wie gut /schlecht ist mein Gasheizkessel ???

Diskutiere wie gut /schlecht ist mein Gasheizkessel ??? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich habe ein MFH aus den Siebzigern mit 350 qm Wohnfläche. Im Keller steht ein Niedrigtemperatur Viessmann Atola Gas-Kessel AVN...

  1. bertel

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    Hallo zusammen,

    ich habe ein MFH aus den Siebzigern mit 350 qm Wohnfläche. Im Keller steht ein Niedrigtemperatur Viessmann Atola Gas-Kessel AVN 46 mit 37-46 Kw.
    Ich würde mal gerne wissen, ob und wie schlimm so ein "Oldtimer " denn wirklich ist ?? Also wie das Einsparpotential bei einem Brennwertkessel wäre.
    Mein Schorni meint, die Werte des Kessels würden voll in Ordnung gehen, er sähe noch keinen Erneuerungsbedarf. In anderen Foren habe ich ganz andere
    Meinungen gelesen. Fest steht, daß eine Aussenwanddämmung für mich die nächsten Jahre absolut nicht bezahlbar wäre. was meint ihr ?
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 24. September 2011
    Achim Kaiser

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    Gasverbrauch ?
    Auf den letzten Messungen des Schornis mal den Kaminzug nachsehen.

    Geräte*funktion* ist das eine. Bauartbedingte Verluste und Anlagenwirkungsgrad das andere.
    Bei athmosphärischen Gaskessel sind die möglichen Verluste je nach Anlage hoch / sehr hoch. Nicht umsonst nenn ich die Kisten kamingekühlte Heizeisen.
    In BaWü haste aber noch das erneuerbare Energiengesetz an der Backe ... das einen *nur* Kesselaustausch torpediert und zusätzliche Maßnahmen einfordert .... und die Austauschkosten (oder ersatzweise die Betriebskosten) nach oben treibt.

    Verbrauchseinsparpotential liegt typischer Weise in einer Größenordnung von 15 - 35 % ... in extremen Ausnahmefällen auch noch höher.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. bertel

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    8% Abgasverlust, 0.06 mbar Schornsteinzug, 55000 cbm Gasverbrauch bei 350 qm Wohnfläche und 7 Personen.
     
  5. #4 Achim Kaiser, 24. September 2011
    Achim Kaiser

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    Der da ist schon fast zu nieder .... gut für den Verbrauch ... hält die Kaminzugverluste im erträglichen Bereich.

    Ohne die Anlage gesehen zu haben ... mit nem neuen Kessel lässt sich vielleicht ne Größenordnung von 1000 bis 1500 m³/a holen ....
    Wenn die *Erneuerbaren* sich in ner heizungsunterstützenden Solaranlage wiederfinden reichts vielleicht nochmal 1000 m³/a ...

    Dem steht ein Invest von ~ 15 bis 25 KTeuros gegenüber je nachdem wo man *hingreift* .... und was man alles damit *updatet* - auch z.B. Thermostatventile, ggf. Heizflächen und die Hydraulik der Anlage.

    Den Rest muss jeder für sich entscheiden ...... im Rahmen seiner Möglichkeiten.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. bertel

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    eher 5500 cbm Gas
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Ich glaube der Achim hat das schon richtig interpretiert. ;)

    Seine Glaskugel scheint gut zu funktionieren, ich würde auch in diese Richtung schätzen. Ein Teil der Einsparung kann man dann dem Kesselkonzept (Atmo ver. Brennwerter) zusprechen, ein Teil wird sicherlich auch über eine verbesserte Regelung und Steuerung erzielt. Dazu müssen die Möglichkeiten der Regelung aber auch genutzt werden.

    Hier wäre ein Brennwerter in der 20kW Klasse wohl die richtige Wahl.

    Zusammen wäre eine Einsparung um 15-20% sicherlich realistisch. Die 30% sehe ich noch nicht, dazu müsste man weiter optimieren. Stichwort: Heizflächen, Rohrnetz. hydr. Abgleich, Regelung der Heizflächen

    Auch die Option Solaranlage würde ich einer näheren Überprüfung unterziehen. Das könnte bei 7 Personen sinnvoll sein. Ob Heizungsunterstützung funktioniert, das sehe ich im Moment noch nicht. Je nach Heizflächen, hydr. Abgleich etc. könnte aber auch hier ein Ansatzpunkt bestehen.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Julius

    Julius

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    Meine (Vermieteroptimierte) Glöaskugel weist noch auf folgendes hin:
    Sie sieht da zwar ein Energieeinsparpotential, aber keineswegs irgendein Kosteneinsparpotential!
    Denn der nötige Investitionsaufwand dürfte im Verhältnis zur möglichen Brennstoffeinsparung zu hoch sein.

    Hinzu kommt, daß Du den kaum (zumindest höchstens anteilig) auf die Mieter (von deren Vorhandensein ich mal beim MFH ausgehe) wirst umlegen können.
    Die höheren Betriebskosten hingegen schon.

    Du müßtest also selber ne Menge Geldes in die Hand nehmen, welches aber vorrangig anderen zugute käme.
    Kann man machen, muß es aber nicht...

    Ich würde für das Geld - wenn überhaupt - lieber die Hülle dämmen!
     
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  10. Julius

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    Richtig ist aber Achims Hinweis auf die Verlustrate athmoshpärischer Kessel im Stillstand.
    Aber dagegen kann man mit relativ geringem Aufwand etwas tun:

    Nämlich die Belüftung des Aufstellraums und den Abgaszug durch nachzurüstende motorische Klappen (endschalterverrieglt mit dem Brenner) verschließen.

    Kostet vergleichsweise wenig, aber bringt einiges!
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Das ist nur bedingt richtig. Wenn dort ein alter Atmo läuft, dann hat der seine besten Tage hinter sich. Über kurz oder lang, wohl eher über kurz, muss das Teil sowieso raus. Die spannende Frage wäre dann, ob dies in Zukunft billiger zu bewerkstelligen ist. Ich glaube kaum.

    In der Zwischenzeit hat er aber einen Bunker der irgendwann nicht mehr zu vermieten ist, und dessen Wert sich auf den Grundstückspreis reduzieren wird.

    Natürlich kann man aus der Substanz leben, das geht auch lange Zeit gut, und wenn man das entsprechende Alter erreicht hat, ist es einem vielleicht sogar egal. Ansonsten sollte man sich sehr wohl Gedanken darüber machen, ob man seine Immobilie nicht zumindest einigermaßen auf dem aktuellen Stand hält, und dazu gehört halt auch die Haustechnik.

    Gruß
    Ralf
     
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