Wie sieht eine korrekte Perimeterdämmung aus?

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  1. Baulöwe

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    Hallo!

    Ich bin angehender Selbstbauer und möchte Keller, EG und OG aus Porenbeton
    in Eigenleistung erstellen.

    Ich habe einige Fragen zum idealen Aufbau der Bodenplatte und der Perimeterdämmung:

    Gibt es im Forum oder sonst wo eine bebilderte Idealkonstruktion für die Bodenplatte und die Perimeterdämmung? Mit und ohne Streifenfundament.

    Welches XPS Material ist vom Preis/Leistungs-Verhältnis am besten?
    Welche XPS Marke ist die günstigste?
    Muss die EG Mauer etwas überstehen? Ist das besser?

    Danke!

    Carmen :winken
     
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  3. #2 HenkelPeter, 25. März 2005
    HenkelPeter

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    gedämmte Bodenplatte

    Guten Morgen Baulöwe,
    hier einige Tips zur Dämmung unter der Bodenplatte und zu den aufgehenden Wänden.
    Ich habe mit FLOORMATE gute Erfahrungen gemacht. (Preis / Leistung)


    Energieeinsparung, Behaglichkeit und der Schutz der Baukonstruktion erfordern auch den Einsatz einer dauerhaft zuverlässigen Wärmedämmung im Bereich von Bodenplatten. Die Wärmedämmschicht kann abhängig von der Gebäudesituation und der Nutzung oberhalb oder unterhalb der Bodenplatte eingebaut werden.
    Es ist bei dem Einsatz von einer Dämmung unter der Bodenplatte aber besonders darauf zu achten, das die Bewehrung der Bodenplatte richtig gerechnet ist.
    Massgeblich für die Tragfähigkeit von wärmegedämmten Bodenaufbauten sind die druckverteilende Betonplatte, die Wärmedämmung sowie der Untergrund. Die einzelnen Schichten von Bodenkonstruktionen mit einer Wärmedämmschicht stehen in einer gesetzmässigen, aber doch recht komplexen Wechselwirkung zueinander. Für die Berechnung von Betonplatten auf elastischem Untergrund, z.B. einer Dämmschicht, wird im allgemeinen das Bettungszifferverfahren eingesetzt.
    Die Dimensionierung der Betonplatte sollte von einem Ingenieurbüro durchgeführt werden.

    Der Aufbau der Bodenplatte sollte wie folgt sein:


    Gruß
    Peter Henkel
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    '"mmmh"

    mittlerweile hat ja bald jede XPS- Dämmung die Zulassung unter die Bodenplatte ... "persönlich" hab ich da awengerl Bauchwech einfach ne Dämmung unters Haus zu legen und drauf los zubaun ... bisher hab ich mich "nie" drauf eingelassen "ohne" Planer Dämmungen unter der Bodenplatte einzusetzen die Dämmungen dabei gingen stets die 4000 bzw. 5000 tender Reihen ... es sei den der Lastabtrag wurde über Fundamente gewährleistet ... da hat man dann schon das Gefühl zu wissen für was man die nächsten Jahre seine Bürgschaft zu leisten hat.
    .
    .
    da "muss" man Herrn Henkel bedenkenlos zustimmen ... vielleicht sollte man noch ergänzen daß hier die Qualität eines Hauses bereits beginnt sprich das ist nix für 0815 Ausführungen und Selbstbauer dann fängt bei frischer Bettung in der Sauberkeitsschicht an und geht weiter über Qualitätprodukten von Dow oder Basf daß natürlich gescheit in´s Geld geht ... und jetzt mal bitte alle Bauherrn vortreten die für Qualität auch "mehr" zahlen würden :shades
     
  5. Distler

    Distler

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    hier

    BASF (Styrodur) drunter!

    gestern gegossen und eine Stunde später begann der Nieselregen - *freu*!

