Wie funktioniert Heizungsregelung genau?

Diskutiere Wie funktioniert Heizungsregelung genau? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten, kennt Ihr eine Internet-Seite bei der die Funktionsweise einer Gasheizungs-Brennersteuerung erklärt wird? Ganz konkret habe...

  1. #1 Juergen12345, 1. September 2008
    Juergen12345

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    Hallo Experten,

    kennt Ihr eine Internet-Seite bei der die Funktionsweise einer Gasheizungs-Brennersteuerung erklärt wird?

    Ganz konkret habe ich folgendes Problem:
    Ich betreibe eine "ECODENS DTG 1300-24 Eco/V 130"(ohne Mischer) DeDietrich mit Fussbodenheizung. Es gibt keinen Raumtemperatur-Sensor und ich versuche gerade die ERR zu deaktivieren.
    Nun habe ich das Bedienhandbuch zu der Anlage schon mehrmals durchgelesen, ich verstehe aber immer noch nicht, wann die Büchse nun glaubt, den Brenner starten zu müssen.

    Als Eingangswerte kann die Anlage die Rücklauf/Vorlauf- und die Außentemperatur ermitteln. Außerdem gibt es noch die eingestellte (Tages bzw. Nachttemperatur). Dazu kommen "minimale Kesseltemperatur" sowie "Steilheit".

    Soweit so gut, aber welcher Wert "schaltet" nun den Brenner an?
    Ich habe im Handbuch überhaupt nichts zu der Wirkungsweise der am Pannel eingestellen Tages/Nachttemperatur gefunden.....

    "Min. Kesseltemperatur" hört sich erstmal gut an, aber für was muß ich dann überhaupt noch eine Tages/Nachtemperatur einstellen...?!?

    Irgendwie fehlen mir da noch ein paar Informationen...
    Habt Ihr eine Idee?

    Gruß
    Juergen
     
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  3. Julius

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    Die "Tag/Nachttemperatur" ist wohl einfach die Parallelverschiebung der Heizkurve (Wunschtemperatur).
    Mit "Steilheit" wird sie an das Gebäude angepaßt (spezifischer Bedarf).
     
  4. #3 Juergen12345, 1. September 2008
    Juergen12345

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    Hallo Julius,

    Dann würde ich indirekt über "Steiheilheit" und Parallelverschiebung (Tag/Nacht) die Vorlauftemperatur beinflussen...ok.

    Ist es so, daß der Brenner dann angeht, wenn die
    RücklaufT < (VorlaufT-x) ist? Oder, ist es die minimale KesselT? Oder, beides?
    Was ist dann x? Folgt das ganze einer Hysteresekurve?

    Und...wann geht der Brenner dann wieder aus?

    Sorry, viele Fragen aber für mich wichtig um das Ganze zu verstehen.....

    Gruß
    Juergen
     
  5. Uwe!

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    Genau so läuft das bei fast allen Heizungen.
    Einschalten tut sie dann, wenn die Ist Temperatur die Solltemperatur unterschritten hat, ausschalten, wenn die Isttemperatur über dem Soll liegt. Dabei gibt's "natürlich" eine Hysteres von vielleicht ca. 2°, damit die Heizung nicht ständig an und aus geht. Evtl. kannst Du den Wert der Hysteres auch einstellen, ich kenn Deine Heizung nicht.
    Bei Öl- und Gasheizungen wird der Soll meistens mit dem Ist im VL verglichen, bei WP meist mit dem RL.
    Uwe
     
  6. Bauwahn

    Bauwahn

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    Die Hauptbedingung ist üblicherweise:

    Wenn Tvor < Tsoll dann wird zugeheizt,

    bei Thermen ohne Puffervolumen wird dazu meist Trück statt Tvor gemessen und Tvor dazu benutzt, die Modulation zu steuern.

    Das ganze wird mit einem (meist einstellbaren) Hysteresewert versehen um das Takten zu verringern. Also spätestens bei Trück > Tsoll+Hysterese wird wieder abgeschaltet.

