Wie dringend? - Feuchte Kellerwände / aufsteigende Feuchtigkeit

Diskutiere Wie dringend? - Feuchte Kellerwände / aufsteigende Feuchtigkeit im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Liebe Community, Wie schnell hat man ggf Bauschäden bei aufsteigender Feuchtigkeit in KS Kellerwänden? Mir ist klar, dass mehr als eine GAAANZ...

  1. #1 Norderstedter, 19. August 2014
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    Liebe Community,

    Wie schnell hat man ggf Bauschäden bei aufsteigender Feuchtigkeit in KS Kellerwänden? Mir ist klar, dass mehr als eine GAAANZ grobe Schätzung als Fernprognose nicht möglich ist.
    Reden wir hier von Monaten, Jahren oder Jahrzehnten bis - abgesehen von möglicher Schimmelbildung, die man ggf sehen/riechen würde - evtl Schäden an dem Mauerwerk auftreten, die durch eine einfache Erneuerung der Horizontalsperre (z.B. im Injektionsverfahren) und trocknen lassen nicht mehr behoben werden können?

    Hintergrund: Die Kellerwände meines Hauses Baujahr 1970 (steht also auch schon eine ganze Weile) haben wohl keine funktionierende Horizontalsperre mehr. Laut Aussage Bau-Ing, der gemessen hat. Feuchtigkeit ist bis ca 30-40cm Höhe an den Außenwänden gut zu messen, dadrüber ist es wohl (noch) trocken. Sandiger Untergrund (Heide) da ist auch nicht mit drückendem Schichtenwasser zu rechnen, Grundwasserspiegel ist 7m tiefer als mein Keller. Wände bestehen aus Kalksandstein, es gibt keine Drainage und auch keine "Dämmung".
    Keller "riecht" bisher nicht, in einem Raum ist aber der Putz im unteren Bereich ziemlich bröckelig. In dem Raum kommt als zweite potenzielle Schadensursache hinzu, dass der Vorbesitzer dort "schicken" Teppich mit icker Gummierung (und "schickem" Blumenmuster - das ist aber ein anderes Thema) an die Wand geklebt hatte. :motz

    Dass wohl etwas gemacht werden muss ist mir klar. Allerdings überlege ich gerade, ob es auch noch 1-3 Jahre warten kann oder ob es da evtl "höchste Eisenbahn" ist.

    Vielen Dank im Voraus bzw "sagt an, was für weitere Informationen Ihr evtl braucht"


    P.S. Ups, ich wollte eigentlich zum "Bautenschutz" beim Altbau. Hatte mich im Tab vertan... Wäre nett wenn ein Mod das verschieben könnte
     
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  3. #2 JamesTKirk, 19. August 2014
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Bei der Instandsetzung hängen die Kosten immer stark vom Fortschreitens des Schadens ab. Heisst: je früher man saniert, umso günstiger wird das ganze. Und umso weniger wird die Bausubstanz geschädigt. Ich würde zusehen, möglichst frühzeitig die Sache ins Reine zu bringen.
     
  4. #3 Stolzenberg, 20. August 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Ich würde gerne geringfügig relativieren obwohl unser Raumschiffkapitän Deine Frage eigentlich ausreichend beantwortet hat. Möglichst frühzeitig heißt nicht unbedingt "umgehend" oder "im Laufe des nächsten Monats". Also erst einmal Ruhe bewahren! Die Beschreibung der Schadensursache bedingt bei mir aber meist ein gewisses Maß an Bauchschmerzen...

    Aus "Vorbesitzer" entnehme ich unter anderem eine Änderung des Nutzungsverhaltens und ggf. bereits einige Umbau- oder Rückbauarbeiten. Falls der Keller über eine nachträgliche Außendämmung verfügen sollte, so kann es auch einfach nur an einer ungedämmten Bodenplatte liegen. Ähnlich also zur Argumentation Deines schönen Blumenmusters ein durchaus trivialer Lösungsansatz zur Ursachensuche.

    Falls also der Taupunkt im Bereich Deiner Bodenplatte lokalisiert werden kann, so kann die Ursache auch durchaus im Bereich des sommerlichen Lüftens zu suchen sein. Manchmal staubt es beim Umbau und die Fenster werden geöffnet...

    KS ist erst einmal kein Kandidat für einen schnellen und massiven Schimmelbefall. Dies verschafft Dir im Falle des Falles zusätzliche Zeit!

    Bezüglich Deiner Anfrage sollten obige Punkte betrachtet und näher beschrieben werden. Eine umfassende Aussage ist auf Basis Deiner Informationen nicht möglich! Die Diagnose der aufsteigenden Feuchtigkeit ist im Sanierungssektor deutlich häufiger vertreten als das tatsächliche Schadensbild. Dies bitte ich zu bedenken, da viele Maßnahmen sinnfrei durchgeführt werden. Wenn es denn ein unabhängiger SV war, so wirst Du im Bericht mehr Informationen finden als "40cm" und "Feuchtigkeit". Das ist erst einmal ein bisschen mau!!!

