Wie "gut" sollten Nebeneingangstüren sein? (Achtung, absolute Laienfrage!)

Diskutiere Wie "gut" sollten Nebeneingangstüren sein? (Achtung, absolute Laienfrage!) im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Bauexperten, bei der Auswahl der Nebeneingangstüren und der Haustür frage ich mich gerade folgendes: Laut unserem Planer gibt es...

  1. Nina86

    Nina86

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    Hallo liebe Bauexperten,

    bei der Auswahl der Nebeneingangstüren und der Haustür frage ich mich gerade folgendes:

    Laut unserem Planer gibt es für Türen nicht so strenge Anforderungen (bzgl. Dämmwert) wie für Fenster. Wie "gut" sollten denn speziell Nebeneingangstüren sinnvollerweise sein? Sprich, kann man sagen, dass jede Nebentür sowieso besser ist als z.B. ein bodentiefes Fenster? Und es darum quasi "egal" ist, wie gut diese gedämmt ist?

    Würde mich mal interessieren. (Und ja, ich habe natürlich den Planer genau das gefragt...aber mich interessieren eure Meinungen dazu. :))

    Viele Grüße
    Nina
     
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  3. Taipan

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    Welche Anforderunge gibt es denn für Fenster und Türen, Wände und Dächer? Meines Wissens nach gibt es nur die DIN 4108-2/3 Mindestwärmeschutz am Bau als Gestzlichkeit, in der Werte drin stehen. Sonst ist man völlig frei (Abgesehen davon, dass das Gesamtgebäude bestimmte Werte einhalten muss und es einem eine schlechte Tür nicht einfacher macht) ...

    Also sag deinem "Planer": Butter bei die Fische und Anforderung auf den Tisch. Du willst sie lesen, um dich entscheiden zu können! Und wenn er mit der enev kommt: Schönen Gruß an den Ahnungsfreien - die kann er wieder wegpacken - dort stehen keine Einzelbauteilanforderungen an Bauteile bei Neubauten drin.
     
  4. R.B.

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    Geht es vielleicht um eine Sanierung?
     
  5. #4 Alfons Fischer, 21. Mai 2015
    Alfons Fischer

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    Im Wärmeschutznachweis nach EnEV sind hingegen sehr wohl Anforderungen an die Außentüren der wärmeübertragenden Umfassungsfläche zu stellen. Nur in der EnEV selbst werden für Neubauten keine absoluten Höchstwerte genannt.
    für Bestandsgebäude hingegen wird ein Maximalwert für Außentüren genannt: U[SUB]max[/SUB] = 1,8 W/m²K
     
  6. R.B.

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    Ich sehe gerade aus einem alten thread, es geht anscheinend um einen Neubau.
     
  7. Nina86

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    Ach, sorry, genau, es geht um einen Neubau.
     
  8. #7 Thomas B, 21. Mai 2015
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    Gerade bei Nebeneingangstüren würde ich erhöhte Aufmerksamkeit auf den Einbruchsschutz legen. Einbrecher wissen natürlich, daß Haustüren mittlerweile besser gesichert sind als Fort Knox (hatte letztes Jahr eine mit 8-fach Verriegelung und hast Du nicht gesehen...). Die fassen die gar nicht an. Sind ja nicht blöd.

    Eine Nebeneingangstür hingegen, evtl. etwas uneinsehbarer gelegen. Da nimmt man gerne den Kuhfuß aus der Tasche.
     
  9. Taipan

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    Selbst bei einer Sanierung sind in der enev keine Anforderungen hinterlegt, wenn eine Gesamtbilanzierung erfolgt.
     
  10. Taipan

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    Du packst den Kuhfuß in ne Tasche? Rausholen dauert doch ewig!
     
  11. R.B.

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    Da stimme ich Thomas uneingeschränkt zu. Meist wird die Haustüre gesichert bis zum Anschlag, und man vergisst den einfachen Weg den Balkon-/Terrassen-/Nebeneingangstüren bieten. Zudem liegen diese Türen meist gut versteckt, so dass man alle Zeit der Welt hat um diese unbemerkt zu öffnen. Auch bei Nebeneingangstüren sollte man ein paar Euro investieren (5fach Verriegelung, Bandsicherung etc.). Verglasung außen mit VSG ist sicherlich auch eine Überlegung wert. Dafür lieber auf ein paar Zehntel beim U-Wert verzichten.

