspeicher, mehr nicht. Gegenwert vielleicht 800,- €, Schrottwert um die 10,- €. Auf anderen Bildern sieht man ein paar CU Leitungen und Heizkörper die anscheinend auch in Ordnung sind. Man müsste das aber alles zuerst mal überprüfen.

    Wäre sehr gut möglich, Es könnte auch der Schornstein im Eimer sein (abgesoffen) aber das breitet sich normalerweise nicht so weit aus. Das eine Bild zeigt zumindest einen sanierungsbedürftigen Schornstein. Flachdach, Durchdringung des Daches am Schornstein, das würde wohl ein Fachmann zuerst untersuchen.

    Da hilft nur eine Begutachtung vor Ort, und ein SV mit Röntgenaugen, damit er auch die Schwachstellen sieht, die zwischenzeitlich unter Putz und Farbe verschwunden sind.

    An sich hätte ich gleich für einen Abriss plädiert, denn die Sanierungskosten werden sich vermutlich in einer Größenordnung bewegen die einen Neubau ermöglichen würde. Andererseits, das Dach sieht gut aus (hoffentlich auch fachgerecht saniert), Fenster sind auch OK (Restarbeiten fehlen noch), und wer weiß, was da an "Leitungen" schon saniert wurde. Man könnte vielleicht zu dem Ergebnis kommen, dass man bei einer Fortführung der Sanierung zumindest nicht noch unnötig Geld versenkt (sprich das eingesetzte Kapital spiegelt sich später auch im Wert wider). Man darf aber nicht vergessen, dass das Haus trotz Sanierungein "altes" Haus bleibt. Ich kann jetzt nicht sagen wie hoch die Preise in Thüringen sind, und schon gar nicht, wie hoch die Preise an dem Ort sind an dem die beiden Häuser stehen. Es würde mich aber wundern, wenn eine fachgerechte Sanierung für unter 100T€ möglich wäre. Ich schätze eher im Bereich 150T€ (Fassade, komplette Innensanierung). Das wird entscheidend davon abhängen, in wieweit die technische Ausstattung funktioniert oder ausgetauscht werden muss. Die Bilder lassen nur erahnen, was da noch an Arbeiten fällig wird.

    Mir fällt die Trennung zwischen den beiden Gebäuden anhand der Bilder etwas schwer. Deswegen traue ich mich auch nicht zu sagen, dass man meine obige Schätzung einfach mal Zwei nehmen kann. Das zweite Haus, ich nenne es einfach mal "Anbau", scheint kleiner und besser in Schuss zu sein. Hier wären wohl Fassade, (Flach)dach, Schornstein, und die Innenräume zu sanieren. Auf dem einen Bild ist auch noch eine Tür in eine Art Keller zu erkennen, ein Blick da rein könnte auch neue Erkenntnisse bringen (Zustand der Bausubstanz). Geht man davon aus, dass Heizung, Trinkwasser, WW und Elektro NICHT erneuert werden müssen, dann dürfte die Sanierung wohl irgendwo zwischen 50T€ und 100T€ liegen damit die Räume bewohnbar sind.

    Ach ja, die o.g. Summen sollen nur mal die Größenordnung verdeutlichen über die Du Dir Gedanken machen solltest. Das ist keine Kostenkalkulation, nicht einmal eine Kostenschätzung, sondern nur ein grober Anhaltspunkt anhand der Bilder. Eine Begutachtung könnte auch zu dem Ergebnis kommen, dass es Schwachstellen gibt die man auf den Bildern gar nicht sehen konnte, und die dazu führen, dass ein Abriss doch die bessere Alternative wäre.
     
  12. #12 Skeptiker, 06.02.2016
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    Das Objekt ist in einem Zustand, der entweder sofortige Sicherungsmaßnahmen erfordert oder baldigen und endgültigen Verfall bedeutet.

    Die Kosten für eine fachgerechte Sanierung dürften sich auf Neubauniveau bewegen.

    Bewohnbar ist das Haus so nicht, auch nicht für Flüchtlinge.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  13. MoodyS

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    Danke für eure teilweise sehr ausführlichen Antworten!

    Ich überlege tatsächlich gerade, dort eine Zeit lang zu wohnen, ja.
    Aber ich bin auch sehr abenteuerlich und minimalistisch unterwegs, ich verstehe dass das für viele unverständlich ist.
    Wenn ich in der Küche den Schimmel erstmal so gut es geht beseitigt bekomme, habe ich die Küche und zwei völlig gut Räume gegenüber zur Verfügung.
    Warum sollte ich dort nicht wohnen können? ;)

    Aber wie gesagt, ich habe schon in finnischen und norwegischen Hundefarmen gelebt und Neubauten langweilen mich. Viele würde vermutlich behaupten, dass ich eher
    den "alternativen Lebensstil" mag? Ich bin auch hier in Bayern nicht verwurzelt, hätte kein Problem damit nach Thüringen zu ziehen.

    Ich dachte ungefähr so: Seit ich aus Nord-Norwegen zurück bin schaue ich mich schon ständig nach günstigen alten Bauernhöfen "im Osten" um.
    Nun würde ich zunächst in dieser "Ruine" wohnen, könnte vor Ort ein paar Dinge selbst sichern, evtl. ein paar kleinere Arbeiten selbst machen. Es wäre immer jemand da (für Handwerker, Interessenten, wenn auch immer..) und ich suche von dort aus weiter nach "meinem" Bauernhof.

