Wie muss eine Fachfirma Rigipsplatten an Decken und Schrägen verlegen.

Diskutiere Wie muss eine Fachfirma Rigipsplatten an Decken und Schrägen verlegen. im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, danke erstmal für das super Forum, habe hier schon viele Sachen gelesen und gelernt. Ich baue gerade ein Haus (geplant via...

  1. #1 supernova25, 20. Juli 2011
    supernova25

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    Hallo Bauexperten,

    danke erstmal für das super Forum, habe hier schon viele Sachen gelesen und gelernt.
    Ich baue gerade ein Haus (geplant via Ingenierbüro, kontrolliert durch den dazugehörigen Bauleiter), derzeit ist gerade der Trockenbau beendet.

    Dabei ist mir in mehreren Zimmern nach dem Streichen der Schrägen und Decken aufgefallen, dass sich diverse Risse an Plattenstößen gebildet haben.
    Diese habe ich bemängelt. Die Trockenbauer meinten, dass sie "noch nie Risse hatten", bei bereits 20-jähriger Erfahrung.
    Die Risse wurden großzügig noch mal geöffnet, angefast und neu verspachtelt.
    Nachdem alles trocken war habe ich die entsprechenden Stellen nochmals grundiert und gestrichen. Einen Tag später war alles wieder gerissen.
    Da stellte sich echte Verzweiflung ein.

    Eine schlüssige Erklärung für die Risse konnte mir weder Trockenbauer noch Bauleiter geben.

    Jetzt habe ich mich belesen alle meine Fotos angesehen und bin der Meinung, dass die Platten einfach falsch an die Tragprifile montiert wurden.

    Der Materialhersteller gibt an, dass die Platten (125x200cm) grundsätzlich quer zur Lattung geschraubt werden müssen. Das ist in meinem Fall bei fast keiner Platte geschehen. Die meisten wurden längs angeschraub bzw. so wie sie (oder deren reste) gerade gepasst haben. Sozusagen wurde die Variofuge immer schön auf die Lattung geschraubt und die angefasten schmalen Fugen hängen zwischen den tragprofilen in der luft und genau diese fugen sind in den Zimmern gerissen. Die diversen Plattenreste die in den Schrägen und Wänden mit verarbeitet wurden sowie die schraubenabstände von über 17 cm, sowie gelegentlicher plattenversatz um die 20cm seien hier nur mal kurz erwähnt.

    Nun endlich meine Fragen:

    Wie (in welcher Ausrichtung) werden nun korrekterweise die Platten montiert?

    Ist meine Vorstellung richtig, dass die Variofuge quer zu den Profilen liegen soll, weil diese aufgrund ihrer Breite und Stabilität nicht so Rissanfällig ist?

    Kann ich als Folge dieser Annahme vom Trockenbauer verlangen, dass er die Platten quer zur Lattung anbringt und auch auf das Einsetzen von Plattenresten verzichtet damit ich immer die Variokantenstöße da hin bekomme, wo sie hin gehören?

    Ich hoffe mich halbwegs verständlich ausgedrückt zu haben, bin wirklich ein absoluter laie.

    danke auf jeden fall für antworten.

    christian.
     
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  3. #2 Gast036816, 20. Juli 2011
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    stell doch einmal bitte ein oder zwei fotos der risse ein.
     
  4. #3 Gast943916, 20. Juli 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    also...

    ich versuche es mal,
    es gibt u. U. viele Ursachen die zu Rissbildung führen,
    - Unterkonstruktion richtig verlegt?
    - Platten an die Wand gepresst?
    - nicht von der Mitte nach außen beplankt
    - Fugen vor dem spachteln nicht staubfrei gemacht
    - falsche Spachtelmasse
    - kein Gewebeband eingespachtelt
    usw. usw.

    fast richtig, ist eine Frage der UK, Abstand der Profile?

    sollte nicht sein, hat aber jeder schon gemacht ohne, dass Risse entstanden sind...


    unzulässig, mindestens 40 cm
    (daran siehst du was seine 20jährige Erfahrung wert ist...

    naja, was sind für dich Plattenreste, wo und wie wurden die eingesetzt?

    Stell mal Bilder ein, vielleicht ist dann eine bessere Hilfe möglich.

    Anbei noch ein Auszug aus der Knauf Broschüre

    http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/d61_0204_screen_ger.pdf
    ab Seite 24:

    Beplankung
    ■ Verlegung der Knauf Platten quer zu Sparren/
    Kehlbalken (D610), Traglatten (D611), Tragprofilen
    (D612) bzw. Federschienen (D613).
    ■ Stirnkantenstöße um mindestens 400 mm versetzen
    und auf Sparren/ Kehlbalken (D610),
    Traglatten (D611) bzw. Tragprofilen (D612/ D613)
    anordnen.
    ■ Befestigung in Plattenmitte oder an Plattenecke
    beginnen, um Stauchungen zu vermeiden und
    Platten fest an die Unterkonstruktion drücken.
    ■ Abstände der Schnellbauschrauben an Dekken
    und Dachschrägen max. 170 mm, an Abseitenwänden/
    Drempel max. 250 mm gemäß DIN
    18181.
     
  5. #4 supernova25, 20. Juli 2011
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    hallo,

    danke schon mal für die schnellen antworten. bilder schon mal anbei. ich lege später noch ein paar mehr dazu.