    Distler
     
  6. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Herr Distler

    wenn Sie jetzt noch schreiben das die Dämmungen in den Statikplänen bereits berücksichtig und berechnet wurden dann geh ich 3 Schritte zurück und sag laut "RESPEKT" :winken
     
  7. #6 C. Schwarze, 25. März 2005
    C. Schwarze

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    und wozu soll das gut sein? Dämmung unter der Bopla?
    Wenn ich im Keller (partiell, zeitlich begrenzt) heize, wie lange dauert es wohl bis ein Quentchen Energie durch die meist 20er Betonplatte bis zur Dämmung vordringen kann, die ein konstant "warmes" Erdreich gegen Zimmertemparatur schützt. :irre
    abgesehen von der geänderten Verlegung des Fundamenterders und den Kosten der Dämmung.
     
  8. Distler

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    ich will ja hier nicht strunzen ...

    aber: JA, der Statiker ist auch höchstselbst auf der Bewehrung gelegen, um zu prüfen, dass die Betonüberdeckung der Bewehrung der Vouten (die gibt's also wirklich :) ) für die Grundleitungen auch genug Abstand zur Folie hat - und die sind auch mit Styrodur unterfüttert ... Das Bild verkleinert irgendwie die Abstände, an manchen Stellen ist die Folie auch lose und geht bei Belastung tiefer ...

    Im Ergebnis kommt schon so etwas wie ein Bunker raus :D Die Platte ist 32 dick - vermutlich der statische Preis für's Dämmen. Hochwertige Nutzung, Heizen also über die Heizperiode: ja. Die Energiequanten würden dann schon mit den Füßen abstimmen ... Klar kostet das Dämmen. Aber bei hiesigen Quadratmeterpreisen (~ 500) kann man die Grundstücke nicht beliebig vergrößern, also muss man in den Untergrund.

    Mit dem Fundamenterder wird man auch fertig ....

    Gruß Distler
     
  9. #8 Carden. Mark, 25. März 2005
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Zu Dämmungen unter BP im Keller, sind sicherlich verschiedenste Meinungen unterwegs.

    Aber im Bezug auf den Fundamenterder ändert sich nichts. Das 95% (sage ich jetzt einmal) sowieso falsch eingebaut werden bei BP ist bekannt, das Problem beginnt aber schon bei einer PE Folie und / oder Kapillarbrechenden Schicht.
     
  10. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "ui"

    sogar mit Voutengraben ... "jetzt" schlägts 13.zen :respekt :respekt :respekt
    .
    P.s. zum Fixieren der Grundleitungen hab ich sogar was im Gebrauchsmusterschutz ... die Drainhalter vom Eisenreich/Thalhammer "weil" das Fixieren mit den gezeigten Bügeln doch mitunter schon awengerl a Gewürg ist ... "aber" die Ausführung gefällt mir trotzdem :)
     
  11. Distler

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    Die Seite ist 46 bezogen auf dieses Kapitel und 82 bezogen auf die Seitennummerierung
     
  13. matzi

    matzi

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  14. THFJAW

    THFJAW

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    Hallo,

    hinsichtlich der Dämmung unter der Bodenplatte, stellt sich für mich die Frage, ob diese nicht auch in gleicher Qualität und Funktionalität über der Bodenplatte erstellt werden kann ?

    Welcher Aufbau (Schichten), welche Materialien (Hersteller, techn. daten, Stärke) kämen in Frage um über der Bodeplatte eine Dämmung für einen Keller als Wohnraum zu erstellen ?
     
  15. Gastrein

    Gastrein Gast

    In unsrem EFH haben wir ne 30er WW, ortgeschalt. Sauberkeitsschicht 5 cm, dann die 30er Platte. Unter der Platte keine Dämmung, dann aber innen die üblichen ca5cm Styrodur unter dem Fliessesstrich. Aussen auf den Wänden ist der Deitermann Anstrich (schwarz/ca. 0,8cm) und 10 cm Jackodur-XPS (die quitschviolett Farbenen) mit Stufenfalz. Der nicht bewohnte Keller (Lager/Wasch/Heizung) mit guten (1,1er) DG-Fenstern ist auch im Winter angenehm bei so ca. 16-18°C - ohne Heizung. Die Gasbrennwertanlage macht keine Abwärme ! Daher kann ich mir garnicht vorstellen, dass in der Keller-BoPla grössere Wärmeverluste stattfinden . Da unten im Boden ists doch eh frostfrei. Vielleicht lohnt sich das nur ohne Keller, da die Bopla dann im Frostbereich liegt. Die Wanddämmung ist hingegen immer viel wert. Macht bei 30 er Beton + 10cm XPS immer noch nen Durchgangswert von 0,25 oder so.

