Wie viele Zähler braucht man offiziell?

Diskutiere Wie viele Zähler braucht man offiziell? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Meine Schwiegereltern bauen gerade ihr Haus um. Das Haus besteht dann aus zwei separaten Wohnungen. Wir wohnen oben, meine Schwiegereltern unten....

  1. Jemand

    Jemand

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    Meine Schwiegereltern bauen gerade ihr Haus um. Das Haus besteht dann aus zwei separaten Wohnungen. Wir wohnen oben, meine Schwiegereltern unten. Wir würden gerne zwei Stromkreise machen, die wir aber über einen offiziellen Zähler laufen lassen. Wir hätten dann gegenüber den Stadtwerken nur einen Zähler und einen Vertrag. Intern würden wir einen weiteren Stromzähler so reinhängen, dass wir den Verbrauch aufteilen könnten. Der zweite Zähler wäre eventuell nicht geeicht (das wäre aber kein Problem).

    Ist das "erlaubt" oder muss man pro Wohnung einen eigenen offiziellen Zähler einbauen und damit auch mieten? Es geht um ein Haus in Frankfurt am Main (Hessen), falls das von Bedeutung ist.

    Gruß,
    Joscha
     
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  3. karo1170

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    Erlaubt ist das im privaten Bereich durchaus. Man sollte beim Aufbau des Zählerplatzes und der Leuitungsführung aber daran denken, Reserveplatz für eine evtl. spätere Auftrennung vorzusehen.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Na ja, ganz so einfach ist das auch wieder nicht. Sagen wir mal vorsichtig, man bewegt sich in einer Grauzone. Dazu muss man sich nur mal die Lieferverträge der Versorger anschauen. Dort wird ein Wiederverkauf meist mehr oder weniger deutlich ausgeschlossen. Da finden sich dann Formulierungen wie "Die Elektrizität wird für die Zwecke des Letztverbrauchs geliefert." oder so ähnlich.

    Das bedeutet, man kann schon mehrere Wohnungen an einem Abrechnungszähler betreiben, man darf aber nicht intern mit dem "Mieter" der 2. Wohnung abrechnen.

    Nebenbei bemerkt sind Veränderungen an der Elektroinstallation, wie im obigen Fall, dem Versorger zu melden. Auch das findet sich verklausuliert in den Verträgen aller Versorger die ich kenne, und sei es nur in Form von Verweisen auf weitere Dokumente, Anhänge oder Lieferbedingungen.

    Jetzt stellt sich halt die Frage, wer will das innerhalb der Familie überprüfen? Und da beginnt die Grauzone. Bei einem fremden Mieter wäre das kein Thema, der hat Anspruch auf eine ordnungsgemäße Abrechnung, und wenn man da mit internen Zählern kommt, ist der Ärger vorprogrammiert. Innerhalb der Familie sieht das wieder anders aus.

    d.h. wenn man die Verträge genau studiert, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es nicht erlaubt ist.

    Bewegt man sich in der Grauzone, dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Anschlussnehmer vor Problemen steht wenn es mal richtig kracht innerhalb der Familie. Dann landet man halt schnell bei § xx des Vertrags in dem dann die Themen Pflichtverletzung des Anschlussnehmer und Vertragsstrafe behandelt werden.
     
  5. Jemand

    Jemand

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    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe mir schon sowas gedacht. Deshalb stelle ich die Frage auch hier und nicht dem Energieversorger. Denn ich will keine schlafenden Hunde wecken.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    So manche Regelung aus solchen Verträgen stammt noch aus Urzeiten und müsste längst den aktuellen Gegebenheiten entsprechend angepasst werden. Das ändert aber nichts daran, dass diese Regelungen noch rechtskräftig sind.

    Wenn Du einen Mietvertrag mit Deinen Schwiegereltern machst, dann wird es halt schwierig zu erklären sein, dass Du für Strom etc. nichts bezahlen musst. Kann man dann auch noch Überweisungen auf den Konten nachweisen, dann gibt´s ein Problem. In diesem Fall kann man wohl zu Recht unterstellen, dass es sich um ein normales Mietverhältnis handelt.
    Haben die Schwiegereltern eine 2. Wohnung im Haus geschaffen und lassen Euch kostenfrei dort wohnen, dann sieht die Sache wieder anders aus. Ob Du denen dann als Dank den Jahresurlaub bezahlst, oder ein üppiges Weihnachtsgeschenk machst, das interessiert niemanden.
     