    Bitte bessere Deine Systembeschreibung entsprechend nach und betrachte auch Änderungen im Nutzungsverhalten!!!

    Liebe Grüße aus dem Harz!
     
  5. #4 JamesTKirk, 20. August 2014
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Dann muss ich auch noch einmal relativiveren ... :shades

    Unter "ins Reine birngen" meinte ich, sich erst einmal jemand sachkundiges ins Boot zu holen und die Ursache der Feuchtigkeit festzustellen. Das sollte aber zeitnah erfolgen.
    Ich meinte NICHT, nun sofort eine Sanierungsfirma zu beauftragen, die dort planlos irgend etwas macht, was später nicht zum Ziele führt.
     
  6. #5 Stolzenberg, 20. August 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Eine ähnliche Aussage hatte ich mir erhofft! Die Diagnose "aufsteigende Feuchtigkeit" ist einfach mit Vorsicht zu genießen... - Erfahrungsgemäß ist dies aber nur in einer geringen Zahl der Fälle die Ursache!

    Da ja schon ein SV da war wäre es nett hier etwas mehr Informationen zu übermitteln wie dieser seine Diagnose begründet und ob er sauber gearbeitet hat. Ich bekomme viele Gutachten, aber mindestens genauso viele Schlechtachten.

    Falsche Diagnose = sinnlose Sanierung + ungerechtfertigte Ausgaben
     
  7. #6 Norderstedter, 20. August 2014
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    Hi, erstmal vielen Dank für Eure Kommentare. Als "Handlungsanweisung" reicht mir das schon vollkommen: Keine Panik, besser früher als später ausbessern um Kosten zu sparen, das Material fällt aber nicht im nächsten Monat auseinander, auf alle Fälle noch mal SV einschalten bevor man etwas starte da die wirkliche Schadensquelle unklar sein kann. Damit ist es für mich eigentlich schon geklärt, ich will Euch aber gerne noch weitere Infos liefern wenn Ihr Euch schon die Zeit nehmt.

    Hintergrund:
    - Der Keller war 40 Jahre lang Partyraum des Vorbesitzers und wurde angeblich 3-4x im Jahr genutzt (vermutlich dann auch ziemlich intensiv). Der 25qm Raum mit 2,5m Deckenhöhe hat 2x 1qm Fenster zu einem ziemlich großzügigen Lichtschacht.
    - Das Haus stand ca 6 Monate zum Verkauf bevor ich es im April gekauft habe. Ich gehe davon aus, dass vor Besichtigungen gelüftet wurde. In den letzten 3 Monaten wurde nur 3-4x gelüftet (wenn es draußen kälter als im Keller war).
    - Umbauten am Keller gab es bisher noch keine, bis auf das Entfernen der Verkleidungen (Teppich mit dicker Gummierung an zwei Wänden, Styropor an einer Wand, Holzvertäfelung an der letzten Wand)
    - Vor Kauf war ich mit Gutachter im Haus, der hat im Keller an allen Wänden in allen Räumen die Feuchtigkeit gemessen. Ein schriftliches Protokoll gab es nicht, sonst hätte ich es gepostet. Seine Diagnose/Empfehlung war "Horizontalsperre ist durch, neue durch Injektionsverfahren setzen". Begründung für "aufsteigende Feuchtigkeit" war: An alle Außenwänden auftretend, andere Feuchtigkeitsquellen aufgrund des Bodens unwahrscheinlich, Höhe des Ausbreitung klar definiert (30-40cm) und angeblich ein sehr deutlicher Abfall der Messwerte über dieser Linie. Überlegungen zur Bodenplatte hatte er nicht angestellt.
    - Der bröckelige Putz war allerdings in dem Ausmaß erst zu erkennen nachdem ich den Teppich von den Wänden entfernt hatte. Das Blumenmuster spielt natürlich keine Rolle.
     
  8. #7 Norderstedter, 16. September 2014
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    Hui, jetzt haben wir noch die Vertäfelung von der letzten Wand genommen und das sieht nicht gut aus...
    wobei das nur schlechte Beleuchtung und Handy Kamera ist, da sieht es noch etwas düsterer aus als es ist

    Keller.jpg
     
  9. mls

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    vertäfelung klingt nach holz. dahinter erfolgt temperaturabsenkung,
    es entsteht schneller kondensat, als ohne vertäfelung.
    wurde rF gemessen? über längere zeiträume?
    schon mal e. bautrockner laufen lassen?

    der vergangene "sommer" und das frühjahr waren in vielen
    regionen untypisch - viel zu nass, speziell bei kellern kaum
    ausreichende lüftungsmöglichkeit.
     
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  11. #9 Norderstedter, 17. September 2014
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    Jupp, war Holz. An der Wand sah es auch deutlich schlimmer aus als an den mit Teppich beklebten Wänden aus.

    Naja, Experten vor Ort werde ich eh noch mal konsultieren müssen. Das Ding ist zu heikel...

    Bautrockner habe ich bisher noch nicht laufen lassen, werde ich aber evtl mal machen, rein um zu sehen ob es von unten wieder nachfeuchtet
     
  12. Julius

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