    Die Anforderungen der EnEV sind hier einfach zu erreichen. Verglasung mit Ug von 1,1W/m2K ist ja keine Herausforderung mehr, und mit den entsprechenden Profilen ist ein Ud von 1,3W/m2K auch kein Thema.
     
  12. Nina86

    Nina86

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    Oh ja, das leidige Thema "ein paar Euro mehr".... :yikes Ich bin beim Preis der Türen sowieso schon fast vom Stuhl gefallen...und sie hätten nur ein 3-Riegelschloss. Aber das nur am Rande... :(
     
  13. Gunnar1

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    Hat 5fach Verriegelung einen signifikanten Mehrwert ggü 3fach? Gibt es 5fach mit Selbstveriegelung? Bislang habe ich nur 3fach mit sv gefunden und stehe nun genau vor diesen zwei Optionen (5fach ohne sv, 3fach mit).
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Gute Frage, die kann ich aber nicht beantworten. Der Mehrwert liegt halt darin, dass man vielleicht ein paar Minuten/Sekunden länger braucht um die Tür zu knacken. Im Prinzip kriegt man jede Tür auf, alles nur eine Frage der Zeit. Die Werkzeugausstattung käme dann erst bei höheren Schutz-/Widerstandsklassen zum Tragen. Dann spielen aber auch noch andere Faktoren eine Rolle, Einbau zum Beispiel.
     
  15. hfrogger

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    Also 3 fach oder 5 fach oder 8 fach ist doch keine genormte Aussage, wenn schon dann RC und dann auch RC2 und zwar geprüft!
    Denn wenn es geprüft ist hat es auch eine Selbstverriegelung (5fach kenne ich die auch nicht!) und eine Bandseitensicherung.
    Ach ja, dann hat die Tür auch den nötigen Stahl im Blendrahmen um die Bolzen oder Schwenkhaken im Belndrahmen zu halten.
    Was hilft denn eine 11 fach Verriegelung wenn die dann wegen den ausgefrästen Kästen im Kunstoff verschraubt ist.
    Der erste Ansatzpunkt bei einer Einbruchrüfung wäre bei mir die Glasleiste, also auch die sollte gesichert sein!
     
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  17. #15 Gast036816, 22. Mai 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    nebeneingangstüren sollten mindestens die gleichen sicherheitsmerkmale aufweisen, die in der gesamten außenhaut an fenstern und türen eingesetzt wird. wer sehnsucht hat, nächtens deine immobilie aufzusuchen, erkennt die schwachstelle sehr schnell.
     
  18. #16 Romeo Toscani, 23. Mai 2015
    Romeo Toscani

    Romeo Toscani

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    Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen:

    Eine Nebeneingangstür ist im Prinzip sowas wie ein "Graubereich".

    Grundsätzlich ist es wie eine Balkontür (also das selbe Profil wie bei einem Fenster), allerdings mit folgenden Unterschieden:
    1.) Der Flügel ist in der Ansicht etwas dicker, damit dort die Griffgarnitur (also Außen- und Innengriff), der Zylinder, etc. Platz hat.
    2.) Im Profil wird daher auch mehr Stahl verbaut (das verschlechtert jetzt erstmal den Dämmwert), weil das ja auch ein wenig stabiler sein muss.
    3.) Unten ist in jedem Fall eine niedrige Bodenschwelle, und kein Stockprofil. Auch das hat negative Auswirkung auf Dämmung, Schlagregendichtheit, usw.
    Brauchts aber wegen der Praxis (= keine Stolperfalle) und ist im Regelfall auch vernachlässigbar, weil so eine Tür im geschützten Bereich eingebaut wird.
    4.) Teilweise werden dann auch nur 2 anstatt 3 Dichtungen verbaut.
    5.) Öffnet nur in Drehrichtung (keine Kippfunktion, diese ergäbe natürlich auch keinen Sinn).
    6.) Es kommen stärke Bänder zum Einsatz als bei der Balkontür.

    Von der Wärmedämmung gesehen ist die Nebeneingangstür in der Regel um einiges schlechter als das Fenster bzw. die Balkontür.

    Sie ist allerdings günstiger als eine Hauseingangstür, und du hast auch wesentlich weniger Auswahl an Modellen, Zubehör, Griffen, usw.

    Wie gesagt, es ist ein "Graubereich", zwischen Balkontür und Haustür.
    In vielen Fällen ist die Dämmung, Dichtheit usw. aber relativ vernachlässigbar, weil das in einem Raum verbaut wird, wo das keine große Rolle spielt (Garage, Keller, usw.)
     
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