    Auf den Fotos überwiegen auch die Bilder aus dem älteren der beiden Häuser und die fertigen/guten Räume sind nicht gut zu sehen.

    Dazu gibt es wohl auch noch Unterlagen, vielleicht kann ich da bald mehr zu sagen.


    Ein Fachmann kann denke ich überall recht gut schauen was Sache ist. Es sind nur die 2 fertigen Räume verputzt und gestrichen.
    Die Leute die das gemacht haben waren durchaus Handwerker, muss aber natürlich nichts heißen..

    Man sieht nur überall rundrum wurden Leitungen freigelegt und erneuert. Was genau noch fehlt müsste ich tatsächlich erstmal checken lassen.
    Gibt es denn hier vielleicht jemanden aus Thüringen, Kreis Sömmerda/Erfurt der sich das Ganze mal anschauen könnte?
    Falls solche Anfragen unerwünscht sind bitte Nachricht.

    Hier noch ein paar Impressionen :yikes:eek::wow

    Eingangsbereich des älteren Hauses. Eingangbereich zu dem "Ladenraum" mit der "neu" gebauten Holztreppe und Schaufenster auf den anderen Fotos:
    IMG_9779.jpg

    IMG_9789.jpg

    IMG_9806.jpg

    Sogar Klopapier gibts! :mega_lol:

    IMG_9809.jpg

    IMG_9817.jpg

    IMG_9829.jpg
     
  14. MoodyS

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    Habe noch ein paar Fotos gefunden auf denen man die Leitungen sieht:

    IMG_9832.jpg

    IMG_9834.jpg

    IMG_9840.jpg

    An einer Stelle wurde der Boden aufgebrochen um an die Leitungen zu kommen:

    IMG_9851.jpg

    Eingang zu den beiden fertigen Räumen

    IMG_9833.jpg

    IMG_20160127_153149_773.jpg
     
  15. Baumal

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    norwegen hin oder her.

    du bist dir schon dessen bewußt, dass mit gebäudeeigentum,
    ein rattenschwanz verbunden ist, der mit gebäudesicherung anfängt??

    ist das geld für einen evtl. abriss überhaupt vorhanden?
     
  16. MoodyS

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    Keine Ahnung. Kenne die Finanzen meiner Mutter nicht.
    Vermutlich würde sie es einfach für wenig Geld an jemanden verscherbeln, als Baugrundstück oder was auch immer.

    Ach Mensch, ich vermisse die unkomplizierte Art des Nordens..da bricht man irgendwie nicht so schnell in Panik aus
    :konfusius
     
  17. Baumal

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    dann nicht in einem bauexpertenforum anmelden.
    hier ist nicht friede, freude, eierkuchen....:D
     
  18. #18 Bauqualle, 06.02.2016
    Bauqualle

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    wenn sie es für 1,oo € notariell verkaufen könnte , würde ich es sofort verkaufen , denn da droht ein finanzieller Bumerang :yikes
    " ... das beste am Norden ist unser unlustiger Humor .. "
     
  19. R.B.

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    Ich befürchte Du kannst den Aufwand der da wartet gar nicht abschätzen. Mit ein paar kleineren Arbeiten ist es hier nicht getan, und unter "wohnen" stelle ich mir etwas anderes vor, egal wie minimalistisch man drauf ist.
    Nur mal als Beispiel. So lange die Versorgung mit Strom, Wasser, Abwasser, Heizung und das Thema sanitäre Einrichtungen nicht geklärt ist, darfst Du dort gar nicht wohnen. Es versteht sich von selbst, dass die Standsicherheit gewährleistet sein muss. Das ist kein Campingplatz und auch kein Abenteuerspielplatz.
    Weiterhin muss sichergestellt sein, dass von diesem Objekt keine Gefahr für Nachbarn, Passanten etc. ausgeht.

    d.h. Du kannst jetzt nicht so einfach Deinen Schlafsack packen und dort einziehen

    Der erste Schritt wäre eine Begutachtung, auch in Hinblick auf Standsicherheit und Gefahrenquellen (Verkehrssicherungspflicht nicht vergessen). Deine Mutter sollte auch mal schauen, ob und was hier versichert ist, schließlich haftet sie als Eigentümerin für Schäden die von diesem Objekt ausgehen. Ich gehe mal davon aus, dass so Themen wie Grundsteuern, Grundbucheintragungen etc. geklärt sind.

    Dann wäre zu prüfen, was hier überhaupt noch funktioniert und was nicht. Dabei wäre festzustellen, welcher Aufwand notwendig ist, um das Haus bzw. Teile davon bewohnbar zu machen.
    Mal als Beispiel: Man sieht zwar einige E-Leitungen mehr oder weniger geordnet in den Räumen herum hängen, aber keiner weiß wie es mit dem Zählerbereich, Verteilungen etc. aussieht.
    Ist Strom vorhanden? Wer zahlt? oder gibt es keinen Strom weil der VNB sich weigert das Gebäude aufgrund von Mängeln (Zählerbereich) zu versorgen? Viele Fragen die da auf einem zukommen können.

    Wenn das alles geklärt ist, kann man einige Räume "bewohnbar" machen und danach dann diesen Bereich des Gebäudes auch beziehen. Ab dann hat man Zeit den Rest zu erledigen.
     
  20. #20 MoRüBe, 06.02.2016
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Nee, die Bedenkenträger denken halt nur anders:mega_lol:

    Die geben lieber 50 Euro/Nase/Tag für ein Hotel aus
     
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