    Der Sollwert Tsoll wird aus der Heizkurve ermittelt. Diese "krumme Gerade" wird bei modernen Steuerungen durch 2 Punkte festgelegt (manchmal legt man auch mehrere Geraden fest, eine für Tagesbetrieb, eine für Absenkbetrieb)
    Diese 2 Punkte können z.B. so definiert sein:
    Bei -20 Grad Aussentemperatur: Vorlauftemperatur T1 (z.B. 50°C),
    bei +20 Grad Aussentemperatur: Vorlauftemperatur T2 (z.B. 20°C)
    Aber jeder Hersteller kocht hier sein eigenes Süppchen. Hier wäre die Steigung
    beispielsweise auf (50-20)/(20-(-20))=0,75 einzustellen. Und dann muss die Parallel-
    verschiebung noch eingestellt werden. (Manche ältere Steuerungen können das gar nicht oder man muss in einem Diagramm ablesen, welcher Wert was bewirkt, manche Steuerungen gehen von 20°C AT/20°C VL als "Nullpunkt" aus und definieren die Verschiebung dort.)

    Dann gibt es noch einen Wert (günstigenfalls auch einstellbar), ab welcher Temperatur gar nicht mehr geheizt wird, wobei die entweder als Max-Aussentemperatur oder als Min-Vorlauftemperatur definiert sein kann.

    Hinzu kommen dann gerne noch ein halbes Dutzend Nebenbedingungen für den Brennerlauf (Tageszeit, Wochentag, Mindestlaufzeit, Mindestpausenzeit, Max. Vorlauftemperatur absolut, STB etc.).
     
  7. R.B.

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    Bitte daran denken, daß in den Unterlagen sowohl die Konstellation mit einem direkt angeschlossenen Heizkreis, als auch die Variante mit Mischerkreis beschrieben wird.

    Dich interessiert nur die Heizkurveneinstellung A, mit Angabe der min. und max. Kesseltemperatur sowie der Steilheit.
    Default: min = 30°C, max. = 75°C, Steilheit 1,5

    Nachtabsenkung wird anscheinend nur mit Raumfühler unterstützt. Alternativ wäre nachtabschaltung.

    Aber das sollte alles auch in den Unterlagen stehen.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. #7 Juergen12345, 1. September 2008
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    Erstmal Danke für die vielen Antworten!!!!!

    Das bedeutet dann, daß ich mit der "min. KesselT" den Einschaltzeitpunkt und mit der "Tag(Nacht)T/Steilheit/"-die Vorlauf-Temperatur einstelle...

    Zusammen mit der ca. 2 Grad Hysterese ist das Ganze schon mal erklärlicher.
    Kann ich bei der DeDietrich diesen Hysterese-Wert irgendwie auslesen?
     
  10. #8 Juergen12345, 23. September 2008
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    Nochmal ne Frage...

    Sollte die "minimale Kessel-Temperatur" niederiger sein, als die am Panel eingestellte (Tag/Nacht-Temperatur)?

    Zur Zeit steht die "minimale Kesseltemperatur" auf 25 Grad.

    Die Steuerung erlaubt laut Unterlagen (und Menue) die Nachabsenkung. Tag-und NachtTemperatur am Panel stehen beide auf 21 Grad. In der Nachtphase geht der Kessel aber so gut wie nie an...und das verstehe ich einfach nicht...

    Wenn ich das Handbuch lese, hört sich das so an, als ob die Steuerung auf die 21 Grad im Rücklauf warten würde.....Da kann sie aber lange warten, da die Temperatur von ca. 25Grad fallen müßte...

    Nun gibt es aber noch die "minimale Kesseltemperatur". Wenn diese nun (wie bei mir) auf 25Grad steht, würden doch meine eingestellten Panel-Temperaturen (21 Grad) niemals greifen.....Der Kessel würde also aktiviert, weil die "minimale Kesseltemperatur" unterschritten wird, und nicht weil ich mehr Wärme in den Heizkreisen benötige...grrr

    Darauf folgere ich
    -->"minimale Kesseltemperatur" auf 20 Grad
    -->Tag-Temperatur auf 24 Grad
    -->NachT-Temperatur auf 21 Grad lassen

    oder habe ich da einen Denkfehler??????

    Gruß
    Juergen
     
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