    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 20. Juli 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Beschreib mal den Ablauf (die Reihenfolge) folgender Gewerke mit Zeitabstand
    Putz
    Estrich
    Trockenbau
     
  7. #6 Gast943916, 20. Juli 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juli 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ja, auch der zeitliche Ablauf wäre evtl. eine Ursache, aber die Stossversetzung grenzt ja schon an eine Kreuzfuge und dann wundern mich die Risse nicht
     
  8. Peeder

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    stell dich nicht so an, Kreuzfugen erhöhen nur die Wahrscheinlichkeit eines durchgehenden Risses, deshalb nicht so gerne gesehen. ( ich stelle mir gerade eine Lochdecke mit versatz vor )

    Nach den Bildern zu urteilen, nicht ganz frei von Fehlern, ( Versatz,Reststücke ) aber dennoch saubere Arbeit, soweit ich mir das als Nichtderbestetrockenbauer zu beurteilen zusteht.


    Die Ursache ggf hier suchen.


    Peeder
     
  9. #8 Gast943916, 20. Juli 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    @Peeder,
    Lochplattendecke und GK Platte mit 4AK sind die ganz große Ausnahme, das weisst du auch du alter Meckerbolzen.

    Die Grundierung könnte eine Ursache sein, ich tippe aber auf den zu geringen Versatz
     
  10. #9 supernova25, 20. Juli 2011
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    Schon mal vielen Dank für die Meinungen.

    Hier noch der zeitliche Ablauf der Gewerke:

    Putz:
    Erdgeschoss 27.4. - 5.5.11
    Obergeschoss 9.5. - 11.5.11
    Keller: 12.5. - 17.5.11

    Estrich:31.5. - 1.6.11

    Trockenbau im OG: 6.6. - 15.6.11

    Trockenheizen des Estrichs: 16.6. - 29.6.11

    Grundierung mit Tiefengrund LF ab 29.6. danach Anstrich mit Disperionsfarbe

    Ich habe noch ein paar Bilder zusammengestellt:

    1. So sehen die Risse aus (habe etwas gegengedrückt) und wie gesagt nur die die stöße die nicht aus variofugen bestehen sind gerissen:
    [​IMG]

    2. Ankleidezimmer (besonders rissig) in den verschiedenen Baustadien:
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 20. Juli 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    @ peeder & gipser :p

    Sach ich doch - Der GK war pitschefeucht vom ganzen Anmachwasser aus Putz + Estrich, dann gespachtelt. Nu trocknet der GK langsam, schwindet wieder und die Fugen reissen.

    Passt scho.

    Warte mal den Winter ab, dann reisst das erst richtig. Danach erst die Risse beseitigen. Dann ist auch Ruhe im (Gips)Karton
     
  12. #11 Gast943916, 20. Juli 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    @Ralf
    hast ja recht und dazu kein Gewebeband eingespachtelt, böööses faul,
    das erste was ich als TB gemacht hätte bei dem Zeitplan, wäre Bedenken anzumelden....
     
  13. #12 keinSchlaubauer, 20. Juli 2011
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    Aus dem Grund kommt bei unserem GÜ der Trockenbau/die Dachdämmung immer erst, wenn der Estrich schon 6-8 Wochen drin ist.
     
  14. Julius

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    Laienfrage:
    Und was ist mit den ganzen fliegenden Kopfstößen...?
    Unzulässig, oder?
     
  15. #14 Gast943916, 21. Juli 2011
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    Gast943916 Gast

    fliegende Stöße seh ich keine, aber die UK ist schon sehr abenteuerlich......
    und überall Stoßversatz weit unter 400 mm
     
  16. Julius

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    Der TE hat aber beschrieben, daß es durchgängig so (also mit NICHT unterlegten Kopfstößen) ausgeführt worden sei:
    Die Kopfstöße geben auch bei Druck mit der Hand nach:
    Meiner unfachmännischen Meinung nach kann das so nicht dauerhaft stabil werden. Egal, wie oft man noch nachspachtelt oder wie lange es trocknet...
     
  17. #16 Ralf Dühlmeyer, 21. Juli 2011
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    Julius - schau Dir mal die Seiten von Knauf an. Da gibts pdf´s mit allen erforderlichen Details zu solchen Konstruktionen.
    Wenn dann noch Fragen sind, stell sie.

    Weil - i.A. weiß ich nicht, wo Du hinwillst mit Deinen Fragen.
     
  18. #17 Gast943916, 21. Juli 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    @Julius
    das sind aber keine fliegenden Stöße, wenn du Bild 3 anschaust, siehst du, dass auf der kurzen, sowie auf der langen Seite der Platte Profile angebracht sind.
    Ein fliegender Stoß wäre es, wenn eine Seite der Platte "in der Luft" hängen würde.

    so unfachmännisch ist die nicht...
     
  19. Julius

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    Sorry, Ralf, aber wie es richtig gehört, ist mir bekannt.
    Die Frage ist hingegen, wie es beim TE ausgeführt wurde!
    Und da bleibe ich bei meiner Meinung, daß ein Stoß, der sich beim Drücken mit der Hand auf eine der beiden Platten deutlich trennt, nicht ausreichend hinterlegt ist.
     
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  21. #19 supernova25, 21. Juli 2011
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    Ich hätte dann auch noch zwei Fragen:

    was sind fliegende stöße?

    kann ich es den trockenbauern ankreiden, dass die platten, nicht wie vom hersteller vorgegeben quer, sondern längs zur traglattung verlegt wurden?
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 21. Juli 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Julius
    Hier
    http://www.knauf.de/pdf/bilder/detbl_wmv/d11_2006-03-ii.pdf
    ist nirgends eine Hinterlegung der Stöße quer zur Traglattung dargestellt. Zum Teil sind sogar eben nicht hinterlegte Stöße dargestellt.

    Dabei ist es im Prinzip auch egal, ob es die Längs- oder Querseiten der Platten sind - zumindest bei denen mit der einfachen Rundkante an der Längsseite.

    Warum die sich das bewegen lassen - keine Ahnung.
     
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