    Meine "Laienmeinung". Grüssles
     
  16. #15 Carden. Mark, 10. Mai 2005
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Zeitlich begrenzt geheizte Kellerräume von außen teuer einzupacken ist sicherlich kaum lohnenswert. Diese Maßnahmen aber bei zum dauernden Aufenthalt von Menschen gedachte Räume ist sehr wohl eine Überlegung wert. Bedenkt doch bitte die Abwanderung der Wärme im Bereich von Wandaufsetzpunkten. Tauwasserausfall bei großen Temperaturunterschieden in Verbindung mit zu geringen Lüften und hierdurch entstehende Schimmelbildung ist bei den heutigen (dichten) Bauweisen ein Problem, welches früher in diesem Ausmaß so nicht bekannt war.
     
  17. totto

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    BoPla auf Dämmung ohne Sauberkeitsschicht?

    Hallo !

    In einigen Wochen beginnt der Bauträger bei unserer DHH mit dem Ausschachten und ich überlege, wie ich den Keller dämmen soll.

    Der Architekt meint, wenn die Styrodur-Platten unter die BoPla kommen, braucht man keine Sauberkeitsschicht mehr. Ich glaube, da soll nur planierter Kies und eine Plane hin. Ein Fundament gibt es wohl auch nicht.

    Auch wenn ich schon 1001 Beiträge zu ähnlichen Themen hier durchstöbert habe, ist mir nicht klar, ob das so okay ist.

    Randbedingungen ansonsten: Druckwasserdichter Stahlbeton-Keller. (Boden ist recht felsig, wurde glaube ich mal gesagt, deshalb schlechte Versickerung, deshalb druckwasserdicht).

    Wäre super, wenn jemand sagen könnte, ob das überhaupt eine vernünftige Lösung ist (ohne Fundament und Sauberkeitsschicht) und Tips geben könnte, worauf man ggfs. achten sollte.

    Grüße
    totto
     
  18. #17 Carden. Mark, 12. Januar 2006
    Carden. Mark

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    Wenn die Perimeterplatten Plan aufliegen, können diese eine Sauberkeitsschicht ersetzen. Dieses zu gewährleisten, Bedarf es aber schon ein abgezogenes Sand- / oder Splittplanum. Merke: Die Sauberkeitsschicht soll ja auch Höhentolleranzen ausgleichen. Das Planum muss natürlich verdichte´t werden. Die Platten müssen Vollflächig die Last in den Baugrund ableiten können.
     
  19. totto

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    Danke! Das sind ja schon mal einige wertvolle Details, auf die ich den Architekten befragen kann.

    Kann man unter der BoPla eigentlich normale Styrodur-Platten einsetzen oder müssen die eine besondere Spezifikation wg. Druckbelastung erfüllen?

    Muss diese Konstruktion (BoPla ohne Fundament und Sauberkeitsschicht direkt auf Dämmung) gesondert vom Statiker berechnet werden oder bleibt die Statik wie beim Standardhaus ?

    BTW: Was mir noch eingefallen ist: Die BoPla soll 30cm stark sein.
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 13. Januar 2006
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    Statikus...

    muss das nicht gesondert rechnen, er sollte nur davon wissen und die Druckfestigkeit muss auf die entstehende Flächenpressung abgestimmt sein.
    MfG
     
  22. totto

    totto

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    Die Druckfestigkeit der Dämmplatten?
    Womit ich wieder bei der Frage bin: Kann man unter der BoPla normales Styrodur einsetzen?
     
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Wie sieht eine korrekte Perimeterdämmung aus?

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