  7. erki1111

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    Auch mein bisher als Einfamilienhaus genutztes Gebäude wird gerade zum Zweifamilienhaus erweitert und soll vermietet werden. Der Versorger (ENBW) teilte mir auf telefonische Anfrage hin mit, dass ich als Vermieter den bestehenden Zähler und den dafür geltenden Vertrag beibehalten kann, wenn ich mit meinen Mietern selbst abrechnen wollte.
     
  8. Neutal

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    Die Abrechnung über einen nicht geeichten Zähler ist nicht erlaubt. Jeder Mieter hat das Recht auf eine ordentliche Abrechnung die belegbar ist. Intern, oder im Familienkreis ist das sicherlich etwas anders.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Wenn Du das auch noch schriftlich bekommst, dann ist doch alles gut.
     
  10. Neutal

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    Dem Versorger ist es letzlich völlig egal, solange wie er den abgenommen Strom bezahlt bekommt.
     
  11. R.B.

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    Nein, das ist es ihm nicht. Wie gesagt, es gibt vertragliche Bedingungen. In wieweit er darauf besteht, das steht auf einem andern Blatt. Geduldet bedeutet auch nicht automatisch erlaubt.

    Nebenbei bemerkt verliert er eine Grundgebühr wenn alles über einen Zähler läuft.
     
  12. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Jein.

    Man kann offiziell auch Unterabrechnen, kundeneigene Zähler (größer angelegt) oder Aufteilung nach Umlage. Ist ja auch gängiges Verfahren bei Gemeinschaftszählern, Ferienwohnungen usw.
    Es gibt die Freiräume noch.

    Der TE hat aber ein ganz anderes Thema an der Backe und da kommts auf den Plan: 2 Wohnungen über einen "normalen" Zähleranschluß. Dann gibt es auch erstmal nur eine Versorgung mit entsprechender Leistung. Oder er beantragt einen Anschluß mit höherer Leistung /Absicherung. Und da fängts dann ggf. an, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt, von der Instatallation, der Zähleranlage, den Gebühren usw., wenn man aus dem normalen einfachen Wohnungsanschluss rausrutscht.
    Oder man sich bei WW (Durchlauferhitzer) oder Kochen (Herd) absprechen muss...

    Bei Endverbrauchern ist es starke Grauzone, da jeder das Recht hat frei seinen Versorger zu wählen, das gilt auch bei Verwandten. Wenn da Diskussionen aufkommen und man kann sich nicht Einigen kann wird's unangenehm. Dann muss man als Anschlussnehmer zum offiziellen Netzbetreiber aufsteigen ... da sieht man ganz schnell separate Zähler vor: je Wohnung und Gemeinschaft -> 3 Zählerplätze.

    Zurück zum Ausgang:
    Nun kann man als Sparbrötchen auf die Idee kommen die 3 Zähler als kundeneigene Zähler auszuführen, dann einen zusätzlichen Zählerplatz für die
    ZählerVNBAnschlußPseudosparversion in der Größenordnung für den Hausanschluß. :shades
    Hat immer noch das drohende Recht auf Versorgungsfreiheit
    oder man würfelt den Verbrauch untereinander aus Thema s.o. Und installiert mal später alles um.
     
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  14. Julius

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    Selbst wenn es so zulässig wäre (was es für ZFH/MFH ME NICHT ist), stellt sich eine Frage:
    Warum sollte ich als Vermieter in die Vorleistung und HAFTUNG gehen wollen, für den Stromverbrauch der Mieter???
     
  15. #13 SteveMartok, 11. Februar 2014
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Und für mich stellt sich die Frage: Wieso sollte diese ,,Grauzone" gerade im Verwandtenkreis Anwendung finden?
    Gerade dort gibt es schnell die größten Streitigkeiten. Da würde ich mir lieber zwei ordnungsgemäße Zähler setzen lassen, und gut ist.
     
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